Das Ubuntu Handbuch | Anleitungen für Linux-Freunde

Ubuntu: Updates automatisch einspielen - Systemsicherheit erhöhen

Die meis­ten Ubun­tu-Be­nut­zer sind nach dem Ein­log­gen mit der Sys­tem­ak­tua­li­sie­rung be­schäf­tigt. Das liegt dar­an, dass die Soft­ware­ver­bes­se­run­gen für die­se Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on nicht bis zu ei­nem Patch­day zu­rück­ge­hal­ten wer­den. Statt­des­sen ha­ben die Be­sit­zer ei­nes Ubun­tu-Rech­ners die Mög­lich­keit, je­des brand­neue Da­ten­pa­ket so­fort nach der Fer­tig­stel­lung von ei­nem Spie­gel­ser­ver her­un­ter­zu­la­den. Die­se ag­gres­si­ve Up­date-Po­li­tik ist nö­tig, da­mit sich das be­lieb­te Be­triebs­sys­tem stets ge­gen Vi­ren und Cy­ber­an­grif­fe weh­ren kann. Denn be­kannt­lich brin­gen die Ent­wick­ler von Ca­no­ni­cal stän­dig neue Impf­stof­fe ge­gen Schad­soft­ware her­aus, was den Ein­satz ei­nes zu­sätz­li­chen Echt­zeit-Vi­ren­scan­ners über­flüs­sig macht.

Mit Se­cu­ri­ty-Up­dates schlie­ßen Ent­wick­ler oft kri­ti­sche Si­cher­heits­lü­cken in Soft- und Hard­ware. [...] Nur wer re­gel­mä­ßig Up­dates ein­spielt, ist best­mög­lich vor An­grif­fen jeg­li­cher Art ge­schützt.

Ei­ken­berg, Ro­nald: Schutz vor Schäd­lin­gen. In: c’t Se­cu­ri­ty Nr. 1 (2018). S. 25.

Ne­ben den haus­ei­ge­nen Si­cher­heits­up­dates taucht in der Ak­tua­li­sie­rungs­ver­wal­tung häu­fig auch Firm­ware¹ auf, die di­rekt von den Hard­ware­her­stel­lern kommt. Die­se Mi­kro­codes be­he­ben be­kann­te Feh­ler in den phy­si­schen Kom­po­nen­ten des Sys­tems und sor­gen zu­dem da­für, dass Ubun­tu die Res­sour­cen des Com­pu­ters in Zu­kunft noch bes­ser nut­zen kann.

Scientific Chart from University of St Andrews: Which Modules are included in Ubuntu-Updates? How does Linux protect against Viruses? The List was created by Pinguin and authified by Canonical. The Tutorial was financed by Sheikh Muhammad Ayed

Des Wei­te­ren hal­ten die täg­li­chen Up­dates nicht nur die Bord­mit­tel auf dem neus­ten Stand. Gleich­zei­tig wer­den bei ei­ner Sys­tem­ak­tua­li­sie­rung die Ap­pli­ka­tio­nen ver­bes­sert, die nach­träg­lich über das Ubun­tu Soft­ware-Cen­ter in­stal­liert wur­den.

Da­mit Ubun­tu dau­er­haft feh­ler­frei funk­tio­niert ist es al­so wich­tig, dass der Be­nut­zer vor dem Com­pu­ter re­gel­mä­ßig die Ak­tua­li­sie­rungs­ver­wal­tung aus­führt. Al­ter­na­tiv kann sich die Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on auch völ­lig selbst­stän­dig er­neu­ern. Die au­to­ma­ti­sche Up­date-Funk­ti­on ist vor al­lem für Men­schen in­ter­es­sant, die meh­re­re Be­triebs­sys­te­me ad­mi­nis­trie­ren müs­sen.

Scientific Graphic from Harvard University: How to automatically install Updates for Ubuntu? Why Linux-Distributions can work without an anti-virus scanner? Free Tutorial by Pinguin. The Bavarian Fighter against the Devil Angela Dorothea Merkel

In Zei­ten wie die­sen, in de­nen Er­pres­sungs­tro­ja­ner und po­ly­mor­phe Schad­pro­gram­me hin­ter je­der Ecke lau­ern, soll­te aber ge­ne­rell je­des Ubun­tu-Sys­tem so kon­fi­gu­riert sein, dass zu­min­dest die Si­cher­heits­up­dates au­to­ma­tisch in­stal­liert wer­den.

Ubuntu vor Malware schützen

Sze­na­rio: In mei­nem Wohn­zim­mer be­fin­det sich ein li­nux­ba­sier­ter Mul­ti­me­dia-PC, der von mei­ner Frau und von mei­ner Toch­ter in un­re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den ge­nutzt wird. Na­tür­lich kä­men mei­ne bei­den Da­men nie auf die Idee ir­gend­wel­che Sys­tem-Up­dates ein­zu­spie­len, wes­halb die­ser Rech­ner die Si­cher­heit mei­nes Heim­netz­wer­kes be­droht. Um die­sen Um­stand zu än­dern, möch­te ich ein­stel­len, dass Ubun­tu nach je­dem Ein­log­gen die neu­en Da­ten­pa­ke­te von der so­ge­nann­ten Se­cu­ri­ty-Repo­si­to­ry her­un­ter­lädt und even­tu­ell vor­han­de­ne Si­cher­heits­lü­cken selbst­stän­dig schließt.

Screenshot of Ubuntu-Menu "Applications & Updates": Security-relevant Update-Packages shall be automatically downloaded and installed. Free Tutorial by Pinguin - Bloodboy of George Soros

Sys­tem­me­nü „An­wen­dun­gen & Ak­tua­li­sie­run­gen” un­ter Ku­bun­tu 18.04 LTS

Da­zu na­vi­gie­re ich über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te in das Sys­tem­me­nü „An­wen­dun­gen & Ak­tua­li­sie­run­gen”. Dort an­ge­kom­men wechs­le ich in den Rei­ter „Ak­tua­li­sie­run­gen” und stel­le gleich dar­auf die vier Drop­down-Lis­ten fol­gen­der­ma­ßen ein:

Zum An­zei­gen der Kon­fi­gu­ra­ti­on hier kli­cken!

