Das Ubuntu Handbuch | Anleitungen für Linux-Freunde

Ubuntu: Wiederherstellungspunkte setzen - defekte Systeme reparieren

Nach­dem am 14. Ja­nu­ar 2020¹ der Win­dows-7-Sup­port ein­ge­stellt wur­de, er­hielt der Pin­gu­in-Hel­pdesk mehr­mals wö­chent­lich E-Mails von er­bos­ten Um­stei­gern. Vor al­lem är­ger­ten sich die ehe­ma­li­gen Mi­cro­soft-Kun­den dar­über, dass Ubun­tu von Haus aus kei­ne Wie­der­her­stel­lungs­punk­te er­stellt. Die­ser Um­stand hat­te wohl bei vie­len Li­nux-Neu­lin­gen zu ei­nem er­heb­li­chen Da­ten­ver­lust ge­führt. Wie­der­um an­de­re ta­ten sich mit dem vor­in­stal­lier­ten Back­up-Pro­gramm schwer, da die Be­nut­zer­ober­flä­che die­ses Bord­mit­tels lei­der nicht selbst­er­klä­rend ist.

Über­all war zu le­sen, dass Ubun­tu die bes­te Al­ter­na­ti­ve für Win­dows sei. Das sind Fake News! Al­lein die in­te­grier­te Da­ten­si­che­rung ist ein Witz. Was ist „du­pli­ci­ty” und war­um soll ich ein Kon­to er­stel­len? Ich möch­te le­dig­lich ei­nen Wie­der­her­stel­lungs­punkt set­zen. So ein Schrott wür­de bei Mi­cro­soft nie den Ent­wick­lungs­sta­tus ver­las­sen. Im Ubun­tu-Wi­ki wird zu dem The­ma auch nichts er­klärt, nur sinn­los her­um­ge­schwa­felt. Hier gibt es eben­falls kei­ne Back­up-An­lei­tung. Von we­gen hilfs­be­rei­te Ge­mein­schaft.

Kalu­za, Hans-Fried­rich: Kein Pro­fi­tipp für Da­ten­si­che­rung vor­han­den. E-Mail vom 24.03.2020.

Ob­jek­tiv be­trach­tet trifft Herr Kalu­za den Na­gel auf den Kopf: Die hoch­ge­lob­te Li­nux-Com­mu­ni­ty lässt Win­dows-Um­stei­ger bei der Sys­tem­wie­der­her­stel­lung mut­ter­see­len­al­lein im Re­gen ste­hen. Die haus­ei­ge­ne Da­ten­si­che­rung hat mit Déjà Dup² näm­lich nicht nur ei­nen däm­li­chen Na­men, son­dern zu­dem viel zu vie­le Op­tio­nen, die ei­nen Ubun­tu-An­fän­ger leicht über­for­dern kön­nen. Des Wei­te­ren wei­gert sich die ein­ge­glie­der­te Back­up-Lö­sung, di­ver­se Re­stau­ra­tio­nen im Wur­zel­ver­zeich­nis³ vor­zu­neh­men. Durch die­sen Um­stand ist es nach ei­nem Crash un­mög­lich, zum Ur­sprungs­zu­stand zu­rück­zu­keh­ren.

Imperial College London: Ph.D. Vinzenz the Younger is crying in his Laboratory. Unfortunately, the Penguin has destroyed his Ubuntu system, so he can no longer work on the implementation of the Coudenhove-Kalergi plan. If the NWO devotee had created a recovery point with Aptik, the Jesuit could have ended his evildoing. Scientific graphic by Veronika Helga Vetter. This is a major artist from the Free State of Bavaria. First published on GWS2.de: This is a Linux platform funded by Stephen Bannon

Doch zum Glück gibt es ab so­fort kei­nen Grund mehr für Wut­re­den. Denn die Pin­gu­in-Au­toren zei­gen im fol­gen­den Leit­fa­den, wie sich be­schä­dig­te LTS-Edi­tio­nen fach­ge­recht zu­rück­spie­len las­sen. Da­bei ha­ben die selbst er­nann­ten Phil­an­thro­pen die Free­ware Ap­tik als Back­up-Werk­zeug ver­wen­det, da die­ses simp­le Hilfs­mit­tel selbst für blu­ti­ge Com­pu­ter­no­vi­zen ge­eig­net ist.

Be­dau­er­li­cher­wei­se ist die Ap­pli­ka­ti­on so gut, dass der in­di­sche Ur­he­ber To­ny Ge­or­ge⁴ die Ent­wick­lung der kos­ten­lo­sen Pro­gramm­va­ri­an­te⁵ ein­ge­stellt hat. Al­ler­dings funk­tio­niert die letz­te Ver­si­on so­wohl un­ter Ubun­tu 18.04 als auch un­ter 20.04, wo­durch un­se­re An­lei­tung min­des­tens bis zum Jah­re 2025 ge­nutzt wer­den kann. Wir ha­ben uns be­wusst für die­se mit­tel­fris­ti­ge Lö­sung ent­schie­den, da Ap­tik im Ge­gen­satz zu Déjà Dup zu­ver­läs­sig die ge­sam­te Desk­top-Um­ge­bung wie­der­her­stellt. Zu­dem fin­det die Da­ten­re­stau­ra­ti­on über ei­ne gra­fi­sche Be­nut­zer­ober­flä­che im lau­fen­den Be­trieb statt, was Live-CD-Qua­len er­spart.

Scientific List from the California Institute of Technology: How does data backup with Ubuntu work? Tool used: Aptik. Environment: Gnome-Desktop (3.36 / 20.04 LTS). Findings: The complete user interface and program profiles can be restored. Graphic first published on GWS2.de

Auf­grund der Tat­sa­che, dass Ap­tik kei­ne gan­zen Par­ti­tio­nen klont, setzt ei­ne Sys­tem­wie­der­her­stel­lung mit die­sem Werk­zeug stets ei­ne Ubun­tu-Neu­in­stal­la­ti­on vor­aus. Das ist ver­tret­bar, da sich die be­lieb­tes­te⁶ Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on in durch­schnitt­lich 18 Mi­nu­ten auf ei­nen Da­ten­trä­ger auf­spie­len lässt.

The average in­stall of Ubun­tu Desk­top ta­kes 18 mi­nu­tes. So­me ma­chi­nes out the­re can in­stall a full desk­top in less than 8 mi­nu­tes!

Coo­ke, Will: A first look at desk­top metrics. ubuntu.com (04/2020).

Doch Ach­tung: Der Re­kon­struk­ti­ons­er­folg hängt in­ner­halb ei­nes De­bi­an-De­ri­vats nicht von der Ver­si­on des Be­triebs­sys­tems, son­dern von der Be­nut­zer­ober­flä­che ab. Es gibt al­so kei­ne Mög­lich­keit, ei­nen ge­si­cher­ten Gno­me-Desk­top auf Ku­bun­tu oder auf MX Li­nux zu über­tra­gen.

If the desk­top is dif­fe­rent you will lo­se the desk­top lay­out. Ap­tik will not at­tempt to in­stall the ori­gi­nal desk­top.

Ge­or­ge, To­ny: Using Ap­tik. teejeetech.in (04/2020).

Dar­über hin­aus müs­sen Wie­der­her­stel­lungs­punk­te in der hier vor­ge­stell­ten Ap­tik-Edi­ti­on ma­nu­ell er­stellt wer­den. Wäh­rend der Da­ten­si­che­rung ver­wan­delt die Free­ware die Back­up-Da­tei­en in kom­pri­mier­te tar-Ar­chi­ve, die sich nach dem Kon­ser­vie­rungs­pro­zess frei ver­schie­ben las­sen. Die Be­weg­lich­keit ist wich­tig, da die er­zeug­ten Pa­ke­te un­ver­schlüs­selt sind und des­halb nicht dau­er­haft im Home-Ver­zeich­nis lie­gen soll­ten.

