Das Ubuntu Handbuch | Anleitungen für Linux-Freunde

Festplatten sicher löschen unter Linux: ShredOS erklärt (warum der Papierkorb wertlos ist)

Zwi­schen 2010 und 2015¹ for­der­te die OECD die deut­sche Po­li­tik mehr­fach da­zu auf, mehr Hoch­schul­ab­schlüs­se zu er­zeu­gen. Der Aka­de­mi­ker­an­teil galt im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich als zu nied­rig. Die Zu­gangs­vor­aus­set­zun­gen wur­den ge­senkt, und die Ge­ne­ra­ti­on Z stu­dier­te pflicht­be­wusst BWL, VWL, Wirt­schafts­in­for­ma­ti­k² so­wie Mu­sik- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaf­ten. Seit 2022 wächst das Brut­to­in­lands­pro­dukt je­doch nur noch im Pro­mil­le­be­reich oder sta­gniert. Par­al­lel hat KI-Tech­no­lo­gie klas­si­sche Bü­ro- und Wis­sens­ar­beit bin­nen kür­zes­ter Zeit au­to­ma­ti­siert. Die Fol­ge: In Deutsch­land exis­tie­ren kaum noch Ein­stiegs­job­s³ für Ba­che­lor- und Mas­ter­ab­sol­ven­ten. Be­son­ders per­fi­de ist, dass sich un­ter die we­ni­gen Stel­len­aus­schrei­bun­gen ein er­heb­li­cher An­teil so­ge­nann­ter Ghost Jobs mischt – Po­si­tio­nen, die nie⁴ be­setzt wer­den sol­len, für die aber den­noch Be­wer­bun­gen ent­ge­gen­ge­nom­men wer­den.

ℹ️ Kon­ser­va­tiv ge­schätzt wa­ren im Jahr 2025 rund 22 Pro­zen­t⁵ al­ler Stel­len­aus­schrei­bun­gen in Deutsch­land so­ge­nann­te Ghost Jobs.

Die Mo­ti­ve hin­ter dem ge­ziel­ten Schal­ten un­ech­ter Stel­len­an­zei­gen sind viel­fäl­tig – ei­nes ist je­doch si­cher: Die in An­schrei­ben und Le­bens­läu­fen ent­hal­te­nen per­so­nen­be­zo­ge­nen In­for­ma­tio­nen lan­den re­gel­mä­ßig und lang­fris­tig in HR-Da­ten­ban­ken und au­to­ma­ti­sier­ten Be­wer­ber­ma­nage­ment­sys­te­men (ATS).

Der Cartoon zeigt eine liebevoll inszenierte Szene, die technische Ernsthaftigkeit mit augenzwinkernder Symbolik verbindet. Schauplatz ist ein stilisiertes Labor, in dem Daten nicht analysiert, sondern endgültig vernichtet werden. Die Umgebung wirkt aufgeräumt, fast klinisch, und erinnert an eine Mischung aus Werkstatt und Forschungseinrichtung – ein Ort, an dem Entscheidungen mit Konsequenzen getroffen werden. Links im Hintergrund erhebt sich ein klassisches Desktop-PC-Gehäuse mit einer transparenten Plexiglas-Seitenwand. Durch diese ist eine geöffnete mechanische Festplatte (HDD) deutlich zu erkennen: Die glänzende Magnetscheibe liegt frei, als sei sie gerade seziert worden. Dieses Detail macht unmissverständlich klar, worum es in dieser Szene geht – um das kompromisslose Ende gespeicherter Daten. Rechts im Hintergrund schweben abstrahierte Datenträgersymbole, darunter eine SSD und eine klassische Diskette. Alle diese Symbole sind deutlich durchgestrichen, ein visuelles Stoppschild für Wiederherstellung, Archivierung oder zweite Chancen. Hier gibt es kein Zurück, keine Sicherungskopie, keinen Papierkorb. Im Zentrum der Illustration steht der vertraute Pinguin der Webseite, liebevoll „Vincenz der Jüngere“ genannt – mit V am Anfang und zwei Z am Ende. Vincenz trägt eine Chemikerbrille, jedoch nicht vor den Augen, sondern lässig auf der Stirn, als Zeichen dafür, dass die Analysephase bereits abgeschlossen ist. Sein Blick ist fokussiert und entschlossen. Die rechte Flosse hat er erhoben, bereit zur finalen Handlung, während die linke fest auf dem Arbeitstisch ruht. Beide Flossen stecken in robusten Gummifäustlingen, ein subtiles Symbol für Sicherheit, Schutz und kontrollierte Gewalt. Direkt vor Vincenz dominiert ein großer roter Knopf, dessen Beschriftung dem Betrachter frontal entgegenschreit: „SHRED“. Der Knopf ist überdimensioniert, bewusst plakativ – er steht für den einen Moment, in dem aus Absicht Realität wird. Rechts daneben befindet sich ein aufgestelltes Warnschild: Ein Dreieck mit Ausrufezeichen, darunter das Wort „unwiderruflich!“ ausgeschrieben. Die Botschaft ist eindeutig: Was hier ausgelöst wird, lässt sich nicht rückgängig machen. Über der Szene prangt als schlichte Überschrift „Shred OS“. Kein Zusatz, keine Erklärung – die Grafik versteht sich als visuelle Ergänzung zu einem Anleitungsartikel, nicht als eigenständige Werbung. Sie übersetzt den technischen Vorgang des sicheren Löschens in eine einprägsame Bildsprache. Die Illustration wurde gezeichnet von Veronika Helga Vetter, die seit 2011 mit ihren Grafiken das Internet bereichert und komplexe technische Themen mit Humor, Klarheit und Wiedererkennbarkeit visualisiert. Der Cartoon verbindet technische Verantwortung mit erzählerischer Leichtigkeit und verleiht dem ansonsten nüchternen Thema der Datenvernichtung ein Gesicht – oder besser gesagt: einen entschlossenen Pinguin. GWS2.de - Januar 2026

Noch of­fen­sicht­li­cher wird die Pro­ble­ma­tik beim so­ge­nann­ten Job-Scamming. Da­bei han­delt es sich eben­falls um fin­gier­te Stel­len­an­ge­bo­te, de­ren pri­mä­rer Zweck nicht ei­ne An­stel­lung, son­dern das sys­te­ma­ti­sche Ab­grei­fen sen­si­bler Da­ten ist. Über Aus­hän­ge in Su­per­märk­ten oder un­auf­ge­for­dert ver­sen­de­te Nach­rich­ten über Mes­sen­ger-Diens­te wer­den ein­fa­che Tä­tig­kei­ten mit un­rea­lis­ti­schen Stun­den­löh­nen be­wor­ben.

Der Screenshot zeigt eine kurze, plakativ gestaltete Textnachricht, wie sie typischerweise per SMS oder Messenger weiterverbreitet wird. Der Hintergrund ist schlicht und funktional, ohne visuelle Gestaltungselemente, was den Fokus vollständig auf den Text lenkt. Ganz oben springt ein einzelnes Wort in Großbuchstaben ins Auge: „IMBD“ – eine Bezeichnung, die Seriosität suggerieren soll, aber keinerlei erkennbare Einordnung zulässt und bewusst vage gehalten ist. Darunter folgt ein knapp formulierter Locktext, der gezielt auf finanzielle Anreize setzt. Gesucht werden angeblich Personen für Heimarbeit, ohne nähere Beschreibung der Tätigkeit, Qualifikation oder des Unternehmens. Besonders auffällig ist die angegebene Vergütung von 25 bis 35 Euro pro Stunde, kombiniert mit Aussagen wie „mehr Arbeit, mehr Verdienst“ und „tägliche Auszahlung“. Diese Versprechen sind bewusst einfach gehalten und sprechen vor allem Menschen an, die sich schnelle, unkomplizierte Einnahmen erhoffen. Am unteren Rand der Nachricht findet sich eine direkte Handlungsaufforderung: „WhatsApp:“, gefolgt von einem verkürzten Link im Format https://wa.me/.... Dieser Link soll den Empfänger unmittelbar in einen privaten Chat weiterleiten und damit aus dem öffentlichen Raum der Anzeige in eine nicht überprüfbare Eins-zu-eins-Kommunikation ziehen. Der Gesamteindruck des Screenshots ist nüchtern, fast beiläufig – genau das macht ihn gefährlich. Es fehlen Impressum, Kontaktdaten, Standort oder konkrete Informationen zur Tätigkeit. Stattdessen wird mit hohen Stundenlöhnen, sofortiger Auszahlung und minimalem Aufwand gearbeitet. Solche Nachrichten dienen in der Regel nicht der tatsächlichen Jobvermittlung, sondern dem Abgreifen persönlicher Daten und Profile, die anschließend weiterverwertet oder verkauft werden. Der Screenshot steht exemplarisch für klassisches Job-Scamming, wie es derzeit massenhaft über SMS, Messenger und soziale Netzwerke verbreitet wird. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - Januar 2026

ℹ️ Die sechs­mo­na­ti­ge Auf­be­wah­rungs­frist für Be­wer­bungs­un­ter­la­gen ist zwar kein Ge­setz, gilt aber als da­ten­schutz­recht­li­cher Stan­dard. Ei­ne dar­über hin­aus­ge­hen­de Spei­che­rung, et­wa in ei­nem Ta­lent­pool, ist nur mit aus­drück­li­cher Ein­wil­li­gung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO zu­läs­sig – auch wenn die Ein­hal­tung sol­cher Richt­li­ni­en im HR-All­tag häu­fig igno­riert wird.

Im bes­ten Fall wer­den die ge­won­ne­nen Pro­fi­le an Bo­ni­täts­dienst­leis­ter, Fi­nanz­an­bie­ter oder Im­mo­bi­li­en­ver­mitt­ler wei­ter­ver­kauft. Manch­mal ste­hen je­doch or­ga­ni­sier­te Cy­ber­kri­mi­nel­le hin­ter den An­ge­bo­ten, die vor­sätz­lich auf Iden­ti­täts­miss­brauch und fi­nan­zi­el­len Scha­den ab­zie­len.

Mit der Ma­sche wol­len die Kri­mi­nel­len an per­sön­li­che Da­ten ge­lan­gen. Die­se könn­ten dann ge­nutzt wer­den, um an Geld zu kom­men, aber auch um im Na­men der Be­tro­ge­nen Kon­ten zu er­öff­nen.

Töl­le, Kat­ja: Job­su­che: Wie er­kennt man ge­fälsch­te Stel­len­an­zei­gen im In­ter­net? In: ÖKO-TEST Nr. 8 (2025). S. 6.

Zu­sam­men­fas­send lässt sich fest­hal­ten, dass rund ein Drit­tel al­ler Job­an­ge­bo­te fak­tisch rei­ne Fan­ta­sie­an­zei­gen sind – un­ab­hän­gig da­von, ob sie in Print­me­di­en oder auf On­line-Platt­for­men er­schei­nen.

  • Auf dem völ­lig über­hitz­ten deut­schen Woh­nungs­markt zeigt sich ein ähn­li­ches Bild.

Wer kennt sie nicht: In­se­ra­te zu Phan­tom­woh­nun­gen in Bal­lungs­räu­men, auf die sich hun­der­te In­ter­es­sen­ten mit höchst sen­si­blen An­ga­ben be­wer­ben, oh­ne je­mals ei­ne Rück­mel­dung zu er­hal­ten. Auch hier geht es den An­bie­tern we­ni­ger um die tat­säch­li­che Ver­mie­tung als viel­mehr um das sys­te­ma­ti­sche Ge­ne­rie­ren ver­wert­ba­rer Pro­fi­le.

ℹ️ Ins­be­son­de­re jun­ge Woh­nungs­su­chen­de ver­sen­den⁶ aus Man­gel an Al­ter­na­ti­ven um­fas­sen­de Be­wer­bungs­un­ter­la­gen, die sen­si­ble An­ga­ben zu Ein­kom­men, Ver­mö­gens­ver­hält­nis­sen und Bo­ni­tät ent­hal­ten. Nicht sel­ten fin­den sich dar­in so­gar per­so­nen­be­zo­ge­ne In­for­ma­tio­nen po­ten­zi­el­ler Bür­gen.

Wäh­rend die ei­nen müh­sam Li­nux Mint samt VPN-Dienst be­trei­ben und das Ho­he­lied der Da­ten­spar­sam­keit sin­gen, ver­schen­ken an­de­re ih­re Iden­ti­tät fak­tisch kos­ten­los. Da­bei sind voll­stän­di­ge Iden­ti­täts­pro­fi­le ein äu­ßerst wert­vol­ler Roh­stoff, für den selbst voll­kom­men le­ga­le Ak­teu­re wie Ver­si­che­run­gen, Mar­ke­ting­un­ter­neh­men oder Fi­nanz­dienst­leis­ter be­reit­wil­lig be­zah­len.

  • Ge­nau des­halb fin­den sich auf eBay & Co. auch heu­te noch re­ge Märk­te für ge­brauch­te Ur­alt-Fest­plat­ten, de­fek­te Lap­tops oder so­ge­nann­te Bast­ler-PCs.

Par­al­lel wer­den selbst kos­ten­lo­se Da­ten­wie­der­her­stel­lungs­tools im­mer leis­tungs­fä­hi­ger. In den sel­tens­ten Fäl­len geht es da­bei um das Re­kon­stru­ie­ren pri­va­ter Des­sous-Fo­tos – im Fo­kus ste­hen viel­mehr ein­ge­scann­te Aus­weis­do­ku­men­te, Be­wer­bungs­un­ter­la­gen oder sen­si­ble Ge­sund­heits­da­ten.

