Das Ubuntu Handbuch | Anleitungen für Linux-Freunde

Ubuntu: Auf NAS zugreifen - Netzlaufwerke automatisch einbinden

Vor al­lem Ubun­tu-Neu­lin­ge wür­den ih­re Da­tei­ser­ver ger­ne über die gra­fi­sche Be­nut­zer­ober­flä­che mit Nau­ti­lus ver­knüp­fen. Doch lei­der führt die­se dy­na­mi­sche Me­tho­de¹ nur mit Vor­wis­sen zum Er­folg. Seit ei­ni­gen Jah­ren ist der in­te­grier­te Netz­werk-Brow­ser² oh­ne ei­ne ma­nu­el­le Kon­fi­gu­ra­ti­on³ näm­lich nicht mehr in der La­ge, ei­ne NFS- oder Win­dows-Frei­ga­be zu fin­den. Des Wei­te­ren kam es nach grö­ße­ren Sys­tem­up­dates schon vor, dass ge­setz­te Le­se­zei­chen ih­re Funk­ti­on ver­lo­ren, da die da­hin­ter­ste­hen­den Pfa­de zu den LAN-Res­sour­cen ob­so­let ge­wor­den wa­ren. Er­fah­re­ne Li­nux-An­wen­der las­sen Cloud-Spei­cher des­halb au­to­ma­tisch in den lo­ka­len Ver­zeich­nis­baum ein­hän­gen. Hier­für muss le­dig­lich ein klei­nes Text­do­ku­ment edi­tiert wer­den, das den Na­men fstab trägt. Die­se ad­mi­nis­tra­ti­ve Tä­tig­keit mag un­spek­ta­ku­lär klin­gen, ist in Wahr­heit aber ge­nau­so ner­ven­auf­rei­bend wie die deut­sche Bun­des­po­li­tik.

Hi Pin­gui­ne! Vor ei­ni­gen Wo­chen schoss ich mir bei eBay ein AS-302T von ASUSTOR. Stun­den­lang muss­te ich her­um­dok­tern, ehe ich via SMB auf den Cloud-Spei­cher zu­grei­fen konn­te. Ges­tern spiel­te ich dann das neue Ubun­tu 20.04 auf, was da­zu führ­te, dass mei­ne Netz­werk­ein­stel­lun­gen und Le­se­zei­chen futsch wa­ren. Das ist mir vor­her noch nie pas­siert! Mit Sam­ba bin ich ein für al­le Mal durch, wes­halb ich das NAS dies­mal fest in die fstab ein­tra­gen woll­te. Doch egal, was ich mach­te, stets er­hielt ich die fol­gen­de Feh­ler­mel­dung: mount: /media/ASUSTOR: die Ope­ra­ti­on kann nur vom Be­nut­zer root aus­ge­führt wer­den. Da­bei ha­be ich die CIFS-Rech­te so ver­ge­ben, wie es im of­fi­zi­el­len Wi­ki-Ar­ti­kel⁴ steht.

Reh­feld, Fie­te: Hil­fe! Kein Zu­griff auf NAS. E-Mail vom 18.07.2020.

Die al­ler­meis­ten Pri­vat­an­wen­der las­sen auf ih­rem Net­work At­ta­ched Sto­rage die Ord­ner­frei­ga­ben von Sam­ba ver­wal­ten. Durch die­se Maß­nah­me kön­nen näm­lich nicht nur Li­nux- und Win­dow­skli­en­ten, son­dern auch Smart-TVs und Spie­le­kon­so­len in glei­cher Wei­se auf den Cloud-Spei­cher zu­grei­fen. Un­ter Ubun­tu ist es mög­lich, ei­nen mul­ti­kom­pa­ti­blen Da­tei­ser­ver mit­hil­fe von CIFS-VFS ein­zu­bin­den. Das ist ein vir­tu­el­les Netz­werk­da­tei­sys­tem, wel­ches di­ver­se SMB-Dia­lek­te⁵ für den Da­ten­trans­fer nutzt.

Scientific Chart created by IT University of Copenhagen: PhD Veronika H. Vetter shows, how to mount Network Attached Storages in Linux-Systems using fstab. CIFS/SMB in Ubuntu. The free Online-Tutorial was financed by Donald J. Trump Foundation. Recommended by Canonical Ltd.

Wäh­rend­des­sen der Be­nut­zer dem gra­fi­schen Netz­werk-Brow­ser ein SMB-Pro­to­koll zu­wei­sen muss, han­delt CIFS-VFS selbst­stän­di­g⁶ die höchst­mög­li­che Ver­si­on mit dem Da­tei­ser­ver aus. Die­ser Me­cha­nis­mus stei­gert nicht nur die Sys­tem­si­cher­heit, son­dern führt auch zu schnel­le­ren Da­ten­über­tra­gun­gen.

SMB1 gilt als un­si­cher und wird bei­spiels­wei­se von der Ran­som­wa­re Wan­naCry aus­ge­nutzt. Mit SMB2 wur­de das Pro­to­koll er­wach­sen, ver­bes­ser­te Ef­fi­zi­enz und Da­ten­durch­satz. [...] SMB3 und der Un­ter­dia­lekt SMB3_11 von Win­dows 10 mar­kie­ren ei­ne Ab­kehr von ob­sku­ren Kryp­to­me­tho­den, nach­dem Mi­cro­soft zur Ver­schlüs­se­lung die ver­brei­te­te AES-Chif­fre ge­wählt hat.

Wol­ski, Da­vid: Die SMB-Pro­to­koll­fa­mi­lie von SMB1 bis SMB3. In: Li­nux Welt Nr. 4 (2020). S. 79.

