Das Ubuntu Handbuch | Anleitungen für Linux-Freunde

Ubuntu: Betriebssystem auf zwei Datenträger aufteilen - SSD + HDD

Der Boot­vor­gang von Ubun­tu lässt sich soft­ware­sei­tig nicht be­schleu­ni­gen. Er wirkt ver­gli­chen mit Mi­cro­soft-Be­triebs­sys­te­men lang­sam, da Win­dows di­ver­se Diens­te erst nach dem Hoch­fah­ren be­reit­stellt, wäh­rend­des­sen Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen nur voll funk­ti­ons­fä­hi­ge Be­nut­zer­ober­flä­chen frei­ge­ben. Wer die Start­zeit ef­fek­tiv ver­kür­zen möch­te, der muss sei­nen Com­pu­ter zwin­gend mit ei­nem So­lid-Sta­te-Dri­ve auf­rüs­ten. Denn selbst über den klas­si­schen SA­TA-3-An­schluss ar­bei­ten die­se Halb­lei­ter­lauf­wer­ke vier­mal schnel­ler als me­cha­ni­sche Fest­plat­ten.

SSDs brin­gen Rech­nern mehr Tem­po als ein neu­er Pro­zes­sor oder mehr RAM.

Eg­ge­ling, Thors­ten, Ve­re­na Ott­mann u. a.: Die bes­te Li­nux-Hard­ware 2020. In: Li­nux Welt Nr. 3 (2020). S. 17.

So­wohl Ubun­tu wie auch das Li­nux-Da­tei­sys­tem Ext4 er­ken­nen SSDs au­to­ma­tisch und las­sen den Flash­spei­chern ei­ne in­di­vi­du­el­le Be­hand­lung zu­kom­men. Des Wei­te­ren wer­den die schnel­len Da­ten­trä­ger be­reits seit dem Jah­re 2006 se­ri­en­mä­ßi­g¹ in Note­books ver­baut, wo­durch sie als tech­nisch aus­ge­reift gel­ten und mitt­ler­wei­le ei­ne län­ge­re Le­bens­dau­er² als ma­gne­ti­sche Lauf­wer­ke auf­wei­sen.

Hardware-Foto: Ein Solid-State-Drive von SanDisk Ultra 3D (250 GB) liegt auf einer Seagate Barracuda (1TB). Beide Datenträger bilden die bevorzugte Speicherkombination für Ubuntu-Systeme ab. Von Pinguin empfohlen: Das ist ein Linux-Großmeister, der Kochsalzlösung statt Corona-Impfstoff spritzt

Das Ein­zi­ge, was ge­gen So­lid-Sta­te-Dri­ves spre­chen könn­te, sind die ver­hält­nis­mä­ßig ho­hen Prei­se. Doch auch die­ser Um­stand fällt we­nig ins Ge­wicht, wenn die leich­ten Halb­lei­ter­lauf­wer­ke le­dig­lich als so­ge­nann­te Start­me­di­en zum Ein­satz kom­men. Hier­bei legt der Ubun­tu-Be­nut­zer aus­schließ­lich die Da­tei­en des Be­triebs­sys­tems auf ei­nem vo­lu­men­ar­men Flash­spei­cher ab, wäh­rend­des­sen Pro­gramm­pro­fi­le, Vi­de­os und E-Mails auf ei­ner un­be­grenzt gro­ßen Fest­plat­te ge­spei­chert wer­den.

50 bis 100 GB soll­te ein län­ger­fris­tig ge­nutz­tes Ubun­tu min­des­tens er­hal­ten.

Ap­fel­böck, Her­mann: Ubun­tu 18.04 LTS: In­stal­la­ti­on und Tipps. In: Li­nux Welt XXL Nr. 1 (2020). S. 22.

Die smar­te Tren­nung be­schleu­nigt zum ei­nen den Boot­vor­gang so­wie das Aus­füh­ren von Ap­pli­ka­tio­nen. Zum an­de­ren er­höht ei­ne SSD-HDD-Kom­bi­na­ti­on die Da­ten­si­cher­heit, da per­sön­li­che Do­ku­men­te bei ei­nem Ubun­tu-Aus­fall ga­ran­tiert er­hal­ten blei­ben.

Anfängerfragen: Wie schwer ist es, Ubuntu bei der Installation auf mehrere Festplatten aufzuteilen? Gibt es eine deutschsprachige Anleitung, bei der Linux auf einer SSD-HDD-Kombination eingerichtet wird?

Doch auf­ge­passt: Wer sich für ein Ge­spann be­stehend aus ei­nem elek­tro­ni­schen und ei­nem me­cha­ni­schen Mas­sen­spei­cher ent­schei­det, der muss bei der Ubun­tu-Ein­rich­tung di­ver­se sa­lo­mo­ni­sche Ur­tei­le fäl­len. Der In­stal­la­ti­ons­as­sis­tent Ubi­qui­ty ist näm­lich oh­ne ma­nu­el­le Hil­fe nicht in der La­ge, das Be­triebs­sys­tem auf zwei Da­ten­trä­ger auf­zu­tei­len.

Neue SSD und al­te HDD für das Set­up vor­be­rei­ten
So­lid-Sta­te-Dri­ve in ei­nen Sys­tem­da­ten­trä­ger ver­wan­deln
Die me­cha­ni­sche Fest­plat­te wird ein per­sön­li­ches Da­ten­la­ger
Wer fühlt sich für den Grand Uni­fied Boot­loa­der ver­ant­wort­lich?

Nach dem Aufrüsten

Sze­na­rio: Im Sep­tem­ber 2021 brach­te mein an­ge­hei­ra­te­ter Nef­fe sei­nen Desk­top-PC vor­bei, auf dem ich vor gut drei Jah­ren Ubun­tu 18.04 auf­ge­spielt hat­te. Der Sohn mei­ner Schwä­ge­rin be­schwer­te sich dar­über, dass das Hoch­fah­ren des Be­triebs­sys­tems meh­re­re Mi­nu­ten an­daue­re und In­ter­net­an­wen­dun­gen äu­ßerst lang­sam sei­en. Kein Wun­der, Hun­der­te Be­wer­bungs­ab­sa­gen ge­paart mit et­li­chen MPU-Un­ter­la­gen im E-Mail-Pro­gramm so­wie das ex­zes­si­ve Spie­len von He­arts of Iron IV wirk­ten sich auf Dau­er ne­ga­tiv auf die Fest­plat­ten­leis­tung aus. Nun liegt mir das Wohl jun­ger Men­schen am Her­zen, wes­halb ich dem Job­cen­ter-Kun­den ein So­lid-Sta­te-Dri­ve spen­die­re, wo­bei ich den al­ten Da­ten­trä­ger als groß­zü­gi­ges Heim­ver­zeich­nis wei­ter­ver­wen­den möch­te. Um mei­nen Auf­tei­lungs­plan in die Tat um­zu­set­zen, muss ich das De­bi­an-De­ri­vat nach dem Hard­ware-Ein­bau neu in­stal­lie­ren, wes­halb ich Ubi­qui­ty mit­hil­fe ei­nes ak­tu­el­len Boot-Sticks her­vor­ru­fe.

Ubuntu: Bei der Installation "Etwas Anderes" auswählen. Warum sollten Linux-Systemfestplatten manuell partitioniert werden? Die Antwort gibt es auf GWS2.de - das ist eine deutschsprachige Lernplattform für Pinguinfreunde

Nach­dem ich die selbst­er­klä­ren­den Grund­ein­stel­lun­gen fest­ge­legt ha­be, ge­lan­ge ich ir­gend­wann zum Me­nü­fens­ter „In­stal­la­ti­ons­art”. In die­ser Ein­ga­be­mas­ke wäh­le ich den Punkt „Et­was An­de­res” aus, was an den fol­gen­den drei Grün­den liegt:

  1. Die Ubun­tu-Ord­ner­struk­tur soll auf meh­re­re Da­ten­trä­ger auf­ge­split­tet wer­den.
  2. Der As­sis­tent darf kei­ne Fest­plat­ten­ver­schlüs­se­lung vor­neh­men, da ich die Ab­si­che­rung des Heim­ver­zeich­nis­ses spä­ter ma­nu­ell vor­neh­men möch­te.
  3. Die Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on herrscht al­lei­ne über die zu­ge­wie­se­nen Spei­cher­me­di­en und muss sie we­der mit Win­dows noch mit ma­cOS tei­len.