Die Grafik zeigt eine strukturierte Übersichtsseite mit der Überschrift „Systemprofil – Testumgebung“. Sie dient dazu, das im Artikel behandelte Programm in einen klar definierten technischen Kontext einzuordnen. Der Aufbau erinnert an klassische System- oder Benchmark-Dokumentationen und vermittelt bereits auf den ersten Blick einen nüchternen, technisch orientierten Anspruch. Als getestetes Betriebssystem ist ShredOS in der Version 0.38 angegeben. Die Zielarchitektur wird mit x86-64 ausgewiesen, was verdeutlicht, dass sich das System an klassische PC-Hardware richtet und nicht für Embedded- oder ARM-Plattformen konzipiert ist. ShredOS wird hier explizit als eigenständiges Betriebssystem verstanden, nicht als gewöhnliche Linux-Distribution für den Desktop-Alltag, sondern als spezialisiertes Werkzeug für einen klar umrissenen Zweck. Besonderes Augenmerk fällt auf den angegebenen Kernel „URandom“ in der Version 2024.11_27. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Linux-Standardkernel im Sinne einer allgemeinen Desktop- oder Serverdistribution, sondern um einen stark reduzierten, zweckgebundenen Kernel, der auf sichere Zufallsdaten und deterministisches Verhalten beim Überschreiben von Datenträgern ausgelegt ist. Der Name „URandom“ verweist dabei auf den Einsatz hochwertiger Zufallsquellen, wie sie für sichere Lösch- und Überschreibvorgänge relevant sind. Ziel ist nicht Vielseitigkeit, sondern maximale Verlässlichkeit im Umgang mit Speicheroperationen. In der Klassifizierung wird ShredOS als Löschbetriebssystem eingeordnet. Diese Kategorisierung unterstreicht, dass das System ausschließlich für das sichere und unwiederbringliche Entfernen von Daten entwickelt wurde. Die Quelle GitHub weist auf die offene Entwicklung hin, während die Erstveröffentlichung im Jahr 2020 zeigt, dass es sich um ein etabliertes, über mehrere Jahre gereiftes Projekt handelt. Gleichzeitig wird ShredOS als Langzeitprojekt beschrieben, das aktiv weiterentwickelt und gepflegt wird. Das angegebene Niveau „mittel“ signalisiert, dass sich das Werkzeug nicht primär an völlige Einsteiger richtet. Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Bootmedien, Tastaturnavigation und technischen Begriffen sind erforderlich, um ShredOS sicher und zielgerichtet einzusetzen. Damit positioniert sich das Programm zwischen reinen Expertenwerkzeugen und grafischen Komfortlösungen. Optisch ist die Grafik klar technisch gehalten. Dominierend sind weiße und blaue Farbtöne, die Assoziationen zu klassischen Systemmenüs und Diagnoseoberflächen wecken. In der rechten unteren Ecke befindet sich ein kleiner Pinguin, das bekannte Symbol für Linux. Direkt daneben ist die URL pinguin.gws2.de platziert. Dieses visuelle Element fungiert als dezentes Branding und macht unmissverständlich deutlich, dass die dargestellte Testumgebung, Bildanleitung und Softwareeinordnung im redaktionellen Kontext dieser Webseite entstanden ist. GWS2.de

Festplatten richtig löschen

Vie­le Nut­zer bau­en vor dem Ver­kauf ei­nes PCs vor­sorg­lich die Fest­plat­ten aus. Das schmä­lert nicht nur un­nö­tig den Wie­der­ver­kaufs­wert, son­dern löst das ei­gent­li­che Pro­blem auch nur halb­her­zig. In na­he­zu je­der Wohn­ge­gend gibt es mitt­ler­wei­le „Müll­tau­cher“, die ne­ben Pfand­fla­schen auch aus­ran­gier­te Hard­ware aus Con­tai­nern fi­schen. Ei­ne nicht kor­rekt ge­lösch­te Fest­plat­te ist da­bei ein ech­tes Da­ten­schutz­ri­si­ko.

  • Der ein­fachs­te und zu­gleich zu­ver­läs­sigs­te Weg, per­sön­li­che Da­ten voll­stän­dig und rück­stands­los zu ent­fer­nen, heißt Shre­dOS.

Da­bei han­delt es sich um ein Li­nux-ba­sier­tes Live-Sys­tem, das Da­ten­trä­ger sek­tor­wei­se mit Nul­len über­schreibt. Nach dem Vor­gang be­fin­det sich das Lauf­werk tech­nisch wie­der im Aus­lie­fe­rungs­zu­stand und ei­ne Da­ten­wie­der­her­stel­lung ist prak­tisch aus­ge­schlos­sen.

Der dreigeteilte Screenshot zeigt Schritt für Schritt den Einsatz des Ubuntu-Bordmittels „Startmedien-Ersteller“ unter Ubuntu 24.04.3 LTS und dokumentiert anschaulich den Weg von der Programmauswahl bis zum laufenden Schreibvorgang eines bootfähigen USB-Datenträgers. Im oberen Abschnitt ist zunächst der Applikationsauswähler von Ubuntu zu sehen. Die Oberfläche wirkt aufgeräumt und funktional, wie man es von einer modernen LTS-Version erwartet. Zwischen anderen Systemwerkzeugen sticht das Symbol des Startmedien-Erstellers hervor: ein stilisierter USB-Stick, der von einem markanten blauen Pfeil durchzogen wird. Das Icon ist blau umrandet und signalisiert bereits visuell seine Aufgabe – Daten werden gezielt auf ein externes Medium übertragen. Der Fokus liegt klar auf diesem Symbol, das den Einstiegspunkt für die Erstellung eines bootfähigen Mediums markiert. Der mittlere Abschnitt des Split-Screens zeigt das Hauptfenster des Startmedien-Erstellers mit der Überschrift „Startmedium erstellen“. Die Benutzeroberfläche ist bewusst minimalistisch gehalten und folgt dem Ubuntu-typischen Design: helle Flächen, klare Typografie und logisch angeordnete Bedienelemente. Als Quellabbild ist hier bereits ShredOS in der Version 0.38 eingebunden. Technisch wichtig ist der Hinweis, dass es sich dabei nicht um eine klassische ISO-Datei, sondern um ein IMG-Abbild handelt. Nur Images in diesem Format können vom Startmedien-Ersteller verarbeitet werden – ein Detail, das gerade für weniger erfahrene Nutzer entscheidend ist und häufige Fehlerquellen vermeidet. Als Zielmedium ist ein Kingston DataTraveler 3.0 ausgewählt, mit einer nutzbaren Kapazität von 115,5 GB. Der USB-Stick wird eindeutig identifiziert, sodass keine Verwechslungsgefahr mit internen Laufwerken besteht. Diese klare Trennung zwischen Quelle und Ziel unterstreicht den sicherheitsorientierten Ansatz des Werkzeugs und schützt vor versehentlichem Überschreiben falscher Datenträger. Im unteren Abschnitt des dreigeteilten Screenshots ist schließlich der aktive Schreibvorgang zu sehen. Das Datenträgerabbild wird gerade auf den USB-Stick übertragen, der Fortschrittsbalken steht bei 45 %. Die Anzeige vermittelt Ruhe und Kontrolle: kein hektisches Blinken, keine überladenen Statusmeldungen – lediglich der sachliche Hinweis, dass der Prozess läuft. Genau diese reduzierte Darstellung passt zur Aufgabe des Werkzeugs: zuverlässig, transparent und ohne unnötige Ablenkung ein bootfähiges Medium zu erstellen. Insgesamt vermittelt der dreigeteilte Screenshot ein geschlossenes Bild eines sauberen, durchdachten Workflows – von der Programmauswahl über die korrekte Einbindung des ShredOS-Images bis hin zum laufenden Schreibprozess auf einen USB-Datenträger. Er zeigt exemplarisch, wie Ubuntu auch bei sicherheitsrelevanten Aufgaben auf einfache Bordmittel setzt, ohne dabei technische Präzision oder Kontrolle einzubüßen. Deutschsprachiges Ubuntu Handbuch 2026

„Oh je, ein Live-Sys­tem – das klingt nach un­nö­ti­gem Auf­wand“, mag sich der ei­ne oder an­de­re zu­nächst den­ken. Die­se Be­fürch­tung ist je­doch un­be­grün­det. Ubun­tu-An­wen­der be­nö­ti­gen le­dig­lich ei­nen USB-Stick so­wie das kos­ten­lo­se Shre­dOS-Image. Die ei­gent­li­che Ar­beit über­nimmt das in­te­grier­te Bord­werk­zeug „Start­me­di­ener­stel­ler“, das den USB-Stick mit we­ni­gen Klicks in ein boot­fä­hi­ges Lösch­me­di­um ver­wan­delt. Ganz oh­ne Ter­mi­nal, ganz oh­ne Bas­tel­ar­beit.

Zum Down­load

Für die­se Bild­an­lei­tung wur­de Ver­si­on 0.38 ver­wen­det, die sich hier her­un­ter­la­den lässt. Ak­tu­el­le Re­leases von Shre­dOS wer­den di­rekt auf Git­Hu­b⁷ be­reit­ge­stellt. Wich­tig: Der „Start­me­di­ener­stel­ler“ ak­zep­tiert aus­schließ­lich Images mit der Da­tei­endung .img.

Die Collage besteht aus zwei übereinander angeordneten Screenshots und dokumentiert einen zentralen Schritt im Arbeitsablauf von ShredOS Version 0.38 unmittelbar nach dem Bootvorgang des Live-Systems. Beide Bildausschnitte zeigen dieselbe Programmoberfläche, jedoch in zwei aufeinanderfolgenden Zuständen, wodurch die Interaktion des Anwenders nachvollziehbar wird. Im oberen Screenshot ist das frisch gestartete ShredOS-Live-System zu sehen. Die Oberfläche präsentiert sich in dem für ShredOS typischen, nüchternen blauen Textmodus, der bewusst auf grafische Elemente verzichtet und stattdessen Klarheit und Kontrolle in den Vordergrund stellt. Direkt nach dem Start werden sämtliche vom Linux-Kernel erkannten Datenträger aufgelistet. Die Laufwerke erscheinen in ihrer systemnahen Bezeichnung als Gerätepfade, etwa /dev/sda für klassische Massenspeicher oder /dev/sr0 für optische Laufwerke. Diese Darstellung entspricht der Linux-typischen Sicht auf Hardware und ermöglicht eine eindeutige Identifikation aller angeschlossenen Speichermedien. Ein besonderes visuelles Merkmal im oberen Bild ist ein blauer Pfeil, der auf einen Eintrag mit der Bezeichnung des angeschlossenen USB-Sticks zeigt. Der Datenträger wird anhand von Vendor- und Produktcode identifiziert und verfügt über eine Kapazität von 32 GB. Der Pfeil dient als Hervorhebung und signalisiert, dass genau dieses Medium im Fokus steht und für den Löschvorgang vorgesehen ist. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Datenträger jedoch noch im neutralen Zustand – er ist lediglich markiert, aber noch nicht für das Überschreiben freigegeben. Der untere Screenshot zeigt dasselbe Fenster in nahezu identischer Darstellung, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied. Vor dem Eintrag des ausgewählten USB-Sticks erscheint nun der Parameter „wipe“. Dieses Attribut macht deutlich, dass der Benutzer den Datenträger aktiv ausgewählt und mit der Enter-Taste für den Löschvorgang markiert hat. Erst durch diesen bewussten Schritt wird das Medium in den Zustand versetzt, in dem es tatsächlich überschrieben werden kann. Die Gegenüberstellung der beiden Screenshots verdeutlicht das Sicherheitskonzept von ShredOS: Kein Datenträger wird automatisch oder unbedacht gelöscht. Jede Aktion erfordert eine explizite Bestätigung durch den Anwender. Die Collage macht diesen Übergang – vom bloßen Anzeigen der Laufwerke hin zur gezielten Auswahl eines bestimmten Mediums – visuell nachvollziehbar und unterstreicht die kontrollierte, schrittweise Arbeitsweise des Löschbetriebssystems. Finanziert von Computerheld Linz - Januar 2026

Nach dem Boot­vor­gang prä­sen­tiert sich Shre­dOS mit ei­nem be­wusst mi­ni­ma­lis­ti­schen, blau ge­hal­te­nen Text-In­ter­face. Sämt­li­che er­kann­ten Da­ten­trä­ger wer­den au­to­ma­tisch auf­ge­lis­tet, un­ab­hän­gig da­von, ob es sich um klas­si­sche SA­TA-Fest­plat­ten, mo­der­ne M.2-SSDs oder an­ge­schlos­se­ne USB-Spei­cher han­delt.

  • Zu­nächst wird mit den Pfeil­tas­ten der zu lö­schen­de Da­ten­trä­ger aus­ge­wählt.
  • Nach Be­stä­ti­gung mit der En­ter-Tas­te mar­kiert Shre­dOS das ent­spre­chen­de Lauf­werk mit dem Sta­tus „wi­pe“.

Im nächs­ten Schritt lässt sich mit der Tas­te M die ge­wünsch­te Lösch­me­tho­de fest­le­gen.

Die Split-Screen-Grafik besteht aus zwei übereinander angeordneten Screenshots aus ShredOS Version 0.38 und dokumentiert die Auswahl der Löschmethode für einen zuvor zum Überschreiben markierten Datenträger. Beide Bildhälften zeigen dasselbe Menü, jedoch mit unterschiedlicher Hervorhebung und damit zwei bewusst gegeneinander gestellten Sicherheitsansätzen. Im oberen Screenshot ist das Methodenmenü von ShredOS zu sehen, das über die Taste M aufgerufen wird, nachdem der betreffende USB-Stick zuvor mit dem Parameter wipe markiert wurde. Standardmäßig ist hier die Option „PRNG Stream“ vorausgewählt. Diese Methode überschreibt den gesamten Datenträger sektorweise mit einem kontinuierlichen Strom aus pseudozufälligen Daten. Technisch kommt dabei ein Pseudozufallszahlengenerator zum Einsatz, der fortlaufend neue Bytefolgen erzeugt, sodass kein erkennbares Muster auf dem Medium zurückbleibt. Das Ergebnis ist ein Speicherinhalt, der für Analyse- oder Wiederherstellungstools wie reines Rauschen wirkt. Diese Vorgehensweise stammt aus klassischen Sicherheitsrichtlinien für magnetische Datenträger und gilt als besonders gründlich, ist jedoch zeitintensiv und ressourcenlastig. Gerade bei USB-3.0-Sticks oder anderen Flash-Speichermedien ist diese Methode in der Praxis oft überdimensioniert. Durch interne Wear-Leveling-Mechanismen und vergleichsweise begrenzte Schreibgeschwindigkeiten verlängert sich der Vorgang erheblich, ohne einen realen Sicherheitsgewinn gegenüber einfacheren Verfahren zu liefern. Der untere Screenshot zeigt dasselbe Menü, diesmal jedoch mit einem blauen Pfeil, der gezielt auf die Option „Fill with Zeros“ verweist. Diese Methode überschreibt den Datenträger vollständig mit Nullen (0x00). Technisch betrachtet werden dabei alle adressierbaren Sektoren einmal sequenziell beschrieben, wodurch sowohl Nutzdaten als auch Metadaten zuverlässig entfernt werden. Für USB-Sticks und viele Alltagsdatenträger stellt dieses Verfahren den optimalen Kompromiss aus Sicherheit und Geschwindigkeit dar: Der Überschreibvorgang ist deutlich schneller abgeschlossen, schont das Medium und erfüllt dennoch alle praktischen Anforderungen an eine sichere Datenlöschung vor Weitergabe oder Verkauf. Die Gegenüberstellung der beiden Screenshots macht deutlich, dass ShredOS dem Anwender nicht nur Kontrolle über den Ziel-Datenträger, sondern auch über das angemessene Sicherheitsniveau gibt. Nicht maximale Komplexität, sondern eine bewusste, kontextabhängige Entscheidung steht im Vordergrund. Die dargestellten Screenshots wurden erstellt und bearbeitet von Veronika Helga Vetter, Betreiberin des PC-Vor-Ort-Services Computerheld Linz, wo ShredOS regelmäßig im Rahmen des offiziellen Leistungskatalogs zur sicheren Datenlöschung eingesetzt wird. Die Veröffentlichung dieser Bilddokumentation erfolgte im Januar 2026 und dient sowohl der technischen Aufklärung als auch der praktischen Anleitung für Anwender, die ihre Datenträger verantwortungsvoll bereinigen möchten. GWS2.de

ℹ️ Die Wahl der Lösch­me­tho­de ist stets ein Kom­pro­miss zwi­schen Si­cher­heits­ni­veau und Zeit­auf­wand. Die Ein­stel­lung „Fill Wi­th Ze­ros“ ist für na­he­zu al­le An­wen­dungs­fäl­le voll­kom­men aus­rei­chend. Be­son­ders schnel­le Da­ten­trä­ger wie M.2-SSDs kön­nen al­ter­na­tiv auch mit „PRNG Stream“ (Über­schrei­bung mit Zu­falls­da­ten) be­rei­nigt wer­den.