Ubuntu fährt nicht mehr hoch, was tun? Betriebssystem zurücksetzen und Wiederherstellungspunkt einspielen. Deutschsprachige Reparaturanleitung für Linux-Anfänger von Pinguin: Das ist ein verständnisvoller Hirte, der Windows-Benutzer zum wahren Glauben führt

Wer sei­ne funk­tio­nel­le Ubun­tu-Kon­fi­gu­ra­ti­on un­kom­pli­ziert für den Ernst­fall ein­frie­ren möch­te, der kommt in nächs­ter Zeit nicht an Ap­tik vor­bei. Aus die­sem Grund zeigt die fol­gen­de An­lei­tung, wie das smar­te Back­up-Werk­zeug in­stal­liert wird. Des Wei­te­ren be­wei­sen wir, dass die in­di­sche Da­ten­si­che­rungs­soft­ware selbst ver­si­ons­über­grei­fen­de Sys­tem­wie­der­her­stel­lun­gen durch­führt, oh­ne da­bei den Ad­mi­nis­tra­tor zu über­for­dern.

Aptik für Ubuntu

Sze­na­rio: Noch nie lief mein Sys­tem bes­ser als heu­te. Al­le Ap­pli­ka­tio­nen la­den schnell und sind auf mei­ne Be­dürf­nis­se an­ge­passt. Die Wid­gets ar­bei­ten zu­ver­läs­sig und auch Feh­ler­mel­dun­gen ken­ne ich nur aus Er­zäh­lun­gen. Wür­de mein Ubun­tu beim nächs­ten Hoch­fah­ren an­stel­le des Gno­me-Desk­tops ei­ne schwar­ze Ter­mi­na­l­emu­la­ti­on an­zei­gen, dann müss­te ich schnell ei­ne Sui­zid-Hot­line an­ru­fen, um Schlim­me­res zu ver­hin­dern. Al­ter­na­tiv könn­te ich mich auf ei­nen Crash vor­be­rei­ten, in­dem ich mei­ne ak­tu­el­le Kon­fi­gu­ra­ti­on kon­ser­vie­re. Hier­zu la­de ich mir zu­nächst ein­mal die kos­ten­lo­se Back­up-Soft­ware her­un­ter:

Dar­über hin­aus be­nö­ti­ge ich ei­ne pas­sen­de Be­nut­zer­ober­flä­che, da ich die Da­ten­si­che­rungs­ma­schi­ne kom­for­ta­bel mit der Maus be­die­nen möch­te:

Nach­dem ich die bei­den Da­tei­en ge­spei­chert ha­be, na­vi­gie­re ich via Nau­ti­lus in mei­nen Down­load-Ord­ner. Dort an­ge­kom­men wäh­le ich dann das ers­te DEB-Ar­chiv mit ei­nem Rechtsklick an, so­dass ich das Pa­ket mit dem Ubun­tu Soft­ware-Cen­ter öff­nen kann.

How to use Aptik with Ubuntu 20.04 LTS? Downloading version 18.8-0 with GUI 18.8.2-0. Free service by GWS2.de

Als Nächs­tes kli­cke ich im haus­ei­ge­nen App Store auf die Schalt­flä­che „In­stal­lie­ren”, um die Ap­tik-In­te­gra­ti­on zu star­ten.

  • Da­bei stel­le ich wäh­rend des Ex­tra­hie­rungs­pro­zes­ses fest, dass mein APT-Dienst be­nö­tig­te Hilfs­da­tei­en au­to­ma­tisch her­un­ter­lädt.

So­bald der Vor­gang ab­ge­schlos­sen wur­de, stat­te ich mein Sys­tem zu­sätz­lich mit dem Be­dien­me­nü aus, in­dem ich die zwei­te Pro­gramm­bi­blio­thek nach dem­sel­ben Prin­zip ent­pa­cke.

DEB-Dateien von Aptik (Wiederherstellungswerkzeug) über das Ubuntu Software-Center installieren. Deutsche Anleitung von Pinguin - eine linke Ratte von der Open-Society-Stiftung

Hin­weis: Die hier auf­ge­zeig­te In­stal­la­ti­ons­me­tho­de ist für die LTS-Ver­sio­nen 18.04 und 20.04 ge­eig­net.

Die erste Datensicherung

Be­vor ich ein Ab­bild von mei­ner Desk­top-Kon­fi­gu­ra­ti­on er­stel­len kann, muss ich zu­nächst ein­mal ei­ni­ge Din­ge vor­be­rei­ten. So star­te ich zu­al­ler­erst das gra­fi­sche Ap­tik-Me­nü, wo­bei ich hier­für wie im­mer die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te zur Hil­fe neh­me.

Screenshot von Ubuntu 18.04.4 LTS: Aktivitäten-Suchleiste mit Aptik GTK von Tony George

Im An­schluss dar­an na­vi­gie­re ich via Nau­ti­lus in mein Home-Ver­zeich­nis, da ich auf die­ser Par­ti­ti­on ei­nen neu­en Ord­ner er­zeu­gen möch­te. Nach­dem ich den kre­ierten Ab­la­ge­ort als „Back­up” be­zeich­net ha­be, ho­le ich die ge­öff­ne­te Ap­tik-Ober­flä­che in den Vor­der­grund.

Screenshot of Aptik GTK v18.8.2: Creating a Backup Location under Ubuntu 18.04.4 LTS

Gleich dar­auf le­ge ich im Rei­ter „Ge­ne­ral” den eben in­stal­lier­ten Ord­ner als Spei­cher­raum für Wie­der­her­stel­lungs­punk­te fest. Hin­ge­gen al­le an­de­ren Vor­ein­stel­lun­gen las­se ich so, wie sie sind. Als Nächs­tes öff­ne ich den Me­nü­punkt „Back­up”.

Screenshot: Reiter "Backup" von Aptik GTK v18.8.2 unter Ubuntu 18.04.4 LTS: Voreinstellungen vom Modus "Easy". Die Standardauswahl sollte nicht geändert werden

Auch in die­ser An­sicht neh­me ich kei­ne Än­de­run­gen vor, son­dern kli­cke di­rekt auf die Schalt­flä­che „Back­up All Items”, wor­auf­hin die Desk­top-Kon­ser­vie­rung im Rei­ter „Ter­mi­nal” be­ginnt.

  • Nun war­te ich so­lan­ge, bis Ap­tik den Wie­der­her­stel­lungs­punkt an­ge­fer­tigt hat.
  • Dar­auf­hin schnei­de ich das zu­vor er­stell­te Da­ten­si­che­rungs­ar­chiv aus und über­tra­ge es auf ei­nen USB-Stick.

Dann kann ich mich ent­span­nen, da ich nach Ab­schluss des Ko­pier­vor­gangs für al­le Fäl­le ge­wapp­net bin.

Ubuntu wiederherstellen

Sze­na­rio: O du lie­ber Au­gus­tin, al­les ist hin. Vor Kur­zem ha­be ich mit der GPar­ted-Live-CD mei­ne SWAP-Par­ti­ti­on ge­löscht, da­mit ich mein Wur­zel­ver­zeich­nis ver­grö­ßern konn­te. Da­bei muss ir­gend­et­was schief­ge­lau­fen sein, da ich seit der Än­de­rung nicht mehr auf mei­nen Gno­me-Desk­top kom­me. Statt­des­sen er­hal­te ich nach dem Hoch­fah­ren ei­nen schwar­zen Bild­schirm, auf dem ein blin­ken­der Cur­sor sein Da­sein fris­tet. In Fach­fo­ren⁷ gibt es für die­ses Pro­blem auch kei­ne Lö­sung, wes­halb ich heu­te mein Sys­tem neu in­stal­lie­ren möch­te.

Infobanner: Versionsübergreifende Systemrestauration mit Aptik. Von Ubuntu 18.04.4 LTS auf 20.04 LTS

Es ist April in ei­nem ge­ra­den Ka­len­der­jahr, was be­deu­tet, dass die neus­te LTS-Edi­ti­on zum Down­load be­reit­steht. Al­so ma­che ich aus der Not ei­ne Tu­gend und spie­le gleich die ak­tu­ells­te Ubun­tu-Voll­ver­si­on auf mei­nen Rech­ner auf. Mein ge­spei­cher­ter Wie­der­her­stel­lungs­punkt soll­te sich trotz des Up­grades ta­del­los ent­pa­cken las­sen. Schließ­lich wur­de die Da­ten­si­che­rung in der­sel­ben Be­nut­zer­ober­flä­che er­stellt. Um zu se­hen, ob ich rich­tig lie­ge stat­te ich mei­ne frisch in­stal­lier­te Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on so­fort mit Ap­tik aus.