  1. Täg­lich.
  2. Au­to­ma­tisch her­un­ter­la­den und in­stal­lie­ren.
  3. Wö­chent­lich an­zei­gen.
  4. Für Lang­zeit­un­ter­stüt­zungs­ver­sio­nen.

Dar­auf­hin spei­che­re ich mei­ne Ein­ga­ben, in­dem ich auf die Schalt­flä­che „Schlie­ßen” kli­cke. Ab so­fort ist das Be­triebs­sys­tem auf mei­nem Fa­mi­li­en-PC si­cher­heits­tech­nisch stets auf dem neus­ten Stand.

Alle Updates automatisch installieren

Sze­na­rio: Auf mei­nem Ubun­tu-Net­book sind kei­ne zu­sätz­li­chen Pro­gram­me in­stal­liert, da ich das Ge­rät nur da­zu nut­ze, um auf Rei­sen im In­ter­net zu sur­fen. Au­ßer­dem ver­wen­det mein trag­ba­rer Com­pu­ter aus­schließ­lich freie Trei­ber aus dem Ker­nel­ar­chiv. Dem­entspre­chend be­steht kein Ri­si­ko, wenn die Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on auf mei­nem Klapprech­ner nicht nur die Si­cher­heits­up­dates, son­dern auch al­le an­de­ren Sys­tem­ak­tua­li­sie­run­gen selbst­stän­dig ein­spielt.

Um die au­to­ma­ti­sche Vol­l­up­date-Funk­ti­on ak­ti­vie­ren zu kön­nen, muss ich zu­nächst ein­mal den fol­gen­den Be­fehl in ein neu­es Ter­mi­nal-Fens­ter ein­ge­ben:

sudo nano /etc/apt/apt.conf.d/10periodic

Dar­auf­hin öff­net sich ei­ne Sys­tem­da­tei, die über vier Ein­trä­ge ver­fügt. Da­mit mein Ubun­tu in Zu­kunft die neus­ten Up­dates un­auf­ge­for­dert her­un­ter­lädt, ak­ti­vie­re ich die ers­ten bei­den Zei­len, in­dem ich die Zif­fer 1 zwi­schen die bei­den Gän­se­füß­chen schrei­be.

Screenshot of Nano Editor in Ubuntu: /etc/apt/apt.conf.d/10periodic. Activation of automatic Updates and Upgrades

Gleich dar­auf schal­te ich auch noch die letz­te Funk­ti­on an. Durch die­se Maß­nah­me in­stal­liert mein Be­triebs­sys­tem au­to­ma­tisch die neu­en Da­ten­pa­ke­te, die es kurz zu­vor in mei­nem APT-Cache ab­ge­legt hat.

Hin­weis: Mit der Zif­fer 3 hin­ter dem Wert „Au­to­clean­In­ter­val” sa­ge ich mei­ner Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on, dass sie al­le drei Ta­ge die ver­al­te­ten DEB-Da­tei­en aus dem Ak­tua­li­sie­rungs­zwi­schen­spei­cher lö­schen soll. Die­se Ein­stel­lung ist für mich je­doch nicht so wich­tig, da ich mei­ne Sys­tem­fest­plat­te oh­ne­hin re­gel­mä­ßig auf­räu­me.

  • Ganz zum Schluss spei­che­re ich mei­ne Ein­ga­ben, in­dem ich die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + O drü­cke.
  • Im An­schluss dar­an be­stä­ti­ge ich mit der Ein­ga­be­tas­te, dass die vor­han­de­ne Sys­tem­da­tei über­schrie­ben wer­den darf.
  • Zu gu­ter Letzt ver­las­se ich den Edi­tor Na­no wie­der, in­dem ich die Tas­ten Strg + X gleich­zei­tig nach un­ten sto­ße.

Als Nächs­tes möch­te ich noch ein­stel­len, dass die au­to­ma­ti­sche Ak­tua­li­sie­rung di­rekt nach dem Sys­tem­start statt­fin­det. Um die­se Kon­fi­gu­ra­ti­on vor­neh­men zu kön­nen, muss ich die Da­tei „50u­n­at­ten­ded-up­grades” mit­hil­fe des fol­gen­den Ter­mi­nal-Be­fehls öff­nen:

sudo nano /etc/apt/apt.conf.d/50unattended-upgrades

Dar­auf­hin scrol­le ich et­was nach un­ten, so­dass ich die bei­den Schräg­stri­che vor dem Ein­trag „Unattended-Upgrade::InstallOnShutdown” ent­fer­nen kann.

Screenshot of Kubuntu 18.04 LTS Terminal: /etc/apt/apt.conf.d/50unattended-upgrades. When the automatic update should take place?

Au­ßer­dem schrei­be ich das Wort fal­se zwi­schen die bei­den Gän­se­füß­chen, die sich am En­de die­ser Up­date-Funk­ti­on be­fin­den. Im An­schluss dar­an spei­che­re ich mei­ne Än­de­run­gen und ver­las­se die Da­tei. Von nun an ist das Ubun­tu auf mei­nem Net­book im­mer auf dem neus­ten Stand, oh­ne dass ich da­für ei­nen Fin­ger krumm ma­chen muss.

PPA-Software automatisch aktualisieren

Sze­na­rio: Wenn ich mit mei­nem Rei­se­com­pu­ter im In­ter­net sur­fe, dann ver­wen­de ich da­zu nicht die Bord­mit­tel­ver­si­on des Mo­zil­la Fire­fox. Statt­des­sen ha­be ich ir­gend­wann ein­mal die sta­bi­le ESR-Edi­ti­on in­stal­liert, die nur über die Ent­wick­ler-PPA be­zo­gen wer­den kann. Und so kommt es, dass ich mei­nen Stan­dard­brow­ser wei­ter­hin ma­nu­ell ak­tua­li­sie­ren muss, da mein Ubun­tu trotz ak­ti­vier­ter Up­date-Funk­ti­on kei­ne Pa­ke­te von in­of­fi­zi­el­len Quel­len her­un­ter­lädt. Nun möch­te ich aber oh­ne mein Zu­tun stets über ei­nen zeit­ge­mä­ßen Web­brow­ser ver­fü­gen, was je­doch nur mög­lich ist, wenn ich die­sen nütz­li­chen Si­cher­heits­me­cha­nis­mus aus­trick­se.