Nach Be­stä­ti­gung der Lösch­me­tho­de mit der Ein­ga­be­tas­te lässt sich der Über­schreib­vor­gang über die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + S star­ten.

Der Screenshot zeigt das aktive Live-System von ShredOS in der Version 0.38, während ein zuvor ausgewählter USB-Datenträger gerade überschrieben wird. Der Löschvorgang wurde bewusst und kontrolliert über die Tastenkombination Strg + S gestartet – ein letzter, expliziter Schritt, der verdeutlicht, dass ShredOS keine Aktion ohne aktive Bestätigung des Anwenders ausführt. Im zentralen Bereich der Oberfläche ist der Fortschritt des Überschreibevorgangs sichtbar. Der betroffene Datenträger wird anhand seines USB Vendor- und Product-Codes eindeutig identifiziert, sodass keine Verwechslung mit anderen angeschlossenen Laufwerken möglich ist. Zum Zeitpunkt der Aufnahme sind 0,22 % des Mediums überschrieben. Diese geringe Prozentzahl macht unmittelbar deutlich, dass sichere Datenlöschung kein spontaner Klick, sondern ein Prozess ist, der Zeit benötigt. Technische Statusinformationen liefern weitere Einordnung: Der aktuelle Datendurchsatz liegt bei rund 40 MB/s, ein für USB-Sticks realistischer Wert, der die physikalischen Grenzen von Flash-Speicher widerspiegelt. Als verbleibende Dauer werden 1 Stunde, 16 Minuten und 38 Sekunden angegeben. Die Zeitangabe ist visuell in Blau und Weiß hervorgehoben und zieht den Blick des Betrachters gezielt auf sich. Sie fungiert als stiller Hinweis darauf, dass selbst bei vergleichsweise kleinen Datenträgern mit einer Kapazität von rund 62 GB ein vollständiges Überschreiben deutlich über eine Stunde in Anspruch nehmen kann. Auf der linken Seite der Oberfläche ist unter dem Menüpunkt „Options“ die aktive Löschmethode ersichtlich. Hier ist „Fill with zeros“ ausgewählt – die einfachste und zugleich effizienteste Methode, bei der alle Sektoren des Datenträgers mit Nullen beschrieben werden. Gerade diese Anzeige ist aufschlussreich: Selbst diese minimalistische Überschreibtechnik benötigt spürbare Zeit, was den Mythos vom „schnell mal löschen“ endgültig entkräftet. Der Screenshot transportiert damit eine klare Botschaft: Sichere Datenlöschung ist kein kosmetischer Vorgang, sondern ein technisch fundierter Prozess, der Geduld erfordert. ShredOS macht diesen Prozess transparent, nachvollziehbar und ehrlich sichtbar – inklusive Zeitbedarf, Durchsatz und Methode. Genau darin liegt die Stärke dieses Löschbetriebssystems. GWS2.de - Januar 2026

So­bald Shre­dOS den Lösch­vor­gang ab­ge­schlos­sen hat, be­fin­det sich der Da­ten­trä­ger fak­tisch im Aus­lie­fe­rungs­zu­stand. Kon­kret be­deu­tet das: Es exis­tie­ren we­der ein Da­tei­sys­tem noch ei­ne Par­ti­ti­ons­ta­bel­le.

  • Die­ser Zu­stand soll­te beim Wei­ter­ver­kauf un­be­dingt an­ge­ge­ben wer­den, da der Käu­fer das Lauf­werk zu­nächst wie­der in­itia­li­sie­ren muss – et­wa über die Win­dows-Da­ten­trä­ger­ver­wal­tung.

Bei der In­stal­la­ti­on ei­nes neu­en Be­triebs­sys­tems über­neh­men die je­wei­li­gen In­stal­la­ti­ons­as­sis­ten­ten die­sen Schritt je­doch au­to­ma­tisch, so­dass dar­aus in der Pra­xis kein Nach­teil ent­steht.

Je­der kennt die An­ge­bo­te auf Klein­an­zei­gen & Co.: Lies­chen Mül­ler ver­kauft ih­ren al­ten Lap­top für klei­nes Geld. Dar­auf läuft noch ein be­tag­tes Win­dows, per­sön­li­che Do­ku­men­te wur­den „vor­sorg­lich“ über den Pa­pier­korb ge­löscht und zu­vor auf ei­nen USB-Stick ko­piert. Selbst für se­mi­pro­fes­sio­nel­le An­wen­der sind die­se Da­ten in we­ni­ger als 15 Mi­nu­ten wie­der­her­ge­stellt. Frau Mül­ler wun­dert sich spä­ter, war­um sie plötz­lich per­so­na­li­sier­te Wer­be­post er­hält oder war­um Zah­lungs­dienst­leis­ter Kon­ten sper­ren und Nach­wei­se ver­lan­gen. Se­riö­se PC-Dienst­leis­ter ru­fen für ei­ne fach­ge­rech­te Über­schrei­bung von Da­ten­trä­gern nicht oh­ne Grund Be­trä­ge von 30,00 Eu­ro und mehr auf.

⚠️ Pa­pier­korb ist kein Da­ten­schutz.

Ge­lösch­te Da­tei­en sind in vie­len Fäl­len pro­blem­los wie­der­her­stell­bar – selbst für Lai­en mit kos­ten­lo­ser Soft­ware. Wer ei­nen PC oder Lap­top wei­ter­ver­kauft, oh­ne den Da­ten­trä­ger kor­rekt zu über­schrei­ben, lie­fert per­sön­li­che Fo­tos, Do­ku­men­te und Zu­gangs­da­ten fak­tisch mit aus. Schüt­zen Sie Ih­re Fa­mi­lie, Freun­de und Nach­barn vor Iden­ti­täts­miss­brauch, Sextor­ti­on und Spam. Über­schrei­ben Sie Da­ten­trä­ger vor dem Ver­kauf kon­se­quent – Shre­dOS macht ge­nau das.

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„Li­nux ist si­cher“ – stimmt das wirk­lich oder braucht man doch ei­ne Fire­wall?
Gast-WLAN oh­ne Ab­schrei­ben: QR-Code un­ter Ubun­tu in Se­kun­den er­stel­len

¹Kirsch­stein, Ben­te: OECD rügt Deutsch­land für ge­rin­ge Aka­de­mi­ker-Ra­te. spiegel.de (01/2026).
²So­ny: Vor­druck Schuld­schein - von Freun­den und der Fa­mi­lie Geld lei­hen. gws2.de (01/2026).
³Hal­lern, Hau­ke von: Ab­sa­gen oh­ne En­de: So kämp­fen jun­ge Leu­te um Jobs - trotz Fach­kräf­te­man­gel | NDR In­fo. youtube.com (01/2026).
⁴An­ders, Na­ta­lia: Ghost Jobs – War­um Fir­men Fake-Stel­len­an­zei­gen schal­ten. profil.at (01/2026).
⁵Blechin­ger, Tan­ja: Ghost Jobs im Fo­kus: So schützt du dich vor fal­schen Stel­len­an­zei­gen. agrajo.com (01/2026).
⁶missingthepoint557: 7 Ta­ge... Woh­nungs­su­che. youtube.com (01/2026).
⁷Par­ti­al­Vo­lu­me: Shre­dOS x86_64 - Disk Era­ser. github.com (01/2026).

Kein Windows, kein Problem: DAoC unter Ubuntu mit Steam und Eden rocken

Zwi­schen 2001 und 2003 bra­chen vie­le der äl­te­ren Mil­len­ni­als ih­re ers­te Be­rufs­aus­bil­dung oder ihr Erst­stu­di­um ab. An­de­re lie­ßen sich für un­taug­lich er­klä­ren, wäh­rend Sa­my De­lu­xe Fol­gen­des rapp­te: „In die­sem Land, in dem mehr Schran­ken ste­hen als es We­ge gibt, mehr Mau­ern als Brü­cken, die Stim­mung ist ne­ga­tiv.“ Sonst dreh­te sich al­les um BSE, ISAF, MwSt, ARD, ZDF, C&A. Doch die jun­gen Leu­te? Die küm­mer­te das herz­lich we­nig. Es gab ja Dark Age of Ca­me­lot. Vor­mit­tags wur­de mit der Gil­de ge­farmt, da­zu ein biss­chen Trash­t­alk im Team­speak. Mit­tags dann die klas­si­sche MMO-Pau­se: Es­sen, Ein­kau­fen, Power­nap. Ab 16:00 Uhr war Stamm­grup­pe an­ge­sagt. Ein gro­ßer Spie­ler­pool auf der Freun­des­lis­te war Pflicht - denn die An­sa­ge „Leu­te, ich muss bald off, mor­gen 7:30 Uhr Ter­min beim Job­cen­ter“ kam öf­ter als ei­nem lieb war. Oh­ne Er­satz ging das Ge­su­che los: „8ter sucht Skal­de / Au­gi / Bar­de / DPS mit TS!“ In DAoC ging es im­mer um Reichs­punk­te, Ruhm, das per­fek­te Tem­p­la­te und um die ewi­ge Fra­ge: „Pu­shen oder ki­ten?“

Cartoonartige Szene mit dem Pinguin Vinzenz der Jüngere, gezeichnet von Veronika Helga Vetter (Computerheldin & Photoshop-Meisterin), veröffentlicht auf pinguin.gws2.de im August 2025. Vinzenz steht im Mittelpunkt des Bildes als heldenhafter Wikinger verkleidet – aufrecht, mutig, einhändig bewaffnet mit einer Axt, die andere Flosse ruht stolz auf einem runden Schild mit typischem nordischen Muster. Sein Helm mit stilisierten Hörnern sitzt etwas zu groß auf dem schwarzen Pinguinkopf, was dem Motiv einen charmant-komischen Unterton verleiht. Besonders auffällig: Der kleine Held trägt keine Hose, sodass seine watscheligen Füße sichtbar bleiben – ein augenzwinkernder Bruch mit dem martialischen Outfit. Im Hintergrund breitet sich eine fruchtbare Albion-Landschaft aus: goldgelbe Felder, üppige Laubbäume und ein sanft gewellter Horizont – eine friedliche Kulisse voller Symbolkraft. Rechts neben Vinzenz ragt ein massiver Stein aus dem Boden, in dem das sagenumwobene Schwert Exkalibur steckt – eine direkte Anspielung auf die mythische Vorlage und zugleich eine Einladung an den Betrachter, Teil des Abenteuers zu werden. Am oberen Bildrand prangt in geschwungener Schrift die Überschrift: „Ubuntu DAoC“ – ein stilistisches Bindeglied zwischen dem modernen Linux-Spielerlebnis und der epischen Fantasywelt von Dark Age of Camelot. Deutschsprachiges Ubuntu-Handbuch

Im Früh­jahr 2004 er­schien das Add-on Tri­als of At­lan­tis (ToA) und mit ihm be­gann der schlei­chen­de Spie­ler­schwund. Das ein­zig­ar­ti­ge Reich-ge­gen-Reich-Er­leb­nis wur­de für Mo­na­te auf Eis ge­legt, denn nun stan­den zeit­rau­ben­de und vor al­lem ster­bens­lang­wei­li­ge PvE-Quest­rei­hen auf dem Pro­gramm, um die ei­ge­ne Aus­rüs­tung kon­kur­renz­fä­hig zu hal­ten. Mit der Ver­öf­fent­li­chung von World of War­craft im sel­ben Jahr nahm der Ex­odus wei­ter Fahrt auf. Bald muss­ten ers­te Ser­ver zu­sam­men­ge­legt wer­den, nur um über­haupt noch ei­ne kri­ti­sche Mas­se für sinn­vol­les RvR zu er­rei­chen. Die Ar­beits­markt­re­for­men un­ter Bun­des­kanz­ler Schrö­der ta­ten ihr Üb­ri­ges und zwan­gen selbst Hard­core-Ga­mer zum Auf­ge­ben. 2009 blieb dann nur noch ein ein­zi­ges DAoC-Ha­bi­tat üb­rig: Der US-Me­ga­ser­ver-Clus­ter Ywain. Im­mer­hin hol­te die­ser zu­min­dest für kur­ze Zeit vie­le Alt­ve­te­ra­nen zu­rück ins Spiel be­vor auch sie wie­der ver­schwan­den.

