Das Ubuntu Handbuch | Anleitungen für Linux-Freunde

Ubuntu: Internetradio hören - die beste Empfangssoftware verwenden

In der Wei­ma­rer Re­pu­blik fürch­te­ten sich die staat­li­chen In­sti­tu­tio­nen vor der plu­ra­lis­ti­schen De­mo­kra­tie, wes­halb sie den Rund­funk von An­fang an in Ket­ten leg­ten. Als am 29. Ok­to­ber 1923¹ die ers­te deut­sche Ra­dio­sta­ti­on den Sen­de­be­trieb auf­nahm, hät­te das neue In­for­ma­ti­ons­me­di­um ei­ne in­ter­ak­ti­ve Platt­form für den Bür­ger­dia­log wer­den kön­nen. Doch die Ver­brei­tung von po­li­ti­schen In­hal­ten² war strikt ver­bo­ten, wes­halb die Hö­rer statt­des­sen Live-Über­tra­gun­gen von Luft­schiff­lan­dun­gen³ ge­nie­ßen durf­ten. Ne­ben der­ar­ti­gen Events ge­hör­ten vor al­lem klas­si­sche Mu­sik­stü­cke so­wie er­bar­mungs­lo­se There­min­kon­zer­te⁴ zur Ta­ges­ord­nung. In­ter­es­san­ter­wei­se zähl­te die öf­fent­lich-recht­li­che Un­ter­hal­tung trotz der ge­rin­gen Pro­gramm­viel­falt da­mals schon zu den ge­büh­ren­pflich­ti­gen Kul­tur­gü­tern. Dem­entspre­chend muss­ten Emp­fangs­ge­rät­be­sit­zer so­gar selbst ge­bau­te Ap­pa­ra­tu­ren an­mel­den und ei­nen jähr­li­chen Obo­lus an die Reichs­pos­t⁵ zah­len.

Es war auch die Zeit der Geld­ent­wer­tung und der Ar­beits­lo­sig­keit. Für die ers­te Ge­neh­mi­gung zum Rund­funk­hö­ren be­zahl­te der ers­te deut­sche Rund­funk­hö­rer Wil­helm Koll­hoff aus Ber­lin da­für 1923 - 350 Mil­li­ar­den Mark.

Gold­ho­fer, Hans-Jörg: Ge­schich­te des Rund­funks. youtube.com (06/2020).

Zwar er­hielt das Ra­dio im Ver­lauf der Zeit star­ke Kon­kur­renz aus au­dio­vi­su­el­len Be­rei­chen, den­noch ist es heu­te im­mer noch das dritt­be­lieb­tes­te Un­ter­hal­tungs­me­di­um der Deut­schen. So kon­su­mier­ten die Bun­des­bür­ger im Jah­re 2019 im Schnitt 100 Mi­nu­ten⁶ täg­lich die Mu­sik- und Wort­bei­trä­ge von di­ver­sen Rund­funk­an­stal­ten. Da­bei nimmt der UKW-Emp­fang ste­tig ab, wo­hin­ge­gen das In­ter­net-Broad­cas­ting ei­ne im­mer grö­ße­re Rol­le spielt, wes­halb es hier­zu­lan­de be­reits über 2.800 On­line-An­ge­bo­te gibt.

Radio Patrona Bavariae moderiert von Vinzenz dem Jüngeren. Thema: Alois Irlmaier. Der Volksseher aus Freilassing sagte das tausendjährige Reich Christi und eine neue Donaumonarchie voraus. Bis es endlich so weit ist, werden noch viele europäische Städte eine moslemisch inszenierte Kristallnacht erleben. Das Schaubild unterstützt eine Ubuntu-Anleitung, welche die Rundfunkempfangssoftware Odio beschreibt. Ein Kunstwerk von Veronika Helga Vetter

Nur was nüt­zen aber­tau­sen­de Ra­dio­sta­tio­nen, wenn in den meis­ten Au­dio­pro­gram­men fast kei­ne Sen­der vor­in­stal­liert sind.