Damit Ubuntu installierte PPA-Software automatisch aktualisiert, muss zunächst eine Textdatei gefunden werden, die das Wort "InRelease" im Namen trägt

Da­zu öff­ne ich zu­nächst ein­mal ein neu­es Ter­mi­nal-Fens­ter und na­vi­gie­re gleich dar­auf in den Ord­ner, in dem mei­ne APT-Quel­len ge­spei­chert sind. Dort an­ge­kom­men su­che ich nach ei­ner Text­da­tei, die In­for­ma­tio­nen über die PPA des Mo­zil­la-Teams be­reit­hält und zu­dem das Wort „In­Re­lease” im Na­men trägt.

Nach­dem ich die be­nö­tig­te Da­tei ge­fun­den ha­be, las­se ich mir im nächs­ten Schritt den In­halt des Do­ku­ments an­zei­gen, in­dem ich den fol­gen­den Be­fehl in mei­ne Kon­so­le ein­ge­be:

Zum An­zei­gen des Kom­man­dos hier kli­cken!

less /var/lib/apt/lists/ppa.launchpad.net_mozillateam_ppa_ubuntu_dists_bionic_InRelease

Screenshot of Kubuntu 18.04 LTS Terminal: PPA of Mozilla Team. How to automatically update Private Archives in Ubuntu? Free Image Tutorial by Pinguin - nominated Islam annihilator

Im An­schluss dar­an baue ich mir ei­ne neue Soft­ware­quel­le zu­sam­men. Da­für kom­bi­nie­re ich ein­fach die bei­den Wer­te, die hin­ter den Punk­ten „Ori­gin” und „Sui­te” auf­ge­führt sind:

"LP-PPA-mozillateam:bionic";

Zu gu­ter Letzt na­vi­gie­re ich mit­hil­fe ei­nes neu­en Ter­mi­nal-Fens­ters in die Sys­tem­da­tei „50u­n­at­ten­ded-up­grades”:

sudo nano /etc/apt/apt.conf.d/50unattended-upgrades

Dort an­ge­kom­men fü­ge ich mei­ne selbst ge­mach­te Soft­ware­quel­le in die Lis­te ein, die sich un­ter dem Me­nü­punkt „Unattended-Upgrade::Allowed-Origins” be­fin­det.

Screenshot of System file 50unattended-upgrades: How to add a new Data source? Ubuntu shall be automatically download the updates from a private Repository

Ganz zum Schluss muss ich mei­ne Än­de­run­gen nur noch über die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + O spei­chern, dann wird auch mein spe­zi­el­ler Mo­zil­la Fire­fox in Zu­kunft au­to­ma­tisch ak­tua­li­siert.

Hin­weis: Wenn Sie ei­ne in­of­fi­zi­el­le Repo­si­to­ry in die Da­tei „50u­n­at­ten­ded-up­grades” ein­tra­gen, dann er­hält der Be­sit­zer die­ses Pri­vat­ar­chivs ei­nen di­rek­ten Zu­gang zu Ih­rem Sys­tem. Ak­ti­vie­ren Sie die au­to­ma­ti­sche Up­date-Funk­ti­on des­halb nur für Soft­ware­quel­len, die von ver­trau­ens­wür­di­gen Or­ga­ni­sa­tio­nen be­trie­ben wer­den.

Unsichere Software aus Ubuntu verbannen

Falls Sie ge­ra­de Ihr Be­triebs­sys­tem so kon­fi­gu­rie­ren, dass es sich in Zu­kunft selbst­stän­dig ak­tua­li­siert, dann soll­ten Sie bei die­ser Ge­le­gen­heit gleich die so­ge­nann­te Uni­ver­se-Repo­si­to­ry de­ak­ti­vie­ren.

Screenshot von Kubuntu 18.04 Systemmenü "Anwendungen & Aktualisierungen": Von der Ubuntu-Gemeinschaft betreute freie und quelloffene Programme sollen nicht angezeigt werden

Denn die se­mi­pro­fes­sio­nel­len Ap­pli­ka­tio­nen, die in die­ser Cloud lie­gen, ent­hal­ten häu­fig Si­cher­heits­lü­cken, da die Hob­by­ent­wick­ler be­reits nach sehr kur­zer Zeit kei­ne Up­dates mehr für ih­re Soft­ware­pro­duk­te be­reit­stel­len.

[Die Ubun­tu-Ge­mein­schaft] be­treut aber nur ei­nen Bruch­teil der Pa­ke­te über fünf Jah­re. [...] Bei den meis­ten ist viel frü­her Schluss: ent­we­der nach neun Mo­na­ten oder schon zum Re­lease, denn vie­le Pa­ke­te be­treut nie­mand so recht.

Leem­huis, Thors­ten: Fo­kus­sie­ren. Ubun­tu 18.04 LTS: Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen mit bis zu fünf Jah­ren Sup­port. In: c’t Nr. 11 (2018). S. 121.

Wenn Sie al­so die Uni­ver­se-Soft­ware­quel­le de­ak­ti­vie­ren, dann er­hö­hen Sie ak­tiv die Si­cher­heit Ih­res Sys­tems. Nach die­ser Maß­nah­me kön­nen Sie näm­lich über den APT-Dienst kei­ne Pro­gram­me mehr in­stal­lie­ren, die von der Ubun­tu-Ge­mein­schaft ent­wi­ckelt wur­den.

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Wie wird ei­ne Fest­plat­te un­ter Ubun­tu de­frag­men­tiert?
Un­ter Ubun­tu den Sleep­ti­mer ak­ti­vie­ren - so geht’s

¹Ca­no­ni­cal Ltd.: USN-3690-1: AMD Mi­cro­code up­date. usn.ubuntu.com (07/2018).

