Das Ubuntu Handbuch | Anleitungen für Linux-Freunde

Warum deine Scans unter Ubuntu schlecht sind – und wie NAPS2 das Problem löst

En­de der 1990er Jah­re zog mit Win­dows 98 ei­ne neue Ge­rä­te­klas­se in vie­le deut­sche Haus­hal­te ein: der Flach­bett­scan­ner. Der USB-Stan­dard setz­te sich ge­ra­de durch, und plötz­lich ließ sich neue Hard­ware tat­säch­lich ein­fach kon­fi­gu­rie­ren. Gleich­zei­tig exis­tier­ten we­der er­schwing­li­che Di­gi­tal­ka­me­ras noch Smart­phones. Fo­tos la­gen in di­cken Fa­mi­li­en­al­ben und wer sie si­chern oder per E-Mail ver­schi­cken woll­te, leg­te Bild für Bild auf den Scan­ner und war­te­te ge­dul­dig, bis der Leucht­bal­ken sei­ne Run­de ge­dreht hat­te. Mit Smart­phones und Di­gi­tal­ka­me­ras ver­lor der klas­si­sche Flach­bett­scan­ner spä­ter an Be­deu­tung. Die Tech­nik ver­schwand je­doch nicht, son­dern wan­der­te in Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­te. Dru­cken, ko­pie­ren, scan­nen – al­les in ei­nem Ge­rät. Ge­ra­de un­ter Ubun­tu war das al­ler­dings lan­ge Zeit ei­ne klei­ne Ge­dulds­pro­be. Bis zur CO­VID-19-Pan­de­mie war es näm­lich kei­ne Sel­ten­heit, dass Dru­cker aber be­son­ders Scan­ner erst nach et­was Re­cher­che und Bas­tel­ar­beit zu­ver­läs­sig funk­tio­nier­ten.

ℹ️ Frü­her muss­ten Scan­ner un­ter Li­nux vom Frame­work SANE (Scan­ner Ac­cess Now Easy)¹ un­ter­stützt wer­den. Fehl­te ein pas­sen­des Ba­ckend – et­wa bei vie­len Mo­del­len von Ca­non, Ep­son oder Lex­mark – ließ sich das Ge­rät oh­ne pro­prie­tä­ren Her­stel­ler­trei­ber nicht nut­zen.

Selbst wenn Ubun­tu den Scan­ner er­kann­te, lie­fer­te das SA­NE-Front­end Simp­le Scan – heu­te als „Do­ku­men­ten-Scan­ner“ be­kannt – oft nur mä­ßi­ge Er­geb­nis­se. Die Bild­qua­li­tät war häu­fig ent­täu­schend und bot deut­lich we­ni­ger Ein­stell­mög­lich­kei­ten als die Win­dows-Soft­ware der Her­stel­ler. Da al­ler­dings oh­ne­hin im­mer we­ni­ger Men­schen ernst­haft scann­ten, ar­ran­gier­ten sich die meis­ten An­wen­der still­schwei­gend mit die­sem Zu­stand.

Das abgebildete Multifunktionsgerät, ein Brother MFC-J4540DWXL, präsentiert sich in einer bewusst geöffneten Arbeitsstellung und gibt damit einen direkten Einblick in seine Kernfunktionen als Scan- und Drucksystem. Die geöffnete Scannerabdeckung legt die Glasfläche frei, die für Flachbettscans genutzt wird – ein zentrales Element des Artikels, da hier die Qualität der Digitalisierung von Dokumenten maßgeblich entsteht. Die klare, plane Scanfläche signalisiert bereits auf den ersten Blick: Hier entscheidet sich, ob ein Dokument sauber erfasst oder zur OCR-Katastrophe wird. Gleichzeitig ist die Frontklappe geöffnet, wodurch der Blick auf die eingesetzten Tintenpatronen freigegeben wird. Besonders auffällig: Die schwarze Patrone stammt offensichtlich nicht vom Originalhersteller, sondern von einem Drittanbieter. Das ist kein Zufall, sondern ein praxisnaher Hinweis auf die Alltagstauglichkeit des Geräts – auch mit alternativen Verbrauchsmaterialien arbeitet der Drucker stabil und zuverlässig, ohne sofort in Fehlermeldungen oder Einschränkungen zu verfallen. Für preisbewusste Anwender ein nicht zu unterschätzender Faktor. Das Gerät ist eingeschaltet, was sich durch das aktive Bedienfeld mit dem gut sichtbaren Brother-Logo und den Statusanzeigen zeigt. Dadurch wirkt das Bild nicht wie ein steriles Produktfoto, sondern wie eine echte Arbeitssituation – genau das, was man in einer praxisorientierten Umgebung erwarten würde. Insgesamt transportiert das Bild mehr als nur Hardware: Es zeigt ein funktionales Werkzeug für den Alltag. Der Brother MFC-J4540DWXL ist nicht nur ein klassischer Drucker, sondern ein vielseitiges Gerät, das insbesondere durch seine Unterstützung von eSCL (AirScan) auch im Linux-Umfeld punktet. Dadurch lässt er sich ohne proprietäre Treiber direkt mit Tools wie Simple Scan oder NAPS2 ansprechen – ein klarer Vorteil für Nutzer, die auf langfristige Kompatibilität und wartungsarme Systeme setzen. Als visuelles Element eignet sich das Gerät daher nicht nur zur Illustration, sondern auch als Statement: moderne Peripherie, die funktioniert, ohne dass man sich mit Treiberhölle und Hersteller-Gängelung herumschlagen muss. Foto von Veronika Helga Vetter - Computerheld Linz / GWS2.de / März 2026

Doch in der zwei­ten Hälf­te der 2020er-Jah­re er­lebt das Di­gi­ta­li­sie­rungs­ge­rät plötz­lich ei­ne klei­ne Re­nais­sance – aus­ge­rech­net dank KI. Wäh­rend Scan­ner jah­re­lang ein Ni­schen­da­sein führ­ten, ha­ben sie heu­te wie­der ei­nen ganz prak­ti­schen Zweck.

ℹ️ Le­sen war ges­tern. Un­an­ge­neh­me Brie­fe mit sei­ten­lan­gen Text­blö­cken von An­wäl­ten, Fi­nanz­äm­tern, Kran­ken­kas­sen, Schu­len oder Strom­an­bie­tern lan­den heu­te oft di­rekt auf dem Scan­ner. An­schlie­ßend wird das Do­ku­ment in ChatGPT oder Ge­mi­ni hoch­ge­la­den – und die KI for­mu­liert in we­ni­gen Se­kun­den ein pas­sen­des Ant­wort­schrei­ben, oh­ne dass man sich selbst durch ju­ris­ti­sche Flos­keln oder Be­hör­den­pro­sa kämp­fen muss.

Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt aus einer eingescannten PDF-Datei einer behördlichen Anonymverfügung – also einem offiziell relevanten Dokument, das ursprünglich physisch erstellt, anschließend jedoch lediglich abfotografiert oder qualitativ minderwertig eingescannt und digital weiterverarbeitet wurde. Bereits auf den ersten Blick fällt die unruhige, leicht verwaschene Darstellung der Schrift auf: Die Buchstaben wirken nicht sauber abgegrenzt, sondern leicht ausgefranst und inhomogen, was auf eine unzureichende Scanauflösung oder eine fehlerhafte Nachbearbeitung hindeutet. Besonders kritisch ist die fehlende strukturelle Klarheit des Dokuments. Die typischen Merkmale eines hochwertigen OCR-Scans – klar definierte Textkanten, gleichmäßiger Kontrast und saubere Segmentierung der Inhalte – sind hier nicht gegeben. Stattdessen scheint es sich um ein reines Rasterbild zu handeln, bei dem Text und Hintergrund nicht getrennt verarbeitet wurden. Das führt dazu, dass der Inhalt für Texterkennungssysteme nur eingeschränkt oder fehlerhaft interpretierbar ist. In der Praxis bedeutet das: Automatisierte Weiterverarbeitung, Durchsuchbarkeit oder Integration in digitale Workflows sind massiv erschwert oder schlicht nicht möglich. Hinzu kommt die visuelle Wirkung: Trotz des offiziellen Charakters des Dokuments entsteht durch die mangelhafte Scanqualität ein unprofessioneller Gesamteindruck. Unschärfen, leichte Grauschleier im Hintergrund und eine insgesamt „flache“ Darstellung lassen das Dokument eher wie eine hastige Notlösung wirken als wie eine formell korrekte behördliche Mitteilung. Gerade in einem Kontext, in dem es um rechtlich relevante Inhalte wie Verkehrsverstöße geht, untergräbt eine solche Darstellung die wahrgenommene Seriosität der ausstellenden Stelle. Technisch betrachtet wäre dieses Problem heute trivial vermeidbar. Moderne Multifunktionsgeräte in Kombination mit aktuellen Softwarelösungen ermöglichen eine deutlich bessere Digitalisierung: Mit sauberen Scanprofilen, ausreichender DPI-Einstellung und aktivierter OCR lassen sich Dokumente erzeugen, die sowohl visuell klar als auch maschinenlesbar sind. Selbst unter Linux – etwa mit Tools wie NAPS2 oder über eSCL/AirScan direkt aus Anwendungen wie Simple Scan – ist eine hochwertige, treiberlose Scanpipeline problemlos umsetzbar. Das gezeigte Beispiel steht damit sinnbildlich für einen veralteten Workflow: Statt strukturierter Digitalisierung wurde lediglich ein Bild erzeugt. In einer Zeit, in der selbst Standard-Setups präzise OCR-Ergebnisse liefern, ist das nicht mehr zeitgemäß – weder technisch noch in der Außenwirkung. Blitzer in Schiedlberg (Oberösterreich) - Geld für die Staatskasse

Schlecht ein­ge­scann­te Do­ku­men­te – wie et­wa die­ser Be­hör­den­brief – brin­gen in der Pra­xis meh­re­re hand­fes­te Nach­tei­le mit sich:

  • KI-Sys­te­me ar­bei­ten nur dann zu­ver­läs­sig, wenn die zu­grun­de lie­gen­den Da­ten sau­ber er­fasst wur­den. Hoch­wer­ti­ge OCR-Scans lie­fern struk­tu­rier­te, gut les­ba­re Tex­te. Schlech­te Scans hin­ge­gen füh­ren zu feh­ler­haf­ter Zei­chen­er­ken­nung, was die Ge­nau­ig­keit von KI-An­wen­dun­gen mas­siv be­ein­träch­tigt.

  • Ein schwer les­ba­rer Scan wirkt un­pro­fes­sio­nell – un­ab­hän­gig da­von, ob er per E-Mail ver­schickt oder in di­gi­ta­len Sys­te­men ab­ge­legt wird. Ge­ra­de bei of­fi­zi­el­ler Kor­re­spon­denz kann das den Ein­druck von Nach­läs­sig­keit ver­mit­teln und das Image von Frei­be­ruf­lern oder Or­ga­ni­sa­tio­nen ne­ga­tiv be­ein­flus­sen.

Dar­über hin­aus ver­bes­sern qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Scans auch die Bar­rie­re­frei­heit: Screen­rea­der kön­nen den Text deut­lich zu­ver­läs­si­ger er­fas­sen, was ins­be­son­de­re für Men­schen mit Seh­be­hin­de­run­gen ent­schei­dend ist.

Der Screenshot zeigt einen direkten Vergleich zweier Scan-Ergebnisse desselben Dokuments in einer vertikalen Split-Ansicht. Im oberen Bereich wurde das Dokument mit NAPS2 inklusive aktivierter OCR-Funktion erfasst, während im unteren Bereich das identische Dokument mit dem unter Ubuntu standardmäßig verfügbaren Tool Simple Scan digitalisiert wurde. Beide Ergebnisse werden in einer typischen PDF-Ansicht dargestellt, inklusive Suchfeld – ein entscheidendes Detail für die Bewertung der Texterkennung. Im oberen Segment fällt sofort die höhere Scanqualität auf. Die Weißflächen wirken deutlich homogener und frei von störendem Bildrauschen („Griesel“), was auf eine saubere Verarbeitung und bessere Signalaufbereitung beim Scanprozess hinweist. Auch die Graustufen sind klar differenziert und tendieren zu einem neutralen, gleichmäßigen Grau, anstatt in fleckige oder kontrastarme Bereiche zu kippen. Das Schriftbild ist scharf, die Kanten sind sauber definiert – ideale Voraussetzungen für eine zuverlässige OCR-Erkennung. Diese funktioniert hier auch erwartungsgemäß: Im Suchfeld wurde exemplarisch nach einem Begriff gesucht, und das System ist in der Lage, den Text innerhalb des Dokuments korrekt zu identifizieren und anzuspringen. Das ist ein klares Indiz dafür, dass es sich nicht nur um ein einfaches Rasterbild handelt, sondern um ein strukturiertes, maschinenlesbares PDF mit hinterlegter Textebene. Genau das ist die Grundlage für moderne Workflows, etwa für Archivierung, Volltextsuche oder KI-gestützte Weiterverarbeitung. Im unteren Bereich hingegen zeigt sich das Ergebnis von Simple Scan – und damit die typischen Limitierungen des Bordmittels. Die Scanfläche wirkt sichtbar unruhiger, mit leichtem Hintergrundrauschen und weniger konsistenten Grauwerten. Der Text erscheint weicher, teilweise minimal verschwommen, wodurch die Kantenschärfe leidet. Noch gravierender ist jedoch das Fehlen einer funktionierenden OCR-Ebene: Trotz identischer Suchanfrage kann kein Treffer erzielt werden, was darauf hinweist, dass entweder gar keine Texterkennung stattgefunden hat oder diese nicht korrekt eingebettet wurde. Technisch betrachtet handelt es sich hier also um den Unterschied zwischen einem reinen Bildscan und einem vollwertigen, durchsuchbaren Dokument. Während NAPS2 standardmäßig ein qualitativ hochwertiges, OCR-optimiertes Ergebnis liefert, bleibt Simple Scan auf einem funktionalen, aber letztlich unzureichenden Niveau stehen. Für einfache Zwecke mag das genügen – für professionelle Anwendungen, saubere Archivierung oder automatisierte Verarbeitung jedoch nicht. Der Vergleich macht damit deutlich: Wer unter Ubuntu Wert auf hochwertige Scans legt, kommt an spezialisierten Tools wie NAPS2 in Kombination mit eSCL/AirScan kaum vorbei. Das Bordmittel erfüllt seinen Zweck – mehr aber auch nicht. Ein Vergleich vom TÜV Rheinland-Pfalz in Kooperation mit pinguin.gws2.de - deutschsprachiges Ubuntu-Handbuch März 2026

Ubun­tu-An­wen­der soll­ten da­her das funk­ti­ons­ar­me Bord­mit­tel mei­den und statt­des­sen auf NAPS2 set­zen. Die quell­of­fe­ne Soft­ware² ar­bei­tet zu­ver­läs­sig mit mo­der­nen eS­CL-Scan­nern zu­sam­men und er­mög­licht das Spei­chern von Do­ku­men­ten in den For­ma­ten PDF, PNG, JPEG und TIFF.