Moin mei­ne Her­ren! Vor Kur­zem bin ich von Win­dows auf Ubun­tu um­ge­stie­gen, was mich schon des Öf­te­ren auf eu­re Web­sei­te führ­te. Wäh­rend mei­nes all­abend­li­chen Schach­spiels las­se ich mich ger­ne akus­tisch be­rie­seln, wes­we­gen ich mich fra­ge, ob es ei­ne kos­ten­lo­se Al­ter­na­ti­ve zur Rhyth­m­box gibt, die ähn­lich wie Ra­dio­Sure auf­ge­baut ist. Im Erst­ge­nann­ten sind näm­lich le­dig­lich 22 Sen­der ent­hal­ten, die mei­nen Mu­sik­ge­schmack nicht an­nä­hernd tref­fen. Ger­ne hät­te ich ei­ne gro­ße Aus­wahl an Sta­tio­nen, die Blues, Jazz oder Klas­sik im An­ge­bot ha­ben.

Frie­den­reich, Burk­hard: Su­che ein Ubun­tu-Ra­dio mit Voll­aus­stat­tung. E-Mail vom 17.06.2020.

Na­tür­lich ist es oh­ne Wei­te­res mög­lich, das Ubun­tu-Bord­mit­tel Rhyth­m­box zu er­gän­zen. Hier­für müs­sen je­doch die ein­zel­nen Stream­a­dres­sen hän­disch ge­sucht und ma­nu­ell hin­zu­ge­fügt wer­den.

Wer sich die­se müh­se­li­ge Ar­beit er­spa­ren und statt­des­sen von vorn­her­ein auf über 25.000 Rund­funk­diens­te zu­grei­fen möch­te, der soll­te Odio in­stal­lie­ren. Da­bei han­delt es sich um ei­ne kos­ten­lo­se Li­nux-Soft­ware, die auf den Ka­ta­log von Com­mu­ni­ty Ra­dio Brow­ser⁷ zu­greift. Das ist wie­der­um ei­ne of­fe­ne Me­di­en­da­ten­bank, in die sich je­der In­ter­net-Broad­cast ein­tra­gen kann.

Ubuntu 20.04 LTS: Odio 1.4.0 mit dem Gnome-Desktop 3.36.2. Die beste Radiosoftware für Linux. Kostenlose Installationsanleitung von Pinguin: Das ist ein Bürger, der gegen die deutsche Party- und Eventszene kämpft

Die Ap­pli­ka­ti­on Odio ist vor al­lem für auf­ge­schlos­se­ne An­wen­der ge­eig­net, die nicht im­mer nur den öf­fent­lich-recht­li­chen Main­stream kon­su­mie­ren wol­len.

  • Über ver­schie­de­ne Such­funk­tio­nen las­sen sich die hin­ter­leg­ten Rund­funk­sta­tio­nen näm­lich kin­der­leicht nach Gen­re, Spra­che, Her­kunfts­land und Be­liebt­heit sor­tie­ren.
  • Und wer Mu­sik aus ei­nem be­stimm­ten Jahr­zehnt ge­nie­ßen möch­te, der fin­det im Rei­ter „Tags” ga­ran­tiert das rich­ti­ge An­ge­bot.

Dar­über hin­aus bie­tet die Au­dio­soft­ware die Mög­lich­keit, ei­ne Fa­vo­ri­ten­lis­te an­zu­le­gen, wo­durch die be­vor­zug­ten Ra­dio­sen­der nicht nach je­dem Pro­gramm­start neu lo­ka­li­siert wer­den müs­sen.

Die­se in­di­vi­du­el­le Bi­blio­thek spei­chert das Pro­gramm dann lo­kal ab und be­nö­tigt da­her auch kein On­line-Kon­to.