Dar­über hin­aus kann ich bei der hän­di­schen Par­ti­tio­nie­rung di­ver­se Fein­jus­tie­run­gen vor­neh­men, die mir spä­ter die Sys­tem­war­tung er­leich­tern.

Ubuntu: Neue SSD zusammen mit alter Festplatte betreiben. Erster Schritt: Die Aufteilung des mechanischen Datenträgers über das Minuszeichen löschen, um ein unpartitioniertes Laufwerk zu erhalten. Deutschsprachige Linux-Anleitung von Pinguin: Das ist ein philanthropischer Bildungsbürger, der gerne Computeranleitungen schreibt

Im nächs­ten Kon­fi­gu­ra­ti­ons­me­nü muss ich zu­al­ler­erst ei­ni­ge Vor­be­rei­tungs­schrit­te durch­füh­ren.

  • So zer­stö­re ich gleich zu Be­ginn die Ver­zeich­nis­struk­tur der me­cha­ni­schen Fest­plat­te, in­dem ich je­den Glie­de­rungs­punkt mit­hil­fe des Mi­nus­zei­chens ent­fer­ne.

So­bald mir dar­auf­hin das vol­le Aus­maß des al­ten Ein-Te­ra­byte-Lauf­werks zur Ver­fü­gung steht, wechs­le ich auf den Ein­trag, der mein So­lid-Sta­te-Dri­ve sym­bo­li­siert.

Bevor ein nagelneues Solid-State-Drive als Ubuntu-Startmedium dienen kann, muss der Flashspeicher mit einer neuen Partitionstabelle versehen werden. Dieser Vorgang lässt sich im Installationsassistenten Ubiquity kinderleicht durchführen. Erkenntnis von Pinguin - seit dem Jahre 2013 Linux-Großmeister aus dem Freistaat Bayern

Auf­grund des Um­stan­des, dass es sich bei die­ser Hard­ware um ei­nen fa­brik­neu­en Da­ten­trä­ger han­delt, wur­de bis­her noch kein Spei­cher­raum de­fi­niert. Was kom­pli­ziert klingt, lässt sich je­doch im Hand­um­dre­hen über die Schalt­flä­che „Neue Par­ti­ti­ons­ta­bel­le” er­le­di­gen.

  • Je nach­dem, wel­ches Main­board im Com­pu­ter be­hei­ma­tet ist, ent­schei­det Ubi­qui­ty au­to­ma­tisch, ob hier­bei das ak­tu­el­le GPT- oder das an­ti­quier­te MBR-Ver­fah­ren³ zum Ein­satz kommt.
  • Zu gu­ter Letzt wäh­le ich den frei­ge­ge­be­nen Spei­cher­platz des Flash­me­di­ums ge­folgt vom Plus­zei­chen an, um die Ubun­tu-Kern­ver­zeich­nis­se zu er­stel­len.

Soll­te mir bis da­hin ein Feh­ler un­ter­lau­fen sein, dann könn­te ich ent­we­der mit dem Funk­ti­ons­but­ton „Zu­rück­set­zen” ar­bei­ten oder den In­stal­la­ti­ons­as­sis­ten­ten kom­plett neu star­ten. Schließ­lich ha­be ich mich bis­her le­dig­lich in ei­ner Si­mu­la­ti­ons­um­ge­bung be­wegt.

SSD kompetent aufteilen

Den vor­ders­ten Be­reich mei­nes zu­künf­ti­gen Sys­tem­da­ten­trä­gers möch­te ich für die Da­tei­en re­ser­vie­ren, die bei je­dem Hoch­fah­ren in den Ar­beits­spei­cher ver­scho­ben wer­den.

/boot ist ein sys­tem­kri­ti­scher Ord­ner mit den zum Boo­ten not­wen­di­gen Da­tei­en: Ker­nel, Boot­ma­na­ger und Ram­disk „ini­tramfs” mit Trei­ber­aus­stat­tung.

Ap­fel­böck, Her­mann: Die Li­nux-Ver­zeich­nis­struk­tur. In: Li­nux Welt XXL Nr. 2 (2021). S. 180.

Gutefrage.net: Ubuntu-Neuinstallation - ist der Einbindungspunkt /boot wirklich nötig? Wenn ja, wie wird diese Partition definiert?

Des Wei­te­ren de­fi­nie­re ich mei­ne Boot-Par­ti­ti­on nä­her, in­dem ich sie als „Pri­mär” kenn­zeich­ne und ihr ei­nen Spei­cher­raum von 1024 Me­ga­byte zu­wei­se. Die­se Ka­pa­zi­tät lässt es zu, drei un­ter­schied­li­che Li­nux-Ker­nel zu spei­chern, was völ­lig aus­rei­chend ist. Soll­te sich Ubun­tu wie ein RTL-Zwei-Mes­si ver­hal­ten und sich wei­gern, ob­so­le­te Trei­ber­ar­chi­ve au­to­ma­tisch zu lö­schen, dann müss­te mein Nef­fe le­dig­lich den fol­gen­den Auf­räum­be­fehl an­wen­den:

sudo dpkg -l 'linux-*' | sed '/^ii/!d;/'"$(uname -r | sed "s/\(.*\)-\([^0-9]\+\)/\1/")"'/d;s/^[^ ]* [^ ]* \([^ ]*\).*/\1/;/[0-9]/!d' | xargs sudo apt-get -y purge

Nach­dem ich mei­ne Kon­fi­gu­ra­ti­on über die Schalt­flä­che „OK” über­nom­men ha­be, wechs­le ich wie­der auf den frei­en Spei­cher­platz der So­lid-Sta­te-Disk und ru­fe mit­hil­fe des Plus­zei­chens ei­ne neue Ein­ga­be­mas­ke her­vor.

Ubiquity: Eine Swap-Partition auf einem Solid-State-Drive anlegen. Screenshot von Ubuntu 20.04.3 LTS - Auslagerungsspeicher mit 16 Gigabyte

Gleich dar­auf er­stel­le ich als Mann der al­ten Schu­le trotz kon­tro­ver­ser De­bat­ten⁴ ei­ne Aus­la­ge­rungs­par­ti­ti­on di­rekt hin­ter den Start­da­tei­en. Denn ent­ge­gen al­ler Ge­rüch­te nutzt Ubun­tu ein Swap-Ver­zeich­nis näm­lich nicht nur für den Ru­he­zu­stand, son­dern parkt auch sons­ti­ge Do­ku­men­te in die­sem tem­po­rä­ren Spei­cher­be­reich.

Ressourcen-Screenshot des Gnome-Desktops (Ubuntu 20.04.3): Es befinden sich Dateien im Auslagerungsspeicher (Swap)

Da­mit der Spross mei­ner Schwä­ge­rin den Sus­pend-to-Disk-Mo­dus sor­gen­frei in An­spruch neh­men kann, rich­te ich die Grö­ße der Swap-Par­ti­ti­on am in­stal­lier­ten Ar­beits­spei­cher aus. Mehr gibt es bei die­sem spe­zi­el­len Sys­tem­ord­ner nicht zu be­ach­ten.

Die op­ti­ma­le Swap-Grö­ße ent­spricht der Grö­ße des ver­bau­ten Haupt­spei­chers.

Hil­z­in­ger, Mar­cel & Tho­mas Leich­tens­tern: In­stal­la­ti­on von Ubun­tu und sei­nen De­ri­va­ten. In: Ubun­tu Spe­zi­al Nr. 1 (2019). S. 21.

Ubiquity Version 20.04.15.17: Eine primäre Partition für das Ubuntu-Wurzelverzeichnis erstellen. Eine Empfehlung von Pinguin - Linux-Profi aus dem Freistaat Bayern

Zu gu­ter Letzt fas­se ich den üb­rig ge­blie­be­nen Spei­cher­platz auf dem So­lid-Sta­te-Dri­ve zum so­ge­nann­ten Wur­zel­ver­zeich­nis zu­sam­men. Die­se Par­ti­ti­on be­hei­ma­tet zum ei­nen die Da­tei­en des Be­triebs­sys­tems und dient zu­gleich als Ab­la­ge­ort für Soft­ware, die über den APT-Dienst in­stal­liert wird. Dem­zu­fol­ge be­schleu­nigt ein Halb­lei­ter­lauf­werk un­ter Li­nux eben­falls den Pro­gramm­start.