Screenshot of Ubuntu 20.04 LTS: How to restore the System with Aptik? Step one: Copy Backup-Data from USB-Stick to Home-Folder. Tutorial by Pinguin - a Fighter against Soros’s Open Society Foundations

Di­rekt im An­schluss trans­fe­rie­re ich mei­nen emi­grier­ten Back­up-Ord­ner zu­rück in mein Home-Ver­zeich­nis. Un­mit­tel­bar da­nach öff­ne ich das zu­vor in­te­grier­te Wie­der­her­stel­lungs­werk­zeug über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te.

Aptik unter Ubuntu 20.04 LTS: Wiederherstellungspunkt einfügen, den Modus "Restore" auswählen und ab geht die Post

So­bald das Hilfs­mit­tel ge­la­den wur­de, wäh­le ich im Rei­ter „Ge­ne­ral” den Mo­dus „Res­to­re” aus. Au­ßer­dem zei­ge ich Ap­tik mit der Schalt­flä­che „Select”, in wel­chem Ab­la­ge­ort sich mei­ne im­por­tier­te Da­ten­si­che­rung be­fin­det.

Ubuntu 20.04 LTS: How to restore Data with Aptik? Backup-Software created by Tony George. Free Tutorial for Linux-Beginers first published on GWS2.de

Als Nächs­tes wechs­le ich in das Res­to­re-Me­nü. Hier neh­me ich kei­ne Än­de­run­gen an den Vor­ein­stel­lun­gen vor, son­dern star­te die Sys­tem­wie­der­her­stel­lung, in­dem ich auf den Aus­wahl­punkt „Res­to­re All Items” kli­cke. Dar­auf­hin kann ich in der An­sicht „Ter­mi­nal” mit­ver­fol­gen, wie mein Ubun­tu re­stau­riert wird.

  • Da­bei fällt mir auf, dass Ap­tik mei­ne kon­ser­vier­ten Ap­pli­ka­tio­nen vom APT-Dienst neu in­stal­lie­ren lässt und nur die da­zu­ge­hö­ri­gen Pro­gramm­pro­fi­le aus dem Back­up-Ver­zeich­nis ent­packt.

Nun ist mir auch klar, war­um die Da­ten­si­che­rung ver­hält­nis­mä­ßig we­nig Spei­cher­platz be­an­sprucht.

Das Profilmanagement

Ob­wohl die Sys­tem­wie­der­her­stel­lung er­folg­reich durch­ge­führt wur­de, kann ich kei­ne Ver­än­de­run­gen am Desk­top-Lay­out fest­stel­len. Das liegt dar­an, dass ich bei der Ubun­tu-In­stal­la­ti­on ein Ad­mi­nis­tra­tor­kon­to an­ge­legt ha­be, das nicht zur ge­si­cher­ten Kon­fi­gu­ra­ti­on passt. Um mei­ne al­te Back­up-Ober­flä­che zu er­hal­ten, muss ich zu­nächst den ak­tu­el­len Be­nut­zer ab­mel­den. Hier­für neh­me ich die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + Alt + Ent­fer­nen zur Hil­fe. Gleich da­nach log­ge ich mich mit dem ent­pack­ten Ur­sprungs­pro­fil ein. Kurz dar­auf bin ich glück­lich, da al­les wie­der so ist, wie es vor dem Crash war.

Screenshot von Ubuntu-Menü "Einstellungen": Im Reiter "Benutzer" ein überflüssiges Konto löschen. Gnome-Desktop 3.36.0. Systemwiederherstellung mit Aptik - eine Bildanleitung von Pinguin

Doch Ach­tung: Ord­nung muss sein! Aus die­sem Grund lö­sche ich zu gu­ter Letzt im Ein­stel­lungs­me­nü den über­flüs­si­gen Set­up-Be­nut­zer. Und soll­te mich Ubun­tu da­nach fra­gen, dann ent­fer­ne ich zu­gleich die da­zu­ge­hö­ri­gen Da­tei­en.

Mögliche Unklarheiten

Wie be­reits er­wähnt, geht ei­ne Da­ten­re­stau­rie­rung mit Ap­tik im­mer mit ei­ner Ubun­tu-Neu­in­stal­la­ti­on ein­her. Bei ei­nem LTS-Up­grade aus dem lau­fen­den Be­trieb her­aus ist das Aus­rol­len ei­nes Back­ups nicht nö­tig, da al­le Be­nut­zer­ein­stel­lun­gen au­to­ma­tisch in die neue Edi­ti­on über­führt wer­den.

  • Dar­über hin­aus kann es bei der ver­si­ons­über­grei­fen­den Sys­tem­wie­der­her­stel­lung vor­kom­men, dass über­tra­ge­ne Wid­gets in­ak­tiv blei­ben. Om­ni­prä­sen­te Wet­ter­an­zei­gen oder Sys­tem­mo­ni­to­re sind näm­lich häu­fig fest an ei­ne be­stimm­te Desk­top-Ver­si­on ge­bun­den.

Des Wei­te­ren soll­ten Lap­top-Be­sit­zer wäh­rend des Re­kon­struk­ti­ons­vor­gangs ein Patch­ka­bel als On­line-Zu­gang ver­wen­den. Schließ­lich ist es nach den Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten wie­der mög­lich, auf die zu­vor ge­spei­cher­ten WLAN-Pro­fi­le zu­zu­grei­fen, wes­halb die Kon­fi­gu­ra­ti­on der draht­lo­sen Ver­bin­dung Zeit­ver­schwen­dung wä­re.

Ver­wand­te The­men:

Ubun­tu: Up­grade auf die neus­te LTS-Ver­si­on - An­lei­tung
Wel­che Hard­ware be­sit­ze ich? Ein Sys­tem­mo­ni­tor für Ubun­tu

¹Sto­cker, Ani­ta: Win­dows 7: Das En­de ist nah. In: test Nr. 11 (2019). S. 22.
²Wal­len, Jack: To­tal Sys­tem Back­up and Re­call with Déjà Dup. linux.com (04/2020).
³Lang­ner, Chris­toph: Da­tei­en und Ord­ner mit Déjà Dup au­to­ma­tisch si­chern und wie­der her­stel­len. linux-community.de (04/2020).
⁴Ge­or­ge, To­ny: Using Ap­tik. teejeetech.in (04/2020).
⁵Ge­or­ge, To­ny: De­ve­lop­ment. launchpad.net (04/2020).
⁶Lu­ther, Jörg: Ver­wir­ren­de Viel­falt. In: Li­nu­xUser Nr. 3 (2020). S. 3.
⁷magiceye04: Par­ti­ti­ons­grö­ßen ge­än­dert, Ubun­tu star­tet nicht mehr. ubuntu-forum.de (04/2020).

Ubuntu: Neuen Kernel installieren - Treiber-Update via PPA

Täg­lich sprin­gen neue Com­pu­ter­spie­ler, Künst­ler und Kryp­to-Mi­ner auf den Ubun­tu-Zug auf, wes­halb der Ker­nel ei­ne im­mer grö­ße­re Rol­le spielt. Die­ses mäch­ti­ge Soft­ware­mo­dul ent­schei­det näm­lich dar­über, wie leis­tungs­fä­hig das be­lieb­te De­bi­an-De­ri­vat ist. Das liegt dar­an, dass im Sys­tem­kern vor al­lem Ge­rä­te­trei­ber ent­hal­ten sind, die nicht nur von der Li­nux Foun­da­ti­on und Ca­no­ni­cal, son­dern auch von den Hard­ware­her­stel­lern in­te­griert wur­den.