Der fünfte Screenshot zeigt den Realm-Auswahlbildschirm von Dark Age of Camelot auf dem Freeshard Eden, direkt nach dem Login. Es handelt sich um eine vertikal strukturierte Bildcollage mit drei großflächig gestalteten Fraktionsdarstellungen: Albion, Hibernia und Midgard. Jede Fraktion wird durch eine zentrale Herrscherfigur verkörpert und durch passende Farben inszeniert – links in dunklem Rot und Gold für Albion, in der Mitte in leuchtendem Grün für Hibernia und rechts in frostigem Blau mit Blitzeffekten für Midgard. Die Szene wird automatisch geladen, sobald ein Spieler einen neuen Charakter erstellen möchte und sich noch keinem Reich zugewiesen hat. Technisch gesehen handelt es sich um ein Interface-Element innerhalb des Eden-Clients (Version 1.2.362), welcher auf Ubuntu 22.04.5 LTS mit Steam und Proton 9.0-4 lauffähig ist. Auf der linken Seite sehen wir Albion, das Reich der Menschen, Ritter und keltisch-angelsächsischen Mythologie. Die abgebildete Figur stellt mit großer Wahrscheinlichkeit König Constantine dar, einen König von Albion, der auf Eden die Rolle des Herrschers symbolisiert. Albion ist geprägt von Britons, Avalonianern, Highlandern, Sarazenen, Inconnu und Halb-Ogern und steht für klassische Schwertritter-Ästhetik, eiserne Disziplin und technische Stärke. In der Mitte steht Hibernia, das Reich der Natur, der Magie und der keltischen Sagenwelt. Die zentrale Figur trägt ein mit Smaragdelementen verziertes Gewand und repräsentiert vermutlich König Lugh, eine mythologische Lichtgestalt. Hibernia ist das Zuhause von Elfen, Lurikeen, Sylvan, Shar und Firbolgs – und bekannt für seine mächtigen Zauberklassen und Naturverbundenheit. Auf der rechten Seite sehen wir Midgard, das Reich der Nordmänner, Trolle, Zwerge und Kobolde. Im Vordergrund steht eine imposante Figur in pelzbesetzter Rüstung, mit Hörnerhelm und Blitzeffekten im Hintergrund. Dabei handelt es sich nicht um Odin, sondern um König Eirik, den offiziellen Herrscher Midgards im Dark Age of Camelot-Universum. Eden bleibt hier der klassischen Spielwelt treu und verwendet König Eirik als visuelles und loregerechtes Symbol für das Reich des Nordens. Besonders auffällig ist der eingeblendete Loyalty-Wert von +31 % über dem Midgard-Panel. Dieser sogenannte Realm Loyalty Bonus ist ein dynamischer Anreizmechanismus auf Eden. Er erhöht sich, wenn ein Reich wie Midgard aktuell zu wenig aktive Spieler hat. Wer sich diesem unterrepräsentierten Reich anschließt, erhält entsprechende Boni – meist in Form von zusätzlichem Reichsrang-Progress, Währung oder Lootvorteilen im RvR. Damit sorgt Eden für langfristige Fraktionsbalance und fördert faire Kämpfe im Frontiers-Bereich. Am unteren Rand befindet sich der zentrale Button mit der Aufschrift Select Your Realm, über den der Spieler sein bevorzugtes Reich endgültig auswählt. In der linken unteren Ecke befindet sich zusätzlich ein Quit-Button, mit dem der Auswahlvorgang abgebrochen werden kann. Dieser Realm-Select-Bildschirm ist nicht nur funktional, sondern setzt bereits beim Einstieg ein klares atmosphärisches Statement, wie unterschiedlich sich die drei Fraktionen in Weltbild, Ästhetik und Spielmechanik voneinander unterscheiden. Getestet von Sascha Vetter - IT-Techniker - Computerheld Linz August 2025

Eden-DAoC un­ter Ubun­tu - Wäh­le Dein Reich!

Dann wur­de es still. Die oben er­wähn­ten Mil­len­ni­als zo­gen in die Me­tro­po­len, mach­ten ir­gend­was mit Me­di­en und be­ka­men Kin­der. Ywain exis­tier­te zwar wei­ter, aber wer woll­te schon Abo­ge­büh­ren für ein ur­altes Spiel zah­len, das zwar me­cha­nisch ste­tig wei­ter­ent­wi­ckelt wur­de, aber längst sei­nen My­thos ver­lo­ren hat­te. Hin und wie­der fla­cker­te ein neu­er Free­shard auf - ein­ge­fro­ren auf Clas­sic oder ei­nem be­stimm­ten Patch­stand. Man kann sie gut mit Stern­schnup­pen ver­glei­chen: kurz hell, dann ver­glüht.

Die Grafik zeigt eine aufbereitete Übersicht der Testumgebung, in der das Spiel Dark Age of Camelot unter Ubuntu 22.04.5 LTS erfolgreich ausgeführt wurde. Das Design erinnert an eine technische Infokarte und kombiniert sachliche Informationen mit einem liebevoll gezeichneten Maskottchen namens Vinzenz der Jüngere, einem stilisierten Linux-Pinguin im gelben Bauarbeiter-Outfit. Die Darstellung verbindet technische Genauigkeit mit einer spielerischen Optik, wodurch sie sich gut als Einleitung oder Meta-Box für Anleitungen eignet. In der linken oberen Ecke der Karte sind die grundlegenden Systeminformationen zusammengefasst. Als Betriebssystem wurde Ubuntu 22.04.5 LTS x86_64 verwendet, zusammen mit dem Linux-Kernel 6.5.0-45-generic. Die Desktop-Umgebung ist GNOME 42.9, was dem aktuellen Long-Term-Support-Stand vieler produktiver Linux-Systeme entspricht. Die Software-Basis für das Spiel besteht aus Steam in Kombination mit Proton, einem Kompatibilitätslayer, der die Ausführung von Windows-Spielen unter Linux ermöglicht. Das getestete Spiel ist Dark Age of Camelot, konkret auf dem Server Eden, einem seit 2022 aktiven Freeshard mit Classic-orientiertem Regelwerk. Die unterstützten Spielinhalte auf Eden umfassen Classic, Shrouded Isles (SI), Catacombs und Trials of Atlantis (ToA). Der Zugang erfolgt über den offiziellen Eden Launcher in Version 1.2.362, der eigenständig entwickelt wurde und unter Linux problemlos über Steam eingebunden werden kann. Der Abschnitt „Niveau“ ist mit einem halb gefüllten Ladebalken dargestellt, was auf ein mittleres Schwierigkeitsniveau hindeutet – eventuell bezogen auf Installation, Einstieg oder technische Konfiguration. Der Punkt „Langzeitlösung“ ist mit „Ja“ beantwortet, was verdeutlicht, dass diese Systemkombination stabil und dauerhaft zum Spielen genutzt werden kann. Am unteren Rand ist die Erstveröffentlichung mit zwei Jahreszahlen angegeben: 2001 steht für den offiziellen Launch von Dark Age of Camelot durch Mythic Entertainment, während 2022 auf die Eröffnung des Eden-Servers verweist – eine moderne, communitygetragene Neuinterpretation der ursprünglichen Spielwelt. Die gesamte Darstellung stammt offensichtlich aus eigener grafischer Produktion und wurde mit der Signatur "© pinguin.gws2.de 2022" versehen. Sie eignet sich ideal als Metadatenreferenz oder Info-Kasten in technischen Artikeln, Tutorials oder Spiele-Blogs. August 2025.

Auch als im Jahr 2022 mit Eden wie­der ei­ne die­ser kos­ten­lo­sen DAoC-Wel­ten das Licht der Welt er­blick­te, hat­te kaum je­mand gro­ße Er­war­tun­gen. Doch Eden war ir­gend­wie an­ders. Die­ser Free­shard hat­te ge­nau das, was sich vie­le Ve­te­ra­nen im­mer ge­wünscht hat­ten:

  • Statt ei­nes tris­ten End­ga­mes, das nur für die Hard­core-Frak­ti­on in­ter­es­sant ist, setzt Eden auf ein fri­sches Kon­zept: Cir­ca al­le an­dert­halb Jah­re be­ginnt ei­ne neue Sai­son. Beim Neu­start ver­lie­ren die Spie­ler al­les, bis auf ih­ren Na­men und ih­re Craf­tings­kills.

Die müh­sam er­spiel­ten Reichs­punk­te blei­ben zwar ge­spei­chert, wer­den je­doch erst im Lau­fe der Sai­son schritt­wei­se frei­ge­schal­tet.

Der hier gezeigte Screenshot stammt aus dem Spiel Dark Age of Camelot, gespielt auf dem Freeshard Eden, der 2022 gestartet wurde. Die Szene wurde unter Ubuntu 22.04.5 LTS x86_64 mit GNOME 42.9, Kernel-Version 6.5.0-45-generic, und mithilfe von Steam sowie dem Proton-Kompatibilitätslayer (Version 9.0-4) ausgeführt. Die Spielumgebung basiert auf dem offiziellen Eden-Launcher in Version 1.2.362. Im Mittelpunkt des Screenshots befindet sich ein groß angelegter Realm-vs-Realm-PvE-Raid, bei dem der sogenannte Mini-Drache von Hibernia bekämpft wird. Die Kreatur mit dem Namen Sarnvasath hat zum Zeitpunkt der Aufnahme noch 85 % Lebenspunkte, was an der roten Lebensanzeige über dem Drachenkörper gut erkennbar ist. Sarnvasath ist ein gefürchteter Bossmob, der im offenen RvR-Gebiet von Hibernia auftaucht und regelmäßig Ziel von koordinierten Großgruppen wird. Der Spielercharakter in diesem Screenshot trägt den Namen Franz und gehört zur Klasse der Walküre, einer vielseitigen Hybridklasse des Midgard-Reichs. Die Aktionsleisten und UI-Elemente zeigen eine vollständige Buff-Verteilung, die Gruppenübersicht, sowie Resistenzen und aktive Effekte. Auch die Kampflog-Box unten links ist gut lesbar und dokumentiert laufende Loot-Drops und Chat-Kommandos. Die Spielergruppe ist offensichtlich gut organisiert: Alle Supportklassen sind vertreten, inklusive Schamanen, Heiler, Thane und Valkyrie. Die Gruppenmitglieder tragen Gildentags wie <Remorseless> und <Svea Ulvarr>. In der unteren rechten Ecke ist die RvR-Karte eingeblendet. Sie zeigt den Bereich Emain Macha, eines der zentralen Frontiers-Gebiete im Reich Hibernia. Der Drache wurde offenbar am westlichen Kartenrand in der Nähe des Relikttores gestellt. Das grafische Layout entspricht einer angepassten Benutzeroberfläche, die auf einer Custom-UI basiert. Die UI wurde vollständig übernommen und läuft unter der Linux-Konfiguration stabil. Alle Grafiken, Effekte und Schriftarten werden sauber dargestellt – ein gutes Beispiel für die Kompatibilität von DAoC mit modernen Linux-Setups, insbesondere über Steam und Proton. GWS2.de August 2025

Schlacht­fest in Hi­ber­nia - Mi­dis kämp­fen ge­gen Sarn­va­sath

Je­de neue Sai­son bringt zu­dem tief­grei­fen­de Än­de­run­gen mit sich: Neue Klas­sen, Ba­lan­cing-An­pas­sun­gen, bes­se­res Pathing - kurz ge­sagt: ein Me­ta-Re­set mit Hirn.

  • Auch das al­te Buff­bot-Pro­blem wur­de cle­ver um­gan­gen: Buff-NPCs ge­ben nur blaue Buffs. Zu­dem muss der Buff­ge­ber - et­wa ein Scha­ma­ne - stets in der Nä­he sein. Wer als So­lo­spie­ler das Ma­xi­mum her­aus­ho­len will, greift zu gel­ben Trän­ken oder baut sich ein­zel­ne Item-Buffs ins Tem­p­la­te, wie et­wa ei­nen 10-Mi­nu­ten-Stär­ke­buff auf ei­nem Um­hang. Die­ses Sys­tem sorgt für mehr Fair­ness und bringt Un­ter­stüt­zer­klas­sen zu­rück ins Spiel.

Ne­ben wei­te­ren Gim­micks wie ei­nem Reichs­loya­li­täts­bo­nus ge­gen Re­alm­hop­ping oder dem ein­fa­chen Le­veln in Batt­le­grounds, bringt Eden na­tür­lich auch sei­ne ganz ei­ge­nen Pro­ble­me mit sich.

ℹ️ Re­cor­der¹ sind Ma­kros, die nach dem Wenn-Dann-Prin­zip funk­tio­nie­ren. So ist es nicht mehr nö­tig, be­stimm­te Nah­kampf-Styl­es ma­nu­ell in der rich­ti­gen Rei­hen­fol­ge zu drü­cken. Ein­mal ein­ge­rich­tet, spielt ein so­ge­nann­ter Re­cor­der au­to­ma­tisch ei­ne de­fi­nier­te Ab­fol­ge von Ak­tio­nen ab: Pa­riert der Cha­rak­ter, folgt au­to­ma­tisch der pas­sen­de Af­ter-Par­ry-Style in­klu­si­ve Fol­low-Up. Be­son­ders pro­fi­tie­ren Speed-Klas­sen von die­ser Me­cha­nik - ih­re Songs lau­fen dau­er­haft, ganz oh­ne groß­ar­ti­ges Ge­kli­cke.

Wer auf Re­cor­der ver­zich­tet, ist auf Eden nicht kon­kur­renz­fä­hig. Ma­kro-Un­ter­stüt­zung ist hier kei­ne Spie­le­rei, son­dern Vor­aus­set­zung für er­folg­rei­ches PvE.

Die Szene zeigt einen Massenevent in Darkness Falls, einem der berüchtigtsten Dungeons von Dark Age of Camelot. Der Screenshot wurde auf dem Free-Shard Eden aufgenommen, welcher 2022 an den Start ging und ein klassisches Spielerlebnis mit den Erweiterungen Shrouded Isles, Catacombs und Trials of Atlantis bietet. Gespielt wird unter Ubuntu 22.04.5 LTS x86_64 mit dem GNOME 42.9 Desktop, Kernel-Version 6.5.0-45-generic. Die Kompatibilität wird über Steam und Proton 9.0-4 gewährleistet, der Zugriff erfolgt über den offiziellen Eden Launcher v1.2.362. Die PvE-Instanz Darkness Falls ist auf dem Screenshot gut erkennbar, insbesondere durch die verwinkelte Dungeonkarte in der rechten unteren Ecke. Dieser höllisch anmutende Ort ist durchzogen von Dämonen, Schmiedeflammen und besonderen Handwerkszutaten – und kann nur von jenem Realm betreten werden, das aktuell die Mehrheit der RvR-Türme kontrolliert. Das rote Lichtsignal in der Mitte des Bildes zeigt ein aktives Dungeon-Portal an, was häufig als Treffpunkt für die Raidgruppe genutzt wird. Der Spielercharakter heißt Monaco und ist ein Midgard-Krieger (Warrior), erkennbar am aktiven Gruppen-UI in der unteren Bildschirmmitte sowie an der defensiven Buffverteilung mit hohen Resistenzen. Zahlreiche Mitspieler – darunter Runenmeister, Heiler, Warlocks, Schamanen und weitere Tanks – stehen in aufgereihter Formation vor dem bevorstehenden Kampf. Namen wie Paulusberlin, Fafo, VanGrimm oder Sabaton deuten auf eine international gemischte, teils deutschsprachige Raidgruppe hin. Der Gildentag <Valhalla Rising> sowie Hinweise auf Twitch-Streams (z. B. Odamuss TwitchTV) unterstreichen den Community-Faktor des Events. Die Ausrüstungsleiste zeigt eine vollständige Custom-UI, inklusive Buffanzeige, Toolbars, Lebensbalken und detaillierten Resistenzen. Die Liste aktiver Gruppenmitglieder mit Vitalwerten und Spezialisierungen ist ebenfalls gut lesbar. In der oberen rechten Ecke ist zusätzlich das Inventar eines Magiers geöffnet, der augenscheinlich mit hochstufigen magischen Materialien ausgestattet ist – etwa Fiery Diamond Seals und Weaponproof Tinderboxen, typische Items aus DF-Runs. Insgesamt demonstriert dieser Screenshot eindrucksvoll, wie stabil und performant sich auch große Gruppeninhalte aus DAoC unter Linux via Steam/Proton ausführen lassen – ohne nennenswerte Einschränkungen oder visuelle Fehler. August 2025 - GWS2.de

Mid­gard fällt in Dark­ness Falls ein

Ein wei­te­res Pro­blem: Di­ver­se Klas­sen wur­den re­gel­recht ka­putt­gen­erft. Vam­pi­ir oder Bo­ne­dan­cer wir­ken im ak­tu­el­len Ba­lan­cing wie Schat­ten ih­rer selbst, wäh­rend Va­le­wal­ker, Sa­va­ge oder Re­a­ver als na­he­zu un­be­zwing­bar gel­ten und das Me­ta do­mi­nie­ren.