ℹ️ eS­CL (AirScan) ba­siert auf HTTP/HTTPS und er­mög­licht die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Scan­nern oh­ne her­stel­ler­spe­zi­fi­sche Trei­ber. Der Stan­dard wird von vie­len Her­stel­lern (z. B. HP, Brot­her, Ep­son) un­ter­stützt und ver­mei­det pro­prie­tä­re Ab­hän­gig­kei­ten. Für Ubun­tu-Nut­zer be­deu­tet das: bes­se­re Lang­zeit­kom­pa­ti­bi­li­tät und deut­lich ge­rin­ge­rer War­tungs­auf­wand.

NAPS2 installieren

Für die In­stal­la­ti­on der leis­tungs­fä­hi­gen Scan-Soft­ware NAPS2 un­ter Ubun­tu ist zu­nächst der Down­load der pas­sen­den In­stal­la­ti­ons­da­tei er­for­der­lich. Da­zu wird die of­fi­zi­el­le Web­sei­te des Pro­jekts auf­ge­ru­fen und die ak­tu­el­le DEB-Da­tei für 64-Bit-Sys­te­me (x64) her­un­ter­ge­la­den.

Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt der offiziellen Download-Seite von NAPS2 im Bereich „Linux“ und stellt die verschiedenen Installationsoptionen übersichtlich in Tabellenform dar. Im Fokus steht dabei die Auswahl der passenden Installationspakete für unterschiedliche Systemarchitekturen und Paketformate. Im oberen Bereich der Tabelle sind die klassischen distributionsspezifischen Pakete gelistet. Für Debian-basierte Systeme wie Ubuntu wird ein „Installer (x64)“ im DEB-Format angeboten, der mit einer Dateigröße von 16,4 MB ausgewiesen ist. Diese Variante ist für die meisten Desktop-Systeme die richtige Wahl, da sie sich nahtlos in das Paketmanagement von Ubuntu integriert. Alternativ steht auch eine ARM64-Version bereit, die insbesondere für energieeffiziente Systeme oder spezielle Hardwareplattformen relevant ist. Zusätzlich werden RPM-Pakete für Red-Hat-basierte Distributionen wie Fedora oder Rocky Linux angeboten, ebenfalls jeweils für x64 und ARM64. Darunter folgen Flatpak-Pakete, die distributionsunabhängig eingesetzt werden können. Diese Variante bringt ihre eigenen Abhängigkeiten mit und eignet sich besonders für Umgebungen, in denen eine möglichst isolierte und portable Installation bevorzugt wird. Allerdings kann es hier – je nach Setup – zu Einschränkungen bei der Scanneranbindung kommen, insbesondere wenn proprietäre oder spezielle SANE-Treiber benötigt werden. Die Tabelle selbst ist klar strukturiert: Links wird die jeweilige Architektur und Installationsart angegeben, mittig das Paketformat (z. B. „deb“, „rpm“, „flatpak“) und rechts die jeweilige Dateigröße. Diese Darstellung ermöglicht es auch weniger technikaffinen Nutzern, schnell die passende Version für ihr System zu identifizieren. Unterhalb der Tabelle befindet sich ein Zeitstempel („Last updated August 30, 2025“), der auf die Aktualität der bereitgestellten Version hinweist. Ergänzend werden weiterführende Links angeboten, darunter Changelog, Prüfsummen (Hashes), GPG-Schlüssel sowie der Quellcode. Diese Elemente sind insbesondere für fortgeschrittene Nutzer relevant, die Wert auf Integritätsprüfung, Nachvollziehbarkeit und Transparenz legen – typische Merkmale eines etablierten Open-Source-Projekts. Insgesamt vermittelt der Screenshot einen technisch aufgeräumten und professionellen Eindruck. Die klare Trennung nach Plattform, Architektur und Paketformat unterstreicht den Anspruch von NAPS2, als plattformübergreifende Scanlösung für unterschiedliche Einsatzszenarien zu fungieren – von klassischen Desktop-Systemen bis hin zu spezialisierten Linux-Setups. GWS2.de - März 2026

Nach dem Down­load be­fin­det sich die Da­tei üb­li­cher­wei­se im Ver­zeich­nis „Down­loads“. Ein Dop­pel­klick führt un­ter Ubun­tu da­zu, das Pa­ket mit der Ar­chiv­ver­wal­tung zu öff­nen – tech­nisch mög­lich, aber nicht ziel­füh­rend. Der kor­rek­te Weg ist ein Rechts­klick auf die Da­tei, ge­folgt von „Öff­nen mit“ und an­schlie­ßend „An­wen­dungs­zen­trum“. Da­durch wird das Pa­ket sau­ber als in­stal­lier­ba­re Soft­ware er­kannt.

Der Screenshot zeigt eine dreiteilige, vertikal angeordnete Darstellung des Installationsprozesses von NAPS2 unter Ubuntu 24.04.4 LTS und bildet damit den kompletten Weg von der heruntergeladenen Datei bis zur installierten Anwendung ab. Im oberen Bereich ist der Dateimanager („Persönlicher Ordner > Downloads“) zu sehen. Dort liegt die zuvor heruntergeladene Installationsdatei „naps2-8.2.1-linux-x64.deb“, die visuell durch ein typisches Paket-Icon hervorgehoben wird. Rechts daneben erscheint eine kontextbezogene Aktion mit dem Hinweis „Mit Anwendungszentrum öffnen“, was bereits den korrekten Installationsweg signalisiert. Dieser Schritt ist entscheidend, da Ubuntu DEB-Pakete standardmäßig nicht immer direkt als Softwareinstallation interpretiert, sondern alternativ auch mit weniger geeigneten Werkzeugen öffnen kann. Der mittlere Abschnitt zeigt das Ubuntu-Anwendungszentrum nach dem Öffnen der DEB-Datei. Die Anwendung „naps2“ wird hier mit einer kurzen Beschreibung („Scan documents to PDF and more, as simply as possible.“) dargestellt. Ergänzend werden technische Metadaten wie die Paketgröße (17,16 MB) sowie Lizenzinformationen angezeigt. Zentral im Fokus steht die grüne Schaltfläche „Installieren“, über die der eigentliche Installationsprozess angestoßen wird. Dieser Schritt integriert die Software sauber in das System und sorgt dafür, dass Abhängigkeiten korrekt behandelt werden. Im unteren Bereich ist schließlich das Ergebnis der erfolgreichen Installation zu sehen. In der Anwendungsübersicht von Ubuntu wurde nach „NAPS2“ gesucht, wodurch das entsprechende Programm-Icon angezeigt wird. Das Icon selbst zeigt stilisiert einen Flachbettscanner mit eingelegtem Dokument – passend zur Funktion der Software. Die Anwendung ist damit vollständig installiert und kann direkt gestartet werden. Insgesamt verdeutlicht der Screenshot einen sauberen, nachvollziehbaren Installationsablauf unter Ubuntu: vom manuellen Download eines DEB-Pakets über die systemkonforme Installation im Anwendungszentrum bis hin zur Integration in die grafische Oberfläche. Gerade für Nutzer, die nicht ausschließlich mit der Kommandozeile arbeiten möchten, stellt dieser Weg eine praxisnahe und zuverlässige Methode dar. Deutsches Ubuntu-Handbuch

Im nächs­ten Schritt öff­net sich das Ubun­tu-An­wen­dungs­zen­trum mit ei­ner De­tail­an­sicht des Pa­kets. Dort steht ei­ne grü­ne Schalt­flä­che „In­stal­lie­ren“ be­reit, über die der In­stal­la­ti­ons­vor­gang ge­star­tet wird. Ge­ge­be­nen­falls weist Ubun­tu dar­auf hin, dass es sich um Soft­ware ei­nes Dritt­an­bie­ters han­delt. Die­ser Hin­weis ist rein for­ma­ler Na­tur: NAPS2 ist ein eta­blier­tes Open-Source-Pro­jekt, das seit vie­len Jah­ren ak­tiv ge­pflegt wird und sich in der Pra­xis als zu­ver­läs­sig und un­kri­tisch er­wie­sen hat.

Der Screenshot zeigt eine klar strukturierte Übersicht eines Systemprofils mit der Bezeichnung „Systemprofil – Testumgebung“ und dient offensichtlich der transparenten Dokumentation der eingesetzten Hard- und Softwarebasis. Im oberen Bereich ist ein Zeitstempel („Stand: 03/2026“) angegeben, was die Aktualität der Testumgebung unterstreicht und für Nachvollziehbarkeit sorgt. Die Darstellung ist in mehrere logisch getrennte Abschnitte gegliedert, die jeweils durch farblich hervorgehobene Überschriften voneinander abgegrenzt sind. Im Bereich „System“ werden die grundlegenden Plattformdaten aufgeführt. Als Betriebssystem kommt Ubuntu 24.04.4 LTS in der 64-Bit-Variante zum Einsatz, kombiniert mit dem Linux-Kernel 6.14.0-37-generic. Als Desktop-Umgebung wird GNOME in Version 46.0 verwendet. Ergänzend dazu ist das eingesetzte Hardwaremodell angegeben: ein Brother MFC-J4540DW(XL), also ein Multifunktionsgerät mit Scan-, Druck- und Kopierfunktion – zentral für die im Artikel behandelte Thematik. Der zweite Abschnitt „Software“ fokussiert sich auf die konkret eingesetzte Anwendung. Hier wird NAPS2 in Version 8.2.1.0 genannt, klassifiziert als Scanner-Software. Als Bezugsquelle ist explizit die Installation über eine DEB-Datei angegeben, was darauf hindeutet, dass die Software manuell installiert und nicht über ein klassisches Paketrepository bezogen wurde. Im dritten Bereich „Support & Einordnung“ wird die Software kontextuell bewertet. Die Erstveröffentlichung von NAPS2 wird auf das Jahr 2009 datiert, was auf eine lange Entwicklungs- und Reifephase hinweist. Der Punkt „Langzeit“ ist mit „Ja“ gekennzeichnet, was impliziert, dass es sich um ein nachhaltig gepflegtes Projekt handelt. Das „Niveau“ wird visuell über eine mehrstufige Balkenanzeige dargestellt, die ein mittleres bis gehobenes technisches Level signalisiert. Abschließend wird der typische Einsatzbereich definiert: Desktop- und Laptop-Systeme. Rechts im Bild befindet sich ein stilisiertes Emblem mit einem Pinguin – eine klare visuelle Referenz auf das Linux-Ökosystem. Ergänzt wird dieses Branding durch die Domain „pinguin.gws2.de“, was auf die Herkunft oder den Kontext der Dokumentation hinweist. Insgesamt vermittelt der Screenshot einen sehr strukturierten, fast schon technischen Datenblatt-Charakter. Die Kombination aus klaren Systemparametern, Softwareeinordnung und visuellem Branding sorgt für eine hohe Informationsdichte bei gleichzeitig guter Lesbarkeit – ideal für nachvollziehbare Test- und Vergleichsumgebungen. GWS2.de

Ubuntu-Scanner konfigurieren

Di­rekt nach dem ers­ten Pro­gramm­start emp­fiehlt es sich, links auf „Neu­es Pro­fil“ zu kli­cken. Da­durch wird ein Kon­fi­gu­ra­ti­ons­dia­log ge­öff­net, über den sich ein Sc­an­pro­fil an­le­gen lässt. Über die Schalt­flä­che „Ge­rät wäh­len“ kann an­schlie­ßend ein er­kann­ter Scan­ner aus der Lis­te aus­ge­wählt wer­den.

So­fern vom Ge­rät un­ter­stützt, soll­te der Trei­ber-Typ ma­nu­ell von „SANE“ auf „ESCL” um­ge­stellt wer­den.

  • In der Pra­xis führt das häu­fig zu sta­bi­le­ren Ver­bin­dun­gen, bes­se­rer Ge­rä­te­er­ken­nung im Netz­werk so­wie kon­sis­ten­te­ren Scan-Er­geb­nis­sen – ins­be­son­de­re bei mo­der­nen Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­ten.

Gleich­zei­tig ent­fällt die Ab­hän­gig­keit von dis­tri­bu­ti­ons­spe­zi­fi­schen SA­NE-Ba­ckends oder pro­prie­tä­ren Her­stel­ler­trei­bern.