AMD hat ei­nen Mei­len­stein ge­schafft: Rund zehn Jah­re, nach­dem das Un­ter­neh­men ein ver­stärk­tes En­ga­ge­ment für quell­of­fe­ne Li­nux-Trei­ber ver­kün­det hat, un­ter­stüt­zen die­se jetzt erst­mals al­le ak­tu­el­len Gra­fik­pro­zes­so­ren in ei­ner für An­wen­der zu­frie­den­stel­len­den Wei­se.

Leem­huis, Thors­ten: Ker­nel-Log. Li­nux 4.15: AMD-Ve­ga-Sup­port & RISC-V-Un­ter­stüt­zung. In: c’t Nr. 4 (2018). S. 32.

Des Wei­te­ren sind ak­tu­el­le Trei­ber­samm­lun­gen häu­fig mit Firm­ware-Patches aus­ge­stat­tet, die wäh­rend des Boot­vor­gangs hard­ware­sei­ti­ge Si­cher­heits­lü­cken¹ schlie­ßen.

Scientific Chart of Harvard University (Cambridge): Ubuntu Boot Process. What is a Linux-Kernel? Definition & Explanation. Free Tutorial by Pinguin in collaboration with Canonical Ltd.

Man­che Sys­te­me ar­bei­ten mit ei­nem neu­en Ker­nel so­gar en­er­gie­ef­fi­zi­en­ter. So kön­nen Netz­werk­chips von Re­al­tek ab Main­li­ne-Ver­si­on 4.19 end­lich auch un­ter Li­nux in den Schlaf­mo­dus wech­seln, was bei den meis­ten Note­books zu deut­lich län­ge­ren Ak­ku­lauf­zei­ten führt. Dar­über hin­aus ha­ben In­tel-Ent­wick­ler in die­sem spe­zi­el­len Code­ar­se­nal da­für ge­sorgt, dass De­bi­an, Ubun­tu und Co. be­reit für den WLAN-6-Stan­dard sind.

Li­nux 4.19 un­ter­stützt den WLAN-Stan­dard IEEE 802.11ax [...], der WLAN-Über­tra­gun­gen um den Fak­tor vier zu be­schleu­ni­gen ver­spricht und 2019 ra­ti­fi­ziert wer­den dürf­te. Die ent­spre­chen­den Än­de­run­gen ha­ben In­tel-Ent­wick­ler bei­gesteu­ert.

Leem­huis, Thors­ten: Ker­nel-Log. Li­nux 4.19: Fla­cker­frei star­ten und Strom spa­ren. In: c’t Nr. 22 (2018). S. 41.

Fer­ner ent­schei­det die Aus­stat­tung ei­nes Li­nux-Ker­nels dar­über, ob die Tem­pe­ra­tur² von ei­ner phy­si­schen Hard­ware­kom­po­nen­te aus­ge­le­sen wer­den kann. Hin­ge­gen nach dem Boot­vor­gang küm­mert sich der mo­no­li­thi­sche Sys­tem­kern vor al­lem um die Spei­cher­ver­wal­tung. Au­ßer­dem teilt die Schnitt­stel­len­soft­ware ein­zel­nen Pro­zes­sen Re­chen­zeit zu, da­mit die CPU zu je­der Zeit op­ti­mal aus­ge­las­tet ist.

Der Ker­nel ent­schei­det: Wer be­kommt CPU-Zeit, wann be­kommt er sie und zu wel­chen Be­din­gun­gen.

Ba­tor, Se­bas­ti­an: Li­nux Grund­be­grif­fe: Der Ker­nel. youtube.com (11/2018).

Wer al­so mit ei­ner ef­fi­zi­en­ten und funk­tio­nel­len Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on ar­bei­ten möch­te, die selbst mit fa­brik­neu­en Pe­ri­phe­rie­ge­rä­ten kol­la­bo­riert, der soll­te stets dar­auf ach­ten, dass er ei­nen ak­tu­el­len Ker­nel in­stal­liert hat.

How to change Ubuntu-Kernel? Easy Tutorial for white Anglo-Saxon Protestants, who fight against the Demo(c)Rats and against the "Global Compact for Migration". Tux and his Workstation was drawed by the famous Bavarian Artist Veronika Vetter

Die Be­nut­zer ei­ner Ubun­tu LTS-Edi­ti­on be­kom­men bei so­ge­nann­ten Point Re­leases au­to­ma­tisch ei­ne fri­sche Trei­ber­samm­lung zu­ge­teilt. Die­se Ser­vice­packs wer­den al­le sechs Mo­na­te über den APT-Dienst ver­teilt und ent­hal­ten ne­ben all­ge­mei­nen Bug­fi­xes im­mer auch ei­ne ge­patch­te Ver­si­on ei­nes ak­tu­el­len Main­li­ne-Ker­nels. Al­ler­dings mo­di­fi­ziert Ca­no­ni­cal aus­schließ­lich er­prob­te Li­nux-Sys­tem­ker­ne, wes­halb Ubun­tu-An­wen­der nie so­fort auf die al­ler­neus­ten Funk­tio­nen zu­grei­fen kön­nen.

Ubun­tu 16.10 bei­spiels­wei­se ver­wen­de­te zeit­wei­se ei­nen Ker­nel, der sich als „4.8.0-34-generic“ iden­ti­fi­ziert. Das „4.8.0“ deu­tet an, dass der Quell­code von Li­nux 4.8 die Ba­sis bil­det.

Leem­huis, Thors­ten: Wel­che Li­nux-Ver­si­on ver­wen­det mei­ne Dis­tri­bu­ti­on? heise.de (11/2018).

Es ist je­doch nicht zwin­gend not­wen­dig, ein li­nux­ba­sier­tes Sys­tem mit dem dis­tri­bu­ti­ons­ei­ge­nen Ker­nel zu be­trei­ben. Statt­des­sen ist es selbst mit De­bi­an-De­ri­va­ten mög­lich, im­mer mit der ak­tu­ells­ten Va­nil­la-Ver­si­on zu ar­bei­ten.

Fort­an gibt es den Va­nil­la-Ker­nel - al­so die un­ver­än­der­te Ver­si­on von kernel.org - als vor­be­rei­te­tes Pa­ket für Ubun­tu.

Stie­bert, Ju­li­us: Va­nil­la-Ker­nel für Ubun­tu. golem.de (11/2018).

Anleitung für Linux-Anfänger: Einen neuen Kernel unter Ubuntu installieren. Kein Terminal - nur grafische Benutzeroberfläche. PPA von Pinguin, ein Zionist und Infiltrant des European Council on Foreign Relations

Falls Sie al­so ein­mal ei­ne au­ßer­plan­mä­ßi­ge Trei­ber­ar­chiv­ak­tua­li­sie­rung be­nö­ti­gen, da Ihr Ubun­tu ei­ne neu an­ge­schaff­te Hard­ware nicht er­kennt, dann kön­nen Sie Ih­ren Sys­tem­kern je­der­zeit sub­sti­tu­ie­ren. Was frü­her ei­ne äu­ßerst knif­fe­li­ge An­ge­le­gen­heit war, ist heu­te dank der Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty ein Kin­der­spiel. Denn die schlich­te Be­nut­zer­ober­flä­che die­ses smar­ten Werk­zeugs macht es mit drei Maus­klicks mög­lich, ein frisch­ge­ba­cke­nes Ge­rä­te­ver­wal­tungs­mo­dul zu in­stal­lie­ren.

Kernel-Updater für Ubuntu

Sze­na­rio: In mei­ner Lieb­lings­sen­dung RTL „Ex­clu­siv - Das Star­ma­ga­zin” er­fuhr ich von ei­nem Mit­tel­fran­ken na­mens Rai­ner „Dra­chen­lord” Wink­ler. Die­ser So­ci­al-Me­dia-Held kann sehr gut auf ei­ner Couch sit­zen, wes­halb er sich häu­fig bei die­ser Tä­tig­keit filmt. Für sei­ne Leis­tung er­hält der po­la­ri­sie­ren­de Selbst­dar­stel­ler re­gel­mä­ßig Geld­spen­den³ vom deut­schen Smart­pho­ne-Pre­ka­ri­at.