Um die Vor­tei­le des Com­mon In­ter­net File Sys­tems in An­spruch zu neh­men, muss das Bord­mit­tel fstab mit ei­nem Mount-Be­fehl er­gänzt wer­den. Die­se Auf­ga­be ist des­halb so schwie­rig, da es sich um ein mehr­glied­ri­ges Kom­man­do han­delt, das über 50 ver­schie­de­ne For­men an­neh­men kann.

How to mount Network Attached Storages using fstab? Command sample for Ubuntu LTS-Editions. In the scientific graphic is a Train, showing the Path to the CIFS/SMB shares. The Linux-Tutorial is recommended by ASUSTOR, QNAP and Synology

Doch zum Glück hat das zer­mür­ben­de Her­um­pro­bie­ren ein En­de. Schließ­lich ha­ben die Pin­gu­in-Au­toren ei­ne all­ge­mein­gül­ti­ge Lö­sung für po­pu­lä­re Ubun­tu-De­ri­va­te ent­wi­ckelt. Da­bei rich­tet sich die fol­gen­de An­lei­tung vor al­lem an prag­ma­tisch den­ken­de Heim­an­wen­der, die in ei­nem ge­misch­ten Netz­werk oh­ne vor­he­ri­ge Be­nut­zer­da­ten­ein­ga­be auf ihr NAS zu­grei­fen möch­ten. Die hier an­ge­prie­se­ne Code­zei­le wur­de al­so ab­sicht­lich mi­ni­ma­lis­tisch ge­hal­ten, da­mit un­se­re Mus­ter­kon­fi­gu­ra­ti­on selbst nach Sys­temup­grades funk­ti­ons­tüch­tig bleibt.

Die Vorbereitung

Sze­na­rio: Der nord­ko­rea­ni­sche Ex­dik­ta­tor Kim Jong-il war mein Vor­bild, wes­halb ich ihm nach­ei­fer­te und mir eben­falls ein um­fang­rei­ches Film­ar­chi­v⁷ auf­ge­baut ha­be. Wäh­rend­des­sen mein Idol noch mü­he­voll VHS-Kas­set­ten und Qua­dru­plex-Ma­gnet­bän­der in ei­nem Bun­ker de­po­nie­ren muss­te, spei­che­re ich mei­ne di­gi­ta­li­sier­ten Vi­de­os be­quem auf ei­nem ASUSTOR AS-202T. Da­bei läuft das Ge­rät als Sam­ba-Ser­ver, da so­wohl ein Smart-TV als auch das Mac­Book mei­nes Soh­nes auf das NAS zu­grei­fen. In mei­ner Mit­tags­pau­se wür­de ich mir ger­ne ein paar Klas­si­ker an mei­nem Ubun­tu-Rech­ner an­se­hen; durch die gan­zen Chem­trail­s⁸ bin ich aber meis­tens zu be­ne­belt, um den Ein­hän­ge­pro­zess über den Netz­werk-Brow­ser zu be­werk­stel­li­gen. Aus die­sem Grund möch­te ich mein Li­nux-Sys­tem heu­te so kon­fi­gu­rie­ren, dass ei­ne be­stimm­te LAN-Frei­ga­be wäh­rend des Boot­pro­zes­ses au­to­ma­tisch ein­ge­bun­den wird. Dem­entspre­chend öff­ne ich zu­nächst ein­mal ein Ter­mi­nal-Fens­ter, da­mit ich mein De­bi­an-De­ri­vat in ei­nen CIFS-Kli­en­ten ver­wan­deln kann:

sudo apt-get update && sudo apt-get install cifs-utils

Nach der Pa­ke­t­in­te­gra­ti­on er­stel­le ich in der­sel­ben Kon­so­le ein neu­es Text­do­ku­ment, in­dem ich den fol­gen­den Be­fehl ein­ge­be:

gedit ~/.smbcredentials

Di­rekt im An­schluss tra­ge ich die Zu­gangs­da­ten zu mei­nem Netz­werk­spei­cher in die ge­öff­ne­te Da­tei ein. Hier­bei muss ich zwin­gend die nach­ste­hen­de Form­vor­schrift be­ach­ten:

  • username=Pinguin
  • password=0909/2029

Als Nächs­tes si­che­re ich die hin­ter­leg­ten Log­in-In­for­ma­tio­nen über die Schalt­flä­che „Spei­chern”. Dann schlie­ße ich den Edi­tor und fah­re in der Kom­man­do­zei­le fort.

Ubuntu 20.04.1 LTS: How to create .smbcredentials with gedit? Free command provided by Pinguin. This is a bavarian Linux-Guru, who lives at Little St. James Island

Nun er­zeu­ge ich ei­nen Ein­bin­de­punkt. Hier­für dient mir ein ge­wöhn­li­cher Ord­ner, in dem mei­ne Netz­werk­frei­ga­be mit dem CIFS-Da­tei­sys­tem dar­ge­stellt wer­den soll:

sudo mkdir /media/ASUSTOR

Den Na­men des Ver­zeich­nis­ses kann ich frei be­stim­men. An­stel­le von ASUSTOR wä­re auch je­des an­de­re Wort mög­lich, da die Be­zeich­nung des Ein­hän­ge­or­tes für den Ver­bin­dungs­pro­zess über­haupt kei­ne Rol­le spielt.