  • Trotz al­lem hat Eden ei­nen ent­schei­den­den Vor­teil: Der Zu­gang zum Spiel ist nicht nur kos­ten­los, son­dern auch so bar­rie­re­frei wie nie zu­vor.

Eden-DAoC läuft na­tiv un­ter Ubun­tu via Steam - kein Wi­ne, kei­ne Ter­mi­nal-Fum­me­lei, kei­ne Set­up-Quä­le­rei. Es ist tat­säch­lich ein voll­wer­ti­ges Dark Age of Ca­me­lot-Er­leb­nis auf Li­nux-Ba­sis.

Was ist Steam?

Wer ge­ra­de erst auf Ubun­tu um­ge­stie­gen ist und ge­ne­rell we­nig Er­fah­rung mit PC-Spie­len hat, soll­te zu­erst den Ar­ti­kel zu WoT le­sen. Dort wird er­klärt, wie sich Steam samt des Kom­pa­ti­bi­li­täts­mo­duls Pro­ton un­ter Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen ein­rich­ten lässt und was die­se Be­grif­fe über­haupt be­deu­ten.

DAoC unter Ubuntu

Die In­stal­la­ti­on von Dark Age of Ca­me­lot er­folgt in drei ein­fa­chen Schrit­ten, die sich im­mer wie­der­ho­len. Al­les be­ginnt mit dem Down­loa­der des Ori­gi­nal­spiels, der sich von hier kos­ten­los her­un­ter­la­den lässt.

Der gezeigte Screenshot ist eine Bildcollage, die aus drei übereinander angeordneten Abschnitten besteht. Sie dokumentiert Schritt für Schritt, wie die Datei DAoCSetup.exe unter Ubuntu 22.04.5 LTS mit Hilfe von Steam in die Spielebibliothek eingebunden wird. Dabei kommt die Steam-Version 1751405894 mit der API-Version SteamClient022 zum Einsatz, wie sie sich bei der Installation des Eden-Launchers in der Version 1.2.362 bewährt hat. Im oberen Bereich der Collage ist zu sehen, wie der Nutzer im geöffneten Steam-Client oben links auf die Schaltfläche Spiel hinzufügen klickt. In dem sich daraufhin öffnenden Drop-down-Menü wird der Menüpunkt Add a Non-Steam Game ausgewählt. Damit wird die Grundlage geschaffen, um eine externe Windows-Datei über Steam zu starten. Der mittlere Teil des Screenshots zeigt das Dialogfenster mit dem Titel Pick game to add. Hier wird der persönliche Download-Ordner des Benutzers aufgerufen. In diesem Fall befindet sich die Datei DAoCSetup.exe im Verzeichnis /home/pinguin/Downloads. Sie hat eine Größe von 15,1 Megabyte und wird im Fenster als Typ Programm angezeigt. Durch einen einfachen Klick auf die Schaltfläche Auswählen wird die Datei markiert und bereit zur Übernahme in die Bibliothek. Im unteren Drittel der Collage ist die nun ausgewählte Datei deutlich sichtbar. Sie wurde korrekt erkannt und steht zur Aufnahme in die Steam-Bibliothek bereit. Der Nutzer bestätigt die Auswahl durch einen Klick auf die blaue Schaltfläche Add Selected Programs. Damit erscheint DAoCSetup.exe in der linken Seitenleiste von Steam wie ein normales Spiel und kann künftig direkt von dort gestartet werden. Dieser Vorgang ist notwendig, um im nächsten Schritt das Kompatibilitätsmodul Proton zu aktivieren, das für den reibungslosen Start von Windows-Anwendungen unter Ubuntu benötigt wird. Weitere Konfigurationen folgen im Anschluss. Anleitung von Pinguin - deutschsprachiges Ubuntu-Handbuch August 2025

So­bald sich die EXE-Da­tei im Down­load-Ord­ner von Ubun­tu be­fin­det, wird sie über Steam ein­ge­bun­den: Da­zu kli­cken wir in Steam auf „Spiel hin­zu­fü­gen“ → „Steam-frem­des Spiel hin­zu­fü­gen“ und wäh­len die DAoCSetup.exe aus. An­schlie­ßend er­scheint die­se Da­tei ganz nor­mal in der lin­ken Sei­ten­leis­te un­ter „Bi­blio­thek“.

Der zweite Screenshot zeigt erneut eine Bildcollage, bestehend aus drei klar voneinander abgegrenzten Abschnitten. Die Collage dokumentiert, wie die Datei DAoCSetup.exe unter Ubuntu 22.04.5 LTS im Steam-Client konfiguriert wird, um über das Kompatibilitätsmodul Proton lauffähig zu sein. Verwendet wird dabei die Steam-Version 1751405894 mit dem API-Level SteamClient022, basierend auf dem GNOME-Desktop 42.9. Im oberen Drittel der Collage ist der Steam-Client zu sehen, in dem der bereits eingebundene Eintrag DAoCSetup.exe in der Spielebibliothek angezeigt wird. Durch einen Klick auf die grüne Schaltfläche Play öffnet sich ein Kontextmenü. In diesem wird mit einem weiteren Klick auf den Punkt Properties das Eigenschaftenmenü des Spiels geöffnet. Der mittlere Abschnitt der Collage zeigt das geöffnete Einstellungsfenster mit aktivem Reiter Compatibility. Hier wird im linken Seitenmenü der Punkt Compatibility ausgewählt, woraufhin auf der rechten Seite die Kompatibilitätseinstellungen erscheinen. Der Nutzer setzt ein Häkchen bei der Option Force the use of a specific Steam Play compatibility tool und wählt darunter aus der Dropdown-Liste die Proton-Version 9.0-4 aus. Dadurch wird sichergestellt, dass die Windows-Anwendung DAoCSetup.exe korrekt über das Kompatibilitätsmodul Proton ausgeführt wird. Im unteren Drittel der Bildcollage wird der vorbereitete Startzustand der Datei dargestellt. Der Dateiname DAoCSetup.exe wird groß und zentriert dargestellt, darunter befindet sich die grüne Play-Schaltfläche, die nun für den Start des Installers verwendet werden kann. Dieser Schritt ist erforderlich, damit Steam beim ersten Start automatisch eine lauffähige Umgebung erzeugt und den eigentlichen Launcher von Dark Age of Camelot innerhalb der Proton-Sandbox unter Ubuntu ausführt. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - August 2025

Um die Win­dows-Da­tei un­ter Ubun­tu kor­rekt aus­zu­füh­ren, kli­cken wir den ent­spre­chen­den Ein­trag in der Steam-Bi­blio­thek mit der rech­ten Maus­tas­te an und wäh­len im Drop­down-Me­nü „Ei­gen­schaf­ten“ aus. Im dar­auf­hin er­schei­nen­den Fens­ter wech­seln wir zum Rei­ter „Kom­pa­ti­bi­li­tät“ und set­zen ei­nen Ha­ken bei: „Die Ver­wen­dung ei­nes be­stimm­ten Kom­pa­ti­bi­li­täts­werk­zeugs für Steam Play er­zwin­gen“. Dar­un­ter wäh­len wir aus der Lis­te „Pro­ton 9.0-4“ (oder ak­tu­el­ler). An­schlie­ßend schlie­ßen wir das Fens­ter über das X in der Ecke.

ℹ️ Al­le Ein­trä­ge, die im wei­te­ren Ver­lauf zur Steam-Bi­blio­thek hin­zu­ge­fügt wer­den, er­hal­ten ge­nau die­se Kon­fi­gu­ra­ti­on. Aus Grün­den der Über­sicht wird das nicht je­des Mal er­neut er­wähnt!

Im nächs­ten Schritt star­ten wir das „Spiel“ DAoCSetup.exe über den grü­nen Play-But­ton. Steam rich­tet dar­auf­hin au­to­ma­tisch das Kom­pa­ti­bi­li­täts­mo­dul Pro­ton ein und star­tet den Ori­gi­nal-Laun­cher von Dark Age of Ca­me­lot.

Der dritte Screenshot ist erneut eine Bildcollage, diesmal bestehend aus drei chronologisch aufgebauten Abschnitten. Sie zeigen die eigentliche Installation von Dark Age of Camelot mithilfe des offiziellen Installers, der zuvor über Steam gestartet wurde. Das dargestellte Setup wird vollständig innerhalb der Proton-Sandbox unter Ubuntu 22.04.5 LTS ausgeführt. Dabei kommen wie gehabt SteamClient022 und Proton 9.0-4 zum Einsatz, wie in den vorherigen Schritten konfiguriert. Im oberen Drittel der Collage befindet sich das Begrüßungsfenster des Dark Age of Camelot Installers. Der Nutzer wird vom Setup-Wizard willkommen geheißen und aufgefordert, alle anderen Anwendungen zu schließen, bevor er fortfährt. Durch einen Klick auf die Schaltfläche Next in der rechten unteren Ecke beginnt die Installation. Das Fenster folgt dem klassischen NSIS-Stil (Nullsoft Scriptable Install System), das typisch für ältere Windows-Installationspakete ist. Der mittlere Abschnitt zeigt den Installationspfad, der vom Setup vorgeschlagen wird. Die Installationsdateien werden unter C:\Program Files (x86)\Electronic Arts\Dark Age of Camelot abgelegt, was in der Proton-Umgebung automatisch einem versteckten Unterordner im Home-Verzeichnis entspricht. Der Nutzer bestätigt die Auswahl, indem er auf die Schaltfläche Install klickt. Zu diesem Zeitpunkt beginnt der eigentliche Kopiervorgang der Spieldateien. Im unteren Drittel der Bildcollage ist das Abschlussfenster des Setups zu sehen. Die Installation wurde erfolgreich abgeschlossen. Der Nutzer wird gefragt, ob er direkt ein Spielerkonto erstellen möchte. Da dieser Schritt für das Spielen auf dem Freeshard Eden nicht erforderlich ist, wird die Option nicht aktiviert. Abschließend wird mit einem Klick auf Finish der Installationsassistent beendet. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - August 2025

Das dar­auf­hin er­schei­nen­de In­stal­la­ti­ons­me­nü kön­nen wir ein­fach durch­kli­cken. Be­vor die Kon­fi­gu­ra­ti­on ab­ge­schlos­sen wird, ent­fer­nen wir un­be­dingt den Ha­ken bei: „Er­stel­le jetzt ein Spie­ler­kon­to“. An­dern­falls wer­den wir un­nö­tig zur Ac­count-Er­stel­lung auf den of­fi­zi­el­len Ser­vern wei­ter­ge­lei­tet, was wir auf Eden nicht be­nö­ti­gen.

Spieldateien herunterladen

Was ist bis­her pas­siert? Wir ha­ben mit der Hil­fe von Steam ei­ne ge­schütz­te Um­ge­bung ge­schaf­fen, in der sich das Grund­ge­rüst von Dark Age of Ca­me­lot un­ter Ubun­tu in­stal­lie­ren lässt.

ℹ️ Die In­stal­la­ti­on von Win­dows-Da­tei­en über Steam er­folgt in ei­ner iso­lier­ten Sand­box. Das Ubun­tu-Sys­tem bleibt da­bei voll­stän­dig un­an­ge­tas­tet - es wird nichts „zu­ge­müllt“ oder sys­tem­weit ver­än­dert. Al­le re­le­van­ten Da­ten lie­gen sau­ber im Home-Ver­zeich­nis.

Wie zu Be­ginn ver­spro­chen, möch­ten wir DAoC oh­ne das Ter­mi­nal in­stal­lie­ren. Al­so öff­nen wir nun den Da­tei­ma­na­ger, so­dass wir den In­halt von „Per­sön­li­cher Ord­ner” se­hen. Jetzt drü­cken wir die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on „Strg + H”, um ver­steck­te Ver­zeich­nis­se an­zei­gen zu las­sen. Nun na­vi­gie­ren wir uns durch den fol­gen­den Pfad, bis wir den Ord­ner „Elec­tro­nic Arts” ent­de­cken:

.steam/steam/steamapps/compatdata/INDIVIDUELLE NUMMER/pfx/drive_c/Program Files (x86)/

Den kom­plet­ten Ord­ner „Elec­tro­nic Arts” schnei­den wir nun aus und fü­gen ihn vor­ne in „Per­sön­li­cher Ord­ner” ein.

