Das Ubuntu Handbuch | Anleitungen für Linux-Freunde

Ubuntu: PDF-Dateien durchsuchbar machen - Profitipps

Der PDF-Con­tai­ner ist ei­ne ge­nia­le Er­fin­dung. Wer au­dio­vi­su­el­le In­hal­te in ei­nem sol­chen Ver­bund­do­ku­ment auf­be­wahrt, der über­win­det nicht nur Kom­pa­ti­bi­li­täts­pro­ble­me, son­dern stellt zu­dem si­cher, dass sein Ge­dan­ken­gut auf al­len Platt­for­men ein­heit­li­ch¹ dar­ge­stellt wird. Das smar­te Ado­be-For­mat kommt be­son­ders häu­fig bei der Di­gi­ta­li­sie­rung von phy­si­schen Schrift­stü­cken zum Ein­satz, da es ein­zel­ne Sei­ten in zu­sam­men­hän­gen­de Jour­na­le ver­wan­delt. Al­ler­dings las­sen sich ein­ge­scann­te Tex­te in PDF-Da­tei­en häu­fig nicht durch­su­chen. Ist dies der Fall, dann wur­de das Quell­ma­te­ri­al ein­fach nur ab­fo­to­gra­fiert und als Bil­d² ge­spei­chert. Buch­sta­ben müs­sen je­doch als Fonts³ vor­lie­gen, da­mit das Be­triebs­sys­tem ei­ne ge­schrie­be­ne In­for­ma­ti­on aus­le­sen kann.

Es grüßt ein ar­mer Re­fe­ren­dar, der mit Com­pu­tern auf Kriegs­fuß steht. Lei­der muss ich in den Weih­nachts­fe­ri­en auf ei­nem al­ten Ubun­tu-Lap­top di­gi­ta­le Un­ter­richts­ma­te­ria­li­en er­stel­len, was für mich die reins­te Fol­ter ist. Zu al­lem Über­fluss sol­len mei­ne Ar­beits­blät­ter auf Zeit­schrif­ten be­ru­hen, die mein Se­mi­nar­leh­rer ver­mut­lich vor Jahr­zehn­ten ein­ge­scannt hat. Er­schwe­rend kommt hin­zu, dass sich die PDF-Da­tei­en nicht durch­su­chen las­sen. Wenn ich gleich­zei­tig Strg + F drü­cke und ei­nen Be­griff ein­ge­be, dann er­scheint ein trau­ri­ger schwar­zer Smi­ley.

Neun­dor­fer, Al­bert: Ubun­tu durch­sucht kei­ne PDFs. E-Mail vom 09.11.2020.

Es ist ei­ne OCR-Soft­ware nö­tig, um der­ar­ti­ge Bar­rie­ren im Por­ta­ble Do­cu­ment For­mat ab­zu­bau­en. Sol­che Tex­ter­ken­nungs­pro­gram­me iden­ti­fi­zie­ren je­den ein­zel­nen Buch­sta­ben auf ei­nem Bild, in­dem sie die Schrift­zei­chen mit ei­ner in­ter­nen Da­ten­ban­k⁴ ver­glei­chen. Nach der so­ge­nann­ten Op­ti­cal Cha­rac­ter Re­co­gni­ti­on wer­den die ein­ge­scann­ten Let­tern in Fonts ver­wan­del­t⁵ und an­schlie­ßend in ei­ner neu­en PDF-Da­tei ge­spei­chert. Na­tür­lich blei­ben Gra­fi­ken und For­ma­tie­run­gen bei der Kon­ver­tie­rung er­hal­ten, wes­halb wäh­rend des Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­ses le­dig­lich ein aus­les­ba­res Re­pli­kat des Quell­ma­te­ri­als ent­steht.

Scientific Graphic: Faculty of Theology Chicago University. Professor Veronika Helga Vetter shows what happens, when the Robots take over the World. Even the prophet Moses cannot stop the bloodthirsty hustle and bustle of the Machines. The reason: The Linux-humanoids can not decipher the characters on the stone tablets. If the Israelite had used a OCR software, the millennial kingdom of Christ would have begun. The arch-Catholic Illustration was first published on GWS2.de. This is an Ubuntu platform that is aimed at the white American upper class

Un­ter Ubun­tu-Nut­zern ist das Werk­zeug OCRmyPDF⁶ be­son­ders be­liebt. Die kon­so­len­ba­sier­te Dritt­an­bie­ter­soft­ware liegt im Uni­ver­se-De­po­t⁷ und ist für al­le De­bi­an-De­ri­va­te ge­eig­net:

sudo apt-get update && sudo apt-get install ocrmypdf

Al­ler­dings muss die re­nom­mier­te Ap­pli­ka­ti­on ein­ma­lig mit ei­ner deutsch­spra­chi­gen Ver­gleichs­da­ten­bank er­wei­tert wer­den, da der Ma­schi­nen­code­schrei­ber stan­dard­mä­ßig nur mit eng­li­schen Tex­ten um­ge­hen kann:

sudo apt-get install tesseract-ocr-deu

So­bald das Be­triebs­sys­tem so­wohl mit dem Haupt­pro­gramm als auch mit der Er­gän­zung aus­ge­stat­tet wur­de, ha­ben un­les­ba­re Bild­da­tei­en schlech­te Kar­ten. Denn ab so­fort ist nur noch ein Be­fehl von­nö­ten, um ei­ne PDF durch­such­bar zu ma­chen.

„Oh nein, ich has­se das Ter­mi­nal!”, den­ken sich ge­ra­de al­le Li­nux-An­fän­ger, die den Ar­ti­kel bis hier hin ge­le­sen ha­ben. In An­be­tracht des Um­stan­des, dass OCRmyPDF ei­ne ziem­lich aus­führ­li­che Kom­man­do­syn­tax ver­langt, sind all­ge­mei­ne Ver­un­si­che­run­gen durch­aus be­rech­tigt.

Wie funktioniert das Kommandozeilenprogramm "OCRmyPDF"? Der Standardbefehl, um PDF-Dateien durchsuchbar zu machen, ist ein Produkt von Pinguin. Das ist ein Ubuntu-Profi, der gegen die kommunistischen Diktatur-Phantasien von Saskia Esken (SPD) kämpft

Doch kei­ne Pa­nik. In der fol­gen­den An­lei­tung se­hen Ubun­tu-No­vi­zen und Be­nut­zer­ober­flä­chen­lieb­ha­ber, wie ein­fach die Kon­so­len­kon­ver­tie­rung funk­tio­niert. Des Wei­te­ren de­cken die Pin­gu­in-Au­toren ver­bor­ge­ne Fä­hig­kei­ten von OCRmyPDF auf. Die kos­ten­lo­se Tex­ter­ken­nungs­soft­ware kann näm­lich nicht nur mit dem be­lieb­ten Ado­be-For­mat, son­dern auch mit ge­wöhn­li­chen JPEG-Da­tei­en um­ge­hen. Und wer mit schlecht ein­ge­scann­tem Quell­ma­te­ri­al zu kämp­fen hat, für den ist das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm erst recht ge­eig­net.