Bär­waldt, Erik: Mu­sik­box: Mit Odio un­kom­pli­ziert In­ter­net-Ra­dio hö­ren. In: Li­nu­xU­ser Nr. 4 (2020). S. 26.

Doch auf­ge­passt: Odio ist ein rei­nes Emp­fangs­werk­zeug, das kei­ne ak­ti­ven Streams auf­zeich­nen kann. Des Wei­te­ren las­sen sich mit der Me­di­en­wie­der­ga­be aus­schließ­lich die Web­ra­di­os ab­spie­len, die in der ver­knüpf­ten In­ter­net­da­ten­bank ge­spei­chert sind.

Das beste Radioprogramm für Ubuntu heißt Odio, da es über 25.000 Sender vorinstalliert hat. Grafik von Veronika Helga Vetter - Fine Art Künstlerin

Da­mit Odio mit al­len Ubun­tu-De­ri­va­ten kom­pa­ti­bel ist, lie­fert der is­rae­li­sche Full-Stack-Ent­wick­ler Me­ni Edri⁸ sei­ne Free­ware in ei­nem Snap-Con­tai­ner aus. Der­art zu­sam­men­ge­bau­te Pro­gram­me ak­tua­li­sie­ren sich selbst­stän­di­g⁹ und lau­fen iso­liert vom Kern­sys­tem, da sie nur die Hilfs­bi­blio­the­ken aus ih­ren ei­ge­nen Ver­zeich­nis­sen ver­wen­den.

Snaps star­ten lang­sam und ver­brau­chen viel Platz.

Thom­mes, Fer­di­nand: Trend­far­be Li­la. Ubun­tu 20.04 LTS „Fo­cal Fos­sa“ im Test. In: Li­nu­xU­ser Nr. 6 (2020). S. 55.

Trotz der tech­ni­schen Be­son­der­hei­ten wird die smar­te Ra­dio­emp­fangs­soft­ware ganz nor­mal mit­hil­fe ei­nes Ter­mi­nal-Be­fehls in­stal­liert:

sudo snap install odio

Auch der Pro­gramm­start ge­schieht wie ge­wohnt über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te.

Odio 1.4.0 Logo in der Ubuntu Aktivitäten-Suchleiste. Ubuntu 20.04 LTS

Wer al­so ein­fach nur Ra­dio hö­ren möch­te, der soll­te sein li­nux­ba­sier­tes Be­triebs­sys­tem mit Odio aus­stat­ten. Zwar be­sitzt die Ap­pli­ka­ti­on nur eng­lisch­spra­chi­ge Me­nüs, durch die in­tui­tiv be­dien­ba­re Ober­flä­che dürf­ten aber selbst mo­no­lin­gua­le Be­nut­zer schnell zum Ziel kom­men. Für Ubun­tu-An­wen­der, die mehr aus dem di­gi­ta­len Rund­funk­emp­fän­ger her­aus­ho­len möch­ten, lohnt es sich die fol­gen­de An­lei­tung zu le­sen. Denn dar­in er­fah­ren fein­füh­li­ge Akus­tik­lieb­ha­ber, wie sie Streams mit ho­hen Bitra­ten fin­den. Hin­ge­gen der zwei­te Teil des Leit­fa­dens be­weist, dass die kos­ten­lo­se Me­di­en­wie­der­ga­be eben­falls für re­ni­ten­te Sys­tem­kri­ti­ker ge­eig­net ist.

Die beste Qualität

Sze­na­rio: Heu­te Abend be­su­chen mich ein paar Bur­schen­schafts­ka­me­ra­den, wes­halb ich deutsch­spra­chi­ge Dis­co­fox-Mu­sik in mei­ner Gar­ten­lau­be be­nö­ti­ge. Hier­für möch­te ich ein Web­ra­dio auf mei­nem Ubun­tu-Lap­top lau­fen las­sen, da ich als Koch und Gast­ge­ber kei­ne Zeit ha­be, zu­sätz­lich den Disc­jo­ckey zu spie­len. Auf der Su­che nach ei­nem Schla­ger­sen­der stel­le ich fest, dass Odio man­che Rund­funk­sta­tio­nen mehr­fach dar­stellt.