  • Gleich nach­dem der Be­richt über den „Dra­chen” zu En­de war, fass­te ich den Ent­schluss eben­falls ein be­rühm­ter You­Tuber zu wer­den, da mei­ne schwie­ri­gen An­lei­tun­gen oh­ne­hin bald kei­ner mehr ver­ste­hen wür­de.
  • Al­so be­stell­te ich mir vol­ler Eu­pho­rie ei­ne se­mi­pro­fes­sio­nel­le Web­cam. Als mir die Crea­ti­ve Blas­terX Senz3D am über­nächs­ten Tag zu­ge­stellt wur­de, schloss ich sie so­fort an mei­nem Ubun­tu-Rech­ner an. Dann öff­ne­te ich die Vi­deo­ap­pli­ka­ti­on Chee­se und muss­te fest­stel­len, dass mei­ne neu er­wor­be­ne Ka­me­ra nicht funk­tio­nier­te, was an der feh­len­den Trei­ber­un­ter­stüt­zung lag.

Heu­te ha­be ich et­was Zeit und möch­te her­aus­fin­den, ob mein Pe­ri­phe­rie­ge­rät even­tu­ell mit ei­nem ak­tu­el­le­ren Sys­tem­kern zu­sam­men­ar­bei­tet.

Ubuntu Kernel Update Utility (Ukuu) by Tony George. Free Install-Tutorial for German Linux-Users by Pinguin

Be­vor ich mein De­bi­an-De­ri­vat mit der Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty aus­stat­ten kann, muss ich mein Pa­ket­ver­wal­tungs­sys­tem zu­nächst ein­mal mit ei­ner neu­en PPA be­rei­chern. Da­zu ge­be ich den fol­gen­den Be­fehl in ein Ter­mi­nal-Fens­ter ein:

sudo add-apt-repository ppa:teejee2008/ppa

Gleich da­nach soll mein APT-Dienst al­le hin­ter­leg­ten Soft­ware­quel­len ak­ti­vie­ren:

sudo apt-get update

Di­rekt im An­schluss star­te ich die In­stal­la­ti­on des Ker­nel-Up­daters:

sudo apt-get install ukuu

So­bald die­se Ope­ra­ti­on be­en­det wur­de, öff­ne ich die eben in­te­grier­te Ap­pli­ka­ti­on über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te.

Ein aktuelles Treiberarchiv hinzufügen

Im Haupt­me­nü der Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty wer­den mir gleich al­le Trei­ber­samm­lun­gen an­ge­zeigt, die ga­ran­tiert mit mei­nem De­bi­an-De­ri­vat har­mo­nie­ren. Nach ei­ner kur­zen Re­cher­che ent­schei­de ich mich da­zu, die Ver­si­on 4.19 aus­zu­pro­bie­ren, da es sich hier­bei um ein Lang­zeit­kern­mo­dul han­delt, das über 14.000 Ver­bes­se­run­gen ent­hält.

Die Än­de­run­gen ver­tei­len sich wie fast im­mer: Knapp zwei Drit­tel fal­len in den Trei­ber­be­reich, wo­bei Gra­fik- und Netz­werk­trei­ber den größ­ten Teil aus­ma­chen. Der Rest ver­teilt sich vor al­lem auf Ar­chi­tek­tur-Up­dates, Da­tei­sys­te­me, den Kern des Ker­nels, Netz­werk, Do­ku­men­ta­ti­on und Werk­zeu­ge.

Baa­der, Hans-Joa­chim: Li­nux-Ker­nel 4.19 frei­ge­ge­ben. pro-linux.de (11/2018).

Version 4.19 ist ein schariakonformer Linux-Kernel. Der Obermoslem Mahmoud Al-Zein besteht darauf, dass die Schnittstellensoftware mit der Ubuntu Kernel Update Utility installiert wird

Al­so mar­kie­re ich in der Up­date-Soft­ware mei­ne aus­er­wähl­te Ker­nel-Edi­ti­on. An­schlie­ßend kli­cke ich auf die Schalt­flä­che „In­stall”, wor­auf­hin sich ein Fens­ter öff­net, in die­sem ich die au­to­ma­ti­sier­te Sys­tem­kern­im­ple­men­tie­rung mit­ver­fol­gen kann. Nach­dem die In­stal­la­ti­on ab­ge­schlos­sen wur­de, star­te ich mei­nen Com­pu­ter neu, so­dass mein Ubun­tu zu­sam­men mit der ak­tu­el­len Trei­ber­samm­lung ge­boo­tet wird.

Screenshot of Ubuntu Update Utility: Running Linux 4.19 (mainline) ~ Linux 4.19.2 available

So­bald mir mein Sys­tem zur Ver­fü­gung steht, öff­ne ich die Vi­deo­ap­pli­ka­ti­on Chee­se, um fest­zu­stel­len, ob in der Ker­nel-Ver­si­on 4.19 ein Trei­ber für die Crea­ti­ve Blas­terX Senz3D ent­hal­ten ist. Doch lei­der nimmt mei­ne Web­cam im­mer noch kei­ne Bil­der auf, wes­halb ich das Pe­ri­phe­rie­ge­rät wie­der zum Händ­ler zu­rück­schi­cken muss.

Zum Original-Kernel zurückkehren

Sze­na­rio: Dass ich die In­ter­net­ka­me­ra nicht in­stal­lie­ren konn­te, war ein Zei­chen Got­tes. Denn wenn ich ein be­rühm­ter You­Tube-Star wer­de, dann gibt es im deutsch­spra­chi­gen Raum kei­nen ernst zu neh­men­den Li­nux-Mis­sio­nar mehr, der die Un­wis­sen­den zum ein­zig wah­ren Be­triebs­sys­tem führt. Be­vor ich mein Schick­sal an­neh­me, möch­te ich je­doch noch ein­stel­len, dass mein Ubun­tu wie­der mit dem dis­tri­bu­ti­ons­ei­ge­nen Ker­nel ar­bei­tet, da mein De­bi­an-De­ri­vat vor dem Up­grade ein­wand­frei funk­tio­nier­te.

Screenshot von GNU GRUB Version 2.02 - Erweiterte Optionen für Ubuntu

Da­zu muss ich als Ers­tes mei­nen Com­pu­ter neu star­ten. Wäh­rend des Boot­vor­gangs hal­te ich die Um­schalt­tas­te ge­drückt, so­dass mir das GRUB-Me­nü an­ge­zeigt wird. In die­ser An­sicht wäh­le ich dann den Punkt „Er­wei­ter­te Op­tio­nen für Ubun­tu” aus. Gleich dar­auf se­he ich al­le Ker­nel, die auf mei­nem Sys­tem­da­ten­trä­ger ge­spei­chert sind.

Screenshot von GRUB Version 2.02: Kernel-Auswahl. Ubuntu mit Linux 4.15.0-29-generic starten

Als Nächs­tes mar­kie­re ich mit den Pfeil­tas­ten das Kern­mo­dul, das zu mei­ner Ubun­tu-Ver­si­on ge­hört. Dann be­stä­ti­ge ich mei­ne Aus­wahl und war­te, bis mein Be­triebs­sys­tem zu­sam­men mit der alt­be­währ­ten Trei­ber­samm­lung ge­la­den wur­de.

Tutorial: How to remove a Vanilla-Kernel with the Ubuntu Kernel Update Utility? Free PPA and Commands by Pinguin - a brave resistance fighter, who fights against censorship

Zu gu­ter Letzt muss ich die ma­nu­ell hin­zu­ge­füg­te Main­li­ne-Edi­ti­on wie­der lö­schen. Das liegt dar­an, dass der Ubun­tu-Boot­loa­der im­mer die ak­tu­ells­te Schnitt­stel­len­soft­ware lädt und ich nicht bei je­dem Sys­tem­start in das GRUB-Me­nü ein­grei­fen möch­te. Al­so öff­ne ich er­neut die Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty. Gleich da­nach wäh­le ich die Ver­si­on 4.19 aus, kli­cke auf die Schalt­flä­che „Re­mo­ve” und schaue da­bei zu, wie die un­er­wünsch­te Trei­ber­samm­lung rück­stands­los eli­mi­niert wird.