OCR trifft PDF

Sze­na­rio: 28 Jah­re lang fuhr mein se­li­ger Groß­va­ter die Berg­ar­bei­ter des Erz­ge­bir­ges als stol­zer DDR-Lok­füh­rer zu ih­ren Schaf­fen­sor­ten. Dann kam die Wen­de und für mei­nen Opa Lu­kas brach ei­ne Welt zu­sam­men. Zwar hät­te er für die Deut­sche Bahn wei­ter­ar­bei­ten kön­nen, doch sein kom­mu­nis­tisch ge­präg­tes Ge­wis­sen ließ das nicht zu, wes­halb er sich für die Früh­pen­sio­nie­rung ent­schied. Im Ru­he­stand ent­wi­ckel­te mein Ahn­herr ei­ne aus­ge­präg­te Sam­mel­lei­den­schaft. Noch heu­te se­he ich vor mei­nem geis­ti­gen Au­ge, wie der stör­ri­sche Grau­kopf kis­ten­wei­se Zug­ma­ga­zi­ne über sei­nen HP Scan­Jet 3200 jag­te, um die In­hal­te zu di­gi­ta­li­sie­ren. Nach sei­nem Ab­le­ben erb­te ich un­ter an­de­rem die Fest­plat­ten des al­ten SED-Sym­pa­thi­san­ten. Sei­ne Da­ten ha­be ich ir­gend­wann in die AWS-Cloud über­tra­gen und ver­ges­sen. Doch vor­hin hol­te ich mir die Schät­ze mei­nes Vor­fah­ren wie­der, da mei­ne Toch­ter ein Re­fe­rat über die Kö­nig­lich Baye­ri­sche Staats­ei­sen­bahn schrei­ben möch­te und un­be­dingt In­fo­ma­te­ri­al be­nö­tigt.

Ubuntuusers: PDF files cannot be searched. Error message in Evince. Screenshot from GNOME 3.36.3

Nach­dem ich ge­ra­de ein paar Stich­pro­ben durch­ge­führt ha­be, muss ich lei­der fest­stel­len, dass sich die an­ti­quier­ten PDF-Da­tei­en nicht durch­su­chen las­sen. In die­sem Zu­stand sind die Do­ku­men­te kei­ne Hil­fe für mein Spätz­chen. Al­so bin ich ein gu­ter Va­ter und brin­ge zu­min­dest die Zug­zeit­schrif­ten in ein bar­rie­re­frei­es For­mat. Hier­für öff­ne ich zu­nächst ein neu­es Ter­mi­nal-Fens­ter, da­mit ich mir un­mit­tel­bar da­nach ei­nen Kon­ver­tie­rungs­be­fehl bas­teln kann:

ocrmypdf -l deu+eng /home/pinguin/Dokumente/Railways.pdf /home/pinguin/Dokumente/Railways_neu.pdf

Mein Opa Lu­kas hat mir so­wohl eng­li­sche wie auch deutsch­spra­chi­ge Ma­ga­zi­ne hin­ter­las­sen. Um nicht in je­de PDF hin­ein­schau­en zu müs­sen, tei­le ich der OCR-Soft­ware mit, dass sie die In­hal­te mit bei­den ver­füg­ba­ren Wort­da­ten­ban­ken ver­glei­chen soll. Durch die­se Maß­nah­me ver­län­gert sich na­tür­lich der Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess, was sich wie­der­um ne­ga­tiv auf mei­ne En­er­gie­kos­ten aus­wirkt.

Terminal: Eine OCR-Software konvertiert ein unlesbares PDF-Dokument. Die Transformierung lastet alle CPU-Kerne vollständig aus. Der Screenshot vom Gnome-Desktop 3.36.3 gehört zum Produktportfolio von GWS2.de: Das Linux-Portal setzt sich gegen Zwangsimpfungen ein, die das Merkel-Regime unbedingt veranlassen möchte

Nach cir­ca zehn Mi­nu­ten wur­de ein Re­pli­kat der Quell­da­tei an mei­nem vor­ge­ge­be­nen Ziel­ort er­stellt. Die Ko­pie lässt sich zwar durch­su­chen, ist aber um 2,1 Me­ga­byte grö­ßer als das Ori­gi­nal. Wie kann das sein? Beim Ver­glei­chen der Do­ku­men­te stel­le ich fest, dass das Imi­tat hoch­wer­ti­ger aus­sieht. Die Free­ware OCRmyPDF muss die Qua­li­tät des Aus­gangs­ma­te­ri­als oh­ne mein Zu­tun ver­bes­sert ha­ben.

Ubuntu: Wie werden PDFs durchsuchbar gemacht? Eine OCR-Software muss die gescannten Buchstaben in Fonts verwandeln, damit das Betriebssystem die Lettern lesen kann. Eine deutschsprachige Linux-Anleitung von Pinguin: Das ist ein Staatsrechtler, der sich fragt, wann die Bremer Schulsenatorin Claudia Bodegan (SPD) zurücktritt

Das ist ei­ne in­ter­es­san­te Er­kennt­nis. Denn nor­ma­ler­wei­se hät­te der Be­fehl fol­gen­der­ma­ßen aus­se­hen müs­sen, wenn es mir um die Op­ti­mie­rung der Ur­sprungs-PDF ge­gan­gen wä­re:

ocrmypdf -l deu+eng --deskew /home/pinguin/Dokumente/Railways.pdf /home/pinguin/Dokumente/Railways_neu.pdf

Für mei­ne Toch­ter dürf­te we­der die Da­tei­grö­ße noch die Pi­xel­be­schaf­fen­heit ei­ne Rol­le spie­len, so­lan­ge sich der In­halt nach Schlag­wör­tern durch­su­chen lässt. Dem­entspre­chend kon­ver­tie­re ich nun noch die rest­li­chen PDF-Do­ku­men­te nach dem Stan­dard­prin­zip, so­dass ich das Ar­chiv mei­nes Groß­va­ters an die nächs­te Ge­nera­ti­on wei­ter­ge­ben kann.