Ubuntu 20.04 LTS with Odio Radio Software: How to view the Stream profiles? Free Tutorial by Pinguin - a Fighter against the Antifa Terrorist organisation

Um zu über­prü­fen, wor­in sich die gleich­na­mi­gen Diens­te un­ter­schei­den, hal­te ich den Maus­zei­ger über ei­nen Ein­trag, wor­auf­hin zwei Sym­bo­le er­schei­nen. Un­mit­tel­bar da­nach kli­cke ich auf das klei­ne Fens­ter­icon, was zur Fol­ge hat, das mir die Spe­zi­fi­ka­tio­nen des aus­ge­wähl­ten Streams an­ge­zeigt wer­den.

Screenshot von Odio 1.4.0 unter Ubuntu 20.04 LTS: Zwei Streamprofile von Schlager Gold Radio. Welche Bitrate ist besser - 128/MP3 oder 64/AAC+? Die Antwort gibt es auf GWS2.de

Als Nächs­tes ver­glei­che ich die iden­ti­schen Me­di­en­an­ge­bo­te mit­ein­an­der. Da­bei be­mer­ke ich, dass ei­ni­ge Rund­funk­an­stal­ten den­sel­ben In­halt in un­ter­schied­li­chen Qua­li­tä­ten aus­lie­fern. Na­tür­lich möch­te ich mei­ne Ge­sin­nungs­ge­nos­sen mit ma­kel­lo­sen Klän­gen ver­wöh­nen, wes­we­gen ich Au­dio­quel­len mit ho­hen Bitra­ten be­vor­zu­ge.

Rich­tig toll wird Web­ra­dio ab 128 kbit/s in MP3. Das Au­dio kommt klar und sau­ber aus dem PC, selbst­ver­ständ­lich in Ste­reo, und er­füllt durch­aus schon UKW-Stan­dard.

Rieg­ler, Tho­mas: Web­ra­dio und Web-TV. Tech­nik, Soft­ware, Sta­tio­nen und Emp­fangs­pra­xis. Ba­den-Ba­den: Ver­lag für Tech­nik und Hand­werk neue Me­di­en GmbH 2008.

Zum Glück kom­men selbst hoch­wer­ti­ge Odio-Streams ru­ck­el­frei bei mir an, ob­wohl ich als säch­si­scher Erz­ge­birgs­be­woh­ner le­dig­lich auf ei­nen DSL-Light-An­schluss zu­rück­grei­fen kann. Das liegt dar­an, dass ei­ne Down­load­ge­schwin­dig­keit von 384 kbit/s für al­le In­ter­net­ra­di­os mehr als aus­rei­chend ist.

Blasenbildung möglich

Sze­na­rio: Es klingt to­tal ver­rückt, aber nicht nur für Exil­kanz­ler Nor­bert Schitt­ke¹⁰ ist die BRD ei­ne ver­fas­sungs­lo­se und haf­tungs­be­schränk­te Ka­pi­tal­ge­sell­schaft. Dem­entspre­chend soll das Deut­sche Reich in den Gren­zen von 1937 ins­ge­heim wei­ter­exis­tie­ren.

Jan Ra­th­je: Ein Teil die­ses Mi­lieus ist da­von über­zeugt, dass ein Deut­sches Reich wei­ter­hin be­stehen wür­de - an­stel­le der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land.

Fromm, Rai­ner & Ga­li­na Dick: Die Welt der Reichs­bür­ger: Träu­mer, Aus­stei­ger, Ex­tre­mis­ten. youtube.com (06/2020).