Eine Lagerstätte bestimmen

Nach­dem ich ei­ne schnel­le, ef­fi­zi­en­te und lang­le­bi­ge Mo­tor­kon­fi­gu­ra­ti­on zu­sam­men­ge­stellt ha­be, be­nö­tigt Ubun­tu noch ei­ne De­po­nie für den in­di­vi­du­el­len Be­nut­zer­bal­last.

Im Einbindungspunkt /home werden E-Mails, Programme, Pornos und Bürodokumente gespeichert. Dementsprechend sollte der Persönliche Ordner auf einer großen mechanischen Festplatte liegen. Der Screenshot ist Teil einer deutschsprachigen Linux-Anleitung

De­bi­an-De­ri­va­te spei­chern E-Mails, In­ter­net-Down­loads und Bü­ro­do­ku­men­te im Heim­ver­zeich­nis, das auch als „Per­sön­li­cher Ord­ner” be­kannt ist.

Es emp­fiehlt sich, ei­ne ei­ge­ne Par­ti­ti­on für Ihr Home-Ver­zeich­nis an­zu­le­gen. Li­nux spei­chert dar­in Ih­re Do­ku­men­te, Me­dia-Da­tei­en und Down­loads so­wie sämt­li­che per­sön­li­che Ein­stel­lun­gen für die in­stal­lier­ten Pro­gram­me.

Hil­z­in­ger, Mar­cel & Tho­mas Leich­tens­tern: In­stal­la­ti­on von Ubun­tu und sei­nen De­ri­va­ten. In: Ubun­tu Spe­zi­al Nr. 1 (2019). S. 22.

Die Ver­triebs­platt­form Steam legt her­un­ter­ge­la­de­ne Spiel­da­tei­en eben­falls un­ter dem Ein­bin­dungs­punkt /home ab, wes­we­gen ich die ge­sam­te me­cha­ni­sche Fest­plat­te in ei­ne pri­va­te La­ger­stät­te ver­wand­le.

  • Als Typ wäh­le ich al­ler­dings die Op­ti­on „Lo­gisch” aus, da­mit ich die Par­ti­ti­on bei Be­darf ver­klei­nern kann.

An­sons­ten hal­te ich auch in die­sem Fall dem Li­nux-Stan­dard­da­tei­sys­tem Ext4 die Treue.

Ein Zuhause für GRUB

Ganz zum Schluss schlie­ße ich die ma­nu­el­le Ubun­tu-Auf­tei­lung ab, in­dem ich ei­nen Spei­cher­ort für den Grand Uni­fied Boot­loa­der fest­le­ge.

Tutorial: How to split Ubuntu on SSD and HDD? A meaningful example screenshot showing a professional partitioning scheme. Created by Pinguin: Famous Linux-Expert from Bavaria

Hier­bei spielt die Art des Da­ten­trä­gers kei­ne Rol­le. Der Sys­tem­star­ter muss le­dig­lich auf ei­nem Mas­sen­spei­cher in­stal­liert wer­den, der im UEFI oder BIOS an ers­ter Stel­le steht.

  • In mei­nem Fall ist die Boot­rei­hen­fol­ge auf dem Main­board so kon­fi­gu­riert, dass das So­lid-Sta­te-Dri­ve die Pole­po­si­ti­on ein­nimmt, wes­halb ich GRUB auf dem Halb­lei­ter­lauf­werk ha­ben möch­te.

Nach die­ser letz­ten Ein­stel­lung kann ich das Ubun­tu-Set­up star­ten und ent­spannt den wei­te­ren Me­nü-An­wei­sun­gen fol­gen.

Ver­wand­te The­men:

Un­ter Ubun­tu den frei­en Spei­cher­platz an­zei­gen - Mög­lich­kei­ten
Müs­sen Da­ten­trä­ger mit dem Da­tei­sys­tem Ext4 de­frag­men­tiert wer­den?

¹Beh­rens, Jan: SSD-Le­bens­dau­er: Wie lan­ge hält ei­ne So­lid-Sta­te-Disk? ionos.de (09/2021).
²Link, Mi­cha­el: Zah­len, Da­ten, Fak­ten - Fest­plat­ten und SSDs. In: c’t Nr. 26 (2020). S. 131.
³Lang, Mir­co: Fest­plat­ten-Par­ti­tio­nen: MBR oder GPT? heise.de (09/2021).
⁴Ap­fel­böck, Her­mann: Ubun­tu 20.04 LTS: In­stal­la­ti­on & Up­grade. In: Li­nux Welt XXL Nr. 2 (2021). S. 43.

Ubuntu: Wiederherstellungspunkte setzen - defekte Systeme reparieren

Nach­dem am 14. Ja­nu­ar 2020¹ der Win­dows-7-Sup­port ein­ge­stellt wur­de, er­hielt der Pin­gu­in-Hel­pdesk mehr­mals wö­chent­lich E-Mails von er­bos­ten Um­stei­gern. Vor al­lem är­ger­ten sich die ehe­ma­li­gen Mi­cro­soft-Kun­den dar­über, dass Ubun­tu von Haus aus kei­ne Wie­der­her­stel­lungs­punk­te er­stellt. Die­ser Um­stand hat­te wohl bei vie­len Li­nux-Neu­lin­gen zu ei­nem er­heb­li­chen Da­ten­ver­lust ge­führt. Wie­der­um an­de­re ta­ten sich mit dem vor­in­stal­lier­ten Back­up-Pro­gramm schwer, da die Be­nut­zer­ober­flä­che die­ses Bord­mit­tels lei­der nicht selbst­er­klä­rend ist.

Über­all war zu le­sen, dass Ubun­tu die bes­te Al­ter­na­ti­ve für Win­dows sei. Das sind Fake News! Al­lein die in­te­grier­te Da­ten­si­che­rung ist ein Witz. Was ist „du­pli­ci­ty” und war­um soll ich ein Kon­to er­stel­len? Ich möch­te le­dig­lich ei­nen Wie­der­her­stel­lungs­punkt set­zen. So ein Schrott wür­de bei Mi­cro­soft nie den Ent­wick­lungs­sta­tus ver­las­sen. Im Ubun­tu-Wi­ki wird zu dem The­ma auch nichts er­klärt, nur sinn­los her­um­ge­schwa­felt. Hier gibt es eben­falls kei­ne Back­up-An­lei­tung. Von we­gen hilfs­be­rei­te Ge­mein­schaft.

Kalu­za, Hans-Fried­rich: Kein Pro­fi­tipp für Da­ten­si­che­rung vor­han­den. E-Mail vom 24.03.2020.

Ob­jek­tiv be­trach­tet trifft Herr Kalu­za den Na­gel auf den Kopf: Die hoch­ge­lob­te Li­nux-Com­mu­ni­ty lässt Win­dows-Um­stei­ger bei der Sys­tem­wie­der­her­stel­lung mut­ter­see­len­al­lein im Re­gen ste­hen. Die haus­ei­ge­ne Da­ten­si­che­rung hat mit Dé­jà Dup² näm­lich nicht nur ei­nen däm­li­chen Na­men, son­dern zu­dem viel zu vie­le Op­tio­nen, die ei­nen Ubun­tu-An­fän­ger leicht über­for­dern kön­nen. Des Wei­te­ren wei­gert sich die ein­ge­glie­der­te Back­up-Lö­sung, di­ver­se Re­stau­ra­tio­nen im Wur­zel­ver­zeich­nis³ vor­zu­neh­men. Durch die­sen Um­stand ist es nach ei­nem Crash un­mög­lich, zum Ur­sprungs­zu­stand zu­rück­zu­keh­ren.