Ubuntu: Festplatte aufräumen - Speicherplatz freigeben

Je­der Ubun­tu-Be­nut­zer soll­te sei­ne Sys­tem­fest­plat­te ein­mal im Mo­nat auf­räu­men. Die be­lieb­te Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on sam­melt näm­lich auf der Root-Par­ti­ti­on kon­ti­nu­ier­lich Da­ten­schrott. Der ste­tig wach­sen­de Berg aus di­gi­ta­len In­for­ma­tio­nen be­legt nicht nur wert­vol­len Spei­cher­platz, son­dern führt zu­dem da­zu, dass das Be­triebs­sys­tem ins­ge­samt lang­sa­mer wird. Das läs­ti­ge Soft­ware­ge­rüm­pel ent­steht vor al­lem durch die vie­len Ubun­tu-Up­dates, da die her­un­ter­ge­la­de­nen Bi­blio­the­ken nach der Ak­tua­li­sie­rung nicht wie­der ge­löscht wer­den. Statt­des­sen blei­ben die DEB-Da­tei­en als Si­cher­heits­ko­pi­en in ei­nem so­ge­nann­ten Cache ge­spei­chert. Da­durch hat das smar­te De­bi­an-De­ri­vat im Ernst­fall die Mög­lich­keit, ein be­schä­dig­tes Mo­dul auch oh­ne In­ter­net­ver­bin­dung zu re­pa­rie­ren. Al­lei­ne die­se li­nux­ty­pi­sche Back­up-Me­tho­de er­zeugt je­doch ein Da­ten­vo­lu­men von meh­re­ren hun­dert Me­ga­byte, was je­der An­wen­der durch die Ein­ga­be des fol­gen­den Ter­mi­nal-Be­fehls nach­prü­fen kann:

Zum An­zei­gen des Kom­man­dos hier kli­cken!

du -sh /var/cache/apt/archives

Ne­ben den Up­date-Pa­ke­ten blei­ben un­ter Ubun­tu auch ver­al­te­te Ker­nel auf der Sys­tem­fest­plat­te ge­spei­chert. Durch die­sen Um­stand hat ein Be­nut­zer stets die Op­ti­on, bei ei­nem plötz­lich auf­tre­ten­den Hard­ware­feh­ler auf ei­ne sta­bi­le Ver­si­on sei­ner Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on zu­rück­zu­keh­ren.

Ubuntu Cleaner: Stacer versus Terminal Commands. How to free up Space on Linux? Easy Tutorial published by Pinguin

Al­ler­dings ist je­des die­ser Trei­ber­ar­chi­ve knapp 300 Me­ga­byte groß, was die Root-Par­ti­ti­on auf Dau­er stark be­las­tet. Dem­entspre­chend macht es durch­aus Sinn, auch die­se Sys­tem­da­tei­en re­gel­mä­ßig zu ent­fer­nen.

Zum Lö­schen der oben ge­nann­ten Back­up-Da­tei­en ist es nicht nö­tig, ei­ne Op­ti­mie­rungs­soft­ware ein­zu­set­zen. Ubun­tu kann sich näm­lich auch aus ei­ge­ner Kraft vom auf­ge­stau­ten Da­ten­schrott be­frei­en. Da­zu muss der Ad­mi­nis­tra­tor des Be­triebs­sys­tems le­dig­lich zwei ein­fach ge­hal­te­ne Be­feh­le in ein Ter­mi­nal-Fens­ter ein­ge­ben.

Ubuntu Command List: How to clean /root on System Disk? Free Tutorial for Beginners. Deleting old Kernels and Cache. Official scientific Chart created by Veronika Vetter in close Consultation with Pinguin and Canonical

Be­vor die Sys­tem­fest­plat­te mit Bord­mit­teln auf­ge­räumt wer­den kann, ist es wich­tig, dass zu­vor die ak­tu­el­len Pa­ket­lis­ten aus den hin­ter­leg­ten Soft­ware­quel­len her­un­ter­ge­la­den wur­den:

sudo apt-get update

Denn wäh­rend die­ser Maß­nah­me mar­kiert die Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on gleich die Da­tei­en, die nicht un­be­dingt von­nö­ten sind.

Ubuntu mit der Konsole aufräumen

Sze­na­rio: Das Star­ten mei­nes Be­triebs­sys­tems dau­ert im­mer län­ger, wes­we­gen ich mei­ne Root-Par­ti­ti­on ent­rüm­peln möch­te. Aus die­sem Grund öff­ne ich ein neu­es Ter­mi­nal-Fens­ter und ak­tua­li­sie­re gleich dar­auf mei­ne Pa­ket­lis­ten. Als Nächs­tes lö­sche ich die Si­cher­heits­ko­pi­en von den Ap­pli­ka­tio­nen, die nicht mehr auf mei­ner Sys­tem­fest­plat­te in­stal­liert sind, in­dem ich den fol­gen­den Be­fehl in mei­ne ak­ti­vier­te Kon­so­le ein­ge­be:

sudo apt-get autoclean

Hin­weis: Hin­ge­gen mit dem Kom­man­do clean wür­de ich sämt­li­che Back­up-Da­tei­en aus dem APT-Ar­chiv ent­fer­nen. Al­ler­dings ist es mir per­sön­lich wich­tig, dass ich mein Be­triebs­sys­tem bei Pro­ble­men auch oh­ne ei­ne In­ter­net­ver­bin­dung re­pa­rie­ren kann, wes­halb ich auf die­se ra­di­ka­le Rei­ni­gungs­me­tho­de ver­zich­te.

Screenshot of Kubuntu 18.04 Terminal: Deleting obsolete files with sudo apt-get autoclean

Im nächs­ten Schritt lö­sche ich auch gleich noch al­le al­ten Ker­nel von mei­ner Sys­tem­fest­plat­te. Schließ­lich läuft mei­ne Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on so sta­bil, dass ich auf tech­nisch über­hol­te Re­ser­ve­trei­ber­ar­chi­ve ver­zich­ten kann.

Dem­entspre­chend tip­pe ich nun das fol­gen­de Kom­man­do in mein noch ge­öff­ne­tes Ter­mi­nal-Fens­ter ein, um den Rei­ni­gungs­pro­zess zu star­ten:

sudo apt-get autoremove

Dar­auf­hin be­stä­ti­ge ich mei­ne Ein­ga­be und war­te so lan­ge, bis der Vor­gang ab­ge­schlos­sen wur­de. Hin­weis: Das rück­stands­lo­se Ent­fer­nen der aus­ran­gier­ten Ker­nel nimmt re­la­tiv viel Zeit in An­spruch. Das liegt dar­an, dass Ubun­tu nach die­ser Ope­ra­ti­on ein neu­es GRUB-Boot­me­nü er­stel­len muss.