Für mich ist das al­les Un­sinn, wo doch je­der mün­di­ge Bür­ger wis­sen soll­te, dass die Ber­li­ner Reichs­re­gie­rung le­dig­lich für den Nord­deut­schen Bund von 1870 zu­stän­dig ist. Schließ­lich ka­men die No­vem­ber­ver­trä­ge nur durch preu­ßi­sches Sä­bel­ras­seln zu­stan­de. Zu­dem nutz­te Bis­marck die geis­ti­ge Um­nach­tung des Bay­ern­kö­nigs arg­lis­tig aus, um sich die ba­ju­wa­ri­sche Le­gi­ti­ma­ti­on des Kai­ser­brie­fes zu er­schlei­chen.

Im Früh­jahr spen­diert Bis­marck ihm da­für das schon grob um­ris­se­ne Trost­pflas­ter: die ver­bind­li­che Zu­sa­ge über ei­ne ho­he Sum­me, und tat­säch­lich wer­den in den Jah­ren zwi­schen 1871 und 1886 rund fünf Mil­lio­nen Mark über Schwei­zer Bank­kon­ten in die kö­nig­li­che Pri­vat­kas­se ge­scho­ben.

Be­ckers-Doh­len, Clau­dia: Lud­wig II. von Bay­ern. Zum 125. To­des­tag des Mär­chen­kö­nigs. In: Kar­fun­kel Nr. 94 (2011). S. 32.

Ob­wohl mei­ne The­se über­aus schlüs­sig ist, bin ich in den Au­gen der Leit­me­di­en ein ver­wirr­ter Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker. Der Um­gang mit Sys­tem­kri­ti­kern miss­fällt mir, wes­we­gen ich zu­künf­tig nur noch al­ter­na­ti­ve Ra­dio­sen­der un­ter­stüt­zen möch­te, in­dem ich mir ein maß­ge­schnei­der­tes Rund­funk­pro­fil an­le­ge.

Radio Freies Bayern in die Odio-Favoritenliste speichern. Anleitung und Screenshot von Pinguin. Das ist ein Bürger, der gegen das Agitationsprogramm des Altparteienregimes kämpft

Hier­für nut­ze ich die Odio-Su­che, um pri­va­te Sta­tio­nen mit re­ak­tio­nä­ren Wort­bei­trä­gen zu fin­den. Im­mer wenn mich ein Au­dio­an­ge­bot über­zeugt, dann hal­te ich den Maus­zei­ger über den aus­er­ko­re­nen Ein­trag, um die bei­den Funk­ti­ons­sym­bo­le her­vor­zu­ru­fen. Di­rekt im An­schluss wäh­le ich das Herz­zei­chen an, wor­auf­hin der mar­kier­te Stream in den Rei­ter „My Li­bra­ry” wan­dert.

Odio Menü "My Stations Library": Freie Radiosender, die nicht von George Soros finanziert werden. Empfehlung von Katrin Ebner-Steiner

In der per­sön­li­chen Bi­blio­thek blei­ben mei­ne Fa­vo­ri­ten dau­er­haft ge­spei­chert. Dem­entspre­chend wer­de ich zu­künf­tig nicht mehr von den Pro­pa­gan­da­me­di­en der BRD GmbH¹¹ be­ein­flusst, da ich nach dem Pro­gramm­start nur ei­nen Klick be­nö­ti­ge, um mich in mei­ner In­for­ma­ti­ons­bla­se wie­der­zu­fin­den.