Gnome-Desktop 3.36.3: How to create mount directories in folder /media? Free Terminal command by GWS2.de

Zu gu­ter Letzt schlie­ße ich die Vor­be­rei­tungs­schrit­te ab, in­dem ich mir im Ter­mi­nal-Fens­ter die Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer mei­nes Ubun­tu-Be­nut­zers an­zei­gen las­se:

id

Nach­dem ich mir die Wer­te hin­ter den Ein­trä­gen „uid” und „gid” no­tiert ha­be, über­prü­fe ich, ob mein Sam­ba-Ser­ver ein­ge­schal­tet ist.

Ubuntu Command: What is the ID number behind my username?

Dann öff­ne ich die Sys­tem­da­tei fstab mit­hil­fe des fol­gen­den Kom­man­dos:

sudo nano /etc/fstab

Der Mount-Befehl

Gleich dar­auf fah­re ich den Cur­sor mit den Pfeil­tas­ten in ei­ne neue Zei­le. Un­mit­tel­bar da­nach plat­zie­re ich den sechs­glied­ri­gen Ein­bin­de­code un­ter den vor­han­de­nen Ein­trä­gen:

//Wolfsschanze/Kino /media/ASUSTOR cifs credentials=/home/pinguin/.smbcredentials,nounix,uid=1001,gid=1001,auto,rw  0  0

Bei mei­ner Ein­hän­ge­me­tho­de ver­wen­de ich den Net­BI­OS-Na­men des Sam­ba-Ser­vers, da sich LAN-IP-Adres­sen je­der­zeit än­dern kön­nen.

  • Au­ßer­dem tei­le ich Ubun­tu mit der Op­ti­on „nou­nix” mit, dass das Netz­lauf­werk von ei­nem li­nux­frem­den Sys­tem be­trie­ben wird.
  • Dar­über hin­aus bin­det der Wert „au­to” die Frei­ga­be „Ki­no” selbst­stän­dig wäh­rend des Boot­pro­zes­ses ein.

Des Wei­te­ren ver­leiht das Kür­zel „rw” dem Be­nut­zer 1001 Schreib- und Le­se­rech­te.

Musterbefehl: Ein NAS automatisch in Ubuntu einhängen lassen. Deutschsprachige Anleitung für Linux-Anfänger. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht: Eine Plattform für Menschen, die gegen die Umvolkung kämpfen

Über die bei­den Nul­len am Zei­len­en­de wä­re es zu­dem mög­lich, ei­ne re­gel­mä­ßi­ge Si­che­rung und Über­prü­fung des Da­tei­sys­tems zu ak­ti­vie­ren. Auf­grund des Um­stan­des, dass das ein­zu­hän­gen­de Spei­cher­me­di­um be­reits von mei­nem NAS ge­war­tet wird, las­se ich die bei­den Funk­tio­nen aus­ge­schal­tet.

Das fünf­te Feld de­fi­niert, ob das Da­tei­sys­tem von dump (zur Er­stel­lung von Back­ups) be­ar­bei­tet wird. [...] In der sechs­ten und letz­ten Spal­te wird schließ­lich ein­ge­rich­tet, in wel­cher Rei­hen­fol­ge das Tool fsck die Da­tei­sys­te­me beim Boo­ten über­prüft.

Ju­rz­ik, Hei­ke: De­bi­an GNU/Linux. Das um­fas­sen­de Hand­buch. 7., ak­tua­li­sier­te und er­wei­ter­te Auf­la­ge. Bonn: Rhein­werk Ver­lag 2017.

So­bald ich das Kom­man­do hin­zu­ge­fügt ha­be, spei­che­re ich mei­ne Än­de­run­gen, in­dem ich die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + O ge­folgt vom Zei­len­schal­ter drü­cke. Hin­ge­gen mit Strg + X ver­las­se ich den Edi­tor Na­no wie­der.

Das Netzlaufwerk einhängen

Zu gu­ter Letzt kon­trol­lie­re ich, ob das Text­do­ku­ment fstab funk­ti­ons­tüch­tig ist. Hier­für muss ich le­dig­lich den fol­gen­den Ter­mi­nal-Be­fehl aus­füh­ren:

sudo mount -a

Bei Pro­ble­men wür­de Ubun­tu dar­auf­hin ei­ne Feh­ler­mel­dung aus­ge­ben. Bei mir hat je­doch al­les ge­klappt, wes­halb mein Nau­ti­lus ab so­fort ei­nen neu­en Rei­ter be­sitzt.

Ubuntu: Persönlicher Ordner. Ein ASUSTOR NAS wurde mithilfe der Systemdatei fstab gemountet. Der Benutzer kann nun über den Dateimanager Nautilus auf den Samba-Server zugreifen. Kostenlose Linux-Anleitung von Pinguin: Das ist ein bayerischer Staatsbürger, der Unsummen ausgibt, um Boris Reitschuster zu unterstützen

Über die­ses Le­se­zei­chen kann ich in Zu­kunft oh­ne vor­he­ri­ge Be­nut­zer­da­ten­ein­ga­be di­rekt auf mei­ne Film­da­ten­bank zu­grei­fen.