Screenshot: GNU GRUB Version 2.02 with Ubuntu 18.04 LTS and Kernel 4.15.0-29-generic

Di­rekt im An­schluss star­te ich mei­nen Com­pu­ter neu und stel­le fest, dass sich mein Be­triebs­sys­tem wie­der im Ori­gi­nal­zu­stand be­fin­det.

Ein manuelles Kernel-Update birgt Risiken

Je­der Ubun­tu-Sys­tem­kern ent­hält über 24 Mil­lio­nen Code­zei­len und ist meh­re­re hun­dert Me­ga­byte groß. Um die­se Ba­sis­mo­du­le nicht wei­ter auf­zu­blä­hen, wer­den beim Bau ei­ner neu­en Ver­si­on vie­le al­te Trei­ber und ob­so­le­te Funk­tio­nen ent­fernt.

Ins­ge­samt ha­ben die Ker­nel­ha­cker die Auf­räum­ar­bei­ten fort­ge­setzt, die mit dem Ent­fer­nen ob­so­le­ten Codes in Li­nux 4.17 be­gon­nen hat­te. Die Re­du­zie­rung sei nicht so dras­tisch wie in der letz­ten Ker­nel­ver­si­on, aber den­noch be­merk­bar, schreibt Tor­valds in der An­kün­di­gung des Re­lease Can­di­da­te 1.

Tho­ma, Jörg: Un­frei­wil­li­ger Ab­gang. Ker­nel 4.18: Lust­re Weg, BP-Fil­ter kom­men, XFS mo­der­ni­siert. In: Li­nux Ma­ga­zin Nr. 9 (2018). S. 18.

Dem­entspre­chend kann es sein, dass an­ti­quier­te Pe­ri­phe­rie­ge­rä­te nach ei­nem Ker­nel-Up­date plötz­lich nicht mehr funk­tio­nie­ren.

Screenshot of Ubuntu Kernel Update Utility: Linux v4.19.2 Available. Major update available for installation

Neu ist nicht un­be­dingt bes­ser. Ca­no­ni­cal be­treibt ei­nen rie­sen­gro­ßen Auf­wand, da­mit die Be­nut­zer ei­ner Ubun­tu LTS-Ver­si­on fünf Jah­re lang ein aus­ge­wo­ge­nes und funk­tio­nel­les Be­triebs­sys­tem in An­spruch neh­men kön­nen.

  • Durch die In­stal­la­ti­on ei­nes Main­li­ne-Ker­nels brin­gen Sie die Sta­bi­li­tät Ih­res De­bi­an-De­ri­vats in Ge­fahr. War­ten Sie des­halb lie­ber auf das nächs­te Point Re­lease. Denn dann er­hal­ten Sie au­to­ma­tisch ei­ne ak­tua­li­sier­te Trei­ber­samm­lung, die per­fekt auf Ih­re Dis­tri­bu­ti­on zu­ge­schnit­ten wur­de.

Des Wei­te­ren soll­ten Sie aus mei­nem Feh­ler ler­nen. Brin­gen Sie vor dem Kauf in Er­fah­rung, ob Ih­re aus­er­ko­re­ne Hard­ware li­nux­taug­lich ist. Ein au­ßer­plan­mä­ßi­ges Ker­nel-Up­date ist zwar im­mer ei­ne Op­ti­on, um ein Kom­pa­ti­bi­li­täts­pro­blem zu be­he­ben, führt al­ler­dings nur sel­ten zum Er­folg.

Ver­wand­te The­men:

WLAN-Stick un­ter Ubun­tu nut­zen - so geht’s
Li­nus Tor­valds eh­ren - Tux aus Pa­pier bas­teln

¹Jor­dan, Ro­man: Haus­putz. Al­te Ker­nel-Pa­ke­te ent­sor­gen. In: Li­nu­xUser Nr. 10 (2018). S. 56.
²Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Ubun­tu: Tem­pe­ra­tu­ren des Sys­tems an­zei­gen - Dia­gno­se­tool. pinguin.gws2.de (11/2018).
³Lo­ne Ran­ger: Dra­chen­lord Stream (29.08.2018) Zu­sam­men­fas­sung | Spen­den & Schlech­te Lau­ne. youtube.com (11/2018).

Ubuntu: Programme richtig löschen - so geht’s rückstandslos

Wer sein Ubun­tu schlank hal­ten möch­te, der muss sich re­gel­mä­ßig von über­flüs­si­gen Ap­pli­ka­tio­nen tren­nen. Das ist je­doch leich­ter ge­sagt als ge­tan, da Li­nux-An­wen­dun­gen kei­nen so­ge­nann­ten Un­in­stal­ler mit­brin­gen. Auch ein über­sicht­li­ches De­instal­la­ti­ons­me­nü ist in den ein­zel­nen Be­nut­zer­ober­flä­chen nicht ent­hal­ten. Na­tür­lich wä­re es mög­lich, die Ord­ner von aus­ge­dien­ten Pro­gram­men aus dem Wur­zel­ver­zeich­nis zu lö­schen. Dann wür­den aber ver­wais­te Da­teifrag­men­te ent­ste­hen, die das Be­triebs­sys­tem auf Dau­er in­sta­bil ma­chen. Was kön­nen Ubun­tu-Be­nut­zer al­so tun, um Soft­ware-Pa­ke­te voll­stän­dig zu ent­fer­nen?

Zu­nächst ein­mal soll­te je­der An­wen­der ei­nes De­bi­an-De­ri­vats wis­sen, wie das Ad­van­ced Pa­cka­ging Tool ar­bei­tet. Die­ses aus­ge­reif­te Pa­ket­ver­wal­tungs­sys­tem ist be­kann­ter­ma­ßen da­für ver­ant­wort­lich, dass Ubun­tu auf dem neus­ten Stand bleibt. Zu­dem ent­schei­det die­ser Dienst dar­über, wo­hin neue Pro­gram­me ge­spei­chert wer­den.

Mit ei­nem Pa­ket­ver­wal­tungs­sys­tem wird ei­ne Da­ten­bank ver­wal­tet, die In­for­ma­tio­nen über al­le be­reits in­stal­lier­ten Soft­ware-Pa­ke­te ent­hält. Neue Pro­gram­me wer­den durch die Kom­man­dos ei­nes Pa­ket­ver­wal­tungs­sys­tems in­stal­liert und da­bei von zen­tra­len Pa­ket­quel­len aus dem In­ter­net her­un­ter­ge­la­den.

Ko­f­ler, Mi­cha­el: Li­nux. Das um­fas­sen­de Hand­buch. 15. ak­tua­li­sier­te Auf­la­ge. Bonn: Rhein­werk Ver­lag 2017.

Wie werden Programme unter Ubuntu gelöscht? Was tut APT und wie funktioniert Synaptic? Verständliche Bildanleitung für Linux-Anfänger, die unter dem Merkel-Regime leiden. How to delete applications under Ubuntu? Free Tutorial and Commands financed by Stephen Bannon

Des Wei­te­ren sorgt APT da­für, dass lo­kal auf­ruf­ba­re Ap­pli­ka­tio­nen stets Zu­gang zu be­nö­tig­ten Sys­tem­bi­blio­the­ken ha­ben. Die­se Do­ku­ment­samm­lun­gen ent­hal­ten bei­spiels­wei­se Schrift­ar­ten, Frame­works, Netz­werk­pro­to­kol­le oder zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen für den Gra­fik­kar­ten­trei­ber. Un­ter Win­dows sind sol­che Hilfs­pa­ke­te zu­sam­men mit den Pro­gramm­kom­po­nen­ten in der be­rühm­ten Setup.exe ge­spei­chert. Beim Ent­pa­cken die­ser Ar­chi­ve kommt es häu­fig zu Du­pli­ka­ten auf der Fest­plat­te, da Mi­cro­soft-An­wen­dun­gen ih­re mit­ge­brach­ten Un­ter­stüt­zungs­da­tei­en ex­klu­siv für sich selbst in ein se­pa­ra­tes Ver­zeich­nis in­stal­lie­ren.