Imperial College London: Ph.D. Vinzenz the Younger is crying in his Laboratory. Unfortunately, the Penguin has destroyed his Ubuntu system, so he can no longer work on the implementation of the Coudenhove-Kalergi plan. If the NWO devotee had created a recovery point with Aptik, the Jesuit could have ended his evildoing. Scientific graphic by Veronika Helga Vetter. This is a major artist from the Free State of Bavaria. First published on GWS2.de: This is a Linux platform funded by Stephen Bannon

Doch zum Glück gibt es ab so­fort kei­nen Grund mehr für Wut­re­den. Denn die Pin­gu­in-Au­toren zei­gen im fol­gen­den Leit­fa­den, wie sich be­schä­dig­te LTS-Edi­tio­nen fach­ge­recht zu­rück­spie­len las­sen. Da­bei ha­ben die selbst er­nann­ten Phil­an­thro­pen die Free­ware Ap­tik als Back­up-Werk­zeug ver­wen­det, da die­ses simp­le Hilfs­mit­tel selbst für blu­ti­ge Com­pu­ter­no­vi­zen ge­eig­net ist.

Be­dau­er­li­cher­wei­se ist die Ap­pli­ka­ti­on so gut, dass der in­di­sche Ur­he­ber To­ny Ge­or­ge⁴ die Ent­wick­lung der kos­ten­lo­sen Pro­gramm­va­ri­an­te⁵ ein­ge­stellt hat. Al­ler­dings funk­tio­niert die letz­te Ver­si­on so­wohl un­ter Ubun­tu 18.04 als auch un­ter 20.04, wo­durch un­se­re An­lei­tung min­des­tens bis zum Jah­re 2025 ge­nutzt wer­den kann. Wir ha­ben uns be­wusst für die­se mit­tel­fris­ti­ge Lö­sung ent­schie­den, da Ap­tik im Ge­gen­satz zu Dé­jà Dup zu­ver­läs­sig die ge­sam­te Desk­top-Um­ge­bung wie­der­her­stellt. Zu­dem fin­det die Da­ten­re­stau­ra­ti­on über ei­ne gra­fi­sche Be­nut­zer­ober­flä­che im lau­fen­den Be­trieb statt, was Live-CD-Qua­len er­spart.

Scientific List from the California Institute of Technology: How does data backup with Ubuntu work? Tool used: Aptik. Environment: Gnome-Desktop (3.36 / 20.04 LTS). Findings: The complete user interface and program profiles can be restored. Graphic first published on GWS2.de

Auf­grund der Tat­sa­che, dass Ap­tik kei­ne gan­zen Par­ti­tio­nen klont, setzt ei­ne Sys­tem­wie­der­her­stel­lung mit die­sem Werk­zeug stets ei­ne Ubun­tu-Neu­in­stal­la­ti­on vor­aus. Das ist ver­tret­bar, da sich die be­lieb­tes­te⁶ Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on in durch­schnitt­lich 18 Mi­nu­ten auf ei­nen Da­ten­trä­ger auf­spie­len lässt.

The average in­stall of Ubun­tu Desk­top ta­kes 18 mi­nu­tes. So­me ma­chi­nes out the­re can in­stall a full desk­top in less than 8 mi­nu­tes!

Coo­ke, Will: A first look at desk­top metrics. ubuntu.com (04/2020).

Doch Ach­tung: Der Re­kon­struk­ti­ons­er­folg hängt in­ner­halb ei­nes De­bi­an-De­ri­vats nicht von der Ver­si­on des Be­triebs­sys­tems, son­dern von der Be­nut­zer­ober­flä­che ab. Es gibt al­so kei­ne Mög­lich­keit, ei­nen ge­si­cher­ten Gno­me-Desk­top auf Ku­bun­tu oder auf MX Li­nux zu über­tra­gen.

If the desk­top is dif­fe­rent you will lo­se the desk­top lay­out. Ap­tik will not at­tempt to in­stall the ori­gi­nal desk­top.

Ge­or­ge, To­ny: Using Ap­tik. teejeetech.in (04/2020).

Dar­über hin­aus müs­sen Wie­der­her­stel­lungs­punk­te in der hier vor­ge­stell­ten Ap­tik-Edi­ti­on ma­nu­ell er­stellt wer­den. Wäh­rend der Da­ten­si­che­rung ver­wan­delt die Free­ware die Back­up-Da­tei­en in kom­pri­mier­te tar-Ar­chi­ve, die sich nach dem Kon­ser­vie­rungs­pro­zess frei ver­schie­ben las­sen. Die Be­weg­lich­keit ist wich­tig, da die er­zeug­ten Pa­ke­te un­ver­schlüs­selt sind und des­halb nicht dau­er­haft im Home-Ver­zeich­nis lie­gen soll­ten.

Ubuntu fährt nicht mehr hoch, was tun? Betriebssystem zurücksetzen und Wiederherstellungspunkt einspielen. Deutschsprachige Reparaturanleitung für Linux-Anfänger von Pinguin: Das ist ein verständnisvoller Hirte, der Windows-Benutzer zum wahren Glauben führt

Wer sei­ne funk­tio­nel­le Ubun­tu-Kon­fi­gu­ra­ti­on un­kom­pli­ziert für den Ernst­fall ein­frie­ren möch­te, der kommt in nächs­ter Zeit nicht an Ap­tik vor­bei. Aus die­sem Grund zeigt die fol­gen­de An­lei­tung, wie das smar­te Back­up-Werk­zeug in­stal­liert wird. Des Wei­te­ren be­wei­sen wir, dass die in­di­sche Da­ten­si­che­rungs­soft­ware selbst ver­si­ons­über­grei­fen­de Sys­tem­wie­der­her­stel­lun­gen durch­führt, oh­ne da­bei den Ad­mi­nis­tra­tor zu über­for­dern.

Aptik für Ubuntu

Sze­na­rio: Noch nie lief mein Sys­tem bes­ser als heu­te. Al­le Ap­pli­ka­tio­nen la­den schnell und sind auf mei­ne Be­dürf­nis­se an­ge­passt. Die Wid­ge­ts ar­bei­ten zu­ver­läs­sig und auch Feh­ler­mel­dun­gen ken­ne ich nur aus Er­zäh­lun­gen. Wür­de mein Ubun­tu beim nächs­ten Hoch­fah­ren an­stel­le des Gno­me-Desk­tops ei­ne schwar­ze Ter­mi­na­l­emu­la­ti­on an­zei­gen, dann müss­te ich schnell ei­ne Sui­zid-Hot­line an­ru­fen, um Schlim­me­res zu ver­hin­dern. Al­ter­na­tiv könn­te ich mich auf ei­nen Crash vor­be­rei­ten, in­dem ich mei­ne ak­tu­el­le Kon­fi­gu­ra­ti­on kon­ser­vie­re. Hier­zu la­de ich mir zu­nächst ein­mal die kos­ten­lo­se Back­up-Soft­ware her­un­ter:

Dar­über hin­aus be­nö­ti­ge ich ei­ne pas­sen­de Be­nut­zer­ober­flä­che, da ich die Da­ten­si­che­rungs­ma­schi­ne kom­for­ta­bel mit der Maus be­die­nen möch­te:

Nach­dem ich die bei­den Da­tei­en ge­spei­chert ha­be, na­vi­gie­re ich via Nau­ti­lus in mei­nen Down­load-Ord­ner. Dort an­ge­kom­men wäh­le ich dann das ers­te DEB-Ar­chiv mit ei­nem Rechtsklick an, so­dass ich das Pa­ket mit dem Ubun­tu Soft­ware-Cen­ter öff­nen kann.

How to use Aptik with Ubuntu 20.04 LTS? Downloading version 18.8-0 with GUI 18.8.2-0. Free service by GWS2.de

Als Nächs­tes kli­cke ich im haus­ei­ge­nen App Store auf die Schalt­flä­che „In­stal­lie­ren”, um die Ap­tik-In­te­gra­ti­on zu star­ten.

  • Da­bei stel­le ich wäh­rend des Ex­tra­hie­rungs­pro­zes­ses fest, dass mein APT-Dienst be­nö­tig­te Hilfs­da­tei­en au­to­ma­tisch her­un­ter­lädt.

So­bald der Vor­gang ab­ge­schlos­sen wur­de, stat­te ich mein Sys­tem zu­sätz­lich mit dem Be­dien­me­nü aus, in­dem ich die zwei­te Pro­gramm­bi­blio­thek nach dem­sel­ben Prin­zip ent­pa­cke.