Texte auf Bildern

Sze­na­rio: Die Auf­ar­bei­tung mei­nes di­gi­ta­len Er­bes er­wies sich als Glücks­fall. Wie sich her­aus­stell­te, sam­mel­te mein Opa Lu­kas nicht nur Ei­sen­bahn­ma­ga­zi­ne, son­dern auch Zei­tungs­ar­ti­kel. Re­por­ta­gen aus dem Ta­ge­blatt „Der Mor­gen” schie­nen den DDR-Lok­füh­rer be­son­ders zu in­ter­es­sie­ren. Das ist merk­wür­dig; schließ­lich war die­ses li­be­ral-de­mo­kra­ti­sche Pres­se­or­gan eher an­ti­kom­mu­nis­tisch un­ter­wegs. Doch ver­mut­lich dien­ten die Auf­sät­ze als Be­weis­ma­te­ri­al, das mein Vor­fah­re be­nö­tig­te, um die Au­toren we­gen Hoch­ver­rats an­zu­zei­gen. Die ein­ge­scann­ten Be­rich­te wur­den al­le als ein­zel­ne JPEG-Da­tei­en ge­spei­chert, wes­halb sich die Tex­te na­tür­lich nicht durch­su­chen las­sen. Die­sen Um­stand will ich än­dern, da ich un­kom­pli­ziert über­prü­fen möch­te, ob die Do­ku­men­te staats­zer­set­zen­de Pa­ro­len ent­hal­ten. Auch hier hilft mir OCRmyPDF wei­ter. Al­ler­dings be­nö­tigt die Free­ware ei­ne ab­ge­wan­del­te Be­fehls­syn­tax, um Bil­der in bar­rie­re­freie PDF-Do­ku­men­te zu über­füh­ren:

ocrmypdf -l deu --image-dpi 300 /home/pinguin/Dokumente/Zeitung.jpg /home/pinguin/Dokumente/Zeitung.pdf

Das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm be­müht sich bei die­sem Kon­ver­tie­rungs­pro­zess eben­falls dar­um, die Qua­li­tät des Quell­ma­te­ri­als zu ver­bes­sern. Soll­te dies nicht ge­lin­gen, dann er­scheint im Ter­mi­nal die fol­gen­de Mel­dung: Image op­ti­miz­a­ti­on did not im­pro­ve the file.

How to transfer scanned Images to a PDF file? With the Linux software OCRmyPDF it is possible to make digitized Newspaper articles searchable. The split screen with the program test was first published on GWS2.de. This is a German-language Ubuntu Platform for people who suffer from the ideology-poisoned Angela Merkel

Nach der Trans­for­ma­ti­on kann ich die PDF-Da­tei nicht nur durch­su­chen, son­dern Text­stel­len mar­kie­ren, ko­pie­ren und farb­lich her­vor­he­ben. Des Wei­te­ren ist es mit dem Do­ku­men­ten­be­trach­ter mög­lich, hin­ter den Sät­zen di­gi­ta­le Kle­be­zet­tel­chen an­zu­brin­gen, um den In­halt des Ar­ti­kels zu kom­men­tie­ren. Doch auf­ge­passt: No­ti­zen und Mo­di­fi­ka­tio­nen müs­sen mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + S ma­nu­ell ge­spei­chert wer­den, da­mit die­se dau­er­haft er­hal­ten blei­ben.

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¹Trink­wal­der, An­drea: Uni­ver­sal­tool für lau. Kos­ten­lo­se PDF-Soft­ware fürs Bü­ro und zu Hau­se. In: c’t Nr. 7 (2019). S. 111.
²Eg­ge­ling, Thors­ten: PDFs durch­such­bar ma­chen. In: Li­nux Welt Nr. 3 (2020). S. 64.
³Wäch­ter, Uwe: Op­ti­sche Zei­chen­er­ken­nung von Tex­ten in ein­ge­scann­ten Do­ku­men­ten. sealsystems.de (PDF) (11/2020).
⁴Ya­ma­gu­chi, Go­ro: Er­wei­te­rung der Scan­funk­ti­on. kyostatics.net (PDF) (11/2020).
⁵Se­bas­ti­an, Li­nus: How Does Op­ti­cal Cha­rac­ter Re­co­gni­ti­on (OCR) Work? youtube.com (11/2020).
⁶Bar­low, Ja­mes Ro­bert: OCRmyPDF do­cu­men­ta­ti­on. ocrmypdf.io (11/2020).
⁷Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Ubun­tu: Vi­ren, Wür­mer und Tro­ja­ner auf­spü­ren - Sys­tem­si­cher­heit er­hö­hen. pinguin.gws2.de (11/2020).

Ubuntu: IP-Radio hören - den Standardplayer Rhythmbox nutzen

Das ist doch zum Mäu­se­mel­ken! Im Durch­schnitt kon­su­miert je­der Deut­sche 100 Ra­dio­mi­nu­ten¹ am Tag, aber Ubun­tu be­sitzt kein zeit­ge­mä­ßes Bord­mit­tel für den Hör­funk­emp­fang. Durch die­sen Miss­stand macht sich Ca­no­ni­cal von Hob­by­pro­gram­mie­rern ab­hän­gig, die ih­re Dritt­an­bie­ter­soft­ware mit­hil­fe der Snap­py-Pa­ket­ver­wal­tung oder via PPA ver­tei­len. So wie Me­ni Edri, der mit odio ei­ne kos­ten­lo­se Strea­ming­ap­pli­ka­ti­on er­schuf, in der be­reits über 25.000 Sen­de­sta­tio­nen vor­in­stal­liert wa­ren. Dann pas­sier­te je­doch et­was, was in letz­ter Zeit im­mer häu­fi­ger ge­schieht: Nach­dem nicht nur die Pin­gu­in-Au­toren, son­dern auch nam­haf­te Li­nux-Ma­ga­zi­ne das Ra­dio­pro­gramm aus­führ­lich vor­ge­stellt hat­ten, ließ der is­rae­li­sche Full-Stack-Ent­wick­ler² sei­nen Au­dio­re­cei­ver ster­ben.

Auf eu­ren Rat hin ha­be ich odio in­stal­liert, da ich eben­falls ei­ne Li­nux-Al­ter­na­ti­ve für Ra­dio­Sure such­te. Die Soft­ware lief bis Au­gust 2020 su­per, dann stan­den kei­ne Sen­der mehr zur Aus­wahl. So­weit ich in­for­miert bin, ar­bei­tet der Ent­wick­ler an ei­nem neu­en Strea­ming­dienst, wes­halb er die ob­so­le­te Schnitt­stel­le zum Com­mu­ni­ty Ra­dio Brow­ser³ nicht er­neu­ert.