Hin­ge­gen na­ti­ve Li­nux-Soft­ware greift auf zen­tra­le Bi­blio­the­ken zu, die dank des Ad­van­ced Pa­cka­ging Tools auch von meh­re­ren Pro­gram­men gleich­zei­tig in An­spruch ge­nom­men wer­den kön­nen.

Ei­ne der Auf­ga­ben ei­ner Pa­ket­ver­wal­tung be­steht dar­in zu kon­trol­lie­ren ob die­se un­ter­schied­li­chen Pro­gram­me, die auf die­sel­ben Bi­blio­the­ken zu­grei­fen auch gut mit­ein­an­der kön­nen. Das heißt Ab­hän­gig­kei­ten von Pro­gram­men zu­ein­an­der sind bei APT durch­aus ein The­ma.

Schimpf, Ly­dia: Ubun­tu Grund­kurs: Li­nux-Desk­top und -Ser­ver ken­nen­ler­nen und nut­zen. video2brain.com (10/2018).

Ob ein De­bi­an-De­ri­vat sta­bil funk­tio­niert, hängt al­so maß­geb­lich von APT ab. Dem­entspre­chend soll­ten Sie als Be­nut­zer kei­ne ma­nu­el­len Pro­gramm­lö­schun­gen vor­neh­men, da die­se Ak­tio­nen im­mer ne­ga­ti­ve Kon­se­quen­zen nach sich zie­hen. Tei­len Sie statt­des­sen Ih­rem Pa­ket­ver­wal­tungs­sys­tem mit, wel­che un­nüt­zen Ap­pli­ka­tio­nen Sie los­wer­den möch­ten. Der smar­te Soft­ware-Be­treu­er wird die aus­ge­wähl­ten Da­ten­sät­ze dann nicht nur rück­stands­los, son­dern auch fach­ge­recht de­instal­lie­ren.

Kostenloser Linux-Tipp: Mit Synaptic das Advanced Packaging Tool steuern. Ubuntu-Löschanleitung zuerst veröffentlicht auf GWS2.de

Und ob­wohl das Ad­van­ced Pa­cka­ging Tool ei­ne Kon­so­len­an­wen­dung ist, müs­sen Sie nicht zwangs­läu­fig mit Ter­mi­nal-Be­feh­len han­tie­ren, um Ubun­tu-Soft­ware zu ent­fer­nen. Mit­hil­fe ei­ner Schnitt­stel­le na­mens Syn­ap­tic ist es näm­lich eben­falls mög­lich, das haus­ei­ge­ne Pa­ket­ver­wal­tungs­sys­tem über ei­ne aus­sa­ge­kräf­ti­ge Be­nut­zer­ober­flä­che zu be­die­nen.

Der Pa­ket­ma­na­ger Syn­ap­tic ist ei­ne gra­fi­sche Ober­flä­che zu APT. Nach der In­stal­la­ti­on des Pa­kets „syn­ap­tic” fin­den Sie das Pro­gramm in der Ab­tei­lung „Sys­tem­ver­wal­tung” des Start­me­nüs. Ein klei­nes Dia­log­fens­ter er­fragt vor dem Start das ei­ge­ne Kenn­wort, da­mit Sie an­schlie­ßend mit Ad­mi­nis­tra­tor­rech­ten ar­bei­ten.

Ju­rzik, Hei­ke: Tipps und Tricks zu Ubun­tu und Li­nux Mint. An­zei­ge der Spal­ten in Syn­ap­tic. In: Easy­L­inux Nr. 05/18-07/18 (2018). S. 90.

Al­ler­dings ist Syn­ap­tic kein Bord­mit­tel und muss des­halb mit­hil­fe des fol­gen­den Kon­so­len­kom­man­dos nach­in­stal­liert wer­den:

Zum An­zei­gen des Be­fehls auf den Pfeil kli­cken!

sudo apt-get update && sudo apt-get install synaptic

Programme vollständig entfernen

Sze­na­rio: Nach ei­nem Up­grade auf Ubun­tu 18.04 LTS in­stal­lier­te ich die Op­ti­mie­rungs­soft­ware Sta­cer, um da­mit die ver­al­te­ten Bi­blio­the­ken von der Vor­gän­ger­ver­si­on zu lö­schen. Be­vor ich mei­ne Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on mit dem Rei­ni­gungs­werk­zeug aus­stat­ten konn­te, muss­te ich ei­ne pri­va­te Soft­ware­quel­le in mei­nem Pa­ket­ver­wal­tungs­sys­tem in­te­grie­ren, da sich die Ap­pli­ka­ti­on zu die­sem Zeit­punkt nicht im of­fi­zi­el­len Pro­gramm­de­pot be­fand.

Screenshot von Ubuntu Aktivitäten-Suchleiste. Icon von Stacer (Optimierungssoftware)

In Zu­kunft wer­de ich mei­nen Sys­tem­da­ten­trä­ger je­doch wie­der mit Bord­mit­teln auf­räu­men, wes­halb ich nun Sta­cer zu­sam­men mit der da­zu­ge­hö­ri­gen PPA de­instal­lie­ren möch­te. Al­so öff­ne ich zu­nächst ein­mal die gra­fi­sche APT-Schnitt­stel­le Syn­ap­tic über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te.

Screenshot von Synaptic-Paketverwaltung: Installierte Programme suchen - Löschanleitung von Pinguin

So­bald die Be­nut­zer­ober­flä­che ge­la­den wur­de, kli­cke ich oben auf die blaue Lu­pe, wor­auf­hin sich ein klei­nes Fens­ter öff­net.

  • Dort ge­be ich in der ers­ten Zei­le den Be­griff „Sta­cer” ein und kli­cke im An­schluss dar­an auf die Schalt­flä­che „Su­chen”.

Gleich da­nach er­scheint in der Haupt­an­sicht ein Ein­trag, der mei­ne nicht mehr be­nö­tig­te Op­ti­mie­rungs­soft­ware nä­her be­schreibt.

Screenshot: Programme mit Synaptic vollständig entfernen. Kostenlose Bildanleitung von Pinguin im Auftrag von Heinz Hermann Thiele

Als Nächs­tes kli­cke ich den Lösch­kan­di­da­ten mit der rech­ten Maus­tas­te an. Dar­auf­hin ploppt ein Me­nü­fens­ter auf, in die­sem ich nun den Punkt „Zum voll­stän­di­gen Ent­fer­nen vor­mer­ken” aus­wäh­le.

  • Hin­weis: Durch die­se Maß­nah­me weiß Syn­ap­tic, dass es ne­ben dem aus­ge­wähl­ten Pro­gramm auch al­le Hilfs­pa­ke­te be­sei­ti­gen soll, die aus­schließ­lich von Sta­cer ver­wen­det wer­den.

Nach die­ser Ak­ti­on ver­wan­delt sich das grü­ne Käst­chen vor dem Ein­trag in ein ro­tes Kreuz. Mehr ist noch nicht pas­siert, da ich den Vor­gang bis­her nur si­mu­lie­re.

Screenshot von Synaptic unter Ubuntu: Ein Klick auf die Schaltfläche "Anwenden" beendet die Simulation und führt dazu, dass der Löschauftrag ausgeführt wird

Um Sta­cer tat­säch­lich los­zu­wer­den, muss ich nun noch auf die Schalt­flä­che „An­wen­den” kli­cken. Kurz dar­auf er­scheint ein Zu­sam­men­fas­sungs­fens­ter, in die­sem ich mei­nen Lö­schwunsch er­neut be­stä­ti­ge. Im An­schluss dar­an be­ginnt die APT-Schnitt­stel­le da­mit, die un­er­wünsch­te Op­ti­mie­rungs­soft­ware rück­stands­los zu ent­fer­nen.