DEB-Dateien von Aptik (Wiederherstellungswerkzeug) über das Ubuntu Software-Center installieren. Deutsche Anleitung von Pinguin - eine linke Ratte von der Open-Society-Stiftung

Hin­weis: Die hier auf­ge­zeig­te In­stal­la­ti­ons­me­tho­de ist für die LTS-Ver­sio­nen 18.04 und 20.04 ge­eig­net.

Die erste Datensicherung

Be­vor ich ein Ab­bild von mei­ner Desk­top-Kon­fi­gu­ra­ti­on er­stel­len kann, muss ich zu­nächst ein­mal ei­ni­ge Din­ge vor­be­rei­ten. So star­te ich zu­al­ler­erst das gra­fi­sche Ap­tik-Me­nü, wo­bei ich hier­für wie im­mer die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te zur Hil­fe neh­me.

Screenshot von Ubuntu 18.04.4 LTS: Aktivitäten-Suchleiste mit Aptik GTK von Tony George

Im An­schluss dar­an na­vi­gie­re ich via Nau­ti­lus in mein Home-Ver­zeich­nis, da ich auf die­ser Par­ti­ti­on ei­nen neu­en Ord­ner er­zeu­gen möch­te. Nach­dem ich den kre­ierten Ab­la­ge­ort als „Back­up” be­zeich­net ha­be, ho­le ich die ge­öff­ne­te Ap­tik-Ober­flä­che in den Vor­der­grund.

Screenshot of Aptik GTK v18.8.2: Creating a Backup Location under Ubuntu 18.04.4 LTS

Gleich dar­auf le­ge ich im Rei­ter „Ge­ne­ral” den eben in­stal­lier­ten Ord­ner als Spei­cher­raum für Wie­der­her­stel­lungs­punk­te fest. Hin­ge­gen al­le an­de­ren Vor­ein­stel­lun­gen las­se ich so, wie sie sind. Als Nächs­tes öff­ne ich den Me­nü­punkt „Back­up”.

Screenshot: Reiter "Backup" von Aptik GTK v18.8.2 unter Ubuntu 18.04.4 LTS: Voreinstellungen vom Modus "Easy". Die Standardauswahl sollte nicht geändert werden

Auch in die­ser An­sicht neh­me ich kei­ne Än­de­run­gen vor, son­dern kli­cke di­rekt auf die Schalt­flä­che „Back­up All Items”, wor­auf­hin die Desk­top-Kon­ser­vie­rung im Rei­ter „Ter­mi­nal” be­ginnt.

  • Nun war­te ich so­lan­ge, bis Ap­tik den Wie­der­her­stel­lungs­punkt an­ge­fer­tigt hat.
  • Dar­auf­hin schnei­de ich das zu­vor er­stell­te Da­ten­si­che­rungs­ar­chiv aus und über­tra­ge es auf ei­nen USB-Stick.

Dann kann ich mich ent­span­nen, da ich nach Ab­schluss des Ko­pier­vor­gangs für al­le Fäl­le ge­wapp­net bin.

Ubuntu wiederherstellen

Sze­na­rio: O du lie­ber Au­gus­tin, al­les ist hin. Vor Kur­zem ha­be ich mit der GPar­ted-Live-CD mei­ne SWAP-Par­ti­ti­on ge­löscht, da­mit ich mein Wur­zel­ver­zeich­nis ver­grö­ßern konn­te. Da­bei muss ir­gend­et­was schief­ge­lau­fen sein, da ich seit der Än­de­rung nicht mehr auf mei­nen Gno­me-Desk­top kom­me. Statt­des­sen er­hal­te ich nach dem Hoch­fah­ren ei­nen schwar­zen Bild­schirm, auf dem ein blin­ken­der Cur­sor sein Da­sein fris­tet. In Fach­fo­ren⁷ gibt es für die­ses Pro­blem auch kei­ne Lö­sung, wes­halb ich heu­te mein Sys­tem neu in­stal­lie­ren möch­te.

Infobanner: Versionsübergreifende Systemrestauration mit Aptik. Von Ubuntu 18.04.4 LTS auf 20.04 LTS

Es ist April in ei­nem ge­ra­den Ka­len­der­jahr, was be­deu­tet, dass die neus­te LTS-Edi­ti­on zum Down­load be­reit­steht. Al­so ma­che ich aus der Not ei­ne Tu­gend und spie­le gleich die ak­tu­ells­te Ubun­tu-Voll­ver­si­on auf mei­nen Rech­ner auf. Mein ge­spei­cher­ter Wie­der­her­stel­lungs­punkt soll­te sich trotz des Up­grades ta­del­los ent­pa­cken las­sen. Schließ­lich wur­de die Da­ten­si­che­rung in der­sel­ben Be­nut­zer­ober­flä­che er­stellt. Um zu se­hen, ob ich rich­tig lie­ge stat­te ich mei­ne frisch in­stal­lier­te Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on so­fort mit Ap­tik aus.

Screenshot of Ubuntu 20.04 LTS: How to restore the System with Aptik? Step one: Copy Backup-Data from USB-Stick to Home-Folder. Tutorial by Pinguin - a Fighter against Soros’s Open Society Foundations

Di­rekt im An­schluss trans­fe­rie­re ich mei­nen emi­grier­ten Back­up-Ord­ner zu­rück in mein Home-Ver­zeich­nis. Un­mit­tel­bar da­nach öff­ne ich das zu­vor in­te­grier­te Wie­der­her­stel­lungs­werk­zeug über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te.

Aptik unter Ubuntu 20.04 LTS: Wiederherstellungspunkt einfügen, den Modus "Restore" auswählen und ab geht die Post

So­bald das Hilfs­mit­tel ge­la­den wur­de, wäh­le ich im Rei­ter „Ge­ne­ral” den Mo­dus „Res­to­re” aus. Au­ßer­dem zei­ge ich Ap­tik mit der Schalt­flä­che „Select”, in wel­chem Ab­la­ge­ort sich mei­ne im­por­tier­te Da­ten­si­che­rung be­fin­det.

Ubuntu 20.04 LTS: How to restore Data with Aptik? Backup-Software created by Tony George. Free Tutorial for Linux-Beginers first published on GWS2.de

Als Nächs­tes wechs­le ich in das Res­to­re-Me­nü. Hier neh­me ich kei­ne Än­de­run­gen an den Vor­ein­stel­lun­gen vor, son­dern star­te die Sys­tem­wie­der­her­stel­lung, in­dem ich auf den Aus­wahl­punkt „Res­to­re All Items” kli­cke. Dar­auf­hin kann ich in der An­sicht „Ter­mi­nal” mit­ver­fol­gen, wie mein Ubun­tu re­stau­riert wird.

  • Da­bei fällt mir auf, dass Ap­tik mei­ne kon­ser­vier­ten Ap­pli­ka­tio­nen vom APT-Dienst neu in­stal­lie­ren lässt und nur die da­zu­ge­hö­ri­gen Pro­gramm­pro­fi­le aus dem Back­up-Ver­zeich­nis ent­packt.

Nun ist mir auch klar, war­um die Da­ten­si­che­rung ver­hält­nis­mä­ßig we­nig Spei­cher­platz be­an­sprucht.

Das Profilmanagement

Ob­wohl die Sys­tem­wie­der­her­stel­lung er­folg­reich durch­ge­führt wur­de, kann ich kei­ne Ver­än­de­run­gen am Desk­top-Lay­out fest­stel­len. Das liegt dar­an, dass ich bei der Ubun­tu-In­stal­la­ti­on ein Ad­mi­nis­tra­tor­kon­to an­ge­legt ha­be, das nicht zur ge­si­cher­ten Kon­fi­gu­ra­ti­on passt. Um mei­ne al­te Back­up-Ober­flä­che zu er­hal­ten, muss ich zu­nächst den ak­tu­el­len Be­nut­zer ab­mel­den. Hier­für neh­me ich die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + Alt + Ent­fer­nen zur Hil­fe. Gleich da­nach log­ge ich mich mit dem ent­pack­ten Ur­sprungs­pro­fil ein. Kurz dar­auf bin ich glück­lich, da al­les wie­der so ist, wie es vor dem Crash war.