Der Screenshot zeigt eine dreigeteilte Ansicht der Benutzeroberfläche von NAPS2 und dokumentiert den Prozess der Profilerstellung sowie der Geräteauswahl unter Linux. Im oberen Bereich ist die Hauptoberfläche der Anwendung zu sehen, in der die zentralen Funktionen über eine Symbolleiste erreichbar sind. Neben Optionen wie „Scannen“, „Profile“, „Optische Texterkennung“, „Importieren“ und „PDF speichern“ ist insbesondere der Bereich „Profile“ hervorgehoben. Ein Dropdown-Menü ist geöffnet, aus dem der Punkt „Neues Profil“ ausgewählt wurde – der Einstiegspunkt für die individuelle Konfiguration eines Scanvorgangs. Im mittleren Abschnitt wird daraufhin das Fenster „Profileinstellungen“ angezeigt. Hier können grundlegende Parameter für ein neues Scanprofil definiert werden. Dazu gehört unter anderem ein frei wählbarer Anzeigename, unter dem das Profil später gespeichert und wiederverwendet werden kann. Zentral ist jedoch die Auswahl des Scan-Geräts, die über die Schaltfläche „Gerät wählen“ initiiert wird. Dieser Schritt ist entscheidend, da hier die Schnittstelle zwischen Software und physischem Scanner festgelegt wird. Der untere Bereich zeigt den darauf folgenden Dialog „Gerät auswählen“, in dem verschiedene Anbindungsoptionen zur Verfügung stehen. Links ist der klassische „SANE-Treiber“ aufgeführt, der unter Linux traditionell für Scannerzugriffe verwendet wird. Daneben wird jedoch der „eSCL Treiber“ (AirScan) als aktive Auswahl angezeigt. Dieser moderne Ansatz nutzt standardisierte Netzwerkprotokolle auf Basis von HTTP/HTTPS und ermöglicht eine treiberlose Kommunikation mit kompatiblen Geräten. In der Liste wird zudem ein konkretes Gerät erkannt: ein Brother MFC-J4540DW, erreichbar über eine lokale IP-Adresse (10.0.0.11), was auf eine Netzwerkverbindung hindeutet. Zusätzlich stehen Optionen wie „Manuelle IP“ zur direkten Adressierung eines Geräts sowie „Immer fragen“ zur flexiblen Auswahl bei jedem Scanvorgang zur Verfügung. Die Benutzerführung ist dabei klar strukturiert: Über die Schaltflächen „Auswählen“ und „Abbrechen“ kann der Vorgang abgeschlossen oder verworfen werden. Insgesamt zeigt der Screenshot exemplarisch den Unterschied zwischen klassischer, backend-basierter Scanneranbindung über SANE und moderner, netzwerkbasierter Kommunikation via eSCL. Letztere bietet in vielen Fällen eine stabilere und wartungsärmere Lösung, insbesondere bei aktuellen Multifunktionsgeräten im Netzwerkbetrieb. Bildbearbeitung Veronika Helga Vetter - GWS2.de (März 2026)

In­ner­halb des­sel­ben Pro­fil-Me­nüs las­sen sich zu­dem zen­tra­le Sc­an­pa­ra­me­ter de­fi­nie­ren. Da­zu zäh­len un­ter an­de­rem die Auf­lö­sung (DPI), die ge­wünsch­te Sei­ten­grö­ße so­wie die Farb­tie­fe (z. B. Schwarz­weiß, Grau­stu­fen oder Far­be). Ei­ne sau­be­re Vor­kon­fi­gu­ra­ti­on spart hier lang­fris­tig Zeit und sorgt für re­pro­du­zier­ba­re, qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Scan-Er­geb­nis­se.

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OCR-Texterkennung aktivieren

Um ge­scann­te Do­ku­men­te spä­ter in­ner­halb ei­nes PDF-Rea­ders durch­su­chen zu kön­nen, muss in NAPS2 zu­nächst die op­ti­sche Zei­chen­er­ken­nung (OCR) ein­ge­rich­tet wer­den. Da­zu führt der Weg über die Schalt­flä­che „Op­ti­sche Tex­terken­nung“.

Der Screenshot zeigt eine zweigeteilte Ansicht der OCR-Konfiguration innerhalb von NAPS2 und dokumentiert sowohl den Download der benötigten Sprachpakete als auch die anschließende Einrichtung der Texterkennung für den Scanprozess. Im oberen Bereich ist das Dialogfenster „OCR-Sprachpaket herunterladen“ geöffnet. Dieses erscheint, sobald die optische Texterkennung erstmals genutzt wird und noch keine passenden Sprachdaten vorhanden sind. Die Benutzeroberfläche bietet eine Auswahl verschiedener Sprachen, darunter Englisch, Deutsch, Arabisch, Französisch, Chinesisch und Griechisch. In diesem Fall wurden „English“ und „German“ aktiviert, was für den typischen Einsatz im deutschsprachigen Umfeld sinnvoll ist, da viele Dokumente gemischtsprachige Inhalte enthalten können. Unterhalb der Auswahl wird die geschätzte Downloadgröße von 19,9 MB angezeigt – ein Hinweis darauf, dass es sich um externe OCR-Daten handelt, die lokal nachgeladen werden müssen. Über die Schaltfläche „Download“ startet der automatisierte Abruf dieser Sprachpakete, die im Hintergrund von der Tesseract-OCR-Engine genutzt werden. Der untere Abschnitt zeigt im Anschluss das Fenster „Texterkennung einrichten“, in dem die eigentliche OCR-Konfiguration vorgenommen wird. Hier ist die Option „PDF mittels OCR durchsuchbar machen“ aktiviert, wodurch NAPS2 nach dem Scanvorgang automatisch eine Textebene in das erzeugte PDF einbettet. Als Texterkennungssprache ist „German“ ausgewählt, was die Erkennungsgenauigkeit für deutschsprachige Dokumente optimiert. Zusätzlich stehen mehrere Feinabstimmungen zur Verfügung. Der OCR-Modus ist auf „Am besten“ gesetzt, was in der Regel eine ausgewogene Kombination aus Geschwindigkeit und Genauigkeit darstellt. Die Option „Weißabgleich korrigieren und Rauschen entfernen“ ist aktiviert und sorgt für eine Vorverarbeitung des Scanbildes, bei der Kontrast optimiert und Störartefakte reduziert werden – ein entscheidender Faktor für präzise Texterkennung. Ebenfalls aktiv ist „OCR nach dem Scannen automatisch starten“, wodurch der gesamte Prozess ohne manuelle Zwischenschritte abläuft. Insgesamt verdeutlicht der Screenshot den vollständigen Workflow der OCR-Einrichtung in NAPS2: vom initialen Download der benötigten Sprachdaten bis hin zur automatisierten Integration der Texterkennung in den Scanprozess. Die klare Struktur und die praxisnahen Voreinstellungen ermöglichen auch weniger erfahrenen Nutzern eine schnelle und effektive Einrichtung, während gleichzeitig genügend Optionen für eine technisch saubere Feinjustierung vorhanden sind. Grafik-Bearbeitung von Veronika Helga Vetter - CEO Computerheld Linz (März 2026)Stan­dard­mä­ßig ist nur Eng­lisch vor­ausge­wählt. Für den deutsch­spra­chi­gen Ein­satz emp­fiehlt es sich, zu­sätz­lich „Ger­man“ zu ak­ti­vie­ren und an­schlie­ßend auf „Down­load“ zu kli­cken.

  • NAPS2 lädt dar­auf­hin au­to­ma­tisch die er­for­der­li­chen OCR-Da­ten (ba­sie­rend auf der Tes­seract-En­gi­ne) her­un­ter und in­te­griert die­se di­rekt in die An­wen­dung.

Nach er­folg­rei­cher Ein­rich­tung ist NAPS2 in der La­ge, ge­scann­te Do­ku­men­te nicht nur als Bild zu spei­chern, son­dern ei­ne durch­such­ba­re Text­ebe­ne in die PDF-Da­tei ein­zu­bet­ten. Da­durch wer­den In­hal­te auf­find­bar, ko­pier­bar und für wei­ter­füh­ren­de An­wen­dun­gen wie Ar­chi­vie­rung, Voll­text­su­che oder KI-ge­stütz­te Ana­ly­se nutz­bar ge­macht.

ℹ️ So­bald die OCR-Sprach­pa­ke­te in­te­griert wur­den, steht ei­ne zu­sätz­li­che Op­ti­on zur Ver­fü­gung, mit der sich Bild­rau­schen au­to­ma­tisch re­du­zie­ren lässt. In Kom­bi­na­ti­on mit ak­ti­vier­ter Tex­terken­nung und op­ti­mal ge­setz­ten Pa­ra­me­tern ent­ste­hen so ge­sto­chen schar­fe, durch­such­ba­re PDF-Do­ku­men­te.

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¹Opitz, Ru­dolf: Fo­tos für Pin­gui­ne: Scan­ner mit Li­nux nut­zen. In: c’t Nr. 12 (2021) S. 146.
²Zis­ler, Ha­rald: Sei­te für Sei­te. Kom­pak­tes Scan-Zen­trum Naps2. In: Li­nux User Nr. 9 (2025). S. 46.

Festplatten sicher löschen unter Linux: ShredOS erklärt (warum der Papierkorb wertlos ist)

Zwi­schen 2010 und 2015¹ for­der­te die OECD die deut­sche Po­li­tik mehr­fach da­zu auf, mehr Hoch­schul­ab­schlüs­se zu er­zeu­gen. Der Aka­de­mi­ker­an­teil galt im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich als zu nied­rig. Die Zu­gangs­vor­aus­set­zun­gen wur­den ge­senkt, und die Ge­ne­ra­ti­on Z stu­dier­te pflicht­be­wusst BWL, VWL, Wirt­schafts­in­for­ma­ti­k² so­wie Mu­sik- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaf­ten. Seit 2022 wächst das Brut­to­in­lands­pro­dukt je­doch nur noch im Pro­mil­le­be­reich oder sta­gniert. Par­al­lel hat KI-Tech­no­lo­gie klas­si­sche Bü­ro- und Wis­sens­ar­beit bin­nen kür­zes­ter Zeit au­to­ma­ti­siert. Die Fol­ge: In Deutsch­land exis­tie­ren kaum noch Ein­stiegs­job­s³ für Ba­che­lor- und Mas­ter­ab­sol­ven­ten. Be­son­ders per­fi­de ist, dass sich un­ter die we­ni­gen Stel­len­aus­schrei­bun­gen ein er­heb­li­cher An­teil so­ge­nann­ter Ghost Jobs mischt – Po­si­tio­nen, die nie⁴ be­setzt wer­den sol­len, für die aber den­noch Be­wer­bun­gen ent­ge­gen­ge­nom­men wer­den.

ℹ️ Kon­ser­va­tiv ge­schätzt wa­ren im Jahr 2025 rund 22 Pro­zen­t⁵ al­ler Stel­len­aus­schrei­bun­gen in Deutsch­land so­ge­nann­te Ghost Jobs.

Die Mo­ti­ve hin­ter dem ge­ziel­ten Schal­ten un­ech­ter Stel­len­an­zei­gen sind viel­fäl­tig – ei­nes ist je­doch si­cher: Die in An­schrei­ben und Le­bens­läu­fen ent­hal­te­nen per­so­nen­be­zo­ge­nen In­for­ma­tio­nen lan­den re­gel­mä­ßig und lang­fris­tig in HR-Da­ten­ban­ken und au­to­ma­ti­sier­ten Be­wer­ber­ma­nage­ment­sys­te­men (ATS).

Der Cartoon zeigt eine liebevoll inszenierte Szene, die technische Ernsthaftigkeit mit augenzwinkernder Symbolik verbindet. Schauplatz ist ein stilisiertes Labor, in dem Daten nicht analysiert, sondern endgültig vernichtet werden. Die Umgebung wirkt aufgeräumt, fast klinisch, und erinnert an eine Mischung aus Werkstatt und Forschungseinrichtung – ein Ort, an dem Entscheidungen mit Konsequenzen getroffen werden. Links im Hintergrund erhebt sich ein klassisches Desktop-PC-Gehäuse mit einer transparenten Plexiglas-Seitenwand. Durch diese ist eine geöffnete mechanische Festplatte (HDD) deutlich zu erkennen: Die glänzende Magnetscheibe liegt frei, als sei sie gerade seziert worden. Dieses Detail macht unmissverständlich klar, worum es in dieser Szene geht – um das kompromisslose Ende gespeicherter Daten. Rechts im Hintergrund schweben abstrahierte Datenträgersymbole, darunter eine SSD und eine klassische Diskette. Alle diese Symbole sind deutlich durchgestrichen, ein visuelles Stoppschild für Wiederherstellung, Archivierung oder zweite Chancen. Hier gibt es kein Zurück, keine Sicherungskopie, keinen Papierkorb. Im Zentrum der Illustration steht der vertraute Pinguin der Webseite, liebevoll „Vincenz der Jüngere“ genannt – mit V am Anfang und zwei Z am Ende. Vincenz trägt eine Chemikerbrille, jedoch nicht vor den Augen, sondern lässig auf der Stirn, als Zeichen dafür, dass die Analysephase bereits abgeschlossen ist. Sein Blick ist fokussiert und entschlossen. Die rechte Flosse hat er erhoben, bereit zur finalen Handlung, während die linke fest auf dem Arbeitstisch ruht. Beide Flossen stecken in robusten Gummifäustlingen, ein subtiles Symbol für Sicherheit, Schutz und kontrollierte Gewalt. Direkt vor Vincenz dominiert ein großer roter Knopf, dessen Beschriftung dem Betrachter frontal entgegenschreit: „SHRED“. Der Knopf ist überdimensioniert, bewusst plakativ – er steht für den einen Moment, in dem aus Absicht Realität wird. Rechts daneben befindet sich ein aufgestelltes Warnschild: Ein Dreieck mit Ausrufezeichen, darunter das Wort „unwiderruflich!“ ausgeschrieben. Die Botschaft ist eindeutig: Was hier ausgelöst wird, lässt sich nicht rückgängig machen. Über der Szene prangt als schlichte Überschrift „Shred OS“. Kein Zusatz, keine Erklärung – die Grafik versteht sich als visuelle Ergänzung zu einem Anleitungsartikel, nicht als eigenständige Werbung. Sie übersetzt den technischen Vorgang des sicheren Löschens in eine einprägsame Bildsprache. Die Illustration wurde gezeichnet von Veronika Helga Vetter, die seit 2011 mit ihren Grafiken das Internet bereichert und komplexe technische Themen mit Humor, Klarheit und Wiedererkennbarkeit visualisiert. Der Cartoon verbindet technische Verantwortung mit erzählerischer Leichtigkeit und verleiht dem ansonsten nüchternen Thema der Datenvernichtung ein Gesicht – oder besser gesagt: einen entschlossenen Pinguin. GWS2.de - Januar 2026

Noch of­fen­sicht­li­cher wird die Pro­ble­ma­tik beim so­ge­nann­ten Job-Scamming. Da­bei han­delt es sich eben­falls um fin­gier­te Stel­len­an­ge­bo­te, de­ren pri­mä­rer Zweck nicht ei­ne An­stel­lung, son­dern das sys­te­ma­ti­sche Ab­grei­fen sen­si­bler Da­ten ist. Über Aus­hän­ge in Su­per­märk­ten oder un­auf­ge­for­dert ver­sen­de­te Nach­rich­ten über Mes­sen­ger-Diens­te wer­den ein­fa­che Tä­tig­kei­ten mit un­rea­lis­ti­schen Stun­den­löh­nen be­wor­ben.