Der vierte Screenshot zeigt eine Bildcollage aus zwei nebeneinander gesetzten Datei-Explorer-Fenstern unter Ubuntu 22.04.5 LTS mit GNOME-Desktop. Sie dokumentiert den Vorgang, bei dem der installierte Spielordner von Dark Age of Camelot manuell verschoben wird – konkret aus dem standardmäßigen Proton-Verzeichnis in das übersichtlichere Home-Verzeichnis des Nutzers. Im oberen Bereich der Collage ist der ursprüngliche Speicherort zu sehen: Im Dateipfad drive_c unter Program Files (x86) befindet sich der Ordner Electronic Arts, der die Installationsdateien von Dark Age of Camelot enthält. Dieser liegt in der Proton-Sandbox unterhalb des Steam-Kompatibilitätsverzeichnisses, welches über versteckte Ordnerstrukturen im Home-Verzeichnis erreichbar ist. Im unteren Bereich der Collage ist das Zielverzeichnis abgebildet: Der Persönliche Ordner des Nutzers. Hierhin wurde der Ordner Electronic Arts verschoben, sodass er fortan direkt über den Datei-Explorer im Home-Verzeichnis zugänglich ist. Dieser Schritt dient der besseren Übersicht und erleichtert späteren Zugriff auf Spieldateien oder manuelle Modifikationen. Da Proton intern mit Symlinks und relativen Pfaden arbeitet, kann der Spielordner ohne Risiko außerhalb der Sandbox verwendet werden, solange die Startkonfiguration korrekt angepasst wird. Das Verschieben wurde in diesem Beispiel über die grafische Benutzeroberfläche (Dateimanager) durchgeführt – ganz ohne Terminalbefehle oder zusätzliche Berechtigungen. Anleitung von Pinguin - deutsches Ubuntu-Handbuch

War­um ist die­ser Zwi­schen­schritt not­wen­dig? Un­ter Ubun­tu wer­den Steam-An­wen­dun­gen zum ei­nen in ver­steck­ten Ord­nern ab­ge­legt und be­fin­den sich zum an­de­ren in un­nö­tig tief ver­schach­tel­ten Ver­zeich­nis­sen. Für die wei­te­re In­stal­la­ti­on be­nö­ti­gen wir je­doch den DAoC-Ord­ner an ei­ner sicht­ba­ren und schnell zu­gäng­li­chen Stel­le. Das er­leich­tert nicht nur den all­ge­mei­nen Zu­griff, son­dern ist auch dann hilf­reich, wenn spä­ter bei­spiels­wei­se ei­ne Cus­tom-UI in­stal­liert wer­den soll. Ein griff­be­rei­tes Spiel­ver­zeich­nis spart hier Zeit und Ner­ven.

Der gezeigte Screenshot ist eine dreigeteilte Bildcollage, die den nächsten Installationsschritt im Dark Age of Camelot Setup unter Ubuntu 22.04.5 LTS mit GNOME 42.9 dokumentiert. Die dargestellten Aktionen erfolgen innerhalb des Steam-Clients mit aktivem Proton-Kompatibilitätslayer (Version 9.0-4) und zeigen, wie die Datei camelot.exe in die Steam-Bibliothek aufgenommen und ausgeführt wird. Ziel ist es, den offiziellen Mythic-Patcher zu starten, der anschließend die eigentlichen Spieldateien herunterlädt. Im oberen Drittel der Collage sehen wir den Dateiauswahldialog in Steam. Es wird der zuvor verschobene Pfad Electronic Arts > Dark Age of Camelot aufgerufen. In diesem befindet sich unter anderem die Datei camelot.exe, welche den Launcher des Spiels darstellt. Diese Datei wird ausgewählt, indem sie markiert und anschließend über die Schaltfläche „Auswählen“ in die Steam-Bibliothek übernommen wird. Die Dateigröße beträgt 767,2 Kilobyte, das Änderungsdatum ist mit 29. Juli 2009 angegeben. Der mittlere Abschnitt zeigt die Steam-Bibliothek, nachdem die Datei camelot.exe erfolgreich hinzugefügt wurde. Sie erscheint nun in der Liste der Spiele und kann über die Schaltfläche „Play“ gestartet werden. Wie bereits bei der DAoCSetup.exe erfolgt der Start über das Kontextmenü, in dem sich auch die Kompatibilitätseinstellungen unter „Properties“ anpassen lassen. Da Proton bereits aktiviert wurde, ist dieser Schritt an dieser Stelle nicht erneut notwendig. Im unteren Drittel der Collage wird das resultierende Fenster des Mythic Patchers dargestellt. Dieser Patcher ist Teil der offiziellen Spieledistribution und beginnt nach dem Start automatisch mit dem Download der notwendigen Spielressourcen. Die Fortschrittsanzeige informiert über die aktuellen Zonen- und Datenpakete, die aus dem Mythic-Backend geladen werden. In diesem Beispiel beginnt der Download bei 9 Prozent und zeigt neben Dateinamen, Gesamtgröße und Fortschritt auch einen Cancel-Button zum Abbrechen des Vorgangs. Diese Phase kann je nach Internetverbindung mehrere Minuten bis Stunden in Anspruch nehmen. Zuerst auf GWS2.de veröffentlicht - Veronika Helga Vetter

Im nächs­ten Schritt fü­gen wir die Da­tei camelot.exe als „Steam-frem­des Spiel“ zur Bi­blio­thek hin­zu. Die­se aus­führ­ba­re Da­tei be­fin­det sich im zu­vor ver­scho­be­nen Elec­tro­nic-Arts-Ord­ner. So­bald der neue Ein­trag in der Steam-Bi­blio­thek per Play-But­ton ge­star­tet wird, be­ginnt der My­thic-Patcher au­to­ma­tisch da­mit, die ei­gent­li­chen Spiel­da­tei­en her­un­ter­zu­la­den.

Eden DAoC mit Ubuntu

Nach Ab­schluss des Down­loads lie­ße sich das kos­ten­pflich­ti­ge Ori­gi­nal-DAoC be­reits star­ten. Der Ywain-Clus­ter gilt je­doch als weit­ge­hend ver­las­sen - des­halb ver­schaf­fen wir uns im letz­ten Schritt Zu­gang zum Eden-Ser­ver, in­dem wir des­sen Laun­cher her­un­ter­la­den.

Die eingebundene Bildcollage zeigt in drei Schritten, wie der EdenLauncher.msi unter Ubuntu über Steam hinzugefügt und installiert wird. Im oberen Drittel ist der Dateiauswahldialog von Steam zu sehen. Darin wurde der Pfad zum persönlichen Download-Verzeichnis geöffnet, in dem sich zwei Dateien befinden: DAoCSetup.exe sowie EdenLauncher.msi. Letztere ist hervorgehoben und stellt ein Microsoft Installer-Paket dar. Damit diese Datei überhaupt erscheint, wurde der Dateifilter unten rechts auf All Files gestellt – ein essenzieller Schritt, da .msi-Dateien sonst ausgeblendet werden. Der mittlere Abschnitt der Collage zeigt die hinzugefügte Datei EdenLauncher.msi in der Steam-Bibliothek. Wie bei vorherigen Schritten wurde der Eintrag so konfiguriert, dass er über den Play-Button gestartet werden kann. Der Launcher lässt sich dadurch genauso einfach wie ein natives Linux-Spiel öffnen – Terminalbefehle oder manuelle Workarounds entfallen komplett. Im unteren Bildbereich ist schließlich das Installationsfenster des Eden-Launchers zu sehen. Die Einrichtung wurde erfolgreich abgeschlossen. Wichtig: Der Haken bei Launch Eden Launcher wurde absichtlich nicht gesetzt, denn der Launcher soll erst zu einem späteren Zeitpunkt gezielt gestartet werden. Stattdessen wird hier lediglich mit einem Klick auf Finish der Setup-Vorgang beendet. GWS2.de - August 2025

Was pas­siert nun? Ganz ein­fach: Der her­un­ter­ge­la­de­ne Laun­cher muss er­neut über Steam ge­star­tet wer­den. Ach­tung -  dies­mal han­delt es sich um ei­ne .msi-Da­tei. Beim Hin­zu­fü­gen über Steam ist es da­her wich­tig, den Da­tei­fil­ter auf „Al­le Da­tei­en“ um­zu­stel­len, da­mit das Mi­cro­soft In­stal­ler-Pa­ket über­haupt an­ge­zeigt wird. Da­nach kli­cken wir das „Eden­Laun­cher Set­up” wie ge­wohnt durch, füh­ren es je­doch am En­de nicht aus.

🗨️ Snor­ri St­ur­lu­son spricht: „Weit habt ihr es ge­bracht, Rei­sen­der… Doch zwei Wie­der­ho­lun­gen ste­hen euch noch be­vor. Erst dann wird eu­er Pfad in die Schat­ten­lan­de von Eden frei sein.“

Im nächs­ten Schritt na­vi­gie­ren wir er­neut durch das ver­schach­tel­te Steam-La­by­rinth, bis wir schließ­lich im In­stal­la­ti­ons­ver­zeich­nis des Eden-Laun­chers an­kom­men. Die­ses be­fin­det sich stan­dard­mä­ßig im fol­gen­den Pfad:

.steam/steam/steamapps/compatdata/INDIVIDUELLE NUMMER/pfx/drive_c/Program Files (x86)/EdenLauncher/

Wie be­reits beim DAoC-Haupt­spiel emp­fiehlt es sich auch hier, die­sen Ord­ner aus dem ver­steck­ten Steam-Ver­zeich­nis aus­zu­schnei­den und statt­des­sen di­rekt im „Per­sön­li­cher Ord­ner” von Ubun­tu ein­zu­fü­gen. Auf die­se Wei­se lie­gen so­wohl das Spiel­ver­zeich­nis als auch der Laun­cher gut sicht­bar und griff­be­reit an ei­nem zen­tra­len Ort.

Bei dieser Abbildung handelt es sich um eine zweiteilige Bildcollage, die exemplarisch das Verschieben des EdenLauncher-Verzeichnisses unter Ubuntu zeigt. Die Screenshots stammen aus dem Dateimanager unter GNOME 42.9 und zeigen den Fortschritt beim Neuanordnen der Verzeichnisse im Rahmen der DAoC-Installation mit Proton unter Steam. Im oberen Bild sehen wir das ursprüngliche Installationsverzeichnis des Eden-Launchers im Ordner Program Files (x86), genauer gesagt unter dem Steam-kompatiblen Pfad: .steam/steam/steamapps/compatdata/.../pfx/drive_c/Program Files (x86)/EdenLauncher/ Zu sehen ist ein Ordner namens „EdenLauncher“, der fünf Objekte enthält und um 15:26 zuletzt geändert wurde. Im unteren Teil des Bildes ist die neue Position des EdenLauncher-Verzeichnisses zu sehen: Der Ordner wurde erfolgreich in den Persönlichen Ordner verschoben, also auf die oberste Benutzerebene von Ubuntu. Hier liegt er nun gut sichtbar neben dem bereits verschobenen Verzeichnis „Electronic Arts“, das die Hauptinstallation von Dark Age of Camelot enthält. Diese Maßnahme erleichtert nicht nur den Zugriff, sondern auch zukünftige Konfigurations- und Modifikationsschritte, etwa das Einspielen einer Custom-UI oder die Verwaltung von Eden-spezifischen Daten. GWS2.de - August 2025

Jetzt fü­gen wir ein letz­tes Mal ein neu­es Spiel in Steam hin­zu - dies­mal die „EdenLauncher.exe“, die sich im zu­vor ver­scho­be­nen Ord­ner be­fin­det. Die­se aus­führ­ba­re Da­tei ist das Tor zum Eden-Ser­ver und muss beim ers­ten Start mit dem Spiel­ver­zeich­nis ver­knüpft wer­den.

Die obige Bildcollage besteht aus drei Screenshots und illustriert den letzten Installationsschritt zur vollständigen Einrichtung von Dark Age of Camelot auf dem Eden-Freeshard unter Ubuntu. Im ersten Screenshot ist der Steam-Dialog zum Hinzufügen eines "Steam-fremden Spiels" zu sehen. Die Datei „EdenLauncher.exe“ wurde ausgewählt – sie befindet sich im Ordner „EdenLauncher“, der zuvor in das Benutzerverzeichnis verschoben wurde. Der Button „Auswählen“ oben rechts bestätigt die Auswahl und integriert die .exe-Datei in die Steam-Bibliothek. Der zweite Screenshot zeigt den neu erstellten Steam-Eintrag „EdenLauncher.exe“ in der Spieleübersicht, mitsamt grünem „Play“-Button. Damit ist die Datei startbereit und kann wie ein gewöhnliches Steam-Spiel ausgeführt werden. Im dritten und letzten Screenshot sehen wir den Dateibrowser des Eden Launchers. Über den Pfad Z:\home\pinguin\Electronic Arts\Dark Age of Camelot wurde die Datei „game.dll“ lokalisiert und ausgewählt. Diese DLL ist essenziell, da sie dem Launcher signalisiert, wo sich das eigentliche Spielverzeichnis befindet. Sobald die Datei markiert und bestätigt wurde, beginnt der Eden Launcher mit der Prüfung und Aktualisierung der Spieldaten. Collage von Veronika Helga Vetter - August 2025

Hier­für kli­cken wir im Eden Laun­cher links oben auf den Ord­ner mit dem Zahn­rad. Es öff­net sich Fens­ter, in dem wir auf das Fest­plat­ten­sym­bol mit dem Slash kli­cken und uns zum Elec­tro­nic-Arts-Ord­ner zur „game.dll” durch­na­vi­gie­ren. Die­se Da­tei wäh­len wir aus, wor­auf­hin der Eden Laun­cher da­mit be­ginnt, das Spiel­ver­zeich­nis zu ak­tua­li­sie­ren.

🗨️ Sir Rem­son spricht: „Es ist voll­bracht, Aben­teu­rer! Ak­ti­viert mit eu­rem Zau­ber die Schalt­flä­che ›Launch Eden‹ und tre­tet den Streit­kräf­ten Al­bi­ons bei.“

Da der Eden-Ser­ver stark mit Dis­cord ver­knüpft ist, be­nö­ti­gen Spie­ler zwin­gend ein ent­spre­chen­des Kon­to für den Log­in. Ei­ne In­stal­la­ti­on der App ist je­doch nicht er­for­der­lich - die Web­ver­si­on reicht voll­kom­men aus.

Die Bildcollage zeigt die Discord-Anmeldemaske, die beim Login zum Eden-Server von Dark Age of Camelot zwingend erforderlich ist. Links im Bild befindet sich das klassische Login-Formular, das wahlweise mit E-Mail-Adresse oder Telefonnummer sowie dem zugehörigen Passwort ausgefüllt werden kann. Direkt darunter sind ein Link zum Zurücksetzen des Passworts sowie die Buttons „Anmelden“ und „Registrieren“ zu sehen. Rechts im Bild wird ein QR-Code angeboten, über den sich Nutzer schnell mit der mobilen Discord-App authentifizieren können. Die Überschrift „Willkommen zurück!“ unterstreicht, dass sich diese Maske an bestehende Benutzer richtet. Wichtig: Die Nutzung der Webversion reicht völlig aus, eine Installation der Discord-Software ist nicht erforderlich

ℹ️ Nach er­folg­rei­cher Ein­rich­tung ge­nügt es, den Ein­trag „EdenLauncher.exe“ in der Steam-Bi­blio­thek zu be­hal­ten. Al­le zu­vor hin­zu­ge­füg­ten Da­tei­en, die le­dig­lich zur In­stal­la­ti­on von DAoC be­nö­tigt wur­den, kön­nen über ei­nen Rechts­klick und die Op­ti­on „Ver­wal­ten“ wie­der ge­löscht wer­den.