Screenshot von Ubuntu-Menü "Einstellungen": Im Reiter "Benutzer" ein überflüssiges Konto löschen. Gnome-Desktop 3.36.0. Systemwiederherstellung mit Aptik - eine Bildanleitung von Pinguin

Doch Ach­tung: Ord­nung muss sein! Aus die­sem Grund lö­sche ich zu gu­ter Letzt im Ein­stel­lungs­me­nü den über­flüs­si­gen Set­up-Be­nut­zer. Und soll­te mich Ubun­tu da­nach fra­gen, dann ent­fer­ne ich zu­gleich die da­zu­ge­hö­ri­gen Da­tei­en.

Mögliche Unklarheiten

Wie be­reits er­wähnt, geht ei­ne Da­ten­re­stau­rie­rung mit Ap­tik im­mer mit ei­ner Ubun­tu-Neu­in­stal­la­ti­on ein­her. Bei ei­nem LTS-Up­grade aus dem lau­fen­den Be­trieb her­aus ist das Aus­rol­len ei­nes Back­ups nicht nö­tig, da al­le Be­nut­zer­ein­stel­lun­gen au­to­ma­tisch in die neue Edi­ti­on über­führt wer­den.

  • Dar­über hin­aus kann es bei der ver­si­ons­über­grei­fen­den Sys­tem­wie­der­her­stel­lung vor­kom­men, dass über­tra­ge­ne Wid­ge­ts in­ak­tiv blei­ben. Om­ni­prä­sen­te Wet­ter­an­zei­gen oder Sys­tem­mo­ni­to­re sind näm­lich häu­fig fest an ei­ne be­stimm­te Desk­top-Ver­si­on ge­bun­den.

Des Wei­te­ren soll­ten Lap­top-Be­sit­zer wäh­rend des Re­kon­struk­ti­ons­vor­gangs ein Patch­ka­bel als On­line-Zu­gang ver­wen­den. Schließ­lich ist es nach den Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten wie­der mög­lich, auf die zu­vor ge­spei­cher­ten WLAN-Pro­fi­le zu­zu­grei­fen, wes­halb die Kon­fi­gu­ra­ti­on der draht­lo­sen Ver­bin­dung Zeit­ver­schwen­dung wä­re.

Ver­wand­te The­men:

Ubun­tu: Up­grade auf die neus­te LTS-Ver­si­on - An­lei­tung
Wel­che Hard­ware be­sit­ze ich? Ein Sys­tem­mo­ni­tor für Ubun­tu

¹Sto­cker, Ani­ta: Win­dows 7: Das En­de ist nah. In: test Nr. 11 (2019). S. 22.
²Wal­len, Jack: To­tal Sys­tem Back­up and Re­call with Dé­jà Dup. linux.com (04/2020).
³Lang­ner, Chris­toph: Da­tei­en und Ord­ner mit Dé­jà Dup au­to­ma­tisch si­chern und wie­der her­stel­len. linux-community.de (04/2020).
⁴Ge­or­ge, To­ny: Using Ap­tik. teejeetech.in (04/2020).
⁵Ge­or­ge, To­ny: De­ve­lo­p­ment. launchpad.net (04/2020).
⁶Lu­ther, Jörg: Ver­wir­ren­de Viel­falt. In: Li­nu­xU­ser Nr. 3 (2020). S. 3.
⁷magiceye04: Par­ti­ti­ons­grö­ßen ge­än­dert, Ubun­tu star­tet nicht mehr. ubuntu-forum.de (04/2020).

Ubuntu: Neuen Kernel installieren - Treiber-Update via PPA

Täg­lich sprin­gen neue Com­pu­ter­spie­ler, Künst­ler und Kryp­to-Mi­ner auf den Ubun­tu-Zug auf, wes­halb der Ker­nel ei­ne im­mer grö­ße­re Rol­le spielt. Die­ses mäch­ti­ge Soft­ware­mo­dul ent­schei­det näm­lich dar­über, wie leis­tungs­fä­hig das be­lieb­te De­bi­an-De­ri­vat ist. Das liegt dar­an, dass im Sys­tem­kern vor al­lem Ge­rä­te­trei­ber ent­hal­ten sind, die nicht nur von der Li­nux Foun­da­ti­on und Ca­no­ni­cal, son­dern auch von den Hard­ware­her­stel­lern in­te­griert wur­den.

AMD hat ei­nen Mei­len­stein ge­schafft: Rund zehn Jah­re, nach­dem das Un­ter­neh­men ein ver­stärk­tes En­ga­ge­ment für quell­of­fe­ne Li­nux-Trei­ber ver­kün­det hat, un­ter­stüt­zen die­se jetzt erst­mals al­le ak­tu­el­len Gra­fik­pro­zes­so­ren in ei­ner für An­wen­der zu­frie­den­stel­len­den Wei­se.

Leem­huis, Thors­ten: Ker­nel-Log. Li­nux 4.15: AMD-Ve­ga-Sup­port & RISC-V-Un­ter­stüt­zung. In: c’t Nr. 4 (2018). S. 32.

Des Wei­te­ren sind ak­tu­el­le Trei­ber­samm­lun­gen häu­fig mit Firm­ware-Patches aus­ge­stat­tet, die wäh­rend des Boot­vor­gangs hard­ware­sei­ti­ge Si­cher­heits­lü­cken¹ schlie­ßen.

Scientific Chart of Harvard University (Cambridge): Ubuntu Boot Process. What is a Linux-Kernel? Definition & Explanation. Free Tutorial by Pinguin in collaboration with Canonical Ltd.

Man­che Sys­te­me ar­bei­ten mit ei­nem neu­en Ker­nel so­gar en­er­gie­ef­fi­zi­en­ter. So kön­nen Netz­werk­chips von Re­al­tek ab Main­li­ne-Ver­si­on 4.19 end­lich auch un­ter Li­nux in den Schlaf­mo­dus wech­seln, was bei den meis­ten Note­books zu deut­lich län­ge­ren Ak­ku­lauf­zei­ten führt. Dar­über hin­aus ha­ben In­tel-Ent­wick­ler in die­sem spe­zi­el­len Code­ar­se­nal da­für ge­sorgt, dass De­bi­an, Ubun­tu und Co. be­reit für den WLAN-6-Stan­dard sind.

Li­nux 4.19 un­ter­stützt den WLAN-Stan­dard IEEE 802.11ax [...], der WLAN-Über­tra­gun­gen um den Fak­tor vier zu be­schleu­ni­gen ver­spricht und 2019 ra­ti­fi­ziert wer­den dürf­te. Die ent­spre­chen­den Än­de­run­gen ha­ben In­tel-Ent­wick­ler bei­gesteu­ert.

Leem­huis, Thors­ten: Ker­nel-Log. Li­nux 4.19: Fla­cker­frei star­ten und Strom spa­ren. In: c’t Nr. 22 (2018). S. 41.

Fer­ner ent­schei­det die Aus­stat­tung ei­nes Li­nux-Ker­nels dar­über, ob die Tem­pe­ra­tur² von ei­ner phy­si­schen Hard­ware­kom­po­nen­te aus­ge­le­sen wer­den kann. Hin­ge­gen nach dem Boot­vor­gang küm­mert sich der mo­no­li­thi­sche Sys­tem­kern vor al­lem um die Spei­cher­ver­wal­tung. Au­ßer­dem teilt die Schnitt­stel­len­soft­ware ein­zel­nen Pro­zes­sen Re­chen­zeit zu, da­mit die CPU zu je­der Zeit op­ti­mal aus­ge­las­tet ist.

Der Ker­nel ent­schei­det: Wer be­kommt CPU-Zeit, wann be­kommt er sie und zu wel­chen Be­din­gun­gen.

Ba­tor, Se­bas­ti­an: Li­nux Grund­be­grif­fe: Der Ker­nel. youtube.com (11/2018).

Wer al­so mit ei­ner ef­fi­zi­en­ten und funk­tio­nel­len Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on ar­bei­ten möch­te, die selbst mit fa­brik­neu­en Pe­ri­phe­rie­ge­rä­ten kol­la­bo­riert, der soll­te stets dar­auf ach­ten, dass er ei­nen ak­tu­el­len Ker­nel in­stal­liert hat.