Der Screenshot zeigt eine kurze, plakativ gestaltete Textnachricht, wie sie typischerweise per SMS oder Messenger weiterverbreitet wird. Der Hintergrund ist schlicht und funktional, ohne visuelle Gestaltungselemente, was den Fokus vollständig auf den Text lenkt. Ganz oben springt ein einzelnes Wort in Großbuchstaben ins Auge: „IMBD“ – eine Bezeichnung, die Seriosität suggerieren soll, aber keinerlei erkennbare Einordnung zulässt und bewusst vage gehalten ist. Darunter folgt ein knapp formulierter Locktext, der gezielt auf finanzielle Anreize setzt. Gesucht werden angeblich Personen für Heimarbeit, ohne nähere Beschreibung der Tätigkeit, Qualifikation oder des Unternehmens. Besonders auffällig ist die angegebene Vergütung von 25 bis 35 Euro pro Stunde, kombiniert mit Aussagen wie „mehr Arbeit, mehr Verdienst“ und „tägliche Auszahlung“. Diese Versprechen sind bewusst einfach gehalten und sprechen vor allem Menschen an, die sich schnelle, unkomplizierte Einnahmen erhoffen. Am unteren Rand der Nachricht findet sich eine direkte Handlungsaufforderung: „WhatsApp:“, gefolgt von einem verkürzten Link im Format https://wa.me/.... Dieser Link soll den Empfänger unmittelbar in einen privaten Chat weiterleiten und damit aus dem öffentlichen Raum der Anzeige in eine nicht überprüfbare Eins-zu-eins-Kommunikation ziehen. Der Gesamteindruck des Screenshots ist nüchtern, fast beiläufig – genau das macht ihn gefährlich. Es fehlen Impressum, Kontaktdaten, Standort oder konkrete Informationen zur Tätigkeit. Stattdessen wird mit hohen Stundenlöhnen, sofortiger Auszahlung und minimalem Aufwand gearbeitet. Solche Nachrichten dienen in der Regel nicht der tatsächlichen Jobvermittlung, sondern dem Abgreifen persönlicher Daten und Profile, die anschließend weiterverwertet oder verkauft werden. Der Screenshot steht exemplarisch für klassisches Job-Scamming, wie es derzeit massenhaft über SMS, Messenger und soziale Netzwerke verbreitet wird. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - Januar 2026

ℹ️ Die sechs­mo­na­ti­ge Auf­be­wah­rungs­frist für Be­wer­bungs­un­ter­la­gen ist zwar kein Ge­setz, gilt aber als da­ten­schutz­recht­li­cher Stan­dard. Ei­ne dar­über hin­aus­ge­hen­de Spei­che­rung, et­wa in ei­nem Ta­lent­pool, ist nur mit aus­drück­li­cher Ein­wil­li­gung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO zu­läs­sig – auch wenn die Ein­hal­tung sol­cher Richt­li­ni­en im HR-All­tag häu­fig igno­riert wird.

Im bes­ten Fall wer­den die ge­won­ne­nen Pro­fi­le an Bo­ni­täts­dienst­leis­ter, Fi­nanz­an­bie­ter oder Im­mo­bi­li­en­ver­mitt­ler wei­ter­ver­kauft. Manch­mal ste­hen je­doch or­ga­ni­sier­te Cy­ber­kri­mi­nel­le hin­ter den An­ge­bo­ten, die vor­sätz­lich auf Iden­ti­täts­miss­brauch und fi­nan­zi­el­len Scha­den ab­zie­len.

Mit der Ma­sche wol­len die Kri­mi­nel­len an per­sön­li­che Da­ten ge­lan­gen. Die­se könn­ten dann ge­nutzt wer­den, um an Geld zu kom­men, aber auch um im Na­men der Be­tro­ge­nen Kon­ten zu er­öff­nen.

Töl­le, Kat­ja: Job­su­che: Wie er­kennt man ge­fälsch­te Stel­len­an­zei­gen im In­ter­net? In: ÖKO-TEST Nr. 8 (2025). S. 6.

Zu­sam­men­fas­send lässt sich fest­hal­ten, dass rund ein Drit­tel al­ler Job­an­ge­bo­te fak­tisch rei­ne Fan­ta­sie­an­zei­gen sind – un­ab­hän­gig da­von, ob sie in Print­me­di­en oder auf On­line-Platt­for­men er­schei­nen.

  • Auf dem völ­lig über­hitz­ten deut­schen Woh­nungs­markt zeigt sich ein ähn­li­ches Bild.

Wer kennt sie nicht: In­se­ra­te zu Phan­tom­woh­nun­gen in Bal­lungs­räu­men, auf die sich hun­der­te In­ter­es­sen­ten mit höchst sen­si­blen An­ga­ben be­wer­ben, oh­ne je­mals ei­ne Rück­mel­dung zu er­hal­ten. Auch hier geht es den An­bie­tern we­ni­ger um die tat­säch­li­che Ver­mie­tung als viel­mehr um das sys­te­ma­ti­sche Ge­ne­rie­ren ver­wert­ba­rer Pro­fi­le.

ℹ️ Ins­be­son­de­re jun­ge Woh­nungs­su­chen­de ver­sen­den⁶ aus Man­gel an Al­ter­na­ti­ven um­fas­sen­de Be­wer­bungs­un­ter­la­gen, die sen­si­ble An­ga­ben zu Ein­kom­men, Ver­mö­gens­ver­hält­nis­sen und Bo­ni­tät ent­hal­ten. Nicht sel­ten fin­den sich dar­in so­gar per­so­nen­be­zo­ge­ne In­for­ma­tio­nen po­ten­zi­el­ler Bür­gen.

Wäh­rend die ei­nen müh­sam Li­nux Mint samt VPN-Dienst be­trei­ben und das Ho­he­lied der Da­ten­spar­sam­keit sin­gen, ver­schen­ken an­de­re ih­re Iden­ti­tät fak­tisch kos­ten­los. Da­bei sind voll­stän­di­ge Iden­ti­täts­pro­fi­le ein äu­ßerst wert­vol­ler Roh­stoff, für den selbst voll­kom­men le­ga­le Ak­teu­re wie Ver­si­che­run­gen, Mar­ke­ting­un­ter­neh­men oder Fi­nanz­dienst­leis­ter be­reit­wil­lig be­zah­len.

  • Ge­nau des­halb fin­den sich auf eBay & Co. auch heu­te noch re­ge Märk­te für ge­brauch­te Ur­alt-Fest­plat­ten, de­fek­te Lap­tops oder so­ge­nann­te Bast­ler-PCs.

Par­al­lel wer­den selbst kos­ten­lo­se Da­ten­wie­der­her­stel­lungs­tools im­mer leis­tungs­fä­hi­ger. In den sel­tens­ten Fäl­len geht es da­bei um das Re­kon­stru­ie­ren pri­va­ter Des­sous-Fo­tos – im Fo­kus ste­hen viel­mehr ein­ge­scann­te Aus­weis­do­ku­men­te, Be­wer­bungs­un­ter­la­gen oder sen­si­ble Ge­sund­heits­da­ten.

Die Grafik zeigt eine strukturierte Übersichtsseite mit der Überschrift „Systemprofil – Testumgebung“. Sie dient dazu, das im Artikel behandelte Programm in einen klar definierten technischen Kontext einzuordnen. Der Aufbau erinnert an klassische System- oder Benchmark-Dokumentationen und vermittelt bereits auf den ersten Blick einen nüchternen, technisch orientierten Anspruch. Als getestetes Betriebssystem ist ShredOS in der Version 0.38 angegeben. Die Zielarchitektur wird mit x86-64 ausgewiesen, was verdeutlicht, dass sich das System an klassische PC-Hardware richtet und nicht für Embedded- oder ARM-Plattformen konzipiert ist. ShredOS wird hier explizit als eigenständiges Betriebssystem verstanden, nicht als gewöhnliche Linux-Distribution für den Desktop-Alltag, sondern als spezialisiertes Werkzeug für einen klar umrissenen Zweck. Besonderes Augenmerk fällt auf den angegebenen Kernel „URandom“ in der Version 2024.11_27. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Linux-Standardkernel im Sinne einer allgemeinen Desktop- oder Serverdistribution, sondern um einen stark reduzierten, zweckgebundenen Kernel, der auf sichere Zufallsdaten und deterministisches Verhalten beim Überschreiben von Datenträgern ausgelegt ist. Der Name „URandom“ verweist dabei auf den Einsatz hochwertiger Zufallsquellen, wie sie für sichere Lösch- und Überschreibvorgänge relevant sind. Ziel ist nicht Vielseitigkeit, sondern maximale Verlässlichkeit im Umgang mit Speicheroperationen. In der Klassifizierung wird ShredOS als Löschbetriebssystem eingeordnet. Diese Kategorisierung unterstreicht, dass das System ausschließlich für das sichere und unwiederbringliche Entfernen von Daten entwickelt wurde. Die Quelle GitHub weist auf die offene Entwicklung hin, während die Erstveröffentlichung im Jahr 2020 zeigt, dass es sich um ein etabliertes, über mehrere Jahre gereiftes Projekt handelt. Gleichzeitig wird ShredOS als Langzeitprojekt beschrieben, das aktiv weiterentwickelt und gepflegt wird. Das angegebene Niveau „mittel“ signalisiert, dass sich das Werkzeug nicht primär an völlige Einsteiger richtet. Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Bootmedien, Tastaturnavigation und technischen Begriffen sind erforderlich, um ShredOS sicher und zielgerichtet einzusetzen. Damit positioniert sich das Programm zwischen reinen Expertenwerkzeugen und grafischen Komfortlösungen. Optisch ist die Grafik klar technisch gehalten. Dominierend sind weiße und blaue Farbtöne, die Assoziationen zu klassischen Systemmenüs und Diagnoseoberflächen wecken. In der rechten unteren Ecke befindet sich ein kleiner Pinguin, das bekannte Symbol für Linux. Direkt daneben ist die URL pinguin.gws2.de platziert. Dieses visuelle Element fungiert als dezentes Branding und macht unmissverständlich deutlich, dass die dargestellte Testumgebung, Bildanleitung und Softwareeinordnung im redaktionellen Kontext dieser Webseite entstanden ist. GWS2.de

Festplatten richtig löschen

Vie­le Nut­zer bau­en vor dem Ver­kauf ei­nes PCs vor­sorg­lich die Fest­plat­ten aus. Das schmä­lert nicht nur un­nö­tig den Wie­der­ver­kaufs­wert, son­dern löst das ei­gent­li­che Pro­blem auch nur halb­her­zig. In na­he­zu je­der Wohn­ge­gend gibt es mitt­ler­wei­le „Müll­tau­cher“, die ne­ben Pfand­fla­schen auch aus­ran­gier­te Hard­ware aus Con­tai­nern fi­schen. Ei­ne nicht kor­rekt ge­lösch­te Fest­plat­te ist da­bei ein ech­tes Da­ten­schutz­ri­si­ko.

  • Der ein­fachs­te und zu­gleich zu­ver­läs­sigs­te Weg, per­sön­li­che Da­ten voll­stän­dig und rück­stands­los zu ent­fer­nen, heißt Shre­dOS.

Da­bei han­delt es sich um ein Li­nux-ba­sier­tes Live-Sys­tem, das Da­ten­trä­ger sek­tor­wei­se mit Nul­len über­schreibt. Nach dem Vor­gang be­fin­det sich das Lauf­werk tech­nisch wie­der im Aus­lie­fe­rungs­zu­stand und ei­ne Da­ten­wie­der­her­stel­lung ist prak­tisch aus­ge­schlos­sen.