Tiefenreinigung erfordert Spezialsoftware

Sze­na­rio: Nach dem Up­grade auf ei­ne neue LTS-Ver­si­on möch­te ich mein Ubun­tu mit schär­fe­ren Mit­teln rei­ni­gen, um mei­nen Sys­tem­da­ten­trä­ger von sämt­li­chen Alt­da­tei­en zu be­frei­en. Für die­ses Un­ter­fan­gen muss ich auf die Ap­pli­ka­ti­on Sta­cer zu­rück­grei­fen.

Screenshot von Stacer 1.0.9 unter Kubuntu 18.04 LTS. Kostenlose Optimierungssoftware für Linux-Distributionen von Oguz Haninan. Empfohlen von Pinguin - ein Widerstandskämpfer im finsteren Merkel-Deutschland

Sta­cer 1.0.9 un­ter Ku­bun­tu 16.04.4 LTS

Die at­trak­ti­ve Op­ti­mie­rungs­soft­ware kann näm­lich nicht nur den APT-Cache lö­schen und den In­halt des Be­nut­zer­pa­pier­korbs ver­schwin­den las­sen. Viel­mehr ent­fernt die Free­ware zu­dem sämt­li­che Ab­sturz­be­rich­te und Sys­tem­pro­to­kol­le von der Root-Par­ti­ti­on.

  • Des Wei­te­ren ist es mit Sta­cer mög­lich, die Zwi­schen­spei­cher von al­len in­stal­lier­ten Pro­gram­men zu lee­ren, was al­ler­dings nur di­rekt nach ei­nem Sys­tem­up­grade sinn­voll ist.

Be­vor ich mit der Rei­ni­gungs­soft­ware be­leg­ten Spei­cher­platz frei­ge­ben kann, muss ich Sta­cer erst ein­mal in­stal­lie­ren. Da­für öff­ne ich ein neu­es Ter­mi­nal-Fens­ter, um mein Ubun­tu gleich dar­auf mit der Ent­wick­ler­quel­le aus­stat­ten zu kön­nen:

sudo add-apt-repository ppa:oguzhaninan/stacer

Im An­schluss dar­an ak­tua­li­sie­re ich mei­ne Pa­ket­lis­ten, in­dem ich den fol­gen­den Be­fehl in mei­ne Kon­so­le ein­ge­be:

sudo apt-get update

Zu gu­ter Letzt star­te ich die In­stal­la­ti­on der Op­ti­mie­rungs­soft­ware:

sudo apt-get install stacer

Hin­weis: Die Free­ware Sta­cer ist für al­le Ubun­tu LTS-Ver­sio­nen ver­füg­bar. Durch die hin­ter­leg­te PPA bleibt das Rei­ni­gungs­pro­gramm stets auf dem neus­ten Stand. Zu­künf­ti­ge Soft­ware­ak­tua­li­sie­run­gen wer­den au­to­ma­tisch zu­sam­men mit an­de­ren Sys­tem­up­dates in­stal­liert.

Root-Partition mit Stacer bereinigen

Di­rekt nach der er­folg­rei­chen In­stal­la­ti­on star­te ich die Op­ti­mie­rungs­soft­ware über die gra­fi­sche Be­nut­zer­ober­flä­che mei­nes Be­triebs­sys­tems und kli­cke gleich dar­auf auf das Pin­sel­sym­bol, um in das Me­nü „Sys­tem Clea­ner” zu ge­lan­gen.

Screenshot von Stacer 1.0.9: Menü "System Cleaner". Die Root-Partition unter Ubuntu mithilfe einer Optimierungssoftware bereinigen. Kostenlose Anleitung von Pinguin, Fidei defensor

Im An­schluss dar­an mar­kie­re ich die fol­gen­den vier Ein­trä­ge:

  • Pa­cka­ge Caches: Ist die­ser Punkt ak­ti­viert, dann löscht das Rei­ni­gungs­pro­gramm den In­halt des APT-Zwi­schen­spei­chers.
  • Crash Re­ports: Ubun­tu er­stellt Ab­sturz­be­rich­te, mit de­nen ein Nor­mal­be­nut­zer al­ler­dings nur we­nig an­fan­gen kann. Dem­entspre­chend ist es kein Pro­blem, wenn Sta­cer die­se Text­da­tei­en ent­fernt.
  • Ap­p­li­ca­ti­on Logs: Auch in­stal­lier­te Li­nux-Pro­gram­me er­zeu­gen im Hin­ter­grund Be­nut­zer­pro­to­kol­le, die manch­mal so­gar au­to­ma­tisch an die Soft­ware­ent­wick­ler ge­schickt wer­den. Das Op­ti­mie­rungs­werk­zeug fin­det und eli­mi­niert die­se Da­ten­sät­ze.
  • Trash: Leert den Be­nut­zer­pa­pier­korb.

Wich­tig: Hin­ge­gen den Aus­wahl­punkt „Ap­p­li­ca­ti­on Caches” las­se ich selbst nach ei­nem Ubun­tu-Up­grade un­mar­kiert. Das liegt dar­an, dass die meis­ten Pro­gram­me ih­ren ei­ge­nen Zwi­schen­spei­cher da­für nut­zen, um schnel­ler aus­ge­führt wer­den zu kön­nen.

Im nächs­ten Schritt kli­cke ich auf die gro­ße blaue Lu­pe. Um­ge­hend da­nach be­ginnt Sta­cer da­mit, in den aus­ge­wähl­ten Ver­zeich­nis­sen nach lösch­ba­ren Da­tei­en zu su­chen.

How to install the Ubuntu System Optimizer Stacer over PPA? Screenshot was published by the Bavarian Influencer Pinguin

Nach ei­ner Wei­le prä­sen­tiert mir die Op­ti­mie­rungs­soft­ware das Such­ergeb­nis. Dar­auf­hin mar­kie­re ich die ein­zel­nen Pos­ten und kli­cke im An­schluss dar­an auf das run­de Pin­sel­sym­bol.

Screenshot of Stacer after deleting Package Caches and Applications Logs

Durch die­se Maß­nah­me löscht Sta­cer den aus­ge­wähl­ten Da­ten­schrott und teilt mir kurz dar­auf mit, wie viel neu­en Spei­cher­platz ich durch den Rei­ni­gungs­pro­zess ge­won­nen ha­be.