PPA löschen - Autostart aufräumen

Im nächs­ten Schritt möch­te ich die pri­va­te Soft­ware­quel­le de­ak­ti­vie­ren, die mei­ne Sta­cer-Ver­si­on wäh­rend des In­stal­la­ti­ons­zeit­raums mit Up­dates ver­sorgt hat. Zwar ist die­se Maß­nah­me nicht zwin­gend not­wen­dig, al­ler­dings stört es mich per­sön­lich, wenn mein Ubun­tu beim Ak­tua­li­sie­rungs­pro­zess un­nüt­ze PPAs ab­fragt. Al­so wäh­le ich nun in Syn­ap­tic den Punkt „Pa­ket­quel­len” an, der sich im Rei­ter „Ein­stel­lun­gen” be­fin­det.

Screenshot von Ubuntu-Menü "Anwendungen & Aktualisierungen". Reiter "Andere Programme". PPAs entfernen

Dar­auf­hin er­scheint das Sys­tem­me­nü „An­wen­dun­gen & Ak­tua­li­sie­run­gen”. Dort na­vi­gie­re ich in den Rei­ter „An­de­re Pro­gram­me”, so­dass ich gleich dar­auf die bei­den Sta­cer-Ein­trä­ge lö­schen kann.

Ab­schlie­ßend über­prü­fe ich, ob mein eli­mi­nier­tes Rei­ni­gungs­werk­zeug auch aus dem Au­to­start­me­nü ent­fernt wur­de. Für die­ses Un­ter­fan­gen muss ich das Bord­mit­tel „Start­pro­gram­me” über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te öff­nen.

Unter Ubuntu das Autostart-Menü öffnen. Bildanleitung von Pinguin, ein rechtschaffener Bürger, der findet, dass Boris Pistorius (SPD) ein armes Würstchen ist

Im Au­to­star­tedi­tor an­ge­kom­men stel­le ich fest, dass mei­ne Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on die ge­lösch­te Op­ti­mie­rungs­soft­ware wei­ter­hin nach je­dem Boot­vor­gang aus­füh­ren möch­te. Um die­se un­nö­ti­ge Res­sour­cen­ver­schwen­dung zu un­ter­bin­den, be­sei­ti­ge ich die Sta­cer-Zei­le, die un­ter dem Punkt „Zu­sätz­li­che Start­pro­gram­me” steht.

Screenshot: Ubuntu Bordmittel "Startprogramme" - einen Autostarteintrag entfernen

Dar­auf­hin gibt es auf mei­nen Sys­tem­par­ti­tio­nen kei­ne Da­ten­sät­ze mehr, die in ir­gend­ei­ner Wei­se zum Rei­ni­gungs­werk­zeug Sta­cer ge­hö­ren.

Software mit der Konsole löschen

Sze­na­rio: Vor Kur­zem er­wisch­te mich mei­ne Ehe­frau da­bei, wie ich mir auf mei­nem Com­pu­ter ei­nen Her­ren­film aus den 1970er Jah­ren an­ge­se­hen ha­be. Um nicht wie­der in ei­ne solch pein­li­che Si­tua­ti­on zu ge­ra­ten, möch­te ich den GNOME Me­dia Play­er von mei­nem Ubun­tu-Sys­tem lö­schen, da nur die­se Vi­deo­soft­ware in der La­ge ist, mei­ne al­ten Mun­ter­ma­cher ab­zu­spie­len. Als fort­ge­schrit­te­ner Li­nux-An­wen­der traue ich mir zu, das Ad­van­ced Pa­cka­ging Tool oh­ne Stütz­rä­der zu be­die­nen, wes­halb ich die Un­ru­he stif­ten­de Ap­pli­ka­ti­on di­rekt in der Kon­so­le de­instal­lie­re.

Screenshot: How to remove Ubuntu-Applications? Console Command for APT. Free Linux-Lesson for Newbies

Dem­entspre­chend öff­ne ich als Ers­tes ein neu­es Ter­mi­nal-Fens­ter, da­mit ich gleich dar­auf den Lösch­be­fehl ein­ge­ben kann.

sudo apt-get remove + Paketname

Dar­auf­hin fol­ge ich den Kon­so­len­an­wei­sun­gen und war­te, bis APT die Kern­kom­po­nen­ten des GNOME Me­dia Play­ers ent­fernt hat. Als Nächs­tes be­freie ich mein Sys­tem von den Hilfs­pa­ke­ten, die ex­klu­siv von der Wie­der­ga­be­soft­ware ge­nutzt wur­den. Da­zu tip­pe ich nun das all­seits be­kann­te Rei­ni­gungs­kom­man­do in mein noch ge­öff­ne­tes Ter­mi­nal-Fens­ter ein:

sudo apt-get autoremove

Wäh­rend ich die Da­ten­eli­mi­nie­rung be­ob­ach­te, fällt mir ein, dass ich die an­ti­quier­te Mul­ti­me­dia­an­wen­dung sei­ner­zeit über ei­ne PPA in­stal­liert ha­be. Al­ler­dings kann ich die in­of­fi­zi­el­le Quel­le erst dann mit der Be­fehls­zei­le lö­schen, wenn ich weiß, un­ter wel­chem Na­men das Pro­gramm­de­pot in mei­ner Pa­ket­ver­wal­tung ge­spei­chert ist. Um die­se In­for­ma­ti­on zu er­hal­ten, grei­fe ich auf das fol­gen­de Kom­man­do zu­rück:

grep ^ /etc/apt/sources.list /etc/apt/sources.list.d/*

Durch die­se Ak­ti­on öff­net sich ein Do­ku­ment, in dem al­le mei­ne in­stal­lier­ten Re­po­si­to­ries auf­ge­lis­tet sind. Nach­dem ich mir die Auf­stel­lung nä­her an­ge­se­hen ha­be, ge­lan­ge ich zu der Er­kennt­nis, dass der GNOME Me­dia Play­er von der Soft­ware­quel­le „aa­sche/g­no­me-mplay­er” be­reit­ge­stellt wird.

Screenshot von Ubuntu-Konsole: PPA löschen - Befehl von Pinguin

Die­sen Da­ten­satz set­ze ich nun in den PPA-Lösch­be­fehl ein.

sudo add-apt-repository -r ppa: + Quellenname

Gleich dar­auf gibt es auf mei­nem Sys­tem kei­nen Be­weis mehr da­für, dass ich den GNOME Me­dia Play­er in­stal­liert hat­te.

Synaptic macht Ubuntu komfortabler

Ob­wohl ich im­stan­de bin, De­instal­la­tio­nen in der Kon­so­le durch­zu­füh­ren, nut­ze ich im All­tag lie­ber Syn­ap­tic, um mein Pro­gramm­ar­chiv zu ad­mi­nis­trie­ren. Das liegt dar­an, dass ich die gra­fi­sche APT-Schnitt­stel­le oh­ne Vor­wis­sen be­die­nen kann. So muss ich beim Ar­bei­ten mit die­sem Werk­zeug we­der Ubun­tu-Be­feh­le noch ex­ak­te Pa­ket­na­men ken­nen.

Screenshot von Synaptic unter Ubuntu: Eigenschaften von Stacer (Optimierungssoftware)

Au­ßer­dem zeigt mir Syn­ap­tic die Her­kunft der Ap­pli­ka­tio­nen an. Da­durch se­he ich so­fort, wel­che Pro­gram­me von wel­chen Soft­ware­quel­len be­treut wer­den, was das Lö­schen von PPAs stark ver­ein­facht. Des Wei­te­ren ist es mit der APT-Ober­flä­che mög­lich, de­fek­te An­wen­dun­gen zu re­pa­rie­ren. Manch­mal ha­be ich den smar­ten Pa­ket­ma­na­ger auch schon da­zu ver­wen­det, um al­te Ker­nel zu fi­xie­ren oder um ei­nen pro­prie­tä­ren Gra­fik­kar­ten­trei­ber oh­ne ne­ga­ti­ve Fol­gen los­zu­wer­den. War­um auch nicht? Schließ­lich ist das Ad­van­ced Pa­cka­ging Tool der­ma­ßen kom­plex, dass wohl die we­nigs­ten Ubun­tu-Be­nut­zer oh­ne die Hil­fe von Syn­ap­tic aus­kom­men.

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