Der dreigeteilte Screenshot zeigt Schritt für Schritt den Einsatz des Ubuntu-Bordmittels „Startmedien-Ersteller“ unter Ubuntu 24.04.3 LTS und dokumentiert anschaulich den Weg von der Programmauswahl bis zum laufenden Schreibvorgang eines bootfähigen USB-Datenträgers. Im oberen Abschnitt ist zunächst der Applikationsauswähler von Ubuntu zu sehen. Die Oberfläche wirkt aufgeräumt und funktional, wie man es von einer modernen LTS-Version erwartet. Zwischen anderen Systemwerkzeugen sticht das Symbol des Startmedien-Erstellers hervor: ein stilisierter USB-Stick, der von einem markanten blauen Pfeil durchzogen wird. Das Icon ist blau umrandet und signalisiert bereits visuell seine Aufgabe – Daten werden gezielt auf ein externes Medium übertragen. Der Fokus liegt klar auf diesem Symbol, das den Einstiegspunkt für die Erstellung eines bootfähigen Mediums markiert. Der mittlere Abschnitt des Split-Screens zeigt das Hauptfenster des Startmedien-Erstellers mit der Überschrift „Startmedium erstellen“. Die Benutzeroberfläche ist bewusst minimalistisch gehalten und folgt dem Ubuntu-typischen Design: helle Flächen, klare Typografie und logisch angeordnete Bedienelemente. Als Quellabbild ist hier bereits ShredOS in der Version 0.38 eingebunden. Technisch wichtig ist der Hinweis, dass es sich dabei nicht um eine klassische ISO-Datei, sondern um ein IMG-Abbild handelt. Nur Images in diesem Format können vom Startmedien-Ersteller verarbeitet werden – ein Detail, das gerade für weniger erfahrene Nutzer entscheidend ist und häufige Fehlerquellen vermeidet. Als Zielmedium ist ein Kingston DataTraveler 3.0 ausgewählt, mit einer nutzbaren Kapazität von 115,5 GB. Der USB-Stick wird eindeutig identifiziert, sodass keine Verwechslungsgefahr mit internen Laufwerken besteht. Diese klare Trennung zwischen Quelle und Ziel unterstreicht den sicherheitsorientierten Ansatz des Werkzeugs und schützt vor versehentlichem Überschreiben falscher Datenträger. Im unteren Abschnitt des dreigeteilten Screenshots ist schließlich der aktive Schreibvorgang zu sehen. Das Datenträgerabbild wird gerade auf den USB-Stick übertragen, der Fortschrittsbalken steht bei 45 %. Die Anzeige vermittelt Ruhe und Kontrolle: kein hektisches Blinken, keine überladenen Statusmeldungen – lediglich der sachliche Hinweis, dass der Prozess läuft. Genau diese reduzierte Darstellung passt zur Aufgabe des Werkzeugs: zuverlässig, transparent und ohne unnötige Ablenkung ein bootfähiges Medium zu erstellen. Insgesamt vermittelt der dreigeteilte Screenshot ein geschlossenes Bild eines sauberen, durchdachten Workflows – von der Programmauswahl über die korrekte Einbindung des ShredOS-Images bis hin zum laufenden Schreibprozess auf einen USB-Datenträger. Er zeigt exemplarisch, wie Ubuntu auch bei sicherheitsrelevanten Aufgaben auf einfache Bordmittel setzt, ohne dabei technische Präzision oder Kontrolle einzubüßen. Deutschsprachiges Ubuntu Handbuch 2026

„Oh je, ein Live-Sys­tem – das klingt nach un­nö­ti­gem Auf­wand“, mag sich der ei­ne oder an­de­re zu­nächst den­ken. Die­se Be­fürch­tung ist je­doch un­be­grün­det. Ubun­tu-An­wen­der be­nö­ti­gen le­dig­lich ei­nen USB-Stick so­wie das kos­ten­lo­se Shre­dOS-Image. Die ei­gent­li­che Ar­beit über­nimmt das in­te­grier­te Bord­werk­zeug „Start­me­di­ener­stel­ler“, das den USB-Stick mit we­ni­gen Klicks in ein boot­fä­hi­ges Lösch­me­di­um ver­wan­delt. Ganz oh­ne Ter­mi­nal, ganz oh­ne Bas­tel­ar­beit.

Zum Down­load

Für die­se Bild­an­lei­tung wur­de Ver­si­on 0.38 ver­wen­det, die sich hier her­un­ter­la­den lässt. Ak­tu­el­le Re­leases von Shre­dOS wer­den di­rekt auf Git­Hu­b⁷ be­reit­ge­stellt. Wich­tig: Der „Start­me­di­ener­stel­ler“ ak­zep­tiert aus­schließ­lich Images mit der Da­tei­endung .img.

Die Collage besteht aus zwei übereinander angeordneten Screenshots und dokumentiert einen zentralen Schritt im Arbeitsablauf von ShredOS Version 0.38 unmittelbar nach dem Bootvorgang des Live-Systems. Beide Bildausschnitte zeigen dieselbe Programmoberfläche, jedoch in zwei aufeinanderfolgenden Zuständen, wodurch die Interaktion des Anwenders nachvollziehbar wird. Im oberen Screenshot ist das frisch gestartete ShredOS-Live-System zu sehen. Die Oberfläche präsentiert sich in dem für ShredOS typischen, nüchternen blauen Textmodus, der bewusst auf grafische Elemente verzichtet und stattdessen Klarheit und Kontrolle in den Vordergrund stellt. Direkt nach dem Start werden sämtliche vom Linux-Kernel erkannten Datenträger aufgelistet. Die Laufwerke erscheinen in ihrer systemnahen Bezeichnung als Gerätepfade, etwa /dev/sda für klassische Massenspeicher oder /dev/sr0 für optische Laufwerke. Diese Darstellung entspricht der Linux-typischen Sicht auf Hardware und ermöglicht eine eindeutige Identifikation aller angeschlossenen Speichermedien. Ein besonderes visuelles Merkmal im oberen Bild ist ein blauer Pfeil, der auf einen Eintrag mit der Bezeichnung des angeschlossenen USB-Sticks zeigt. Der Datenträger wird anhand von Vendor- und Produktcode identifiziert und verfügt über eine Kapazität von 32 GB. Der Pfeil dient als Hervorhebung und signalisiert, dass genau dieses Medium im Fokus steht und für den Löschvorgang vorgesehen ist. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Datenträger jedoch noch im neutralen Zustand – er ist lediglich markiert, aber noch nicht für das Überschreiben freigegeben. Der untere Screenshot zeigt dasselbe Fenster in nahezu identischer Darstellung, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied. Vor dem Eintrag des ausgewählten USB-Sticks erscheint nun der Parameter „wipe“. Dieses Attribut macht deutlich, dass der Benutzer den Datenträger aktiv ausgewählt und mit der Enter-Taste für den Löschvorgang markiert hat. Erst durch diesen bewussten Schritt wird das Medium in den Zustand versetzt, in dem es tatsächlich überschrieben werden kann. Die Gegenüberstellung der beiden Screenshots verdeutlicht das Sicherheitskonzept von ShredOS: Kein Datenträger wird automatisch oder unbedacht gelöscht. Jede Aktion erfordert eine explizite Bestätigung durch den Anwender. Die Collage macht diesen Übergang – vom bloßen Anzeigen der Laufwerke hin zur gezielten Auswahl eines bestimmten Mediums – visuell nachvollziehbar und unterstreicht die kontrollierte, schrittweise Arbeitsweise des Löschbetriebssystems. Finanziert von Computerheld Linz - Januar 2026

Nach dem Boot­vor­gang prä­sen­tiert sich Shre­dOS mit ei­nem be­wusst mi­ni­ma­lis­ti­schen, blau ge­hal­te­nen Text-In­ter­face. Sämt­li­che er­kann­ten Da­ten­trä­ger wer­den au­to­ma­tisch auf­ge­lis­tet, un­ab­hän­gig da­von, ob es sich um klas­si­sche SA­TA-Fest­plat­ten, mo­der­ne M.2-SSDs oder an­ge­schlos­se­ne USB-Spei­cher han­delt.

  • Zu­nächst wird mit den Pfeil­tas­ten der zu lö­schen­de Da­ten­trä­ger aus­ge­wählt.
  • Nach Be­stä­ti­gung mit der En­ter-Tas­te mar­kiert Shre­dOS das ent­spre­chen­de Lauf­werk mit dem Sta­tus „wi­pe“.

Im nächs­ten Schritt lässt sich mit der Tas­te M die ge­wünsch­te Lösch­me­tho­de fest­le­gen.

Die Split-Screen-Grafik besteht aus zwei übereinander angeordneten Screenshots aus ShredOS Version 0.38 und dokumentiert die Auswahl der Löschmethode für einen zuvor zum Überschreiben markierten Datenträger. Beide Bildhälften zeigen dasselbe Menü, jedoch mit unterschiedlicher Hervorhebung und damit zwei bewusst gegeneinander gestellten Sicherheitsansätzen. Im oberen Screenshot ist das Methodenmenü von ShredOS zu sehen, das über die Taste M aufgerufen wird, nachdem der betreffende USB-Stick zuvor mit dem Parameter wipe markiert wurde. Standardmäßig ist hier die Option „PRNG Stream“ vorausgewählt. Diese Methode überschreibt den gesamten Datenträger sektorweise mit einem kontinuierlichen Strom aus pseudozufälligen Daten. Technisch kommt dabei ein Pseudozufallszahlengenerator zum Einsatz, der fortlaufend neue Bytefolgen erzeugt, sodass kein erkennbares Muster auf dem Medium zurückbleibt. Das Ergebnis ist ein Speicherinhalt, der für Analyse- oder Wiederherstellungstools wie reines Rauschen wirkt. Diese Vorgehensweise stammt aus klassischen Sicherheitsrichtlinien für magnetische Datenträger und gilt als besonders gründlich, ist jedoch zeitintensiv und ressourcenlastig. Gerade bei USB-3.0-Sticks oder anderen Flash-Speichermedien ist diese Methode in der Praxis oft überdimensioniert. Durch interne Wear-Leveling-Mechanismen und vergleichsweise begrenzte Schreibgeschwindigkeiten verlängert sich der Vorgang erheblich, ohne einen realen Sicherheitsgewinn gegenüber einfacheren Verfahren zu liefern. Der untere Screenshot zeigt dasselbe Menü, diesmal jedoch mit einem blauen Pfeil, der gezielt auf die Option „Fill with Zeros“ verweist. Diese Methode überschreibt den Datenträger vollständig mit Nullen (0x00). Technisch betrachtet werden dabei alle adressierbaren Sektoren einmal sequenziell beschrieben, wodurch sowohl Nutzdaten als auch Metadaten zuverlässig entfernt werden. Für USB-Sticks und viele Alltagsdatenträger stellt dieses Verfahren den optimalen Kompromiss aus Sicherheit und Geschwindigkeit dar: Der Überschreibvorgang ist deutlich schneller abgeschlossen, schont das Medium und erfüllt dennoch alle praktischen Anforderungen an eine sichere Datenlöschung vor Weitergabe oder Verkauf. Die Gegenüberstellung der beiden Screenshots macht deutlich, dass ShredOS dem Anwender nicht nur Kontrolle über den Ziel-Datenträger, sondern auch über das angemessene Sicherheitsniveau gibt. Nicht maximale Komplexität, sondern eine bewusste, kontextabhängige Entscheidung steht im Vordergrund. Die dargestellten Screenshots wurden erstellt und bearbeitet von Veronika Helga Vetter, Betreiberin des PC-Vor-Ort-Services Computerheld Linz, wo ShredOS regelmäßig im Rahmen des offiziellen Leistungskatalogs zur sicheren Datenlöschung eingesetzt wird. Die Veröffentlichung dieser Bilddokumentation erfolgte im Januar 2026 und dient sowohl der technischen Aufklärung als auch der praktischen Anleitung für Anwender, die ihre Datenträger verantwortungsvoll bereinigen möchten. GWS2.de

ℹ️ Die Wahl der Lösch­me­tho­de ist stets ein Kom­pro­miss zwi­schen Si­cher­heits­ni­veau und Zeit­auf­wand. Die Ein­stel­lung „Fill Wi­th Ze­ros“ ist für na­he­zu al­le An­wen­dungs­fäl­le voll­kom­men aus­rei­chend. Be­son­ders schnel­le Da­ten­trä­ger wie M.2-SSDs kön­nen al­ter­na­tiv auch mit „PRNG Stream“ (Über­schrei­bung mit Zu­falls­da­ten) be­rei­nigt wer­den.

Nach Be­stä­ti­gung der Lösch­me­tho­de mit der Ein­ga­be­tas­te lässt sich der Über­schreib­vor­gang über die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + S star­ten.

Der Screenshot zeigt das aktive Live-System von ShredOS in der Version 0.38, während ein zuvor ausgewählter USB-Datenträger gerade überschrieben wird. Der Löschvorgang wurde bewusst und kontrolliert über die Tastenkombination Strg + S gestartet – ein letzter, expliziter Schritt, der verdeutlicht, dass ShredOS keine Aktion ohne aktive Bestätigung des Anwenders ausführt. Im zentralen Bereich der Oberfläche ist der Fortschritt des Überschreibevorgangs sichtbar. Der betroffene Datenträger wird anhand seines USB Vendor- und Product-Codes eindeutig identifiziert, sodass keine Verwechslung mit anderen angeschlossenen Laufwerken möglich ist. Zum Zeitpunkt der Aufnahme sind 0,22 % des Mediums überschrieben. Diese geringe Prozentzahl macht unmittelbar deutlich, dass sichere Datenlöschung kein spontaner Klick, sondern ein Prozess ist, der Zeit benötigt. Technische Statusinformationen liefern weitere Einordnung: Der aktuelle Datendurchsatz liegt bei rund 40 MB/s, ein für USB-Sticks realistischer Wert, der die physikalischen Grenzen von Flash-Speicher widerspiegelt. Als verbleibende Dauer werden 1 Stunde, 16 Minuten und 38 Sekunden angegeben. Die Zeitangabe ist visuell in Blau und Weiß hervorgehoben und zieht den Blick des Betrachters gezielt auf sich. Sie fungiert als stiller Hinweis darauf, dass selbst bei vergleichsweise kleinen Datenträgern mit einer Kapazität von rund 62 GB ein vollständiges Überschreiben deutlich über eine Stunde in Anspruch nehmen kann. Auf der linken Seite der Oberfläche ist unter dem Menüpunkt „Options“ die aktive Löschmethode ersichtlich. Hier ist „Fill with zeros“ ausgewählt – die einfachste und zugleich effizienteste Methode, bei der alle Sektoren des Datenträgers mit Nullen beschrieben werden. Gerade diese Anzeige ist aufschlussreich: Selbst diese minimalistische Überschreibtechnik benötigt spürbare Zeit, was den Mythos vom „schnell mal löschen“ endgültig entkräftet. Der Screenshot transportiert damit eine klare Botschaft: Sichere Datenlöschung ist kein kosmetischer Vorgang, sondern ein technisch fundierter Prozess, der Geduld erfordert. ShredOS macht diesen Prozess transparent, nachvollziehbar und ehrlich sichtbar – inklusive Zeitbedarf, Durchsatz und Methode. Genau darin liegt die Stärke dieses Löschbetriebssystems. GWS2.de - Januar 2026

So­bald Shre­dOS den Lösch­vor­gang ab­ge­schlos­sen hat, be­fin­det sich der Da­ten­trä­ger fak­tisch im Aus­lie­fe­rungs­zu­stand. Kon­kret be­deu­tet das: Es exis­tie­ren we­der ein Da­tei­sys­tem noch ei­ne Par­ti­ti­ons­ta­bel­le.