Ubuntu DAoC - lohnt sich das?

Ein Vier­tel­jahr­hun­dert ist ver­gan­gen - und plötz­lich fühlt sich al­les wie­der wie 2002 an. Deutsch­land tau­melt von Kri­se zu Kri­se, selbst der einst wohl­ha­ben­de Frei­staat Bay­ern muss nun ei­nen „Wassercent“² kas­sie­ren, um die klam­men Ge­mein­de­kas­sen auf­zu­fül­len. Die Prei­se ex­plo­die­ren, die Ar­beits­lo­sen­zah­len³ klet­tern von Quar­tal zu Quar­tal - doch zum Glück gibt es ei­nen Licht­blick: Dark Age of Ca­me­lot. Und das Bes­te dar­an? Ubun­tu, Steam, Eden und so­gar Dis­cord sind kom­plett kos­ten­los.

Dieses In-Game-Screenshot aus Dark Age of Camelot (DAoC) zeigt eine große PvP-Schlacht (Realm-vs-Realm, kurz RvR) im verschneiten Gebiet Jamtland Mountains, einem klassischen Frontzonen-Gebiet für Midgard. Zu sehen ist ein massiver Spielerzerg – also eine koordinierte Spielermasse – bestehend aus zahlreichen Charakteren, die sich zur Einnahme eines Turms oder einer Festung versammelt haben. Vorne im Bild: Der Spielercharakter „Franz“, eine Valkyrie (Heil- und Hybridklasse), die Teil einer organisierten Kampfgruppe ist. Mittig strahlen rote und blaue Lichtsäulen in den Himmel – Indikatoren für Artefakte, Buffs oder Zielmarker. Im Hintergrund sind viele weitere Spieler erkennbar, ihre Namen überlagern sich – ein Zeichen für hohe Beteiligung am Server Eden. Rechts unten zeigt die Minimap die Umgebung, mit klaren Markierungen für Gegner, Relikte und strategische Punkte. Die Szene ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass auf dem Freeshard Eden selbst im Jahr 2025 noch reger Spielbetrieb herrscht – ganz ohne Abo-Modell. Spieler unterschiedlichster Klassen nehmen an diesem Event teil, sei es als Tank, Heiler oder Damage Dealer. Die Dichte der Charaktere, Buff-Symbole und das verwendete Voice-Macro-System im Chat-Fenster unten zeigen, dass hier gut eingespielte Gruppen unterwegs sind. Ubuntu-Handbuch - 2025

Eden-DAoC 2025 - Zer­gen! Staats­kri­sen aus­sit­zen

🗨️ Fi­on­na Yor­ke spricht: „Aben­teu­rer! Fol­gen­de Weis­hei­ten ge­be ich euch mit auf den Weg …“

Es gibt auf Eden kei­ne klas­si­schen Le­vel­grup­pen - je­de Klas­se le­velt für sich. Da­her lohnt es sich, zu­nächst bis Stu­fe 10 die Quests in der Tu­to­ri­al-Zo­ne ab­zu­schlie­ßen und an­schlie­ßend di­rekt in die Batt­le­grounds zu wech­seln. Dort ent­ste­hen re­gel­mä­ßig ers­te RvR-Grup­pen mit Spie­lern ähn­li­cher Stu­fe.

  • So­bald Le­vel 50 er­reicht ist, steht die Aus­rüs­tungs­fra­ge im Vor­der­grund. Zu­erst soll­te das Epic-Quest ab­ge­schlos­sen wer­den. An den Sams­tag­aben­den fin­den re­gel­mä­ßig PvE-Raids statt, et­wa in Tus­ca­ran Gla­cier oder Gal­la­do­ria, um Händ­ler frei­zu­schal­ten. Das mag ein­tö­nig sein, ist aber es­sen­zi­ell, um ein kon­kur­renz­fä­hi­ges Tem­p­la­te zu bau­en.

Rück­keh­rer und Neu­lin­ge soll­ten auf ein­fa­che, aber ef­fek­ti­ve Klas­sen set­zen: En­chan­ter, Spi­rit­mas­ter oder Ca­ba­list ver­fü­gen über ei­nen treu­en Be­glei­ter (Pet), kön­nen im Al­lein­gang le­veln und sind in je­der Grup­pen­kon­stel­la­ti­on will­kom­men.

Die Szene zeigt eine Spielergruppe auf hoher See im RvR-Gebiet von Dark Age of Camelot, aufgenommen auf dem Freeshard Eden unter Ubuntu via Steam und Proton. Die abgebildete Gruppe reist auf einem großen Drachenboot unter Midgard-Flagge mit markantem, blauem Segel und schwarzem Pfeilsymbol – ein unverkennbares Zeichen für die nordische Fraktion. Im Boot zu sehen sind mehrere Charaktere – unter anderem Ahmsher, Monaco und Boombaby, alle aus dem Reich Midgard, was sich an den typischen Klassennamen wie Healer, Runemaster und Berserker erkennen lässt. Die Spieler befinden sich auf dem Weg „To Midgard Coast“, was durch den Statusbalken unten mittig angedeutet wird. Am rechten Bildrand ist das typische DAoC-Interface zu sehen, einschließlich Charakterinventar, Buff-Icons, und der Mini-Map von Ellan Vannin – einer zentralen PvP-Insel im Endgame-Bereich von DAoC. Die Karte zeigt das aktuelle Gebiet mit Kontrollpunkten und Bewegungen der Fraktionen. Besonders eindrucksvoll ist das Zusammenspiel aus maritimer Kulisse, dem taktischen Gruppenspiel und der nostalgischen Grafik, die auch über 20 Jahre nach Erstveröffentlichung noch ihre Wirkung zeigt. Der Screenshot demonstriert deutlich: Der PvP-Fokus und das Realm-vs-Realm-Prinzip von DAoC sind auch 2025 noch quicklebendig. Ubuntu-Handbuch

Boo­te sind der schnells­te Weg in an­de­re Rei­che

Gil­den spie­len auf Eden eher ei­ne Ne­ben­rol­le. Die meis­ten Spie­ler schlie­ßen sich oh­ne­hin dem öf­fent­li­chen RvR-Zerg an - dem gro­ßen, lo­sen Pulk, der täg­lich durch die Grenz­ge­bie­te zieht.

  • So­lo-RvR exis­tiert zwar, ist aber ein ei­ge­nes Bio­top. Hier tref­fen meist Ve­te­ra­nen auf­ein­an­der, die Dark Age of Ca­me­lot im Blut ha­ben. Der Um­gangs­ton ist re­spekt­voll - ein frisch ge­ba­cke­ner Reichs­rang-2-Spi­rit­mas­ter, der nur ein paar Kis­ten ein­sam­melt, wird von den Pro­fis meist igno­riert.

Zwi­schen den Ex­tre­men aus Zerg und Ein­zel­kämp­fer tum­meln sich Klein­grup­pen - drei bis vier Spie­ler, die ge­zielt Hot­spots an­lau­fen und auf schnel­le Kämp­fe aus sind. Und wer in frei­er Wild­bahn ei­nem Bo­gen­schüt­zen be­geg­net, soll­te bes­ser da­von aus­ge­hen: Er ist nie al­lein.

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Wirt­schafts­si­mu­la­ti­on zo­cken un­ter Ubun­tu. Wie wä­re es mit TV­Tower?
Beim Spie­len Bier trin­ken? Mut­ti sagt: „Nimm ein Glas mit Pils­deck­chen!”

¹X­zylence: Ea­sy Re­cor­der gui­de for Eden ser­ver Sea­son 3. youtube.com (08/2025).
²Schwein­furth, Ralph: Was­ser­cent in Bay­ern: Neue Ab­ga­be mit un­glei­cher Las­ten­ver­tei­lung? bayerische-staatszeitung.de (08/2025).
³Burgard, Phil­ipp: Zahl der Ar­beits­lo­sen steigt im Ju­li auf fast drei Mil­lio­nen. welt.de (08/2025).

Ubuntu: Eigene QR-Codes erstellen - für WLAN-Zugang, Google-Reviews & Werbung

QR-Codes sind aus dem Ge­schäfts­all­tag kaum noch weg­zu­den­ken - ent­spre­chend häu­fig tau­chen die qua­dra­ti­schen 2D-Ma­tri­zen im öf­fent­li­chen Raum auf. Ob nun auf Web­sei­ten, Fly­ern, Emp­fangs­auf­stel­lern, Zahl­schei­nen, Ein­tritts­kar­ten oder Park­au­to­ma­ten: Die kon­trast­rei­chen Pi­xel­mus­ter war­ten dar­auf, von Smart­phones er­fasst zu wer­den. Für Au­to­fah­rer be­deu­tet das mehr Kom­fort - kein Klein­geld, kein Pro­blem. Ein­fach den An­bie­ter wäh­len, den Code scan­nen und die Park­ge­bühr bar­geld­los be­glei­chen. Ge­fähr­lich wird es je­doch, wenn Kri­mi­nel­le ge­fälsch­te QR-Codes über die Ori­gi­na­le kle­ben. Der hin­ter­leg­te Link führt dann auf ei­ne be­trü­ge­ri­sche Sei­te, die dar­auf ab­zielt, sen­si­ble Zah­lungs­da­ten ab­zu­grei­fen. Die­ses Vor­ge­hen nennt sich „Quis­hing“ - ei­ne Mi­schung aus „QR“ und „Phis­hing“. Wer den Schwin­del recht­zei­tig be­merkt und kei­ne Da­ten preis­gibt, muss in der Re­gel kei­ne Fol­gen be­fürch­ten.

Das blo­ße Auf­ru­fen ei­ner be­trü­ge­ri­schen Web­sei­te wird in der Re­gel noch kei­nen Scha­den an­rich­ten. Doch wenn man zur Ein­ga­be von Zah­lungs­da­ten auf­ge­for­dert wird, ist Skep­sis an­ge­bracht.

Eig­ner, Isa­bel­la: Ge­fälsch­te QR-Codes. In: Wa­ren­test Nr. 1 (2025). S. 25.

QR-Codes erstellen Mitten im gleißenden Glutofen der ägyptischen Wüste, wo der Himmel in flimmerndem Azur brennt und die sengende Sonne erbarmungslos auf den goldstaubigen Sand niedersticht, steht eine Erscheinung, die zugleich fremd und faszinierend wirkt: Vinzenz der Jüngere – ein Pinguin von nobler Statur, kühnem Blick und unerschütterlicher Haltung – in Gestalt des legendären Abenteurers Indiana Jones. Ein wettergegerbter Fedora-Hut thront schräg auf seinem gefiederten Haupt, ein lederner Peitschenriemen umspannt seine Schulter, der staubige Rucksack auf dem Rücken scheint voll mit rätselhaften Artefakten. Doch das wahre Mysterium hält Vinzenz in seinen Flügeln: zwei uralte, geheimnisvolle Karten – doch auf der Rückseite einer davon prangt nicht etwa ein Schatzplan, sondern ein gigantischer QR-Code, der dem Betrachter kühn entgegenragt. Als wolle er sagen: „Scanne mich, Sterblicher, und lüfte das Geheimnis!“ Im Hintergrund ragen zwei messerscharfe Pyramiden gen Himmel – stumm, majestätisch, uralt. Ihr Schatten tanzt auf dem Sand, als wolle er Geschichten flüstern aus einer Zeit, in der Götter mit Menschen wandelten. Zur Linken des digitalen Entdeckers steht eine ehrwürdige Wächterfigur: ein ägyptisches Gottwesen mit dem Haupt eines Schakals, muskulös und würdevoll, der Oberkörper nackt, der Lendenschurz sorgfältig gefaltet. Mit verschränkten Armen beobachtet es Vinzenz, als wolle es sagen: „Fremdling, was wagst du mit deinen Pixeln in unserem Reich der Hieroglyphen?“ Doch unser Pinguin bleibt unbeeindruckt. Er lächelt, als trüge er das Wissen zweier Welten in sich – das analoge Herz der Vergangenheit und den digitalen Puls der Gegenwart. Diese poetische Bildkomposition – irgendwo zwischen Tutenchamun und Terminalfenster – stammt aus der kreativen Feder von Veronika Helga Vetter, Webkünstlerin, Photoshop-Magierin und Universalgelehrte der Gegenwart. Zwischen Windeln und Warenwirtschaft, zwischen Kundendienst und Kompositionsmodus erschafft sie als Betreiberin von Computerheld Linz, dem mobilen PC-Vor-Ort-Service ihres Vertrauens, ein Werk, das nicht nur launig inszeniert ist, sondern auch einen tieferen Zweck erfüllt: Es leitet über zu einem Ubuntu-Anleitungsartikel über qrencode – jenes magische Werkzeug, mit dem sich QR-Codes aus reinem Terminalzauber erschaffen lassen. Der Cartoon ist also weit mehr als nur ein Gag mit Wüstensand: Er ist ein QR-Keilschriftstein, ein Pinguin Rosetta, ein Mashup aus Mythos, Matrix und modernem Makro. Und wer genau hinsieht, erkennt: Die Zukunft ist scanbar. Zuerst veröffentlicht Juli 2025

Frü­her zahl­ten Ge­schäfts­leu­te teils ab­sur­de Ge­büh­ren für die Mie­te von klas­si­schen Kar­ten­ter­mi­nals - doch dank QR-Zahl­codes lässt sich das in vie­len Bran­chen in­zwi­schen um­ge­hen. Per Smart­phone scannt der Kun­de ei­nen EPC-QR-Code, tippt den ge­wünsch­ten Be­trag ein und löst in we­ni­gen Se­kun­den ei­ne SE­PA-Über­wei­sung aus. Die­se Form des Be­zah­lens ist tech­nisch be­reits seit 2012 ver­füg­bar, und die al­ler­meis­ten Ban­ken¹ un­ter­stüt­zen sie längst. Trotz­dem ent­de­cken vie­le Deut­sche die­se prak­ti­sche Funk­ti­on erst jetzt - wäh­rend das Scan­nen für Goog­le-Be­wer­tun­gen oder das Ein­log­gen ins Gast-WLAN per Pi­xel­gra­fik längst zum di­gi­ta­len All­tag ge­hört.