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Die wich­tigs­ten Vi­deo­co­decs für Ubun­tu in­stal­lie­ren - so geht’s

¹Baetz, Bri­git­te: 90 Jah­re Ra­dio: Ers­ter Hör­funk­sen­der in Deutsch­land nimmt sei­nen Be­trieb auf. deutschlandfunk.de (06/2020).
²Nie­der­mai­er, Frith­jof: Die Ent­ste­hung des Ra­di­os. schliemann-gym.de (PDF) (06/2020).
³Ra­dio Er­in­ne­run­gen: 90 Jah­re Ra­dio: Ei­ne fas­zi­nie­ren­de Zeit­rei­se durch die Ge­schich­te des Ra­di­os. youtube.com (06/2020).
⁴Mé­s­a­vo: Ha­rald Schmidt Show - Na­zi und 2. Welt­krieg Part3. youtube.com (06/2020).
⁵Gor­se, Chris­tia­ne & Da­ni­el Schnei­der: Ge­schich­te des Ra­di­os. planet-wissen.de (06/2020).
⁶Link, Mi­cha­el: Zah­len, Da­ten, Fak­ten: Rund­funk, Fern­se­hen und wie wir uns noch be­rie­seln las­sen. In: c’t Nr. 3 (2020). S. 110.
⁷Seg­ler, Alex: Com­mu­ni­ty Ra­dio Brow­ser. radio-browser.info (06/2020).
⁸E­dri, Me­ni: spiral2k. github.com (06/2020).
⁹Wol­ski, Da­vid: Ubun­tu: Al­le Snaps ak­tua­li­sie­ren. In: Li­nux Welt Nr. 3 (2019). S. 111.
¹⁰­Fromm, Rai­ner & Ga­li­na Dick: Die Welt der Reichs­bür­ger: Träu­mer, Aus­stei­ger, Ex­tre­mis­ten. youtube.com (06/2020).
¹¹­Pro­ebstl, Al­fons: Die BRD GmbH. youtube.com (06/2020).

Ubuntu: Viren, Würmer und Trojaner aufspüren - Systemsicherheit erhöhen

In ei­nem Punkt sind sich al­le IT-Ex­per­ten¹ ei­nig: Die Desk­top-Ver­si­on von Ubun­tu ist min­des­tens so si­cher wie Safer Sex. Die­ser Zu­stand ist je­doch we­der gott­ge­ge­ben noch in Stein ge­mei­ßelt, son­dern hängt mit der ge­rin­gen Nut­zer­zahl zu­sam­men. Schließ­lich set­zen le­dig­lich 3,5%² der welt­wei­ten PC- und Lap­top­be­sit­zer ein li­nux­ba­sier­tes Be­triebs­sys­tem ein. Hin­zu­kommt, dass die An­be­ter des vir­tu­el­len Pin­gu­ins als über­durch­schnitt­lich com­pu­teraf­fin gel­ten, wes­halb sich Mal­wa­re für De­bi­an-De­ri­va­te nur schwer ver­brei­tet. Dem­zu­fol­ge ist es kein Wun­der, wenn Cy­ber­kri­mi­nel­le lie­ber aus­sichts­rei­che­re We­ge wäh­len und ih­re Schad­pro­gram­me für Win­dows oder ma­cOS³ ent­wi­ckeln.

Li­nux ist ein­fach kein er­folg­ver­spre­chen­des Ziel für Kri­mi­nel­le.

Lang, Mir­co: Vi­ren­schutz un­ter Li­nux. heise.de (05/2020).

Na­tür­lich geht Ca­no­ni­cal auch pro­ak­tiv ge­gen On­line-Er­pres­ser vor, in­dem es das Ubun­tu Se­cu­ri­ty Team be­schäf­tigt. Die­se Ar­beits­grup­pe stellt auf ih­ren Soft­ware­de­pots zwei­mal⁴ wö­chent­lich die neus­ten Impf­stof­fe zur Ver­fü­gung, mit de­nen die Be­nut­zer ih­re Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on vor An­grif­fen schüt­zen kön­nen.