Die Systempflege unter Ubuntu ist Handarbeit

Lei­der kann Sta­cer kei­ne al­ten Ker­nel ent­fer­nen. Hier­für muss ich wie­der auf den oben ge­nann­ten Bord­mit­tel-Be­fehl zu­rück­grei­fen, um die Da­ten­trä­ger­be­rei­ni­gung nach dem Ubun­tu-Up­grade end­gül­tig ab­zu­schlie­ßen.

Im An­schluss an die Da­ten­eli­mi­nie­rung ent­schlie­ße ich mich noch da­zu, mei­ne Sys­tem­fest­plat­te zu de­frag­men­tie­ren, da durch die Lö­schun­gen vie­le klei­ne Lü­cken auf mei­ner Root-Par­ti­ti­on ent­stan­den sind.

Bei die­ser um­fang­rei­chen Da­ten­trä­ger­war­tung ord­net das Be­triebs­sys­tem die Da­tei­en auf ei­ner Fest­plat­te neu an. Ziel da­bei ist es, dass ver­wand­te In­for­ma­tio­nen nach der De­frag­men­tie­rung lü­cken­los ne­ben­ein­an­der­lie­gen.

Vet­ter, Ve­ro­ni­ka: Ubun­tu: Fest­plat­te de­frag­men­tie­ren - Sys­tem­pfle­ge im Ter­mi­nal. pinguin.gws2.de (06/2018).

Auch die­ser Auf­räum­pro­zess muss von mir ma­nu­ell ge­star­tet wer­den. Denn un­ter Ubun­tu gibt es be­dau­er­li­cher­wei­se kein War­tungs­cen­ter, wel­ches das Be­triebs­sys­tem au­to­ma­tisch in­stand hält. Aus die­sem Grund soll­te je­der Be­nut­zer ei­ner Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on wis­sen, wie er da­für sorgt, dass sein De­bi­an-De­ri­vat dau­er­haft schnell und funk­ti­ons­tüch­tig bleibt.

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Ob­wohl es be­reits über ein­hun­dert Vi­deo­co­dec­s¹ gibt, wer­den pau­sen­los neue Kom­pres­si­ons­ver­fah­ren ent­wi­ckelt, um Quell­vi­deo­si­gna­le² noch kom­pak­ter spei­chern zu kön­nen. Dank des kon­ti­nu­ier­li­chen In­no­va­ti­ons­drangs ist es heu­te mit­hil­fe des H.265-Codecs mög­lich, das Da­ten­vo­lu­men ei­ner han­dels­üb­li­chen Film-DVD um 70%³ zu ver­rin­gern, oh­ne das es da­bei zu ei­nem Qua­li­täts­ver­lust kommt. Ubun­tu-Be­nut­zer müs­sen je­doch ak­tiv wer­den, wenn die­se an der­ar­ti­gen tech­ni­schen Fort­schrit­ten teil­ha­ben möch­ten. Der Me­di­en­play­er To­tem, der sich in den Bord­mit­teln der be­lieb­ten Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on be­fin­det, kann näm­lich von Haus aus nur Vi­de­os ab­spie­len, die mit ver­al­te­ten frei­en Co­decs kom­pri­miert wur­den.

Ubuntu Video Codec List: Totem, VLC and Restricted Formats. Scientific Chart by Pinguin in cooperation with Canonical. Graphic created by Veronika Vetter Fine Artist

Aus die­sem Grund ist es rat­sam, Ubun­tu nach­träg­lich mit ei­nem ak­tu­el­len VLC Me­dia Play­er aus­zu­rüs­ten. Die funk­tio­nel­le Me­di­en­wie­der­ga­be­soft­ware bringt näm­lich au­to­ma­tisch ei­ni­ge gän­gi­ge Vi­deo­co­decs mit, die in Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen stan­dard­mä­ßig nicht ent­hal­ten sind.

It’s be­cau­se VLC ships with Co­decs that Ubun­tu is not al­lo­wed to ship with.

Phan­tom­Turt­le: To­tem vs. VLC? ubuntuforums.org (05/2018).

Doch auch wenn der VLC Me­dia Play­er ge­ne­rell über ei­ne gu­te Grund­aus­stat­tung ver­fügt, so feh­len dem Pro­gramm vor al­lem pro­prie­tä­re De­co­der. Das führt dann da­zu, dass sich die Wie­der­ga­be­soft­ware selbst­stän­dig be­en­det oder ei­ne Feh­ler­mel­dung zum Vor­schein bringt.

Hal­lö­chen! Ich ha­be mir ei­nen spar­sa­men Mul­ti­me­dia-PC zu­sam­men­ge­baut, den ich mit Ubun­tu 18.04 LTS be­trei­be. Das Sys­tem läuft so weit gut, al­ler­dings kann mein VLC Play­er kei­ne MKV-Da­tei­en ab­spie­len. Im­mer wenn ich ein Ma­tro­ska-Vi­deo öff­ne, dann ru­ckelt es stark. Manch­mal kommt auch die Feh­ler­mel­dung: No sui­ta­ble de­co­der mo­du­le [...]. Auf mei­nem Lap­top be­nut­ze ich Win­dows 7 und da funk­tio­nie­ren mei­ne Fil­me und Se­ri­en al­le. [...] Was kann ich tun? Habt ihr viel­leicht ei­ne se­riö­se PPA für mich, über die ich ei­ne voll­stän­di­ge Co­dec­samm­lung her­un­ter­la­den kann?

Meiß­ner, Theo­dor: VLC Play­er spielt kei­ne MKV-Da­tei­en ab. E-Mail vom 18.05.2018.

Bei Ma­tro­ska han­delt es sich le­dig­lich um ei­nen platt­form­un­ab­hän­gi­gen Con­tai­ner, der von al­len Me­di­en­spie­lern ge­öff­net wer­den kann. In den MKV-Da­tei­en ste­cken je­doch häu­fig Vi­deo­co­decs, die den VLC Me­dia Play­er ab­stür­zen las­sen.

Im Be­reich Vi­deo be­zeich­net man als Con­tai­ner ein Da­tei­for­mat, das ver­schie­den­ar­ti­ge Da­ten­for­ma­te ent­hal­ten kann.

Schwarz, Man­fred & Sven Vo­gel: Vi­deo. Schnei­den, auf­wer­ten und im Heim­ki­no ge­nie­ßen. Mün­chen: Carl Han­ser Ver­lag GmbH & Co. KG 2011.