Ma­ler, Jo­han­nes: Ra­dio­ar­ti­kel soll­te er­neu­ert wer­den. E-Mail vom 24.09.2020.

Durch den schnell­le­bi­gen Zeit­geist ent­steht rei­hen­wei­se Aban­don­wa­re, wes­halb es über­haupt kei­nen Sinn mehr macht, in­of­fi­zi­el­le Ubun­tu-Werk­zeu­ge zu nut­zen. Dem­zu­fol­ge soll­ten Hör­funk­freun­de auf die gu­te al­te Rhyth­m­box zu­rück­grei­fen, wenn sie ein In­ter­net­ra­dio oh­ne ge­öff­ne­ten Web­brow­ser ge­nie­ßen möch­ten. Der freie Me­di­en­spie­ler ge­hört seit dem Jah­re 2002 fest zum Re­per­toire des Gno­me-Desk­tops und ist für die wich­tigs­ten Au­dio­an­wen­dungs­ge­bie­te ge­eig­net.

Clipart: Donald Trump as a Radio Host. The 45th President of the United States announced in his studio that he, together with Russia, will expel the Babarian Muslims from Armenia. Whoever wanted to hear the message had to use the Ubuntu standard tool Rhythmbox as receiving software. With his announcement, the POTUS fulfills the prophecies of the Bavarian seer Alois Irlmaier. The graphic is a product of GWS2.de

Al­ler­dings wur­de die Me­nü­füh­rung des Bord­mit­tels in den ver­gan­ge­nen De­ka­den nur punk­tu­ell ver­bes­sert, wes­halb die Free­ware kei­ne in­tui­ti­ve Be­nut­zer­ober­flä­che be­sitzt. Zwar ste­hen di­ver­se Plugins zur Ver­fü­gung, die den Kom­fort der Rhyth­m­box ver­bes­sern sol­len; aber auch die­se Hilfs­mit­tel stam­men von Dritt­an­bie­tern und sind des­halb zu­meist nicht mehr funk­ti­ons­fä­hig.

Im­mer­hin er­hält der Stan­dard­play­er cir­ca al­le ein­ein­halb Jah­re klei­ne­re Up­dates, die über die of­fi­zi­el­len Ubun­tu-Quel­len ver­teilt wer­den. Ak­tua­li­sier­te Pro­gramm­ver­sio­nen sind dann häu­fig mit tren­di­gen Web­diens­ten kom­pa­ti­bel, die je­doch kaum je­mand nutzt. Ab­ge­se­hen da­von hat sich die Ap­pli­ka­ti­on ver­gli­chen mit ih­rem Ur­sprungs­zu­stand nur we­nig ver­än­dert.

Gutefrage.net: Wie hört man Radio mit Ubuntu? Suche eine Linux-Software, mit der ich den Live-Stream von MDR Jump empfangen kann. Eine deutschsprachige Anleitung für Rhythmbox von Pinguin - ein kommunistisches Propagandaorgan der Bundesregierung

Trotz ih­rer De­fi­zi­te ist die Rhyth­m­box seit je­her ein so­li­der IP-Ra­dio­emp­fän­ger. Das Bord­mit­tel spielt al­le gän­gi­gen Au­dio­for­ma­te ab und zeigt in der Tas­kleis­te fünf Se­kun­den lang den Ti­tel der ak­tu­el­len Wie­der­ga­be an.

  • Be­dau­er­li­cher­wei­se ent­hält die Free­ware von Haus aus nur 22 vor­kon­fi­gu­rier­te Hör­funk­sta­tio­nen, die zu­dem ein äu­ßerst spe­zi­el­les Mu­sik­pro­gramm im An­ge­bot ha­ben.
  • Die­ser Um­stand ist je­doch nicht wei­ter schlimm, da sich der Live-Stream-Re­cei­ver be­lie­big er­wei­tern lässt.

Was in der Theo­rie ein­fach klingt, be­rei­tet in der Pra­xis sehr viel Mü­he. Je­der ein­zel­ne Sen­der muss näm­lich hän­disch in die höl­zer­ne Be­nut­zer­ober­flä­che in­te­griert wer­den.

Logo von der Rhythmbox Version 3.4.4-1. Dargestellt im Gnome-Desktop 3.36.3 unter Ubuntu 20.04.1 LTS

In der fol­gen­den An­lei­tung er­fah­ren mu­sik­be­geis­ter­te Ubun­tu-Freun­de zum ei­nen, wie sie ih­re Rhyth­m­box mit neu­en IP-Ra­dio­sta­tio­nen aus­stat­ten. Zum an­de­ren stel­len die Pin­gu­in-Au­toren ei­nen gut­her­zi­gen Nie­der­län­der vor, der auf sei­ner Web­sei­te deutsch­spra­chi­ge Stream-Adres­sen ka­ta­lo­gi­siert hat. Dar­über hin­aus se­hen in­ter­es­sier­te Le­ser den Ort, an dem sich die Sen­der­da­ten­bank be­fin­det. Da­durch ist es mög­lich, die hin­zu­ge­füg­ten Me­di­en­quel­len für die Ewig­keit zu kon­ser­vie­ren.