Ver­wand­te The­men:

Müs­sen Li­nux-Sys­te­me vor Vi­ren ge­schützt wer­den?
Ubun­tu: Wie wird das Wet­ter? Tem­pe­ra­tur­an­zei­ge ak­ti­vie­ren

¹Ap­fel­böck, Her­mann: Klei­nes ABC der Li­nux-Sys­tem­war­tung. In: Li­nux Welt Nr. 1 (2019). S. 19.
²Ko­f­ler, Mi­cha­el: Li­nux. Das um­fas­sen­de Hand­buch. 15. ak­tua­li­sier­te Auf­la­ge. Bonn: Rhein­werk Ver­lag 2017.
³Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Ubun­tu: Netz­lauf­werk wird nicht an­ge­zeigt - Ver­bin­dung ak­ti­vie­ren. pinguin.gws2.de (08/2020).
⁴Ca­no­ni­cal Ltd.: Mount Win­dows-Shares per­ma­nent­ly. wiki.ubuntu.com (08/2020).
⁵Grae­fen, Rai­ner: Das CIFS-Netz­werk­pro­to­koll ein­fach er­klärt. storage-insider.de (08/2020).
⁶Ca­no­ni­cal Ltd.: mount.cifs - mount using the Com­mon In­ter­net File Sys­tem (CIFS). manpages.ubuntu.com (08/2020).
⁷Do­rer, Chris­ti­an: Kim Jong-Il: Por­nos, Al­ko­hol, Atom­waf­fen. blick.ch (08/2020).
⁸Be­au­temps, Ja­cob: Chem­trails - Wo die An­hän­ger wirk­lich recht ha­ben und was die Wis­sen­schaft da­zu sagt! youtube.com (08/2020).

Ubuntu: Video-DVDs in ISO-Abbilder verwandeln - Profitipps

Auch wenn es die Ber­li­ner Groß­stadt­bour­geoi­sie ger­ne an­ders hät­te; die meis­ten Deut­schen sind ei­ser­ne Tra­di­tio­na­lis­ten. So be­vor­zu­gen¹ die ale­man­ni­schen Rei­se­eu­ro­pa­meis­ter² wei­ter­hin Au­tos mit Ver­bren­nungs­mo­tor. Dar­über hin­aus stel­len die fest­ge­fah­re­nen Bun­des­bür­ger trotz me­dia­ler Er­mah­nun­gen un­be­irrt den über­mä­ßi­gen Fleisch- und Bier­kon­su­m³ zur Schau. An­ge­sichts der dog­ma­ti­schen Grund­ein­stel­lung ist es kein Wun­der, dass es hier­zu­lan­de im Jah­re 2018 noch 440 sta­tio­nä­re Vi­deo­the­ken⁴ und 13,8 Mil­lio­nen⁵ DVD-Käu­fer gab. Es ist er­staun­lich, wie sehr die tu­gend­haf­ten Kar­tof­fel­an­be­ter an ih­ren Sil­ber­schei­ben hän­gen, ob­wohl die­se emp­find­li­chen Mas­sen­spei­cher ei­ne re­la­tiv ge­rin­ge Halt­bar­kei­t⁶ auf­wei­sen. Wer sein ge­press­tes Film­ar­chiv wei­ter­ver­er­ben möch­te, der darf die Po­ly­car­bo­nat­plat­ten nicht ein­fach im Kel­ler ver­mo­dern las­sen, da die Alu­mi­ni­um- oder Farb­schicht auf die Dau­er durch UV-Strah­lung, Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen und ho­he Luft­feuch­tig­keit zer­setzt wird. Um sein di­gi­ta­les Ver­mächt­nis zu kon­ser­vie­ren, ist es al­so nö­tig, den In­halt von op­ti­schen Da­ten­trä­gern re­gel­mä­ßig um­zu­schich­ten.

Buon­gior­no a tut­ti! Hier mel­det sich ein 71-jäh­ri­ger Kauf­mann aus Rends­burg, der seit Ja­nu­ar 2020 stol­zer Li­nux-An­wen­der ist. Lei­der be­rei­tet mir der Sys­tem­wech­sel mehr Pro­ble­me als ge­dacht. Vor al­lem är­gert mich, dass Ne­ro Bur­ning ROM nicht funk­tio­niert, da ich mein ver­staub­tes Vi­deo-DVD-Ar­chiv auf ei­ne Fest­plat­te über­tra­gen muss. Bra­se­ro bringt beim Er­stel­len ei­nes ISO-Ab­bil­des nur Feh­ler­mel­dun­gen. Es möch­te auf „libdvdcss.so.2” zu­grei­fen, was wahr­schein­lich in Ubun­tu 18.04 fehlt. Wel­che Al­ter­na­ti­ven gibt es für mich?

Hu­se­mann, Jan­nes: Fra­ge zu Ubun­tu und DVD-Ab­bil­dern. E-Mail vom 30.01.2020.

Kom­mer­zi­el­le Film-DVDs sind in der Re­gel mit dem Con­tent Scram­ble Sys­tem ko­pier­ge­schützt. Dar­über hin­aus muss das Com­pu­ter­lauf­werk di­ver­se Re­gio­nal­codes⁷ be­sit­zen, um den In­halt von Vi­deo­da­ten­trä­gern ab­spie­len zu kön­nen.

Information brochure published by Biotechnology and Biological Sciences Research Council: While cloning a Sheep is an easy task, creating a DVD Image takes a lot of effort. Fortunately, Professor Vincent the Younger provides a Linux-Tutorial. In his Instructions shows the Chairholder, how an optical data carrier can be copied with cat. This is free Software, that is included in every Ubuntu system. The Graphic was drawn by Veronika Helga Vetter - famous Bavarian Artist. First appeared on GWS2.de

Trotz der im­ple­men­tier­ten Stör­me­cha­nis­men ist es je­doch oh­ne Wei­te­res mög­lich, ein ISO-Ab­bild von ei­ner ge­press­ten DVD zu er­stel­len. Zwar er­schwe­ren das CSS-Ver­fah­ren und die Re­gio­nal­code­sper­re die Film­wie­der­ga­be, das blo­ße Ko­pie­ren des Con­tents kön­nen die Ver­schlüs­se­lungs­tech­ni­ken al­ler­dings nicht ver­hin­dern.