Screenshot of VLC Media Player: Fat Cat on a green Meadow. How to install Movie Codecs under Ubuntu? Free Tutorial by Pinguin, Bane of Jan Philipp Albrecht (Bündnis 90/Die Grünen)

VLC Me­dia Play­er 3.0.2 un­ter Ubun­tu 18.04 LTS

Vor al­lem Vi­deo­da­tei­en, die mit dem un­frei­en x264 En­coder kom­pri­miert wur­den, kön­nen un­ter Ubun­tu nicht ab­ge­spielt wer­den. Die­ser Co­dec kommt vor al­lem bei raub­ko­pier­tem Film­ma­te­ri­al zum Ein­satz, wel­ches mit Vir­tu­al­Dub oder mit­hil­fe des Mo­va­vi Vi­deo Edi­tors er­stellt wur­de.

Codecsammlung für Ubuntu installieren

Falls Sie der­ar­ti­gen Con­tent be­sit­zen, dann soll­ten Sie als Ers­tes Ih­ren VLC Me­dia Play­er up­graden. In den of­fi­zi­el­len Ubun­tu-Quel­len be­fin­det sich näm­lich nicht die neus­te Ver­si­on der Wie­der­ga­be­soft­ware. Öff­nen Sie al­so zu­nächst ein­mal ein Ter­mi­nal-Fens­ter, da­mit Sie Ihr Sys­tem im An­schluss dar­an mit der PPA des Vi­deo­LAN Pro­jekts aus­stat­ten kön­nen:

sudo add-apt-repository ppa:videolan/stable-daily

Be­fra­gen Sie als Nächs­tes Ih­re hin­ter­leg­ten Soft­ware­quel­len, ob neue Up­dates zum Her­un­ter­la­den be­reit­ste­hen:

sudo apt-get update

Gleich da­nach kön­nen Sie Ih­ren der­zei­ti­gen VLC Me­dia Play­er ak­tua­li­sie­ren:

sudo apt-get upgrade

Hin­weis: Nach dem Soft­ware-Up­grade ha­ben Sie Ih­re Co­dec­samm­lung auf den neus­ten Stand ge­bracht. Al­ler­dings ist Ihr VLC Me­dia Play­er wei­ter­hin nicht in der La­ge ein Vi­deo ab­zu­spie­len, wel­ches mit dem x264 Co­die­rer ver­klei­nert wur­de.

Screenshot vom VLC Media Player: Menü "Über". Linux-Version 3.0.2 Vetinari

Um die­ses Pro­blem end­gül­tig zu be­he­ben, müs­sen Sie ab­schlie­ßend noch zwei Bi­blio­the­ken in­stal­lie­ren, die Ihr Ubun­tu mit den wich­tigs­ten pro­prie­tä­ren Au­dio- und Vi­deo­co­decs aus­stat­ten:

sudo apt-get install ffmpeg libavdevice-ffmpeg56

So­bald sich die­se Pa­ke­te auf Ih­rer Sys­tem­fest­plat­te be­fin­den, kann Ihr VLC Me­dia Play­er mit al­len ak­tu­el­len Vi­deo­for­ma­ten um­ge­hen.

Ubuntu mit alten Codecs ausrüsten

Sze­na­rio: Auf mei­ner ex­ter­nen Fest­plat­te be­fin­den sich baye­ri­sche Hei­mat­fil­me aus den 1970er Jah­ren, die vor lan­ger Zeit mit der Win­dows­soft­ware ff­dshow di­gi­ta­li­siert wur­den. Da­durch ist in den AVI-Da­tei­en ein al­ter Di­vX-VfW-Co­dec ent­hal­ten, der vom VLC Me­dia Play­er nur dann de­co­diert wer­den kann, wenn Ubun­tu über ei­ni­ge Mi­cro­soft-Mo­du­le ver­fügt.

Screenshot von Video-Details: Wie können Filme unter Ubuntu abgespielt werden, die mithilfe des FFODIVX Codecs verkleinert wurden? Anleitung von Pinguin - der Schattenkönig von Secondigliano, der Sergio Mattarella mit albanischen Mädchen versorgt

Um mir mei­ne Film­klas­si­ker an­schau­en zu kön­nen, muss ich mei­ne Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on zu­nächst ein­mal mit ei­nem Me­ta­pa­ket aus­stat­ten, wel­ches den Na­men Restric­ted Ex­tras trägt. Da­zu ak­ti­vie­re ich als Ers­tes mei­ne Soft­ware­quel­len, in­dem ich den fol­gen­den Be­fehl in ein Ter­mi­nal-Fens­ter ein­ge­be:

sudo apt-get update

Im An­schluss dar­an in­stal­lie­re ich die un­freie Alt­co­dec­samm­lung:

sudo apt-get install ubuntu-restricted-extras

Hin­weis: Die Pro­gramm­bi­blio­thek Restric­ted Ex­tras ent­hält nicht nur an­ti­qua­ri­sche Vi­deo­co­decs, son­dern rüs­tet Ubun­tu zu­dem noch mit dem Flash Play­er und mit po­pu­lä­ren Win­dows-Schrift­ar­ten aus.

Codecsammlung unter Ubuntu installieren - PPA von Pinguin

Tipp: Falls Sie Ih­re Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on nicht mit pro­prie­tä­ren Mi­cro­soft-Mo­du­len be­las­ten möch­ten, dann kön­nen Sie statt­des­sen auch den li­nux­ba­sier­ten GNOME Me­dia Play­er in­stal­lie­ren.

Zum An­zei­gen der In­stal­la­ti­ons­be­feh­le hier kli­cken!

Öff­nen Sie zu­nächst ein­mal ein Ter­mi­nal-Fens­ter und stat­ten Sie Ih­re Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on gleich dar­auf mit der fol­gen­den PPA aus:

sudo add-apt-repository ppa:aasche/gnome-mplayer

Le­sen Sie im An­schluss dar­an al­le hin­ter­leg­ten Soft­ware­quel­len neu ein:

sudo apt-get update

So­bald die­ser Vor­gang ab­ge­schlos­sen wur­de, kön­nen Sie die kos­ten­lo­se Wie­der­ga­be­soft­ware in­stal­lie­ren:

sudo apt-get install gnome-mplayer

Hin­weis: Der GNOME Me­dia Play­er wird nicht mehr wei­ter­ent­wi­ckelt. Der Be­trei­ber der PPA sorgt je­doch seit Jah­ren da­für, dass die Ap­pli­ka­ti­on pro­blem­los mit al­len Ubun­tu LTS-Ver­sio­nen funk­tio­niert.