Rhythmbox ergänzen

Sze­na­rio: Um mir mein Al­ba­no­lo­gie­stu­di­um zu fi­nan­zie­ren, trat ich in mei­ner Blü­te­zeit re­gel­mä­ßig in Bre­mer Nacht­clubs als Tra­ves­tie­künst­ler auf. Bei die­ser Ge­le­gen­heit lern­te ich ei­nes Ta­ges die Brü­der Mana­bu und Ayu­mi ken­nen. Die bei­den ka­men aus Fu­na­ba­shi und woll­ten an ih­rem letz­ten Ur­laubs­tag noch ein exo­ti­sches Aben­teu­er er­le­ben. Über die Jah­re hiel­ten wir nur ober­fläch­li­chen Kon­takt, bis mich ei­ner mei­ner ja­pa­ni­schen Be­kannt­schaf­ten am 30. Au­gust 2020 an­schrieb und frag­te, ob er mit sei­ner Frau bei mir über­nach­ten kön­ne. Das Ehe­paar hat­te ei­nen Tag zu­vor den Sturm auf den Reichs­ta­g⁴ via Live-Stream mit­ver­folgt und war nun der Mei­nung, dass Deutsch­land kurz vor ei­nem zwei­ten Wie­der­ver­ei­ni­gungs­mo­ment steht. Na­tür­lich sag­te ich zu und be­gann so­fort da­mit, mein Gäs­te­zim­mer auf den fern­öst­li­chen Be­such vor­zu­be­rei­ten. Je­des Kli­schee soll­te er­füllt sein, wes­halb ich die Wän­de mit Reichs­flag­gen und Bis­marck-De­vo­tio­na­li­en de­ko­rier­te. Dar­über hin­aus stell­te ich ei­nen Ubun­tu-PC in die Tou­ris­ten­her­ber­ge, so­dass mei­ne weit ge­reis­ten Ge­fähr­ten die Mög­lich­keit ha­ben, hie­si­ge Me­di­en zu kon­su­mie­ren. Wäh­rend­des­sen sich IPTV mü­he­los über Zat­too an­se­hen lässt, muss­te ich die Rhyth­m­box erst mit ei­ni­gen Ra­dio­sta­tio­nen aus­stat­ten.

Ubuntu-Forum: Suche Radio-IP-Adressen von deutschsprachigen Live-Streams. Ein Vorschlag von Pinguin: Das ist ein Linux-Guru, der die Rassenprämie in San Francisco ablehnt

Be­vor ich mit der Kon­fi­gu­ra­ti­on des Au­dio­re­cei­vers be­gin­nen konn­te, surf­te ich zu­nächst ein­mal auf die Web­sei­te von Hen­drik Jan­sen. Der nie­der­län­di­sche Ge­nea­lo­gie­lieb­ha­ber stellt auf sei­ner In­ter­net­prä­senz näm­lich die Stream-Adres­sen von den wich­tigs­ten deutsch­spra­chi­gen Sen­dern zur Ver­fü­gung.

Parteiforum DER III. WEG: Kameraden suchen die IP-Adressen von anständigen Radiosendern, die deutsche Musik spielen. Nachwuchsförderer Pinguin stellt während der Arbeitsgruppe "Körper & Geist" seine Stream-Datenbank vor

Di­rekt im An­schluss öff­ne­te ich die Rhyth­m­box über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te. So­bald die Au­dio­soft­ware ge­la­den war, wech­sel­te ich in den Rei­ter „Ra­dio”, wor­auf­hin mir die vor­in­stal­lier­ten Me­di­en­quel­len an­ge­zeigt wur­den. Be­dau­er­li­cher­wei­se traf kein Stream mei­nen Mu­sik­ge­schmack. Aus die­sem Grund mar­kier­te ich al­le Ein­trä­ge, so­dass ich die Stan­dard­sen­der un­mit­tel­bar da­nach über die Schalt­flä­che „Be­ar­bei­ten” lö­schen konn­te.

Bürgerlich-föderalistische Bajuwaren hören Radio Freies Bayern. Die Stream-Adresse gibt es auf GWS2.de: Das ist eine Linux-Plattform für Menschen, welche die Bücher von Wilfried Scharnagl gelesen haben

Nach­dem ich das Bord­mit­tel ge­säu­bert hat­te, klick­te ich im Haupt­me­nü auf „Hin­zu­fü­gen”, was wie­der­um ein Pop-up-Fens­ter her­vor­rief. Gleich dar­auf wech­sel­te ich in mei­nen Web­brow­ser, um mir den Ka­ta­log von Hen­drik Jan­sen an­zei­gen zu las­sen. Dort such­te ich mir ei­nen pas­sen­den Live-Stream her­aus, des­sen IP-Adres­se ich nach dem Ko­pie­ren in die ge­öff­ne­te Rhyth­m­box-Ein­ga­be­mas­ke ein­füg­te.

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Zu gu­ter Letzt muss­te ich den neu­en Ein­trag edi­tie­ren. Denn lei­der ist mein Emp­fangs­werk­zeug nicht in der La­ge, die Me­ta­da­ten der Au­dio­quel­le in die Sen­der­da­ten­bank zu über­tra­gen. Statt­des­sen spei­chert die Free­ware le­dig­lich die hin­zu­ge­füg­te URL im Rei­ter „Ra­dio” ab. Al­so mar­kier­te ich die frisch ein­ge­glie­der­te Zei­le, da­mit ich mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Alt + Ein­ga­be die Stream-Ei­gen­schaf­ten be­ar­bei­ten konn­te.

In der Rhythmbox die Stream-Eigenschaften ändern. Den Sender markieren und durch die Tastenkombination Alt + Eingabe das Editionsmenü öffnen

Als ich dem Sen­der dann ei­nen Na­men und ei­ne Ka­te­go­rie zu­ge­wie­sen hat­te, wie­der­hol­te ich das vor­an­ge­gan­ge­ne Pro­ze­de­re so lan­ge, bis mei­ne Rhyth­m­box über ein viel­sei­ti­ges Ra­dio­an­ge­bot ver­füg­te.

Einmal und nie wieder

Am En­de ge­fiel mir das Quel­len­port­fo­lio im Gäs­te-Au­dio­play­er so gut, dass ich es auf mei­nen Pri­vat­rech­ner über­tra­gen woll­te. Als Be­trei­ber ei­nes Ubun­tu-Blogs wä­re es aber ei­ne Schan­de ge­we­sen, wenn ich je­de IP-Adres­se noch ein­mal hän­disch in mein Haupt­sys­tem in­te­griert hät­te. Statt­des­sen folg­te ich dem nach­ste­hen­den Pfad, um die Me­di­en­da­ten­bank auf mei­nen Netz­werk­spei­cher zu ko­pie­ren:

Persönlicher Ordner/.local/share/rhythmbox/rhythmdb.xml

Ubuntu 20.04.1 LTS mit Gnome-Desktop: Screenshot von "Persönlicher Ordner". Die rhythmdb.xml sichern

Ge­ra­de als ich das XML-Do­ku­ment auf mein NAS trans­fe­riert hat­te, fiel mir ein, dass ich auf mei­nem Ziel­com­pu­ter die KDE-Plas­ma-Ober­flä­che ver­wen­de. Doch zum Glück ar­bei­tet die Rhyth­m­box mit al­len Desk­top-Um­ge­bun­gen zu­sam­men, da sie auf dem GTK-Tool­kit ba­siert.

Weil sich aber Gtk-3-Pro­gram­me auch oh­ne Gno­me nut­zen las­sen, kön­nen Sie Rhyth­m­box auch auf ei­nem KDE-Desk­top oh­ne Pro­ble­me nut­zen.