How to change Ubuntu-Kernel? Easy Tutorial for white Anglo-Saxon Protestants, who fight against the Demo(c)Rats and against the "Global Compact for Migration". Tux and his Workstation was drawed by the famous Bavarian Artist Veronika Vetter

Die Be­nut­zer ei­ner Ubun­tu LTS-Edi­ti­on be­kom­men bei so­ge­nann­ten Point Re­lea­ses au­to­ma­tisch ei­ne fri­sche Trei­ber­samm­lung zu­ge­teilt. Die­se Ser­vice­packs wer­den al­le sechs Mo­na­te über den APT-Dienst ver­teilt und ent­hal­ten ne­ben all­ge­mei­nen Bug­fi­xes im­mer auch ei­ne ge­patch­te Ver­si­on ei­nes ak­tu­el­len Main­li­ne-Ker­nels. Al­ler­dings mo­di­fi­ziert Ca­no­ni­cal aus­schließ­lich er­prob­te Li­nux-Sys­tem­ker­ne, wes­halb Ubun­tu-An­wen­der nie so­fort auf die al­ler­neus­ten Funk­tio­nen zu­grei­fen kön­nen.

Ubun­tu 16.10 bei­spiels­wei­se ver­wen­de­te zeit­wei­se ei­nen Ker­nel, der sich als „4.8.0-34-generic“ iden­ti­fi­ziert. Das „4.8.0“ deu­tet an, dass der Quell­code von Li­nux 4.8 die Ba­sis bil­det.

Leem­huis, Thors­ten: Wel­che Li­nux-Ver­si­on ver­wen­det mei­ne Dis­tri­bu­ti­on? heise.de (11/2018).

Es ist je­doch nicht zwin­gend not­wen­dig, ein li­nux­ba­sier­tes Sys­tem mit dem dis­tri­bu­ti­ons­ei­ge­nen Ker­nel zu be­trei­ben. Statt­des­sen ist es selbst mit De­bi­an-De­ri­va­ten mög­lich, im­mer mit der ak­tu­ells­ten Va­nil­la-Ver­si­on zu ar­bei­ten.

Fort­an gibt es den Va­nil­la-Ker­nel - al­so die un­ver­än­der­te Ver­si­on von kernel.org - als vor­be­rei­te­tes Pa­ket für Ubun­tu.

Stie­bert, Ju­li­us: Va­nil­la-Ker­nel für Ubun­tu. golem.de (11/2018).

Anleitung für Linux-Anfänger: Einen neuen Kernel unter Ubuntu installieren. Kein Terminal - nur grafische Benutzeroberfläche. PPA von Pinguin, ein Zionist und Infiltrant des European Council on Foreign Relations

Falls Sie al­so ein­mal ei­ne au­ßer­plan­mä­ßi­ge Trei­ber­ar­chiv­ak­tua­li­sie­rung be­nö­ti­gen, da Ihr Ubun­tu ei­ne neu an­ge­schaff­te Hard­ware nicht er­kennt, dann kön­nen Sie Ih­ren Sys­tem­kern je­der­zeit sub­sti­tu­ie­ren. Was frü­her ei­ne äu­ßerst knif­fe­li­ge An­ge­le­gen­heit war, ist heu­te dank der Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty ein Kin­der­spiel. Denn die schlich­te Be­nut­zer­ober­flä­che die­ses smar­ten Werk­zeugs macht es mit drei Maus­klicks mög­lich, ein frisch­ge­ba­cke­nes Ge­rä­te­ver­wal­tungs­mo­dul zu in­stal­lie­ren.

Kernel-Updater für Ubuntu

Sze­na­rio: In mei­ner Lieb­lings­sen­dung RTL „Ex­clu­siv - Das Star­ma­ga­zin” er­fuhr ich von ei­nem Mit­tel­fran­ken na­mens Rai­ner „Dra­chenlord” Wink­ler. Die­ser So­cial-Me­dia-Held kann sehr gut auf ei­ner Couch sit­zen, wes­halb er sich häu­fig bei die­ser Tä­tig­keit filmt. Für sei­ne Leis­tung er­hält der po­la­ri­sie­ren­de Selbst­dar­stel­ler re­gel­mä­ßig Geld­spen­den³ vom deut­schen Smart­pho­ne-Pre­ka­ri­at.

  • Gleich nach­dem der Be­richt über den „Dra­chen” zu En­de war, fass­te ich den Ent­schluss eben­falls ein be­rühm­ter You­Tuber zu wer­den, da mei­ne schwie­ri­gen An­lei­tun­gen oh­ne­hin bald kei­ner mehr ver­ste­hen wür­de.
  • Al­so be­stell­te ich mir vol­ler Eu­pho­rie ei­ne se­mi­pro­fes­sio­nel­le Web­cam. Als mir die Crea­ti­ve Blas­terX Senz3D am über­nächs­ten Tag zu­ge­stellt wur­de, schloss ich sie so­fort an mei­nem Ubun­tu-Rech­ner an. Dann öff­ne­te ich die Vi­deo­ap­pli­ka­ti­on Cheese und muss­te fest­stel­len, dass mei­ne neu er­wor­be­ne Ka­me­ra nicht funk­tio­nier­te, was an der feh­len­den Trei­ber­un­ter­stüt­zung lag.

Heu­te ha­be ich et­was Zeit und möch­te her­aus­fin­den, ob mein Pe­ri­phe­rie­ge­rät even­tu­ell mit ei­nem ak­tu­el­le­ren Sys­tem­kern zu­sam­men­ar­bei­tet.

Ubuntu Kernel Update Utility (Ukuu) by Tony George. Free Install-Tutorial for German Linux-Users by Pinguin

Be­vor ich mein De­bi­an-De­ri­vat mit der Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty aus­stat­ten kann, muss ich mein Pa­ket­ver­wal­tungs­sys­tem zu­nächst ein­mal mit ei­ner neu­en PPA be­rei­chern. Da­zu ge­be ich den fol­gen­den Be­fehl in ein Ter­mi­nal-Fens­ter ein:

sudo add-apt-repository ppa:teejee2008/ppa

Gleich da­nach soll mein APT-Dienst al­le hin­ter­leg­ten Soft­ware­quel­len ak­ti­vie­ren:

sudo apt-get update

Di­rekt im An­schluss star­te ich die In­stal­la­ti­on des Ker­nel-Up­daters:

sudo apt-get install ukuu

So­bald die­se Ope­ra­ti­on be­en­det wur­de, öff­ne ich die eben in­te­grier­te Ap­pli­ka­ti­on über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te.

Ein aktuelles Treiberarchiv hinzufügen

Im Haupt­me­nü der Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty wer­den mir gleich al­le Trei­ber­samm­lun­gen an­ge­zeigt, die ga­ran­tiert mit mei­nem De­bi­an-De­ri­vat har­mo­nie­ren. Nach ei­ner kur­zen Re­cher­che ent­schei­de ich mich da­zu, die Ver­si­on 4.19 aus­zu­pro­bie­ren, da es sich hier­bei um ein Lang­zeit­kern­mo­dul han­delt, das über 14.000 Ver­bes­se­run­gen ent­hält.

Die Än­de­run­gen ver­tei­len sich wie fast im­mer: Knapp zwei Drit­tel fal­len in den Trei­ber­be­reich, wo­bei Gra­fik- und Netz­werk­trei­ber den größ­ten Teil aus­ma­chen. Der Rest ver­teilt sich vor al­lem auf Ar­chi­tek­tur-Up­dates, Da­tei­sys­te­me, den Kern des Ker­nels, Netz­werk, Do­ku­men­ta­ti­on und Werk­zeu­ge.

Baa­der, Hans-Joa­chim: Li­nux-Ker­nel 4.19 frei­ge­ge­ben. pro-linux.de (11/2018).