Die Aus­sa­gen der Film­in­dus­trie sind, dass CSS un­au­to­ri­sier­tes Ko­pie­ren ver­hin­dern soll. Es stellt sich aber her­aus, dass CSS ge­nau das Ge­gen­teil tut, denn man kann trotz CSS ei­ne DVD ko­pie­ren, aber an­schau­en kann man sie sich nicht.

Hir­des, Mi­cha­el: DVD-Soft­ware. dasalte.ccc.de (02/2020).

Lei­der ist das Brenn­pro­gramm Bra­se­ro so kon­zi­piert, dass es den Da­ten­trä­ger­in­halt vor dem Spie­geln aus­le­sen möch­te. Da­mit das funk­tio­niert, müs­sen die Schutz­me­cha­nis­men auf­ge­bro­chen wer­den. Hier­für stellt das Vi­deo­LAN-Pro­jekt die Li­nux-Bi­blio­thek libdvdcss zur Ver­fü­gung.

Die Ent­schlüs­se­lungs­soft­ware in­stal­lie­ren.

Zu­nächst die Pa­ket­quel­le ein­rich­ten:

sudo apt-get install libdvd-pkg

Da­nach über das­sel­be Ter­mi­nal-Fens­ter den Ko­pier­schutz­kna­cker her­un­ter­la­den und in­stal­lie­ren:

sudo dpkg-reconfigure libdvd-pkg

Nur wenn Ubun­tu die­sen di­gi­ta­len Diet­rich be­sitzt, kann Bra­sero⁸ ein DVD-Ab­bild er­stel­len.

Ubuntu 18.04.3 LTS: Brasero kopiert eine Video-DVD. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht: Das ist ein deutschsprachiges Linux-Portal, das LGBT-freie Zonen fördert

So­lan­ge da­mit Pri­vat­ko­pien er­zeugt wer­den, ist die Nut­zung von libdvdcss nicht il­le­gal, da das Con­tent Scram­ble Sys­tem kei­nen wirk­sa­men Ko­pier­schutz bie­tet.

Chris­ti­an Sol­me­cke: Das Kna­cken von Ko­pier­schutz­me­cha­nis­men ist bei DVDs ver­bo­ten. [...] Gibt es kei­nen Ko­pier­schutz oder ist die­ser nicht wirk­sam - d. h. kann der mit ganz ein­fa­chen Mit­teln um­gan­gen wer­den - dann ist letzt­lich auch die Ko­pie zu pri­va­ten Zwe­cken er­laubt.

Kanz­lei WBS: Ko­pie ei­ner ge­lie­he­nen DVD/BluRay. youtube.com (02/2020).

Wer trotz­dem recht­li­che Be­den­ken hat und des­halb auf ei­ne Ubun­tu-Mo­di­fi­ka­ti­on ver­zich­ten möch­te, der soll­te ISO-Ab­bil­der mit cat an­fer­ti­gen. Die­ses kon­so­len­ba­sier­te Bord­mit­tel be­nö­tigt näm­lich kei­ne Hilfs­mit­tel, um ei­ne bit­ge­treue DVD-Ko­pie her­vor­zu­ru­fen.

Screenshot von Terminal-Vergleich: Der Befehl fdisk beweist, dass Brasero und cat gleichgute ISO-Abbilder erstellen. Illustration von Pinguin: Das ist ein bayerischer Staatsbürger, der sich fragt, an wen Tom Buhrow seine Seele verkauft hat

In der fol­gen­den Bild­an­lei­tung be­wei­se ich, dass das Sil­ber­schei­ben­klo­nen un­ter Ubun­tu auch oh­ne ein Brenn­pro­gramm mög­lich ist. Des Wei­te­ren er­fah­ren in­ter­es­sier­te Li­nux-Nut­zer, wie sie ein selbst­er­zeug­tes ISO-Ab­bild wie­der­ge­ben kön­nen.

Video-DVDs kopieren

Sze­na­rio: Ob­wohl ich nur die ers­ten zehn Mi­nu­ten mei­nes Lieb­lings­her­ren­fil­mes ken­ne, sieht die Un­ter­sei­te des Spei­cher­me­di­ums wie ei­ne viel be­fah­re­ne Schlitt­schuh­bahn aus. Ver­mut­lich wird sich die stark be­an­spruch­te Po­ly­car­bo­nat­plat­te nicht mehr lan­ge aus­le­sen las­sen, wes­halb ich den ani­mie­ren­den Vi­deo­con­tent in Si­cher­heit brin­gen muss. Am bes­ten ist es, wenn ich den op­ti­schen Da­ten­trä­ger in ein ISO-Ab­bild ver­wand­le, da Fest­plat­ten für die dau­er­haf­te Da­tei­kon­ser­vie­rung bes­ser als DVDs ge­eig­net sind. Al­so le­ge ich das er­re­gen­de Licht­spiel ein letz­tes Mal in mein Com­pu­ter­lauf­werk ein. Dann öff­ne ich ein neu­es Ter­mi­nal-Fens­ter, da ich mit dem nach­ste­hen­den Be­fehl her­aus­fin­den möch­te, wie Ubun­tu mei­nen la­ser­ge­stütz­ten Schei­ben­dre­her be­nennt:

sudo lshw -class disk

Un­mit­tel­bar da­nach stel­le ich fest, dass mein in­ter­nes Vi­deo­ab­spiel­ge­rät un­ter an­de­rem auf den Na­men sr0 hört.