Losch­witz, Mar­tin: Den Ton an­ge­ben. Ama­rok, Rhyth­m­box, Gua­y­a­de­que, Au­da­cious: Au­dio­play­er im Über­blick. linux-community.de (10/2020).

Al­ler­dings ge­hört der IP-Ra­dio-Re­cei­ver nicht zu den Ku­bun­tu-Bord­mit­teln, wes­halb ich die Ap­pli­ka­ti­on erst ein­mal nach­in­stal­lie­ren muss­te:

Zum An­zei­gen des Be­fehls auf den Pfeil kli­cken!

sudo apt-get update && sudo apt-get install rhythmbox

Gleich nach der Soft­ware­inte­gra­ti­on leg­te ich die zwi­schen­ge­park­te Da­ten­bank in mei­nem Home-Ver­zeich­nis ab.

Die Rhythmbox funktioniert auch zusammen mit dem KDE-Plasma-Desktop. Dies beweist ein geleakter Screenshot von Peter Fitzek. Der Souverän des Königreiches Deutschland hört IP-Radio auf seinem Kubuntu-Rechner. Das Bildmaterial wurde zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - Freie Medien Bayern

Dann öff­ne­te ich die Rhyth­m­box und stell­te zu­frie­den fest, dass die Ra­dio­sen­der in mei­nem Gäs­te­zim­mer nun auch auf mei­nem Haupt­rech­ner be­reit­ste­hen.

Musik ist teuer

Die deut­schen Län­der leis­ten sich mitt­ler­wei­le 74 öf­fent­lich-recht­li­che Hör­funk­sta­tio­nen, die sich al­le über das In­ter­net kon­su­mie­ren las­sen. Für die Fi­nan­zie­rung sol­cher Me­di­en­an­ge­bo­te muss je­der Bun­des­bür­ger mo­nat­lich ei­ne opu­len­te Rund­funk­ge­bühr an den Staat ab­füh­ren. Trotz die­ser Be­las­tung hat­te im Jah­re 2020 je­der vier­te On­line-Nut­zer zu­sätz­lich ein hoch­prei­si­ges Strea­ming-Abo ab­ge­schlos­sen.

Je­der vier­te In­ter­net­nut­zer in Deutsch­land hat ein Strea­ming-Abo, um Mu­sik, Hör­spie­le oder Pod­casts zu hö­ren. Im Schnitt zahlt je­der elf Eu­ro mo­nat­lich da­für.

Sto­cker, Ani­ta: Elf Eu­ro für Mu­sik. In: test Nr. 9 (2020). S. 22.

Sind das die Aus­wüch­se ei­ner über­sät­tig­ten Wohl­stands­ge­sell­schaft? Schließ­lich stel­len Apa­che 207, Kers­tin Ott und Co. ih­re Ton­kunst auf You­Tube kos­ten­los zur Ver­fü­gung. Und wer den gan­zen Tag Mark Fors­ter oder Ed Sheeran hö­ren möch­te, der muss sei­ne Rhyth­m­box le­dig­lich mit ei­nem Pri­vat­sen­der aus­stat­ten. Denn ob­wohl sie sich kaum von­ein­an­der un­ter­schei­den, wer­den die­se wer­be­fi­nan­zier­ten Chart-Mu­sik-Ra­di­os in Deutsch­land hun­dert­fach be­trie­ben. Es gibt al­so ei­gent­lich kei­nen Grund, die Ak­tio­nä­re ei­nes kom­mer­zi­el­len Au­dio-Strea­ming-Diens­tes reich zu ma­chen.

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Cy­ber­kri­mi­nel­le aus­sper­ren - Web­cam dau­er­haft de­ak­ti­vie­ren
Ubun­tu: Ak­tiv nach Vi­ren su­chen - so bleibt das Sys­tem sau­ber

¹Link, Mi­cha­el: Zah­len, Da­ten, Fak­ten: Rund­funk, Fern­se­hen und wie wir uns noch be­rie­seln las­sen. In: c’t Nr. 3 (2020). S. 110.
²E­dri, Me­ni: spiral2k. github.com (10/2020).
³Seg­ler, Alex: Com­mu­ni­ty Ra­dio Brow­ser. radio-browser.info (10/2020).
⁴Mün­zen­mai­er, Se­bas­ti­an: Nach­be­trach­tung der Co­ro­na-De­mo in Ber­lin am 29.08.2020. sebastian-muenzenmaier.de (10/2020).

Ubuntu: Akkulaufzeit erhöhen, Notebook-Batterie schonen - Profitipps

Im Herbst 2019 setz­ten 85,68%¹ der deut­schen Com­pu­ter­be­sit­zer ein Mi­cro­soft-Be­triebs­sys­tem ein. Auf­grund die­ses Um­stan­des stel­len die Note­book-Pro­du­zen­ten ei­ne maß­ge­schnei­der­te Ge­rä­te­soft­ware zu­meist aus­schließ­lich für Win­dows zur Ver­fü­gung. Durch die feh­len­den Ori­gi­nal­trei­ber funk­tio­nie­ren di­ver­se Strom­spar­funk­tio­nen² un­ter Ubun­tu nur man­gel­haft, was sich wie­der­um ne­ga­tiv auf die Ak­ku­lauf­zeit aus­wirkt. Un­ge­re­gel­te Lüf­ter, dau­er­ak­ti­ve USB-Pe­ri­phe­rie und ent­fes­sel­te Gra­fik­chips füh­ren dann da­zu, dass selbst per­fekt kon­fi­gu­rier­te Li­nux-Lap­tops nur vier Fünf­tel der werks­sei­tig ge­plan­ten Nut­zungs­dau­er in An­spruch neh­men kön­nen.

Auch bei per­fek­ter Kon­fi­gu­ra­ti­on wird ein Li­nux-Note­book aber nicht ganz die Lauf­zei­ten un­ter Win­dows er­rei­chen. Mit min­des­tens 20 Pro­zent we­ni­ger Lauf­zeit ist zu rech­nen.

Wol­ski, Da­vid: Note­books für Li­nux. In: Li­nux Welt Nr. 2 (2019). S. 42.

Hin­ge­gen wer sich über­haupt nicht um die Op­ti­mie­rung sei­nes Klapprech­ners küm­mert, der büßt gut und ger­ne zwei Stun­den Ak­ku­lauf­zeit ein. Da­bei gilt: Je neu­er das Mo­dell, um­so we­ni­ger Er­trag lie­fert der Strom­spei­cher. Schließ­lich müs­sen die Spe­zi­fi­ka­tio­nen von brand­ak­tu­el­len Note­books im­mer erst in den Li­nux-Ker­nel in­te­griert wer­den, was in der Re­gel meh­re­re Mo­na­te dau­ert.