Version 4.19 ist ein schariakonformer Linux-Kernel. Der Obermoslem Mahmoud Al-Zein besteht darauf, dass die Schnittstellensoftware mit der Ubuntu Kernel Update Utility installiert wird

Al­so mar­kie­re ich in der Up­date-Soft­ware mei­ne aus­er­wähl­te Ker­nel-Edi­ti­on. An­schlie­ßend kli­cke ich auf die Schalt­flä­che „In­stall”, wor­auf­hin sich ein Fens­ter öff­net, in die­sem ich die au­to­ma­ti­sier­te Sys­tem­kern­im­ple­men­tie­rung mit­ver­fol­gen kann. Nach­dem die In­stal­la­ti­on ab­ge­schlos­sen wur­de, star­te ich mei­nen Com­pu­ter neu, so­dass mein Ubun­tu zu­sam­men mit der ak­tu­el­len Trei­ber­samm­lung ge­boo­tet wird.

Screenshot of Ubuntu Update Utility: Running Linux 4.19 (mainline) ~ Linux 4.19.2 available

So­bald mir mein Sys­tem zur Ver­fü­gung steht, öff­ne ich die Vi­deo­ap­pli­ka­ti­on Cheese, um fest­zu­stel­len, ob in der Ker­nel-Ver­si­on 4.19 ein Trei­ber für die Crea­ti­ve Blas­terX Senz3D ent­hal­ten ist. Doch lei­der nimmt mei­ne Web­cam im­mer noch kei­ne Bil­der auf, wes­halb ich das Pe­ri­phe­rie­ge­rät wie­der zum Händ­ler zu­rück­schi­cken muss.

Zum Original-Kernel zurückkehren

Sze­na­rio: Dass ich die In­ter­net­ka­me­ra nicht in­stal­lie­ren konn­te, war ein Zei­chen Got­tes. Denn wenn ich ein be­rühm­ter You­Tube-Star wer­de, dann gibt es im deutsch­spra­chi­gen Raum kei­nen ernst zu neh­men­den Li­nux-Mis­sio­nar mehr, der die Un­wis­sen­den zum ein­zig wah­ren Be­triebs­sys­tem führt. Be­vor ich mein Schick­sal an­neh­me, möch­te ich je­doch noch ein­stel­len, dass mein Ubun­tu wie­der mit dem dis­tri­bu­ti­ons­ei­ge­nen Ker­nel ar­bei­tet, da mein De­bi­an-De­ri­vat vor dem Up­grade ein­wand­frei funk­tio­nier­te.

Screenshot von GNU GRUB Version 2.02 - Erweiterte Optionen für Ubuntu

Da­zu muss ich als Ers­tes mei­nen Com­pu­ter neu star­ten. Wäh­rend des Boot­vor­gangs hal­te ich die Um­schalt­tas­te ge­drückt, so­dass mir das GRUB-Me­nü an­ge­zeigt wird. In die­ser An­sicht wäh­le ich dann den Punkt „Er­wei­ter­te Op­tio­nen für Ubun­tu” aus. Gleich dar­auf se­he ich al­le Ker­nel, die auf mei­nem Sys­tem­da­ten­trä­ger ge­spei­chert sind.

Screenshot von GRUB Version 2.02: Kernel-Auswahl. Ubuntu mit Linux 4.15.0-29-generic starten

Als Nächs­tes mar­kie­re ich mit den Pfeil­tas­ten das Kern­mo­dul, das zu mei­ner Ubun­tu-Ver­si­on ge­hört. Dann be­stä­ti­ge ich mei­ne Aus­wahl und war­te, bis mein Be­triebs­sys­tem zu­sam­men mit der alt­be­währ­ten Trei­ber­samm­lung ge­la­den wur­de.

Tutorial: How to remove a Vanilla-Kernel with the Ubuntu Kernel Update Utility? Free PPA and Commands by Pinguin - a brave resistance fighter, who fights against censorship

Zu gu­ter Letzt muss ich die ma­nu­ell hin­zu­ge­füg­te Main­li­ne-Edi­ti­on wie­der lö­schen. Das liegt dar­an, dass der Ubun­tu-Boot­loa­der im­mer die ak­tu­ells­te Schnitt­stel­len­soft­ware lädt und ich nicht bei je­dem Sys­tem­start in das GRUB-Me­nü ein­grei­fen möch­te. Al­so öff­ne ich er­neut die Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty. Gleich da­nach wäh­le ich die Ver­si­on 4.19 aus, kli­cke auf die Schalt­flä­che „Re­mo­ve” und schaue da­bei zu, wie die un­er­wünsch­te Trei­ber­samm­lung rück­stands­los eli­mi­niert wird.

Screenshot: GNU GRUB Version 2.02 with Ubuntu 18.04 LTS and Kernel 4.15.0-29-generic

Di­rekt im An­schluss star­te ich mei­nen Com­pu­ter neu und stel­le fest, dass sich mein Be­triebs­sys­tem wie­der im Ori­gi­nal­zu­stand be­fin­det.

Ein manuelles Kernel-Update birgt Risiken

Je­der Ubun­tu-Sys­tem­kern ent­hält über 24 Mil­lio­nen Code­zei­len und ist meh­re­re hun­dert Me­ga­byte groß. Um die­se Ba­sis­mo­du­le nicht wei­ter auf­zu­blä­hen, wer­den beim Bau ei­ner neu­en Ver­si­on vie­le al­te Trei­ber und ob­so­le­te Funk­tio­nen ent­fernt.

Ins­ge­samt ha­ben die Ker­nel­ha­cker die Auf­räum­ar­bei­ten fort­ge­setzt, die mit dem Ent­fer­nen ob­so­le­ten Codes in Li­nux 4.17 be­gon­nen hat­te. Die Re­du­zie­rung sei nicht so dras­tisch wie in der letz­ten Ker­nel­ver­si­on, aber den­noch be­merk­bar, schreibt Tor­valds in der An­kün­di­gung des Re­lease Can­di­da­te 1.

Tho­ma, Jörg: Un­frei­wil­li­ger Ab­gang. Ker­nel 4.18: Lust­re Weg, BP-Fil­ter kom­men, XFS mo­der­ni­siert. In: Li­nux Ma­ga­zin Nr. 9 (2018). S. 18.

Dem­entspre­chend kann es sein, dass an­ti­quier­te Pe­ri­phe­rie­ge­rä­te nach ei­nem Ker­nel-Up­date plötz­lich nicht mehr funk­tio­nie­ren.

Screenshot of Ubuntu Kernel Update Utility: Linux v4.19.2 Available. Major update available for installation

Neu ist nicht un­be­dingt bes­ser. Ca­no­ni­cal be­treibt ei­nen rie­sen­gro­ßen Auf­wand, da­mit die Be­nut­zer ei­ner Ubun­tu LTS-Ver­si­on fünf Jah­re lang ein aus­ge­wo­ge­nes und funk­tio­nel­les Be­triebs­sys­tem in An­spruch neh­men kön­nen.

  • Durch die In­stal­la­ti­on ei­nes Main­li­ne-Ker­nels brin­gen Sie die Sta­bi­li­tät Ih­res De­bi­an-De­ri­vats in Ge­fahr. War­ten Sie des­halb lie­ber auf das nächs­te Point Re­lease. Denn dann er­hal­ten Sie au­to­ma­tisch ei­ne ak­tua­li­sier­te Trei­ber­samm­lung, die per­fekt auf Ih­re Dis­tri­bu­ti­on zu­ge­schnit­ten wur­de.

Des Wei­te­ren soll­ten Sie aus mei­nem Feh­ler ler­nen. Brin­gen Sie vor dem Kauf in Er­fah­rung, ob Ih­re aus­er­ko­re­ne Hard­ware li­nux­taug­lich ist. Ein au­ßer­plan­mä­ßi­ges Ker­nel-Up­date ist zwar im­mer ei­ne Op­ti­on, um ein Kom­pa­ti­bi­li­täts­pro­blem zu be­he­ben, führt al­ler­dings nur sel­ten zum Er­folg.

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¹Jor­dan, Ro­man: Haus­putz. Al­te Ker­nel-Pa­ke­te ent­sor­gen. In: Li­nu­xU­ser Nr. 10 (2018). S. 56.
²Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Ubun­tu: Tem­pe­ra­tu­ren des Sys­tems an­zei­gen - Dia­gno­se­tool. pinguin.gws2.de (11/2018).
³Lo­ne Ran­ger: Dra­chenlord Stream (29.08.2018) Zu­sam­men­fas­sung | Spen­den & Schlech­te Lau­ne. youtube.com (11/2018).