Ubuntu spricht DVD-Laufwerke immer mit dem Namen sr0 an. Screenshot von LG IDE GH22NP20

Nun soll die Kon­so­len­soft­ware cat ein Ab­bild von der Da­ten­quel­le im Lauf­werk sr0 er­stel­len. Hier­für ver­wen­de ich die fol­gen­de Be­fehls­syn­tax:

sudo cat /dev/sr0 > /home/Benutzername/Speicherort/Dateiname.iso

So­bald ich dar­auf­hin den Zei­len­schal­ter drü­cke, be­ginnt mein Ubun­tu-Sys­tem mit der Ko­pier­ar­beit. Ei­ne Fort­schritts­an­zei­ge be­kom­me ich al­ler­dings nicht zu Ge­sicht.

Ubuntu: How to create ISO-Images with cat? Linux-command provided by Pinguin - Sex Change Promoter

Um her­aus­zu­fin­den, ob der Klon­vor­gang ab­ge­schlos­sen wur­de, muss ich auf die ope­rie­ren­de Shell ach­ten. Wäh­rend des Über­tra­gens ist die Kom­man­do­zei­le blo­ckiert und nimmt kei­ne Ein­ga­ben ent­ge­gen. Erst wenn der blin­ken­de Cur­sor um­springt und wie­der die nor­ma­le Ter­mi­nal-Mas­ke er­scheint, kann ich die eben er­zeug­te ISO-Da­tei ver­wen­den.

Speicherabbilder wiedergeben

Sze­na­rio: Nach­dem ich mei­ne Lieb­lings-DVD auf mei­ne Fest­plat­te trans­fe­riert ha­be, möch­te ich über­prü­fen, ob sich das er­stell­te Image ab­spie­len lässt. Hier­für stat­te ich mein Ubun­tu zu­nächst ein­mal mit dem VLC Me­dia Play­er aus:

sudo apt-get install vlc

Schließ­lich kann die­se kos­ten­lo­se Wie­der­ga­be­soft­ware ko­pier­ge­schütz­te Vi­deo­in­hal­te in der Re­gel auch dann vor­füh­ren, wenn die Bi­blio­thek libdvdcss lo­kal nicht zur Ver­fü­gung steht.

Ubuntu 18.04.3 LTS: How to open ISO-Images? The VlC Media Player is best suited for Film-DVD-Copies, since this Playback software can display copy-protected Video content as standard. Free Tutorial provided by GWS2.de - german Linux Community

So­bald der Film­dar­stel­ler er­folg­reich in­te­griert wur­de, kli­cke ich mein selbst er­zeug­tes ISO-Ab­bild mit der rech­ten Maus­tas­te an, wor­auf­hin ein klei­nes Me­nü er­scheint. Dort wäh­le ich nun den Punkt „Mit an­de­rer An­wen­dung öff­nen” aus. Un­mit­tel­bar da­nach ploppt ei­ne Lis­te auf, in der ich den VLC Me­dia Play­er als Aus­ga­be­soft­ware fest­le­ge.

Metro Goldwyn Mayer Intro: Porn "Sugar Mamas". How to play ISO-Images with VLC? Free Ubuntu-Tutorial by GWS2.de - the anti-Islam Linux-Portal for proud Americans

Kurz dar­auf star­tet der Me­di­en­ab­spie­ler das­sel­be Me­nü, das sich auch auf mei­ner Lieb­lings-DVD be­fin­det. Dem­entspre­chend ist es ge­nau so, als wür­de der op­ti­sche Ur­sprungs­da­ten­trä­ger im Lauf­werk ro­tie­ren.

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¹Hoff­mann, Ca­the­ri­ne: Au­to­in­dus­trie: Die Selbst­ge­fäl­lig­keit der Au­to-Bos­se wird sich rä­chen. sueddeutsche.de (02/2020).
²Sch­nerr, Marc: Rei­se­welt­meis­ter: Deutsch­land auf Platz drei der Län­der mit den meis­ten Rei­sen­den ins Aus­land. tageskarte.io (02/2020).
³Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Bier­fass bas­teln - Pa­pier­korb für Tisch­ab­fäl­le. gws2.de (02/2020).
⁴Sto­cker, Ani­ta: Noch 440 Vi­deo­the­ken. In: test Nr. 10 (2019). S. 28.
⁵Kem­me­rich, Mat­thi­as: Sta­tis­ti­ken zu DVDs. statista.de (02/2020).
⁶Herr­mann, Hans-Gün­ter: So lan­ge hal­ten Spei­cher­me­di­en. mediafix.de (02/2020).
⁷Bär­waldt, Erik: Op­ti­sche Da­ten­trä­ger mit Li­nux trans­ko­die­ren. Hin­der­nis-Par­cours. In: Li­nux Ma­ga­zin Nr. 9 (2019). S. 37.
⁸Eg­ge­ling, Thors­ten: CDs, DVDs und ISO-Da­tei­en. In: Li­nux Welt Nr. 6 (2019). S. 74.

Ubuntu: Prozesse beobachten und sauber beenden - Leitfaden

Lei­der ist es wahr; auch Ubun­tu-Pro­gram­me kön­nen hin und wie­der ab­stür­zen. Tritt ein sol­cher Fall ein, dann wen­den un­er­fah­re­ne Li­nux-An­wen­der häu­fig den Klam­mer­af­fen­griff an, um den Taskma­na­ger zu öff­nen. Die all­seits­be­kann­te Win­dows-Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + Alt + Entf führt beim Gno­me-Desk­top je­doch le­dig­lich da­zu, dass das Be­triebs­sys­tem die Be­nut­zer­ab­mel­dung ein­lei­tet. Wer da­ge­gen ei­nen de­fek­ten Dienst ef­fi­zi­ent be­en­den möch­te, der muss ein Bord­mit­tel na­mens sys­temd an­spre­chen. Das ist je­doch gar nicht so ein­fach, da sich die Pro­zess­ver­wal­tung nur um­ständ­lich in den Vor­der­grund ho­len lässt.