  • Die­ser Zu­stand soll­te beim Wei­ter­ver­kauf un­be­dingt an­ge­ge­ben wer­den, da der Käu­fer das Lauf­werk zu­nächst wie­der in­itia­li­sie­ren muss – et­wa über die Win­dows-Da­ten­trä­ger­ver­wal­tung.

Bei der In­stal­la­ti­on ei­nes neu­en Be­triebs­sys­tems über­neh­men die je­wei­li­gen In­stal­la­ti­ons­as­sis­ten­ten die­sen Schritt je­doch au­to­ma­tisch, so­dass dar­aus in der Pra­xis kein Nach­teil ent­steht.

Je­der kennt die An­ge­bo­te auf Klein­an­zei­gen & Co.: Lies­chen Mül­ler ver­kauft ih­ren al­ten Lap­top für klei­nes Geld. Dar­auf läuft noch ein be­tag­tes Win­dows, per­sön­li­che Do­ku­men­te wur­den „vor­sorg­lich“ über den Pa­pier­korb ge­löscht und zu­vor auf ei­nen USB-Stick ko­piert. Selbst für se­mi­pro­fes­sio­nel­le An­wen­der sind die­se Da­ten in we­ni­ger als 15 Mi­nu­ten wie­der­her­ge­stellt. Frau Mül­ler wun­dert sich spä­ter, war­um sie plötz­lich per­so­na­li­sier­te Wer­be­post er­hält oder war­um Zah­lungs­dienst­leis­ter Kon­ten sper­ren und Nach­wei­se ver­lan­gen. Se­riö­se PC-Dienst­leis­ter ru­fen für ei­ne fach­ge­rech­te Über­schrei­bung von Da­ten­trä­gern nicht oh­ne Grund Be­trä­ge von 30,00 Eu­ro und mehr auf.

⚠️ Pa­pier­korb ist kein Da­ten­schutz.

Ge­lösch­te Da­tei­en sind in vie­len Fäl­len pro­blem­los wie­der­her­stell­bar – selbst für Lai­en mit kos­ten­lo­ser Soft­ware. Wer ei­nen PC oder Lap­top wei­ter­ver­kauft, oh­ne den Da­ten­trä­ger kor­rekt zu über­schrei­ben, lie­fert per­sön­li­che Fo­tos, Do­ku­men­te und Zu­gangs­da­ten fak­tisch mit aus. Schüt­zen Sie Ih­re Fa­mi­lie, Freun­de und Nach­barn vor Iden­ti­täts­miss­brauch, Sextor­ti­on und Spam. Über­schrei­ben Sie Da­ten­trä­ger vor dem Ver­kauf kon­se­quent – Shre­dOS macht ge­nau das.

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„Li­nux ist si­cher“ – stimmt das wirk­lich oder braucht man doch ei­ne Fire­wall?
Gast-WLAN oh­ne Ab­schrei­ben: QR-Code un­ter Ubun­tu in Se­kun­den er­stel­len

¹Kirsch­stein, Ben­te: OECD rügt Deutsch­land für ge­rin­ge Aka­de­mi­ker-Ra­te. spiegel.de (01/2026).
²So­ny: Vor­druck Schuld­schein - von Freun­den und der Fa­mi­lie Geld lei­hen. gws2.de (01/2026).
³Hal­lern, Hau­ke von: Ab­sa­gen oh­ne En­de: So kämp­fen jun­ge Leu­te um Jobs - trotz Fach­kräf­te­man­gel | NDR In­fo. youtube.com (01/2026).
⁴An­ders, Na­ta­lia: Ghost Jobs – War­um Fir­men Fake-Stel­len­an­zei­gen schal­ten. profil.at (01/2026).
⁵Blechin­ger, Tan­ja: Ghost Jobs im Fo­kus: So schützt du dich vor fal­schen Stel­len­an­zei­gen. agrajo.com (01/2026).
⁶missingthepoint557: 7 Ta­ge... Woh­nungs­su­che. youtube.com (01/2026).
⁷Par­ti­al­Vo­lu­me: Shre­dOS x86_64 - Disk Era­ser. github.com (01/2026).

Ubuntu: World of Tanks spielen - Steam Proton nutzen

In der zwei­ten Aus­ga­be des Jah­res 2025 be­haup­tet das Ma­ga­zin Li­nux User, die meis­ten An­wen­der nutz­ten ih­ren Desk­top-PC le­dig­lich zum E-Mail-Schrei­ben, Sur­fen¹ oder Mu­sik­hö­ren. Des­halb sei ein Um­stieg auf Li­nux Mint sinn­voll, wenn die Hard­ware nicht mehr für Win­dows 11 aus­reicht. Als ob Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen nur für die sim­pels­ten Auf­ga­ben ge­schaf­fen wä­ren - was für ei­ne ab­sur­de Her­ab­set­zung! Wer sich ei­nen voll aus­ge­stat­te­ten Tower mit Mo­ni­tor und Pe­ri­phe­rie ins Haus holt, hat weit mehr vor: Er will in fes­seln­de On­line-Games ein­tau­chen, mit OBS² pro­fes­sio­nel­le Live­streams pro­du­zie­ren, leb­haf­te Vi­deo­chats füh­ren, IPTV in bes­ter Qua­li­tät ge­nie­ßen und selbst an­spruchs­vol­le Druck­auf­trä­ge mü­he­los be­wäl­ti­gen. Ubun­tu und sei­ne viel­sei­ti­gen Va­ri­an­ten bie­ten all das - und noch viel mehr. Im Ver­gleich da­zu ist Li­nux Mint kaum ei­ne ech­te Al­ter­na­ti­ve.

Hin­weis zu die­sem Leit­fa­den!

Die­ser Ar­ti­kel bil­det den Auf­takt ei­ner Se­rie zum Kom­pa­ti­bi­li­täts­mo­dul Pro­ton. Er bie­tet ei­nen Über­blick über des­sen Ent­wick­lung und Funk­ti­ons­wei­se, be­leuch­tet mög­li­che Ein­schrän­kun­gen und gibt Hard­ware-Emp­feh­lun­gen für ein op­ti­ma­les Spiel­erleb­nis un­ter Ubun­tu. Wer di­rekt zur An­lei­tung ge­lan­gen möch­te, klickt hier.

Die Zer­split­te­rung der Li­nux-Land­schaft stellt oh­ne­hin ein er­heb­li­ches Pro­blem dar. Ver­mut­lich fi­nan­ziert die Bun­des­re­gie­rung ähn­lich vie­le NGOs³ wie ak­tiv ent­wi­ckel­te Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen exis­tie­ren - cir­ca 500!

In einem beeindruckenden Cartoon der renommierten Photoshop-Künstlerin Veronika Helga Vetter aus Linz, Oberösterreich, entfaltet sich eine ebenso kuriose wie charmante Szene, die die Herzen von Linux-Enthusiasten und World of Tanks-Fans gleichermaßen höherschlagen lässt. Im Mittelpunkt steht ein Panzerkampfwagen VI „Tiger“, eines der gefürchtetsten Stahlmonster des Zweiten Weltkriegs, meisterhaft und mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Die massiven Ketten graben sich in das unebene Terrain, während der tonnenschwere Koloss unaufhaltsam durch das Gelände rollt. Seine kantige Silhouette, die gewaltige 8,8-cm-Kanone und die genieteten Panzerplatten verleihen ihm eine imposante Präsenz – eine fast fotografische Präzision, die Vetter mit gekonnter Linienführung und digitalem Pinselstrich erschaffen hat. Doch das wahre Highlight dieser Illustration entfaltet sich, sobald der Blick auf die offene Kommandantenluke wandert. Denn dort, wo einst stahlharte Wehrmachtskommandanten ihre Befehle bellten, lugt nun ein völlig unerwarteter Insasse hervor: Vinzenz der Jüngere – ein charismatischer Pinguin mit frechem Blick und unverkennbarem Stil. Sein altertümlicher Helm sitzt lässig auf seinem Kopf, die Kinnriemen baumeln locker nach unten, als ob ihn die Strenge militärischer Vorschriften nicht im Geringsten interessiere. Mit einer Mischung aus neugieriger Wachsamkeit und kühlem Understatement scheint er die Umgebung zu mustern – vielleicht auf der Suche nach dem nächsten Gegner, vielleicht aber auch nur nach einem neuen Abenteuer. Und als wäre dieser eigenwillige Anblick nicht schon außergewöhnlich genug, flattert am Heck des Panzers eine Fahne mit dem ikonischen Ubuntu-Logo. Die orangerote Spirale, das Symbol für die offene und gemeinschaftsorientierte Philosophie des Betriebssystems, bildet einen kühnen Kontrast zur militärischen Ästhetik des historischen Kampffahrzeugs. Sie weht mutig im Wind und verkündet unmissverständlich die Botschaft dieses Kunstwerks: World of Tanks läuft auch unter Ubuntu – und das ganz ohne Kompromisse! Der Hintergrund verstärkt diese Szene mit einem beeindruckenden Panorama: Mächtige Berggipfel ragen am Horizont auf, ihre Silhouetten von sanften Wolkenschwaden umspielt. Die felsige Landschaft, über die der Tiger hinwegrollt, ist rau und ungezähmt, genau wie das Betriebssystem, das er repräsentiert – unabhängig, stabil und bereit für jede Herausforderung. Die Illustration trägt den treffenden Titel „WoT unter Ubuntu“ und wurde im März 2025 fertiggestellt. Sie begleitet eine ausführliche Anleitung, die Schritt für Schritt erklärt, wie sich World of Tanks über Steam und Proton nahtlos auf Linux installieren und spielen lässt. Doch sie ist mehr als nur ein künstlerisches Beiwerk – sie ist eine humorvolle, tiefsinnige Metapher für die Verschmelzung von Tradition und Moderne, von militärischer Präzision und freier Softwarekultur. Mit dieser einzigartigen Kombination aus technischer Perfektion, augenzwinkerndem Humor und kreativer Symbolik beweist Veronika Helga Vetter einmal mehr ihr außergewöhnliches Talent und ihre Fähigkeit, komplexe Themen in einem einzigen Bild zum Leben zu erwecken. Vinzenz der Jüngere, der unerschrockene Pinguin-Kommandant, mag sich zwar in einem überdimensionalen Stahlkoloss befinden – doch seine wahre Stärke liegt in der Freiheit, die er repräsentiert. Denn genau wie er sich nicht in ein Korsett aus Konventionen zwängen lässt, beweist auch dieser Cartoon: Linux ist längst ein ernstzunehmendes Gaming-Betriebssystem – und der Kampf um die Vorherrschaft der Plattformen hat gerade erst begonnen. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht

Doch braucht wirk­lich je­mand das Fe­do­ra-De­ri­vat No­ba­ra, das mit ver­al­te­ter Soft­ware wie Wi­ne­tricks, Lut­ris und vor­in­stal­lier­ten Nvi­dia-Trei­ber­mo­du­len⁴ ver­sucht, PC-Spie­ler zu über­zeu­gen? Das Glei­che gilt für Drau­ge­rOS und Batocera.linux. Al­le moch­ten Win­dows XP und Win­dows 7 - da­ge­gen ist Arch Li­nux zu we­nig an­wen­der­freund­lich, wäh­rend De­bi­an die Leis­tung mo­der­ner Desk­top-PCs nicht aus­schöpft.

  • Zum Glück gibt es Ubun­tu, des­sen Va­ri­an­ten Ku­b­un­tu und Xu­b­un­tu am ehes­ten ak­tu­el­len Mi­cro­soft-Be­triebs­sys­te­men äh­neln.

Be­reits 2013 ver­öf­fent­lich­te Val­ve Steam für Ubun­tu, um Li­nux-Nut­zern den Zu­gang zu Coun­ter-Strike: Source zu er­mög­li­chen. Kurz dar­auf stell­te das schwe­di­sche Ent­wick­ler­stu­dio Pa­ra­dox In­ter­ac­ti­ve sei­nen Spie­le­ka­ta­log für De­bi­an-De­ri­va­te be­reit, wo­durch Ti­tel wie Eu­ro­pa Uni­ver­sa­lis und Ci­ties: Sky­li­nes na­tiv und oh­ne Emu­la­ti­on spiel­bar wur­den.

Im Jahr 2016 be­gann Val­ve mit der Ent­wick­lung von Pro­ton, ei­ner auf Wi­ne ba­sie­ren­den Kom­pa­ti­bi­li­täts­schicht, die struk­tu­rier­ter, leis­tungs­fä­hi­ger und nut­zer­freund­li­cher sein soll­te. Et­was mehr als zwei Jah­re spä­ter wur­de Pro­ton in Steam Play in­te­griert, wo­durch sich auf An­hieb 60%⁵ al­ler Win­dows-Spie­le über die Li­nux-Ver­si­on der Ver­triebs­platt­form aus­füh­ren lie­ßen.