Der Splitscreen zeigt zwei liebevoll gestaltete Papieraufsteller, die in der Mitte symmetrisch voneinander getrennt sind – ein digital-analoger Kontrast, eingebettet in tiefschwarzes Tonpapier. Die Werke stammen von Veronika Helga Vetter, Papier- und Webkünstlerin seit 2011, bekannt für ihre Kombination aus handwerklicher Präzision und digitalem Feinsinn. Auf der linken Seite prangt in hellblauer Acrylfarbe die Überschrift „Gastnetz“, gefolgt von einem stilisierten WLAN-Symbol, das mit weißer Farbe auf den dunklen Untergrund gemalt wurde. Darunter sitzt zentral ein QR-Code, technisch generiert, aber kunstvoll eingebettet in das haptische Medium. Abschließend steht in sonnengelber Schrift: „Scan mich mit deinem Handy“ – eine Einladung, die pragmatisch ist, aber durch die Farbwahl freundlich wirkt. Die rechte Seite trägt die auffordernde Überschrift „Bewerte mich“, ebenfalls in hellblau. Darunter hebt sich ein charmantes Detail hervor: Ein mit weißer Acrylfarbe gezeichnetes Smartphone mit Thuglife-Brille – ein verspielter, fast rebellischer Verweis auf digitale Souveränität. Im Bildschirm des Handys steckt der zweite QR-Code. Darunter erneut in Gelb: „Scan mich mit deinem Handy“, gefolgt von der klaren Botschaft in Weiß: „Super Service von Computerheld“. Aus dem Gerät zucken pinkfarbene Blitzsymbole in alle Richtungen – ein gestalterischer Akzent, der Dynamik und Energie vermittelt. Der gesamte Splitscreen verbindet analoge Gestaltung mit digitalem Inhalt und dient als visuelles Highlight in einem Ubuntu-Tutorial zum Thema qrencode. Die Komposition ist nicht nur funktional, sondern ein kleines Kunstwerk – sie zeigt, wie Technik, Handarbeit und Humor miteinander verschmelzen können. Es ist typisch für Veronika Helga Vetter: Die Verbindung von Code und Kreativität, von Systembefehl und Farbkomposition, von Linux und Lebensgefühl. Juli 2025

Doch wer er­stellt die­se Gra­fi­ken ei­gent­lich? Gibt es ei­ne Bun­des­an­stalt für 2D-Ma­tri­zen, bei der sich mit Pas­sier­schein A 38 ein QR-Code of­fi­zi­ell re­gis­trie­ren lässt? Zum Glück nicht - denn die qua­dra­ti­schen In­for­ma­ti­ons­wür­fel stam­men aus Ja­pan und wur­den be­reits 1994 ent­wi­ckelt. Je­der darf sie selbst ge­ne­rie­ren - ganz oh­ne Stem­pel, Amts­gang oder An­trag in drei­fa­cher Aus­füh­rung.

Un­ter Ubun­tu geht das so­gar kom­plett wer­be­frei und kos­ten­los: Das Ter­mi­nal-Tool qren­code er­zeugt aus be­lie­bi­gem Text, ei­ner URL oder ei­ner Zah­lungs­auf­for­de­rung im Hand­um­dre­hen ei­ne voll­wer­ti­ge 2D-Ma­tri­ze.

sudo apt install qrencode

„Oh nein, ich has­se das Ter­mi­nal”, denkt jetzt viel­leicht ein frisch mi­grier­ter Win­dows-User mit GUI-Trau­ma. Kein Pro­blem: Mit Zin­t² steht auch ei­ne gra­fi­sche Free­ware be­reit - al­ler­dings mit ein­ge­schränk­tem Funk­ti­ons­um­fang. Wer ma­xi­ma­le Fle­xi­bi­li­tät will (Text, vCard, EPC-Zahl­code, WLAN-Zu­gang etc.), ist mit dem Kon­so­len­werk­zeug de­fi­ni­tiv bes­ser be­dient.

WLAN-Zugang per QR-Code

Am ein­fachs­ten lässt sich der Zu­gang zum WLAN-Gast­netz per QR-Code rea­li­sie­ren. Be­su­cher scan­nen ihn mit dem Smart­phone und sind so­fort on­line, ganz oh­ne ma­nu­el­le Ein­ga­be von SSID und Pass­wort. Neh­men wir an, das WLAN heißt Valerie@Party, das Pass­wort lau­tet BeerH3lmXxX und der ver­wen­de­te Si­cher­heits­stan­dard ist WPA3. Dann sieht der Ter­mi­nal-Be­fehl so aus:

qrencode -o gast-wlan.png -s 10 -l H "WIFI:T:WPA;S:Valerie@Party;P:BeerH3lmXxX;;"

Die PNG-Da­tei gast-wlan.png wird im Home-Ver­zeich­nis ge­spei­chert und kann da­nach in ei­nem Schreib- oder Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gramm wei­ter­be­ar­bei­tet, aus­ge­druckt und la­mi­niert wer­den.

Pa­ra­me­ter Be­schrei­bung
-o xxx.png Wie soll der Da­tei­na­me des QR-Codes lau­ten?
-s 10 Gibt die Grö­ße der ein­zel­nen QR-Mo­du­le in Pi­xel an. 10 steht für mitt­le­re Druck­grö­ße (z. B. ca. 3×3 cm bei nor­ma­lem Co­de­um­fang).
-l H Setzt die Feh­ler­kor­rek­tur auf „High“ – bis zu 30 % des QR-Codes kön­nen be­schä­digt oder ver­deckt sein und er bleibt den­noch les­bar.
T: Ver­schlüs­se­lungs­typ: WEP, WPA oder leer für of­fe­nes WLAN.
;; Ab­schluss der Zei­chen­ket­te – Pflicht!

In der Re­gel ver­fol­gen QR-Codes kom­mer­zi­el­le Zwe­cke: Hin­ter den pi­xeli­gen Mus­tern ver­ber­gen sich häu­fig Leis­tungs­ka­ta­lo­ge³, Spei­se­kar­ten, di­gi­ta­le Vi­si­ten­kar­ten oder Wer­be­fly­er im PDF-For­mat.

Diese ästhetisch arrangierte Vierer-Collage präsentiert eine Auswahl an digitalen Zugangstoren, alle mit dem Terminal-Tool qrencode unter Ubuntu 24.04 LTS generiert. In schlichter Schwarz-Weiß-Optik gehalten, entfalten die quadratischen Muster mehr als bloße Technik – sie sind visuelle Eintrittskarten in ganz unterschiedliche digitale Räume. Links oben befindet sich ein sogenannter WLAN-Schlüssel, der beim Scannen automatisch mit einem drahtlosen Gastnetzwerk verbindet. Keine Passworteingabe nötig – nur ein Scan trennt den Besucher noch vom Internet. Rechts daneben prangt ein leicht subversiver Kontrast: Hier führt das pixelige Symbol auf eine Bewertungsseite bei Trustpilot, speziell für den bekannten BDSM-Ausstatter sklavenzentrale.com. Wer also Lust hat, seine Meinung zu Peitschen, Ketten und Latexanzügen kundzutun, findet hier die richtige Tür ins Netz. In der linken unteren Ecke folgt ein schlichter, aber praktischer Verweis: Ein eleganter Code führt zur PDF-Datei eines Angebotskatalogs von kinky-berlin.de. Der digitale Handzettel verbirgt sich hinter dem grafischen Raster und bietet Neugierigen vertiefende Informationen über Events, Produkte oder Services aus der alternativen Szene. Rechts unten schließlich die wohl charmanteste Verbindung: Ein Telefon-Auslöser, der beim Scannen direkt die Nummer von Computerheld Linz aufruft – dem wohl besten PC-Vor-Ort-Service dieser Galaxis. Wer Hilfe mit seinem Rechner braucht, kann sich also auf diese kontaktfreudige Ecke der Collage verlassen. Ein Tipp – ein Scan – ein Gespräch. Alle vier Symbole wurden mit dem Open-Source-Tool qrencode erstellt – sauber, schnell, direkt unter Ubuntu 24.04 LTS. Damit ist diese Bildserie nicht nur funktional, sondern auch ein Paradebeispiel für freie Software in der Praxis: Minimalistisch im Design, maximal in der Wirkung. Veronika Helga Vetter - Juli 2025

QR-Code für Flyer

Kein Wun­der al­so, dass die qua­dra­ti­schen Zu­gangs­schlüs­sel in­zwi­schen häu­fig auf Pla­ka­ten, Fly­ern oder Auf­stel­lern zu fin­den sind. Be­son­ders wir­kungs­voll ist das Zu­sam­men­spiel von ana­lo­gem De­sign und di­gi­ta­ler Er­wei­te­rung, wenn z. B. ei­ne mo­bi­le PC-Werk­statt oder ein Par­ty­ver­an­stal­ter be­wusst mit der mensch­li­chen Neu­gier spielt: Der Fly­er zeigt nur das Nö­tigs­te - das Span­nen­de er­fährt der Be­trach­ter erst nach dem Scan­nen des Codes. So wird aus ei­nem ein­fa­chen Hand­zet­tel ein Tor zu ver­tief­ten In­for­ma­tio­nen.

Das Bild zeigt ein handgefertigtes Kunstobjekt von Veronika Helga Vetter, einer Papier- und Webkünstlerin, die seit 2011 für ihre kühne Mischung aus DIY-Charme und digitaler Funktionalität bekannt ist. Im Zentrum steht ein aufwendig gestalteter Bilderrahmen aus Karton, dessen äußere Struktur in Brauntönen gehalten und stilistisch antiquiert anmutet – fast wie ein Stück aus einer anderen Epoche. Als bewusst gesetzter Kontrast wurden die äußeren Flächen des Rahmens mit kleinen Fimo Air-Kugeln beklebt, deren Größen variieren. Jede einzelne ist individuell bemalt, wodurch ein verspielter Effekt entsteht: Der Rahmen wirkt, als sei er von kleinen, stilisierten Luftballons überzogen – ein reizvoller Bruch zur nostalgischen Rahmung. Im Inneren des Rahmens liegt ein Hintergrund aus beigem Papier, das an Pergament erinnert – rau, warm, geschichtlich aufgeladen. Darauf sitzt eine hochformatige Werbekarte mit rotem Grund, die nicht den ganzen Rahmen ausfüllt, sondern durch ihre kleinere Fläche einen harmonischen Freiraum zum „antik“-anmutenden Untergrund lässt. Im Mittelpunkt der Karte steht eine illustrierte Frau mit mitteleuropäischen Gesichtszügen: lange Haare, ein verführerischer Blick, und ein geschnürtes Korsett – klar erotisch aufgeladen, aber in stilvoller Comicoptik gehalten. Kein Manga, sondern eine menschenähnliche Darstellung mit Charme. Links neben ihr steht in weißer Schrift der Slogan: „Join for a Night of Pleasure“ – schlicht, aber effektiv. Direkt über ihrer rechten Brust ist ein QR-Code platziert – der eigentliche Türöffner zum Event. Obwohl der Flyer auffällig gestaltet ist, verrät er wenig – sein Geheimnis lüftet nur, wer den Code scannt. Und genau das macht ihn so stark: Es ist ein stylisches Lockmittel, das die Neugier steigert und digitale Information mit haptischer Kunst verbindet. Das gesamte Arrangement ist mehr als Werbung – es ist ein Statement in Pappe und Farbe. Sexy, mutig, handgemacht. Eben ganz Veronika Helga Vetter. Juli 2025

Was auf­wen­dig klingt, ist in Wahr­heit nur ein ein­fa­cher Hy­per­link, ein­ge­bet­tet in ei­nen QR-Code, der ein On­line-Do­ku­ment öff­net. Stel­len wir uns vor: Der Ver­ein Rat­tig Ber­lin e. V. plant ei­ne BDSM-Par­ty in ei­ner al­ten In­dus­trie­hal­le und lässt da­für Wer­be­fly­er dru­cken - ver­teilt von Ob­dach­lo­sen an Ber­li­ner S-Bahn­hö­fen. Wer als neu­gie­ri­ger Fe­tisch­freund wis­sen möch­te, wann und wo die nächs­te Por­ti­on Peit­schen­hie­be ser­viert wird, muss den Code auf dem Fly­er scan­nen und lan­det di­rekt bei ei­ner PDF mit al­len De­tails. So ei­ne Gra­fik wird mit dem Ter­mi­nal-Tool qren­code fol­gen­der­ma­ßen er­stellt:

qrencode -o kinky-berlin.png -s 10 -l H "https://kinky-berlin.de/saustechen.pdf"

Nach dem glei­chen Prin­zip funk­tio­nie­ren auch Be­wer­tungs­links, die zu Goog­le-Re­zen­sio­nen oder Trust­pi­lot-Ra­tings füh­ren. Hin­ter dem qua­dra­ti­schen Pi­xel­mus­ter steckt auch hier nichts an­de­res als ein ge­wöhn­li­cher Hy­per­link:

qrencode -o sklavenzentrale-trustpilot.png -s 10 -l H "https://at.trustpilot.com/review/sklavenzentrale.com"

So rich­tig in Mo­de ka­men die pi­xeli­gen Sym­bo­le wäh­rend der CO­VID-19-Pan­de­mie, als kon­takt­lo­se Lö­sun­gen plötz­lich un­er­läss­lich wur­den. Ein Pa­ra­de­bei­spiel da­für sind die SB-Ter­mi­nals bei McDonald’s: Der Gast scannt ei­nen Code mit sei­ner App und kann den ge­sam­ten Be­stell- und Be­zahl­vor­gang ab­wi­ckeln - ganz oh­ne zwi­schen­mensch­li­chen Kon­takt oder Bar­geld. Für Ge­wer­be­trei­ben­de bie­ten die qua­dra­ti­schen Mus­ter ei­ne ein­fa­che Mög­lich­keit, bar­rie­re­ar­me Zu­gän­ge zu Pro­duk­ten, Dienst­leis­tun­gen und In­for­ma­tio­nen zu schaf­fen. Denn welt­weit wis­sen Men­schen in­tui­tiv, wie sie mit die­sen mo­der­nen Tür­öff­nern um­ge­hen; ein­mal scan­nen und der Rest er­klärt sich von selbst.

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¹Mahn, Jan: Schö­ner Zah­len. Rech­nun­gen schnel­ler über­wei­sen mit QR-Codes. In: c’t Nr. 7 (2022). S. 141.
²Ti­bi, Da­ni­el: Schwarz-Weiß-Den­ken. Strich- und QR-Codes er­stel­len mit Zint. In: Li­nux User Nr. 3 (2024). S. 40.
³Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Leis­tungs­ka­ta­log. computerheld-linz.at (PDF). (07/2025).