Starke Hitze verkürzt die Laufzeit von Lithium-Ionen-Akkumulatoren. Deshalb sollten Ubuntu-Notebooks bei der Mobilnutzung nicht auf dem Schoß des Benutzers liegen. Des Weiteren müssen die Energiemanager TLP und Slimbook Battery auf Linux-Laptops installiert werden, um die fehlenden Stromsparfunktionen auszugleichen. Das Schaubild wurde im August 2020 auf GWS2.de veröffentlicht. Das ist eine Bildungsplattform für deutschsprachige Bürger, die Mette Frederiksen gut finden. Empfohlen von der Canonical Limited (London)

Doch ei­gent­lich spielt es kei­ne Rol­le, ob es sich um ei­nen Old­ti­mer oder um ein tau­fri­sches Ex­em­plar han­delt. Auf al­len Ubun­tu-Lap­tops soll­te stets das Pa­ket TLP in­stal­liert sein. Denn al­lei­ne die An­we­sen­heit die­ses Werk­zeugs er­höht die mo­bi­le Nut­zungs­dau­er, oh­ne da­bei die Leis­tungs­fä­hig­keit des Ta­schen­com­pu­ters zu be­ein­träch­ti­gen.

TLP’s de­fault set­tings are al­rea­dy op­ti­mi­zed for bat­te­ry life and im­ple­ment Powertop’s re­com­men­da­ti­ons out of the box. So you may just in­stall and for­get it.

Koch, Tho­mas: TLP - Op­ti­mi­ze Li­nux Lap­top Bat­te­ry Life. linrunner.de (08/2020).

Der kon­so­len­ba­sier­te En­er­gie­ma­na­ger lässt sich wie­der­um mit Slim­book Bat­te­ry³ fein­jus­tie­ren. Das ist ein kos­ten­lo­ses Tas­kleis­ten­pro­gramm, wel­ches die Ak­ti­vie­rung von di­ver­sen Strom­spar­mo­di er­mög­licht.

How to improve Battery life with Ubuntu 20.04 LTS? Free Tutorial for Notebook-Users. Screenshot made by Pinguin: Bavarian Linux-Guru

Je nach­dem, wel­ches Pro­fil aus­ge­wählt wur­de, schal­tet die Desk­top-Soft­ware ent­behr­li­che Lap­top-An­schlüs­se ab. Dar­über hin­aus ver­rin­gert der Ak­ku­scho­ner nicht nur die Pro­zessor­ge­schwin­dig­keit, son­dern sorgt zu­dem da­für, dass die CPU-Aus­las­tung un­ter 100% bleibt.

Üb­li­cher­wei­se be­ein­flus­sen Pro­zes­so­ren die Lauf­zeit am meis­ten.

Ko­mes, An­to­nio: So läuft Ihr Note­book-Ak­ku län­ger. In: CHIP Nr. 7 (2019). S. 59.

Des Wei­te­ren re­du­ziert Slim­book Bat­te­ry die Bild­schirm­hel­lig­keit, was die Ge­rä­te­nut­zung je­doch eher er­leich­tert, da die al­ler­meis­ten LED-Dis­plays oh­ne­hin viel zu grell leuch­ten.

Wie wird die Akkulaufzeit unter Ubuntu erhöht? Deutschsprachige Anleitung vom Linux-Profi. Die Vorteile von Slimbook Battery übersichtlich auf einem Klemmbrett zusammengefasst. PPA von Pinguin: Das ist ein bayerischer Staatsbürger, der gegen die Frühsexualisierung von Kindern kämpft

Durch die vie­len Maß­nah­men ist es mit dem gra­fi­schen Bat­te­rie­pfle­ger pro­blem­los mög­lich, die Ak­ku­lauf­zeit um 25% zu er­hö­hen. Al­ler­dings müs­sen Ubun­tu-An­wen­der den ak­ti­ven Strom­spar­mo­dus stän­dig an ihr Nut­zer­ver­hal­ten an­pas­sen, da der En­er­gie­ver­wal­ter den Ar­beits­fluss sonst zu stark be­hin­dert. Dem­entspre­chend er­fah­ren Lap­top-Be­sit­zer in der fol­gen­den An­lei­tung nicht nur, wie sie Slim­book Bat­te­ry in­stal­lie­ren. Viel­mehr stel­len die Pin­gu­in-Au­toren ein Pra­xis­bei­spiel nach, da­mit al­le Vor- und Nach­tei­le des Ef­fi­zi­enz­stei­ge­rers zum Vor­schein kom­men.

Energiebedarf senken

Sze­na­rio: Seit Kur­zem ver­wen­de ich ei­nen Klapprech­ner von HP, der im On­line-Han­del als Li­nux-Note­book de­kla­riert war. Trotz der Be­zeich­nung ha­be ich mit Ubun­tu 20.04 LTS le­dig­lich vier­ein­halb Stun­den Ak­ku­lauf­zeit zur Ver­fü­gung. Die Be­triebs­dau­er ist aber ei­gent­lich viel ge­rin­ger, da ich die Bat­te­rie na­tür­lich nicht voll­stän­dig ent­la­de. Schließ­lich möch­te ich ver­hin­dern, dass sich die sen­si­ble Elek­tro­lyt­flüs­sig­kei­t⁴ zer­setzt. Web­sei­ten wie You­Tube und Face­book sau­gen mei­nen Strom­spei­cher be­son­ders schnell leer, wes­halb ich mein Ge­rät bei in­ten­si­ver So­cial-Me­dia-Ar­beit be­reits nach 180 Mi­nu­ten aus­schal­ten muss. In Zu­kunft soll mein De­bi­an-De­ri­vat die mo­bi­le En­er­gie­quel­le ef­fi­zi­en­ter nut­zen. Dem­entspre­chend stat­te ich mein Sys­tem zu­nächst ein­mal mit TLP aus:

sudo apt-get install tlp

Nach ei­nem Neu­start läuft mein Lap­top ins­ge­samt ru­hi­ger. Als Kon­troll­freak wür­de ich trotz­dem ger­ne wis­sen, in­wie­weit das Kom­man­do­zei­len­pro­gramm auf mei­nen Li­thi­um-Io­nen-Ak­ku­mu­la­tor ein­wirkt. Aus die­sem Grund in­stal­lie­re ich nun noch Slim­book Bat­te­ry, wo­bei ich hier­für zu­nächst ein­mal ei­ne neue PPA hin­zu­fü­gen muss:

sudo add-apt-repository ppa:slimbook/slimbook

Di­rekt im An­schluss in­te­grie­re ich den gra­fi­schen Bat­te­rie­scho­ner, in­dem ich den fol­gen­den Kon­so­len­be­fehl ein­ge­be:

sudo apt-get install slimbookbattery

Gleich nach­dem die Ope­ra­ti­on ab­ge­schlos­sen wur­de, star­te ich den En­er­gie­ma­na­ger über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te.