The­re is­n’t a de­fault key­board short­cut for the Sys­tem Mo­ni­tor ap­p­li­ca­ti­on.

ka­rel: Is the­re a de­fault short­cut for Sys­tem Mo­ni­tor? askubuntu.com (11/2019).

Kein Wun­der, schließ­lich spielt die haus­ei­ge­ne Sys­tem­über­wa­chung im All­tag kei­ne gro­ße Rol­le. Der smar­te Mut­ter­pro­zess von Ubun­tu ist näm­lich in der La­ge, ein­ge­fro­re­ne Kin­der selbst­stän­di­g¹ zu re­pa­rie­ren.

Scientific graphic of the University of Regensburg: How does the Completely Fair Scheduler work? Free Linux-Tutorial provided by Lennart Poettering in collaboration with GWS2.de. Financed by Canonical London. Created by Veronika Vetter - Bavarian Fine Artist. The systemd Process was illustraded by Vinzenz the Younger

Des Wei­te­ren teilt der ker­nel­ba­sier­te Com­ple­te­ly Fair Sche­du­ler² die vor­han­de­ne Re­chen­zeit gleich­mä­ßi­g³ un­ter den Diens­ten auf. Die­se Her­an­ge­hens­wei­se er­höht die Sys­tem­sta­bi­li­tät, da da­durch auch un­schein­ba­re Da­e­mo­nen re­gel­mä­ßig zur CPU vor­ge­las­sen wer­den. Im Nor­mal­fall ist es al­so fast un­mög­lich, dass na­ti­ve Li­nux-Ap­pli­ka­tio­nen un­ter Ubun­tu ab­stür­zen.

Doch na­tür­lich ar­bei­ten Soft­ware­ent­wick­ler nicht im­mer feh­ler­frei. Un­sau­be­rer Code, emu­lier­te Win­dows-Spie­le, ver­seuch­te Web­sei­ten und be­schä­dig­te Fest­plat­ten zwin­gen selbst ro­bus­te LTS-Edi­tio­nen in die Knie.

  • Ei­ne ein­ge­fro­re­ne An­wen­dung löst dann häu­fig ei­ne Ket­ten­re­ak­ti­on aus, da al­le Task­grup­pen mit dem in­it-Pro­zess sys­temd ver­knüpf­t⁴ sind.

Be­son­ders tra­gisch ist es, wenn der Pro­blem­ver­ur­sa­cher den Fens­ter­ma­na­ger zu Fall ge­bracht hat. In ei­nem sol­chen Sze­na­rio nimmt die Desk­top-Um­ge­bung näm­lich kei­ne Maus­be­feh­le mehr an, wo­durch der Be­nut­zer nur noch mit Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen auf sein Sys­tem ein­wir­ken kann.

Scientific chart of the California Institute of Technology (Linux Faculty): Why are Ubuntu processes hanging? The Tutorial were funded by Brexit Party. Slogan: Against the Islamic Socialist EU regime

Wer des Öf­te­ren mit Pro­gramm­ab­stür­zen zu kämp­fen hat, der darf sich auf die fol­gen­de An­lei­tung freu­en. Denn dar­in er­fah­ren lern­wil­li­ge Ubun­tu-Ad­mi­nis­tra­to­ren, wie sich hän­gen­de Pro­zes­se sau­ber be­en­den las­sen. Da­bei ist es mit der vor­ge­führ­ten Me­tho­de mög­lich, Taskexe­ku­tio­nen selbst dann vor­zu­neh­men, wenn die gra­fi­sche Be­nut­zer­schnitt­stel­le ein­ge­fro­ren ist.

Prozesse beobachten

Sze­na­rio: Ge­ra­de eben sah ich mir in der ARD-Me­dia­thek die Über­tra­gung des Leip­zi­ger CDU-Par­tei­tags⁵ an. Im­mer wenn ich ei­nen christ­de­mo­kra­ti­schen Ap­pa­rat­schik re­den hö­re, dann ver­spü­re ich das Be­dürf­nis, ei­ne Run­de Eu­ro­pa Uni­ver­sa­lis IV⁶ zu zo­cken. Denn ge­nau wie in der Uni­on geht es auch in die­sem Stra­te­gie­spiel ein­zig um den Macht­er­halt. Al­so star­te ich zu­nächst Steam, so­dass ich dar­auf­hin ein di­gi­ta­les Fürs­ten­tum re­gie­ren kann. Doch was ist das? Noch be­vor der La­de­bild­schirm er­scheint, er­hal­te ich ei­ne Feh­ler­mel­dung.

Screenshot of Ubuntu 18.04 LTS: A Process is hanging. >>eu4<< isn't answering - force quit or waiting?