  • Be­reits in der An­fangs­pha­se setz­te Pro­ton auf DXVK als Über­set­zungs­bi­blio­thek, um Direct3D 9, 10 und 11 in Vul­kan zu kon­ver­tie­ren.
  • Seit 2021 un­ter­stützt Pro­ton auch Di­rectX 12, um AAA-Ti­tel wie For­za Ho­ri­zon 5 oder King­dom Co­me: De­li­ver­ance II platt­form­über­grei­fend spiel­bar zu ma­chen.

Da­mit Win­dows-Spie­le über Steam Play un­ter Ubun­tu rei­bungs­los lau­fen, sind stets ak­tu­el­le Gra­fik­kar­ten­trei­ber er­for­der­lich.

In einer Kombination aus Steam und Proton ist es ganz leicht möglich, World of Tanks unter Ubuntu zu spielen

World of Tanks un­ter Ubun­tu 24.04.2 LTS

Bei AMD-Hard­ware stellt dies kein Hin­der­nis dar, da Ubun­tu-Nut­zer mit je­dem Ker­nel-Up­date au­to­ma­tisch ei­ne auf­ge­frisch­te GPU-Firm­ware er­hal­ten.

Von den ak­tu­ell 28 Mil­lio­nen Ker­nel-Code-Zei­len ent­fal­len 5,8 Mil­lio­nen (!) auf die Trei­ber von AMDGPU.

Eg­ge­ling, Thors­ten: Ker­nel-Mo­du­le: Di­ät für AMDGPU. In: Li­nux Welt Nr. 1 (2025). S. 17.

Dar­über hin­aus hat AMD nicht nur maß­geb­lich zur Ent­wick­lung von Vul­kan bei­getra­gen, son­dern nutzt mit Mesa ei­ne Open-Source-3D-Schnitt­stel­le, die di­rekt in Li­nux in­te­griert ist. Dies trägt da­zu bei, dass Pro­ton-Spie­le auf AMD-GPUs in der Re­gel flüs­si­ger lau­fen.

4x Corsair DIMM 16 GB DDR4-2666 - künstlerisches Symbolfoto. Wer Windows-Spiele mithilfe von Proton unter Ubuntu spielt, sollte mindestens 16 Gigabyte Arbeitsspeicher besitzen. Erkenntnis von Pinguin - deutschsprachiges Linux-Handbuch" src=

Pro­ton-Spie­le er­for­dern zu­dem mehr frei­en Ar­beits­spei­cher als un­ter Win­dows. Selbst World of Tanks, das be­reits 2010 ver­öf­fent­licht wur­de, be­legt un­ter Ubun­tu rund 4,5 Gi­ga­byte RAM. Ei­ne In­ves­ti­ti­on in die­se Hard­ware ist da­her sinn­voll. Ge­ne­rell soll­te ein mo­der­nes Gam­ing-Sys­tem über min­des­tens 16 Gi­ga­byte RAM ver­fü­gen.

WoT unter Ubuntu

Seit dem Re­lease des Steam Decks 2022 kom­men im­mer mehr Games mit na­ti­ver Li­nux-Un­ter­stüt­zung - kein Wun­der, schließ­lich ba­siert Steam­OS auf Arch Li­nux. Dank Pro­ton lau­fen mitt­ler­wei­le zwi­schen 3000 und 4000 Ti­tel un­ter Ubun­tu, und trotz­dem krie­gen wir stän­dig An­fra­gen, ob wir nicht mehr über Li­nux-Gam­ing schrei­ben könn­ten. Wie kann das sein? Tja, bis hier­hin kos­tet al­les Geld. Wer haupt­säch­lich auf Raub­ko­pien oder kos­ten­lo­se Live-Ser­vice-Games wie World of Tanks setzt, kann zwar un­ter Ubun­tu zo­cken - braucht aber ei­ne Win­dows-Par­ti­ti­on, um den gan­zen Ver­wal­tungs­kram zu er­le­di­gen.

Das Bild zeigt eine vertikal geteilte Gegenüberstellung zweier Preisschilder, aufgenommen im März 2025 in MediaMarkt Linz (Oberösterreich). Die linke Hälfte präsentiert ein Foto mit einem markanten roten Preisschild, das stolz verkündet: „Windows 11 Pro – 214,99 €“. Direkt darunter thront die ikonische blaue Verpackung, die seit Jahren für die professionelle Variante von Microsofts Betriebssystem steht. Auf der rechten Seite spiegelt sich das Motiv mit einer leicht abgewandelten Szenerie: Ein weiteres Preisschild, diesmal für die Home-Edition von Windows 11, preist das Betriebssystem für 146,99 € an. Die dazugehörige weiße Verpackung signalisiert die auf den Heimanwender zugeschnittene Version. Beide Bilder wurden von Sascha Vetter, einem IT-Techniker, aufgenommen und dokumentieren den aktuellen Marktpreis der Windows-Software in einer Zeit, in der sich viele Nutzer fragen, ob ein Umstieg wirklich nötig ist. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht

Das muss aber nichts Schlech­tes sein. Wie auf dem Bild zu se­hen ist, kos­te­te Win­dows 11 Pro­fes­sio­nal im März 2025 bei Me­dia­Markt sat­te 214,99 Eu­ro. Es wä­re al­so reich­lich dumm, ein der­art hoch­wer­ti­ges Be­triebs­sys­tem nach nur drei bis fünf Jah­ren in die Ton­ne zu tre­ten - nur weil Fach­zeit­schrif­ten für Pa­nik­ma­che⁶ be­zahlt wer­den und ih­re Le­ser in die nächs­te Ver­si­on drän­gen wol­len.

  • Wer zum Bei­spiel noch ei­ne Win­dows-10-Par­ti­ti­on hat, kann die­se pro­blem­los wei­ter als Ver­wal­tungs­sta­ti­on für World of Tanks nut­zen, wäh­rend die ei­gent­li­chen Pan­zer­schlach­ten über ei­ne all­zeit si­che­re Ubun­tu-Ver­si­on lau­fen.

Ganz oh­ne Mi­cro­soft geht es nicht, denn Pro­ton kann den War­gam­ing-Laun­cher nicht star­ten - ak­tu­el­le Spiel­da­tei­en gibt es al­so wei­ter­hin nur über Win­dows.

Der Screenshot zeigt den Wargaming-Launcher, das zentrale Verwaltungs- und Startprogramm für World of Tanks. Die Benutzeroberfläche ist in einem dunklen, modernen Design gehalten und übersichtlich strukturiert. Am oberen Rand befindet sich eine Navigationsleiste, über die Nutzer zwischen verschiedenen Wargaming-Titeln wechseln können. In diesem Fall ist World of Tanks aktiv ausgewählt. Im Hauptbereich des Launchers dominiert ein großflächiges Banner für „Frontlinie Episode 4: Epische 30v30-Gefechte“. Das Hintergrundbild zeigt eine dramatische Panzerschlacht mit aufgewühltem Terrain, brennenden Wracks und Rauchschwaden am Horizont. Direkt darunter befindet sich ein auffälliger, orangefarbener „Spielen“-Button, über den das Spiel gestartet wird. Auf der rechten Seite sind zwei weitere Info-Kacheln zu sehen: Eine mit dem Titel „Frontlinie, Episode 4: Mächtige Panzer warten“ und eine weitere mit der Überschrift „Rekrutierungsprogramm Regeln“. Diese Abschnitte bieten zusätzliche Informationen zu aktuellen Spielinhalten und Community-Features. Obwohl viele Windows-Spiele dank Proton unter Ubuntu spielbar sind, bleibt der Wargaming-Launcher von World of Tanks mit dieser Lösung inkompatibel. Das Programm lässt sich unter Steam Proton nicht starten, was möglicherweise an verschiedenen technischen Einschränkungen liegt. Eine häufige Ursache könnten Anti-Cheat-Mechanismen sein, die speziell für Windows entwickelt wurden und unter Linux nicht korrekt funktionieren. Darüber hinaus könnte der Launcher auf Windows-exklusive Bibliotheken oder API-Funktionen angewiesen sein, die Proton nicht vollständig emulieren kann. Auch eine fehlende Unterstützung für Vulkan oder DXVK könnte eine Rolle spielen. Während viele Singleplayer- und auch einige Multiplayer-Titel reibungslos unter Proton laufen, bleibt World of Tanks für Linux-Nutzer weiterhin problematisch. Da der Wargaming-Launcher zwingend erforderlich ist, um das Spiel aktuell zu halten und zu starten, ist derzeit keine direkte Lösung unter Ubuntu bekannt. Wer World of Tanks auf Linux spielen möchte, ist daher auf eine separate Windows-Partition oder eine Virtualisierungslösung angewiesen

Ob­wohl das Spiel selbst un­ter Ubun­tu mit Pro­ton star­tet, bleibt der Laun­cher funk­ti­ons­un­fä­hig. Dies könn­te an An­ti-Cheat-Me­cha­nis­men⁷ oder der Ab­hän­gig­keit von Win­dows-ex­klu­si­ven Bi­blio­the­ken lie­gen.

  • Der Up­da­ter soll­te da­her stets im Stan­dard­pfad ver­blei­ben.
  • Hin­ge­gen der Spiel­ord­ner „World_of_Tanks_EU” ist frei be­weg­lich. In un­se­rem Fall ha­ben wir ihn auf ei­ne NVMe-SSD aus­ge­la­gert, die zu­vor un­ter Win­dows mit dem NTFS-Da­tei­sys­tem for­ma­tiert wur­de.

Un­ter Ubun­tu ist es dann wich­tig, dass der Spiel­da­ten­trä­ger ein­ge­hängt und die APT-Ver­si­on von Steam vor­han­den ist:

sudo apt install steam -y

Im Bi­blio­thek-Rei­ter von Steam muss World of Tanks ma­nu­ell ein­ge­glie­dert wer­den. Dies ge­schieht über den Me­nü­punkt „Spiel hin­zu­fü­gen“. Ein Links­klick auf „Steam-frem­des Spiel hin­zu­fü­gen“ öff­net ein Fens­ter, das in­stal­lier­te Pro­gram­me un­ter Ubun­tu an­zeigt. Da wir das MMOG je­doch auf ei­nem se­pa­ra­ten NTFS-Da­ten­trä­ger ge­spei­chert ha­ben, wäh­len wir den Pfad dort hin ein­ma­lig über die „Durchsuchen“-Schaltfläche ge­zielt aus.

Die Collage aus mehreren Screenshots dokumentiert anschaulich den Prozess, World of Tanks unter Ubuntu mit Steam und Proton zum Laufen zu bringen. Die visuelle Darstellung ist in mehrere Abschnitte gegliedert und zeigt die wichtigsten Schritte zur Integration des Spiels in die Steam-Bibliothek. Im oberen Bereich der Collage wird der Dateipfad des Spiels sichtbar, das sich auf einer separaten Partition mit der Bezeichnung "Basic data partition" befindet. Der Ordner "World_of_Tanks_EU" beherbergt dabei die zentrale ausführbare Datei "WorldOfTanks.exe", die für den Start des Spiels verantwortlich ist. Darunter zeigt ein Ausschnitt aus der Steam-Oberfläche den wichtigen Menüpunkt „Steam-fremdes Spiel hinzufügen“, über den sich nicht über den Steam-Store erworbene Spiele in die Bibliothek einbinden lassen. Nach dem Anklicken öffnet sich ein Fenster mit einer Liste installierter Programme, in der die Datei "WorldOfTanks.exe" bereits ausgewählt wurde. Sollte sich das Spiel auf einer NTFS-Partition befinden, kann es zusätzlich über die „Durchsuchen...“-Schaltfläche manuell ausgewählt werden. Ein weiteres Segment hebt die Eigenschaften des hinzugefügten Spiels hervor. Hier ist entscheidend, dass im Reiter „Kompatibilität“ die Option „Die Verwendung eines bestimmten Kompatibilitätswerkzeugs für Steam Play erzwingen“ aktiviert wird. Direkt darunter ist „Proton Experimental“ als Laufzeitumgebung ausgewählt – eine essenzielle Voraussetzung, um World of Tanks unter Linux spielbar zu machen. Der letzte Abschnitt der Collage zeigt die grüne „SPIELEN“-Schaltfläche, was signalisiert, dass das Spiel nun startbereit ist. Allerdings bleibt ein wichtiger Punkt zu beachten: Der NTFS-Datenträger, auf dem World of Tanks installiert ist, muss vor dem Start unter Ubuntu eingehängt sein, damit das Spiel fehlerfrei ausgeführt werden kann. Diese mehrteilige Bilddokumentation vermittelt auf strukturierte Weise, wie ein eigentlich Windows-exklusives Spiel erfolgreich in eine Linux-Umgebung integriert werden kann – ein praktischer Leitfaden für alle, die ihre Windows-Spiele unter Ubuntu ohne großen Aufwand genießen möchten. Urheber: Sascha Vetter (IT-Techniker) Linz. Zuerst im März 2025 veröffentlicht - GWS2.de

Nach­dem die „WorldOfTanks.exe“ in dem Ord­ner „World_of_Tanks_EU“ ge­fun­den und in Steam hin­zu­ge­fügt wur­de, er­scheint sie links im Bi­blio­thek-Me­nü. Ab­schlie­ßend muss die­se Ver­knüp­fung per Rechts­klick an­ge­wählt wer­den, um ein wei­te­res Op­ti­ons­me­nü zu öff­nen. Dort ist es im Rei­ter „Kom­pa­ti­bi­li­tät“ nun un­ab­ding­lich, den blau­en Ha­ken bei „Die Ver­wen­dung ei­nes be­stimm­ten Kom­pa­ti­bi­li­täts­werk­zeugs für Steam Play er­zwin­gen“ zu set­zen und dar­un­ter „Pro­ton Ex­pe­ri­men­tal“ aus­zu­wäh­len.