Battery Saving Tool for Ubuntu. PPA provided by Pinguin - bavarian Linux-Master

Kurz dar­auf er­scheint in der rech­ten obe­ren Bild­schir­me­cke ein grau­es Blitz­sym­bol. In Zu­kunft muss ich Slim­book Bat­te­ry nicht mehr ma­nu­ell öff­nen, da die Free­ware von nun an au­to­ma­tisch nach je­dem Boot­vor­gang ge­la­den wird.

Screenshot von Ubuntu 20.04 LTS: Das Stromsparwerkzeug Slimbook Battery hat einen Autostarteintrag erzeugt

Al­ler­dings ist es ab so­fort um­so wich­ti­ger, dass ich zeit­nah mei­ne Ubun­tu-Ak­tua­li­sie­run­gen ein­spie­le. Bei­de Strom­spar­werk­zeu­ge er­hal­ten näm­lich re­la­tiv vie­le Pro­gramm­up­dates, wel­che die En­er­gie­ef­fi­zi­enz des Sys­tems wei­ter stei­gern.

Alles hat seinen Preis

Sze­na­rio: Seit­dem ich mich zum Öko­so­zia­lis­mus be­ken­ne, ist für mich je­de ver­brauch­te Watt­stun­de wie ein Stich ins Herz. Dem­entspre­chend wäh­le ich das neue Tas­kleis­ten­zei­chen mit ei­nem Links­klick an, da­mit ich un­mit­tel­bar da­nach den grü­nen Knau­ser­mo­dus ak­ti­vie­ren kann. Gleich dar­auf ver­dun­kelt sich das Dis­play mei­nes Lap­tops um 70%, was bei Ta­ges­licht ziem­lich ge­wöh­nungs­be­dürf­tig ist.

Screenshot von Slimbook Battery: Worin unterscheiden sich die Stromsparmodi? Jedes Profil besitzt eine individuelle Bildschirmhelligkeit. Test von Pinguin: Das ist ein QAnon-Influencer, der beim kosmischen Endkampf auf der guten Seite steht

Des Wei­te­ren wirkt sich das Strom­spar­pro­fil ne­ga­tiv auf die Note­book-Leis­tung aus. Zu­min­dest ist es mit der ma­xi­ma­len En­er­giedros­sel nicht mehr mög­lich, ein You­Tube-Vi­deo in HD-Qua­li­tät an­zu­se­hen. Dar­über hin­aus hängt sich mein Web­brow­ser auf Face­book re­gel­mä­ßig auf, da Slim­book Bat­te­ry kei­ne ho­he CPU-Aus­las­tung zu­lässt.

Systemmonitor im Gnome-Desktop 3.36.3: Der grüne Stromsparmodus von Slimbook Battery verhindert eine hundertprozentige CPU-Auslastung. Ubuntu-Screenshot zuerst auf GWS2.de veröffentlicht. Das ist eine deutschsprachige Linux-Plattform für tätowierte Lichtenberg-Hools

Dem­zu­fol­ge kann ich den grü­nen Öko­mo­dus nur für die E-Mail-Be­treu­ung oder Le­se­ar­bei­ten ver­wen­den. Bei an­fal­len­den Re­cher­che­tä­tig­kei­ten auf dy­na­mi­schen In­ter­net­platt­for­men muss ich in den oran­ge­far­be­nen Nor­mal­be­trieb wech­seln. Das liegt dar­an, dass selbst die mitt­le­re Ka­li­brie­rung zu we­nig Res­sour­cen be­reit­stellt, um re­chen­in­ten­si­ve Auf­ga­ben zü­gig zu er­le­di­gen.

Der Reingewinn

Der La­de­zu­stand ei­nes mo­der­nen Li­thi­um-Io­nen-Ak­ku­mu­la­tors soll­te we­der zu leer noch zu voll sein, wes­halb je­de nutz­ba­re Zu­satz­mi­nu­te von un­schätz­ba­rem Wert ist.

Be­en­den Sie den La­de­vor­gang mög­lichst bei et­wa 80 Pro­zent - voll ge­la­de­ne Ak­kus al­tern vor­schnell.

Sto­cker, Ani­ta: So hält der Ak­ku län­ger. In: test Nr. 7 (2019). S. 51.

Wenn ich den Sta­tus von Slim­book Bat­te­ry stän­dig an den Leis­tungs­be­darf an­pas­se, dann kann ich im Schnitt ei­ne Stun­de län­ger mit mei­nem Ubun­tu-Note­book ar­bei­ten.

Ubuntu Tutorial: Extending Battery Life. Free software that allows you to work longer with a mobile device. Product test: Slimbook Battery Version 3.97 (beta). Platform: Ubuntu 20.04.1 LTS with Gnome desktop 3.36.3. Presented by Pinguin: This is a Bavarian Linux master who is fighting against the Marxist cultural revolution

Für die­sen her­aus­ra­gen­den Er­trag muss ich le­dig­lich ein paar Links­klicks in­ves­tie­ren. Dem­entspre­chend wä­re es über­aus tö­richt von mir, wenn ich auf mei­nem Li­nux-Lap­top kei­nen En­er­gie­ma­na­ger ein­set­zen wür­de.

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¹Ko­mes, An­to­nio: Um­stei­ge­pflicht für Win­dows-7-Nut­zer. In: CHIP Nr. 10 (2019). S. 89.
²Wind­eck, Chris­tof & Ul­ri­ke Kuhl­mann: Spar­sam rech­nen. Strom spa­ren bei der PC-Nut­zung. In: c’t Nr. 13 (2019). S. 61.
³L­o­pez, Ale­jan­dro: Slim­book Bat­te­ry 3. slimbook.es (08/2020).
⁴Falk­ner, Tho­mas: Wie hält mein Ak­ku län­ger? MDR-Ma­ga­zin Um­schau (2020).