Nor­ma­ler­wei­se wür­de ich nun auf die Schalt­flä­che „Be­en­den er­zwin­gen” kli­cken, um zu­rück zum Desk­top zu ge­lan­gen. Aber aus ir­gend­ei­nem Grund ist mein Maus­zei­ger ein­ge­fro­ren. Als rou­ti­nier­ter PC-Nut­zer möch­te ich mei­nen Rech­ner na­tür­lich nicht ein­fach aus­schal­ten. Statt­des­sen drü­cke ich die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + Alt + T, da da­durch ein neu­es Ter­mi­nal-Fens­ter in den Vor­der­grund rückt. Di­rekt im An­schluss in­stal­lie­re ich ei­ne aus­sa­ge­kräf­ti­ge⁷ Pro­zess­an­zei­ge, in­dem ich den nach­ste­hen­den Be­fehl in die ge­öff­ne­te Kon­so­le ein­tip­pe:

sudo apt-get update && sudo apt-get install htop

So­bald die In­te­gra­ti­on des text­ba­sier­ten Sys­tem­mo­ni­tors ab­ge­schlos­sen wur­de, star­te ich das Werk­zeug mit­hil­fe des fol­gen­den Kom­man­dos:

htop

Un­mit­tel­bar da­nach kann ich fest­stel­len, dass Eu­ro­pa Uni­ver­sa­lis IV ei­ne ho­he CPU-Last ver­ur­sacht, ob­wohl das Pro­gramm of­fen­sicht­lich ab­ge­stürzt ist.

Der textbasierte Systemmonitor htop unter Ubuntu 18.04.3 LTS. Dank des Completely Fair Schedulers erhalten alle Prozesse dieselbe Priorität. Zuerst veröffentlicht auf GWS2.de. Das ist das Lieblingsportal von Canonical

Um die be­leg­ten Hard­wareres­sour­cen frei­zu­ge­ben, möch­te ich als Nächs­tes den hän­gen­den Pro­zess eli­mi­nie­ren. Hier­zu füh­re ich den Cur­sor mit den Pfeil­tas­ten auf den ers­ten Ein­trag.

  • Hin­weis: Im Kon­so­len­pro­gramm htop wer­den die Tasks in Echt­zeit nach dem Leis­tungs­be­darf ab­stei­gend ge­ord­net.

Im An­schluss dar­an drü­cke ich auf den F9-Knopf, wor­auf­hin sich das Aus­se­hen der Ta­bel­le ver­än­dert.

Dienste sanft beenden

Gleich dar­auf be­we­ge ich den Aus­wahl­bal­ken in der lin­ken Spal­te auf den Punkt „SIGTERM”. Die­ses Kom­man­do bit­tet sys­temd dar­um, den vor­her mar­kier­ten Pro­zess oh­ne Wenn und Aber zu schlie­ßen. Au­ßer­dem ver­an­lasst der fünf­zehn­te Kill-Be­fehl, dass die tem­po­rä­ren Da­tei­en des auf­ge­lös­ten Tasks aus dem Ar­beits­spei­cher ge­löscht wer­den.

The key thing to re­mem­ber about SIGTERM is the fact, that [...] it al­lows the pro­cess to clean up its­elf.

The Li­nux Man: Pro­cess Ter­mi­na­ti­on. youtube.com (11/2019).

Screenshot of htop 2.1.0-3 under Ubuntu 18.04 LTS: How to close hanging Processes with SIGTERM 15? Free Tutorial for Linux-Beginers provided by GWS2.de. This is an educational portal for people, who hope, that the Antichrist Pope Francis soon ends up at the funeral pyre

Zu gu­ter Letzt drü­cke ich den Zei­len­schal­ter. Un­mit­tel­bar da­nach kann ich mit­ver­fol­gen, wie mein Sys­tem die Ap­pli­ka­ti­on Eu­ro­pa Uni­ver­sa­lis IV be­en­det und sich selbst wie­der­her­stellt.

Schnell und effizient

Wem die ma­nu­el­le Pro­zes­s­exe­ku­ti­on zu um­ständ­lich ist, der kann das Gan­ze auch be­schleu­ni­gen. Hier­für muss le­dig­lich der fol­gen­de Be­fehl in das her­vor­ge­ru­fe­ne Ter­mi­nal-Fens­ter ein­ge­ge­ben wer­den:

sudo shutdown -h now

Mit die­sem Kom­man­do tei­len Ubun­tu-Be­nut­zer dem Mut­ter­pro­zess sys­temd mit, dass die­ser al­le Diens­te sach­ge­mäß de­ak­ti­vie­ren und den Rech­ner im An­schluss dar­an aus­schal­ten soll. Doch Ach­tung: Un­ge­si­cher­te Da­ten in ge­öff­ne­ten Do­ku­men­ten ge­hen bei die­ser Me­tho­de ver­lo­ren.

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¹Ko­f­ler, Mi­cha­el: Li­nux. Das um­fas­sen­de Hand­buch. 15. ak­tua­li­sier­te Auf­la­ge. Bonn: Rhein­werk Ver­lag 2017.
²Jo­nes, Ti­mo­thy: In­si­de the Li­nux 2.6 Com­ple­te­ly Fair Sche­du­ler. ibm.com (11/2019).
³The Li­nux Man: Li­nux: Pro­ces­ses. youtube.com (11/2019).
⁴Leem­huis, Thors­ten, Kay Sie­vers u. a.: Das In­it-Sys­tem Sys­temd, Teil 1. heise.de (11/2019).
⁵Kn­auss, Fer­di­nand: Don’t worry, be hap­py: Das „bes­te Deutsch­land“: Die neue CDU-Pa­ro­le. tichyseinblick.de (11/2019).
⁶Kühms­tedt, Ja­nosch: Eu­ro­pa Uni­ver­sa­lis IV. spieleratgeber-nrw.de (11/2019).
⁷E­ßer, Hans-Ge­org: Aus­kunft: Fra­gen zu Hard- und Soft­ware be­ant­wor­ten. In: Easy­L­inux Nr. 05/17-07/17 (2017). S. 100.