Der Screenshot zeigt eine stilisierte Systemübersicht der Testumgebung, in der World of Tanks unter Kubuntu 24.04.2 LTS mit Steam Proton betrieben wird. Das Design erinnert an eine handschriftliche Notiz mit technischer Dokumentation, ergänzt durch eine freundliche, gezeichnete Figur im oberen linken Bereich – einen Cartoon-Handwerker mit Latzhose und Kappe, der auf die angegebenen Informationen deutet. Detaillierte Systeminformationen: OS: Kubuntu 24.04.2 LTS x86_64 – eine Ubuntu-basierte Linux-Distribution mit KDE Plasma als Desktop-Umgebung. Kernel: 6.8.0-54-generic – eine aktuelle Kernel-Version, die moderne Hardware- und Treiberunterstützung bietet. DE: Plasma 5.27.12 – die verwendete Desktop-Umgebung, bekannt für ihre Flexibilität und Anpassbarkeit. Software- und Spielinformationen: Software: Steam Proton – die Kompatibilitätsschicht, die Windows-Spiele unter Linux lauffähig macht. Spiel: World of Tanks v.1.27.1.0 – die getestete Version des Multiplayer-Panzerspiels. Technische Voraussetzungen & Bewertung: Voraussetzung: Dual-Boot-System – deutet darauf hin, dass Windows parallel genutzt wird, vermutlich für den Launcher oder Updates. Erstveröffentlichung: 2018 – möglicherweise das Jahr, in dem World of Tanks erstmals unter Linux getestet wurde oder eine stabile Lösung gefunden wurde. Niveau: Symbolisiert durch eine halb gefüllte Batterie – dies könnte darauf hinweisen, dass die Umsetzung funktioniert, aber nicht perfekt ist und Anpassungen benötigt. Langzeitlösung: Ja – zeigt an, dass diese Methode als dauerhafte Möglichkeit angesehen wird, um das Spiel unter Linux spielbar zu halten. In der unteren rechten Ecke befindet sich ein weiteres Symbol – ein Zahnrad mit einem Bauhelm darüber, was als Hinweis auf eine technische Umsetzung oder laufende Optimierung interpretiert werden kann. Fazit: Das Bild vermittelt in kompakter und optisch ansprechender Form die Rahmenbedingungen für World of Tanks unter Kubuntu 24.04.2 LTS. Die Integration über Steam Proton erfordert ein Dual-Boot-System, scheint aber eine nachhaltige Lösung für Linux-Spieler darzustellen, die nicht vollständig auf Windows angewiesen sein möchten. Erkenntnis von Pinguin - kostenloses Ubuntu-Handbuch

Hin­weis: Es ist emp­feh­lens­wert, ei­nem ex­ter­nen Steam-Spiel die neu­es­te Pro­ton-Ver­si­on zu­zu­wei­sen, um ma­xi­ma­le Kom­pa­ti­bi­li­tät und Per­for­mance zu ge­währ­leis­ten. Nach die­ser ein­ma­li­gen Ein­rich­tung kann World of Tanks künf­tig be­quem über die grü­ne „Spielen“-Schaltfläche ge­star­tet wer­den - stets vor­aus­ge­setzt, der NTFS-Da­ten­trä­ger wur­de vor­her in Ubun­tu ein­ge­hängt.

Der Screenshot zeigt den Login-Bildschirm von World of Tanks, ausgeführt unter Ubuntu 24.04.2 LTS – ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass das ursprünglich für Windows entwickelte Spiel erfolgreich unter einer Linux-Distribution betrieben werden kann. Das Interface präsentiert sich in einem düsteren, metallischen Design, das perfekt zur Ästhetik eines Panzerschlachtspiels passt. Im Hintergrund dominiert das gewaltige Kettenlaufwerk eines gepanzerten Fahrzeugs, das sich leicht im Staub verliert und dem Ganzen eine raue, schlachtfeldähnliche Atmosphäre verleiht. Zentral prangt das World of Tanks-Logo, das mit seinem markanten Schriftzug und dem Wargaming-Emblem den Blick auf sich zieht. Direkt darunter befindet sich die klassische Login-Maske, in der der Spieler seine E-Mail-Adresse und sein Passwort eingeben kann. Neben dem Feld für das Passwort gibt es eine Checkbox mit der Option „Kennwort speichern“, um sich zukünftige Anmeldevorgänge zu erleichtern. Darüber hinaus bietet der Bildschirm einige zusätzliche Funktionen: Über das Dropdown-Menü für Server und Ping kann ein bevorzugter Spielserver gewählt werden, wobei die Einstellung auf „Auto“ gesetzt ist, um die beste Verbindung automatisch auszuwählen. Wer noch keinen Account besitzt, kann über den Link „Konto erstellen“ direkt eine Registrierung starten. Falls es Probleme mit der Anmeldung gibt, verweist die Option „Sie können sich nicht anmelden?“ auf Hilfeseiten von Wargaming. Die Sprachoption ist auf „DE“ gesetzt, was darauf hindeutet, dass die deutsche Version des Spiels genutzt wird. Unten befindet sich die Schaltfläche „Verbinden!“, die jedoch ausgegraut erscheint – ein Hinweis darauf, dass die Zugangsdaten noch nicht eingegeben wurden oder eine Verbindung zum Server nicht möglich ist. Dass dieser Login-Bildschirm unter Ubuntu 24.04.2 LTS erscheint, zeigt, dass World of Tanks erfolgreich über Proton oder eine andere Kompatibilitätsschicht gestartet wurde. Dies unterstreicht, dass auch Windows-exklusive Multiplayer-Titel unter Linux spielbar sein können – wenn auch mit gewissen Anpassungen oder Workarounds

Die Frame­ra­ten un­ter Ubun­tu sind ge­nau­so hoch wie un­ter Win­dows. Im Voll­bild­mo­dus lässt sich al­so kaum un­ter­schei­den, auf wel­chem Sys­tem World of Tanks ge­ra­de läuft. Das be­lieb­te Pan­zer­spiel ist mitt­ler­wei­le so alt, dass selbst ein Up­date der Mesa-Pa­ke­te kei­ne spür­ba­ren Ver­bes­se­run­gen mehr bringt.

Ein dynamisches Splitscreen-Bild, das die Action und technische Performance von World of Tanks unter Ubuntu mit Steam und Proton eindrucksvoll einfängt. Die Aufnahme ist horizontal geteilt, wobei die obere Hälfte den agilen Pz.Kpfw. II Luchs zeigt, während die untere Hälfte eine scharf gezielte Jagd auf einen japanischen Medium-Panzer durch eine deutsche Grille dokumentiert. Obere Hälfte: Der Luchs auf der Jagd Oben stürmt der legendäre Aufklärungspanzer Luchs mit beeindruckender Geschwindigkeit über ein unebenes, steiniges Terrain. Der Boden ist von kleinen Felsen und Erhebungen durchzogen, während im Hintergrund sanfte Hügel und eine weitläufige Kriegslandschaft zu erkennen sind. Der Luchs, berühmt für seine Wendigkeit und seinen spielerischen Fahrstil, ist mit einem detailreichen Tarnmuster versehen, das sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Doch dieser Panzer ist nicht nur ein Schatten im Gelände – auf seinem Turm prangen auffällige Aufkleber, stolze Trophäen für errungene Erfolge auf dem Schlachtfeld. Sie erzählen Geschichten vergangener Kämpfe und symbolisieren die Kampfkraft dieses kleinen, aber tödlichen Panzers. Der Bewegungsunschärfe-Effekt vermittelt ein starkes Gefühl von Geschwindigkeit und Adrenalin – als wäre der Luchs auf einer waghalsigen Erkundungsmission, bereit, den Feind auszumanövrieren. Untere Hälfte: Präzisionsschuss der Grille Im unteren Abschnitt dieses Splitscreens zeigt sich die pure Präzision deutscher Artillerie. Der Bildschirm ist dominiert vom Fadenkreuz einer Grille, einer gefürchteten deutschen Selbstfahrlafette mit zerstörerischer Feuerkraft. Ihr Visier hat sich fast perfekt auf einen japanischen Medium-Panzer ausgerichtet, der sich ahnungslos im offenen Gelände befindet. Das Fadenkreuz ist fast vollständig eingedreht, bereit für den alles entscheidenden Schuss. Der anvisierte Schwachpunkt – der schmale Spalt zwischen Turm und Wanne – verspricht maximalen Schaden, eine tödliche Schwachstelle, die erfahrene Kommandanten nur allzu gern ausnutzen. Der Kontrast zwischen der angespannten Zielerfassung und dem bevorstehenden Einschlag erzeugt eine knisternde Atmosphäre – als wäre der Moment des Einschlags fast greifbar. Technische Details: Perfekte Leistung unter Ubuntu Doch dieser Screenshot zeigt nicht nur packendes Gameplay – er ist auch ein Beweis für die technische Leistungsfähigkeit von World of Tanks unter Linux. In der oberen linken Ecke prangen zwei wichtige Werte: 131 FPS – Flüssige, blitzschnelle Bildraten für ein perfektes Spielerlebnis. 57 ms Ping – Stabile Netzwerkverbindung ohne Verzögerungen. Die Grafikeinstellungen sind auf „hoch“ gesetzt, was bedeutet, dass die Qualität der Texturen, Beleuchtung und Effekte keinerlei Einschränkungen aufweist. Kein Ruckeln, keine sichtbaren Leistungseinbußen – World of Tanks läuft unter Ubuntu mit Steam und Proton genauso reibungslos wie unter Windows. Fazit: Linux ist eine echte Alternative für Gamer Dieses Splitscreen-Bild erzählt eine doppelte Geschichte: Die ungebrochene Faszination des Luchs als ultimativer Spähpanzer. Die gnadenlose Präzision der Grille, die sich auf ihr nächstes Opfer vorbereitet. Doch jenseits des Gameplays beweist die Szene auch, dass WoT unter Ubuntu keine Kompromisse eingeht – weder bei der Performance noch bei der Grafikqualität. Es gibt keine messbaren Unterschiede zum Windows-Erlebnis, und das macht Linux zu einer vollwertigen Gaming-Plattform für alle, die ihr Lieblingsspiel ohne proprietäre Software genießen möchten.

Al­ler­dings fällt un­ter Li­nux ei­ne ge­rin­ge­re Ping­zeit auf - mög­li­cher­wei­se, weil Win­dows-Te­le­me­trie im Hin­ter­grund Band­brei­te be­an­sprucht. Wer kei­ne Lust mehr hat, ein teu­res Mi­cro­soft-Sys­tem zu kau­fen, aber World of Tanks wei­ter­hin in ge­wohn­ter Qua­li­tät ge­nie­ßen möch­te, fin­det in Ubun­tu ei­ne so­li­de Al­ter­na­ti­ve. Was ist al­so nö­tig?

  • World of Tanks setzt of­fi­zi­ell Win­dows 10 vor­aus. Al­ler­dings muss das Be­triebs­sys­tem nicht ge­war­tet oder ak­tiv ge­nutzt wer­den - es dient le­dig­lich da­zu, neue Spiel­da­tei­en über den War­gam­ing-Laun­cher her­un­ter­zu­la­den.

  • Der Spiel­ord­ner „World_of_Tanks_EU“ soll­te idea­ler­wei­se auf ei­ner se­pa­ra­ten NTFS-Par­ti­ti­on ge­spei­chert wer­den. Die­se lässt sich un­ter Ubun­tu leich­ter ein­hän­gen und ver­wal­ten, was den Zu­griff auf die Spiel­da­ten ver­ein­facht.
  • Für Spie­ler ist die Va­ri­an­te Ku­b­un­tu be­son­ders emp­feh­lens­wert, da es op­tisch Win­dows am nächs­ten kommt und gleich­zei­tig ei­ne ho­he An­pass­bar­keit bie­tet.
  • Ein kos­ten­lo­ses Steam-Kon­to, um das Spiel be­quem un­ter Li­nux zu star­ten.

Falls noch Fra­gen of­fen sind, ein­fach die Kom­men­tar­funk­ti­on nut­zen! Und für al­le Zweif­ler: Die fol­gen­den Screen­shots aus World of Tanks im Ku­b­un­tu-Fens­ter­mo­dus be­wei­sen ein­deu­tig, dass der Luchs der bes­te leich­te Pan­zer im Spiel ist. #1 /#2 /#3.

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¹Losch­witz, Mar­tin: Äl­te­re Hard­ware mit Li­nux Mint wei­ter­nut­zen. Schon al­tes Ei­sen? In: Li­nux User Nr. 2 (2025). S. 80.
²Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Ubun­tu: Face­cam für OBS ein­rich­ten - bes­se­re Twitch-Streams. pinguin.gws2.de (03/2025).
³Merz, Fried­rich & Alex­an­der Dob­rindt: Po­li­ti­sche Neu­tra­li­tät staat­lich ge­för­der­ter Or­ga­ni­sa­tio­nen. bundestag.de (PDF) (03/2025).
⁴Bär­waldt, Eric: No­ba­ra: Li­nux als Platt­form für Spie­le. In: Li­nux User Nr. 3 (2025). S. 14.
⁵Lang­ner, Chris­toph: Un­ter Dampf: Steams Wi­ne-Fork Pro­ton im Kurz­test. In: Li­nux User Nr. 2 (2019). S. 75.
⁶Vahl­diek, Axel: Die Lun­te brennt. Das letz­te Sup­port-Jahr für Win­dows 10: Aus­wir­kun­gen und Aus­we­ge. In: c’t Nr. 22 (2024). S. 19.
⁷Du­bo­wy, Lia­ne M.: Läuft ein­fach. Win­dows-Spie­le un­ter Li­nux mit Pro­ton. In: c’t Nr. 8 (2021). S. 164.