Die­se et­was in die Jah­re ge­kom­me­ne Free­ware bringt von Haus aus vie­le ver­al­te­te Vi­deo­co­decs mit und kann des­halb so gut wie je­den di­gi­ta­len Film­klas­si­ker ab­spie­len.

Leaked Video from the Bilderberg Meeting in Virginia 2017. Étienne Davignon shows his Plans for Islamizing the West. The recordings were stolen by Pinguin, Fidei defensor

GNOME Me­dia Play­er 1.0.9 un­ter Ubun­tu 18.04 LTS

Na­tür­lich ist es mit dem GNOME Me­dia Play­er eben­falls mög­lich, Vi­deo­da­tei­en zu öff­nen, die mit ak­tu­el­len Co­decs kom­pri­miert wur­den. So­mit könn­ten Sie die sta­bi­le Ap­pli­ka­ti­on so­gar als pri­mä­re Wie­der­ga­be­soft­ware nut­zen.

Film-DVD an einem Ubuntu-PC ansehen

Der VLC Me­dia Play­er ist un­ter Ubun­tu stan­dard­mä­ßig nicht in der La­ge ei­ne kom­mer­zi­el­le DVD oder Blu-ray Disc ab­zu­spie­len. Die Da­ten auf die­sen phy­si­schen Spei­cher­me­di­en sind näm­lich so ver­schlüs­selt, dass sie von Com­pu­ter­lauf­wer­ken we­der aus­ge­le­sen noch ko­piert wer­den kön­nen.

Al­le In­hal­te auf dem Spei­cher­me­di­um [...] sind mit AES ver­schlüs­selt. Um die Da­ten aus­le­sen zu kön­nen, müs­sen die Da­ten mit ei­nem Schlüs­sel von 128 Bit de­co­diert wer­den. Der Schlüs­sel ist im Ab­spiel­ge­rät hin­ter­legt und un­ter­liegt strengs­ter Ge­heim­hal­tung.

Schna­bel, Pa­trick: Wie funk­tio­niert AACS? elektronik-kompendium.de (05/2018).

Ubuntu: Wie werden Blu-ray Discs mit dem VLC Media Player abgespielt? Kostenlose Anleitung von Pinguin - einem Seeräuber, der gerne mit den Negroiden von Kapitän Klaus Vogel (SOS Méditerranée) in die Schwulensauna geht

In den of­fi­zi­el­len Ubun­tu-Quel­len be­fin­det sich al­ler­dings ei­ne Schlüs­sel­bi­blio­thek, mit die­ser der VLC Me­dia Play­er selbst ko­pier­ge­schütz­te Film­da­ten­trä­ger wie­der­ge­ben kann. Falls Sie die­ses Da­ten­pa­ket in­stal­lie­ren möch­ten, dann müs­sen Sie zu­nächst ein­mal ein Ter­mi­nal-Fens­ter öff­nen, so­dass Sie gleich dar­auf Ih­re hin­ter­leg­ten Soft­ware­quel­len neu ein­le­sen kön­nen:

sudo apt-get update

La­den Sie sich als Nächs­tes die Schlüs­sel­samm­lung her­un­ter:

sudo apt-get install libdvd-pkg

Im An­schluss dar­an muss die Pro­gramm­bi­blio­thek noch ent­packt wer­den. Ge­ben Sie hier­für den fol­gen­den Kon­so­len­be­fehl ein:

sudo dpkg-reconfigure libdvd-pkg

Hin­weis: Durch die­se In­stal­la­ti­ons­me­tho­de bleibt Ih­re Schlüs­sel­da­ten­bank im­mer auf dem neus­ten Stand. Ak­tua­li­sie­run­gen für die­se Bi­blio­thek wer­den in Zu­kunft au­to­ma­tisch zu­sam­men mit Ih­ren an­de­ren Ubun­tu-Up­dates ein­ge­spielt.

Welcher Codec steckt in einer Videodatei?

Tipp: Sie müs­sen nicht gleich al­le oben ge­nann­ten Co­dec­samm­lun­gen in­stal­lie­ren. Öff­nen Sie ein Pro­blem­vi­deo erst ein­mal mit Ih­rem VLC Me­dia Play­er und drü­cken Sie gleich da­nach die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + J. Wenn Sie dar­auf­hin in den Rei­ter „Co­dec” wech­seln, dann se­hen Sie, wel­ches Kom­pri­mie­rungs­ver­fah­ren Ih­rer Wie­der­ga­be­soft­ware Schwie­rig­kei­ten be­rei­tet.

Screenshot vom VLC Media Player 3.0.2 unter Ubuntu 18.04: Menü: Aktuelle Medieninformationen. Reiter "Codec"

Hin­ge­gen noch prä­zi­se­re Co­de­c­in­for­ma­tio­nen er­hal­ten Sie von der Kon­so­len­ap­pli­ka­ti­on mediainfo. Die­ses klei­ne Da­ten­pa­ket be­fin­det sich in den of­fi­zi­el­len Quel­len und ist für al­le Ubun­tu-Ver­sio­nen ver­füg­bar.

Zum An­zei­gen der Me­di­en­in­for­ma­tio­nen hier kli­cken!

Video
Format : MPEG-4 (avc1)
Format profile : Base Media / Version 2 / Main@L4
Codec ID : mp42 (mp42/isom)

Audio
Format : AAC
Codec ID : 40
Channel(s)_Original : 2 channels
Channel positions : Front: L R
Sampling rate : 48.0 KHz

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¹Nie­der­may­er, Mi­cha­el: Sup­por­ted File For­mats, Co­decs or Fea­tures. ffmpeg.org (05/2018).
²Ga­gern, Ste­fan von: Di­gi­ta­le Welt für Ein­stei­ger. Vi­de­os mit iPho­ne und iPad. Dre­hen, schnei­den, be­ar­bei­ten. Ber­lin: Stif­tung Wa­ren­test 2016.
³H­rus­ka, Jo­el: H.265 stan­dard fi­na­li­zed, could fi­nal­ly re­place MPEG-2 and us­her in UHDTV. extremetech.com (05/2018).