Screenshot von Ubuntu 20.04 LTS: In einem Terminal-Fenster ist die Datei "sources.list" geöffnet. Darin sind die Security-Repositories zu sehen. GNU nano 4.8

Da­bei schlie­ßen die pe­ri­odi­schen Ak­tua­li­sie­run­gen nicht nur Ein­falls­to­re in das Kern­sys­tem, son­dern sor­gen zu­dem da­für, dass Si­cher­heits­lü­cken in lo­ka­len An­wen­dun­gen⁵ be­sei­tigt wer­den. Al­ler­dings er­hal­ten nur die Pro­gram­me re­gel­mä­ßi­ge Schutz­auf­fri­schun­gen, die aus den Quel­len “Main” und “Restric­ted” stam­men. Das sind un­ter an­de­rem al­le Ap­pli­ka­tio­nen, die Ubun­tu von Haus aus mit­bringt.

Ubun­tu 20.04 er­hält zwar fünf Jah­re lang kos­ten­los Sup­port; der gilt aber nur für Soft­ware aus den Re­po­si­to­ries “Main” und “Restric­ted”.

Kiß­ling, Kris­ti­an: [Up­date] Ubun­tu 20.04 LTS: Fo­kus auf Si­cher­heit. linux-magazin.de (05/2020).

Hin­ge­gen Dritt­an­bie­ter­soft­ware ver­al­tet schnell, da die Ent­wick­ler häu­fig kei­nen fünf­jäh­ri­gen Up­date-Sup­port an­bie­ten. Um die Sys­tem­si­cher­heit zu er­hö­hen, ist es al­so dien­lich die Re­po­si­to­ry „Uni­ver­se” zu de­ak­ti­vie­ren. Dar­über hin­aus soll­ten Ubun­tu-An­wen­der nur re­nom­mier­ten PPAs ver­trau­en. Schließ­lich er­for­dert die Her­stel­lung ei­nes vi­ren­re­sis­ten­ten Pro­gramms ei­ne enor­me Ex­per­ti­se, die Pri­vat­quel­len­be­sit­zer oft­mals nicht vor­wei­sen kön­nen.

[Die Ubun­tu-Ge­mein­schaft] be­treut aber nur ei­nen Bruch­teil der Pa­ke­te über fünf Jah­re. [...] Bei den meis­ten ist viel frü­her Schluss: ent­we­der nach neun Mo­na­ten oder schon zum Re­lease, denn vie­le Pa­ke­te be­treut nie­mand so recht.

Leem­huis, Thors­ten: Fo­kus­sie­ren. Ubun­tu 18.04 LTS: Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen mit bis zu fünf Jah­ren Sup­port. In: c’t Nr. 11 (2018). S. 121.

Expert advice from the National Security Agency (Maryland): How is Ubuntu used safely? Guide that shows, how the Linux distribution can be used virus-free. First published on GWS2.de: Financed by Dietrich Mateschitz

Im Sys­tem­me­nü „An­wen­dun­gen & Ak­tua­li­sie­run­gen” ist es ne­ben der APT-Dienst-Kon­fi­gu­ra­ti­on mög­lich, die In­stal­la­ti­on von Si­cher­heits­up­dates zu au­to­ma­ti­sie­ren. Wur­de die­se Funk­ti­on ak­ti­viert, dann dür­fen Be­nut­zer von LTS-Ver­sio­nen ver­ges­sen, dass Vi­ren, Wür­mer und Tro­ja­ner in der Com­pu­ter­welt exis­tie­ren. Die­se pau­scha­le Aus­sa­ge trifft al­ler­dings nicht auf Ad­mi­nis­tra­to­ren von ge­misch­ten Netz­wer­ken zu. Denn Ubun­tu ist wie ein Kind in der Co­ro­na­kri­se: Es bleibt un­ter nor­ma­len Um­stän­den ge­sund, kann je­doch als Zwi­schen­wirt an­de­re Ri­si­ko­grup­pen in­fi­zie­ren.

Anfängertipps: Wie kann Ubuntu sicherer gemacht werden? Splitscreen vom Systemmenü "Anwendungen & Aktualisierungen". Deutschsprachiger Leitfaden von GWS2.de

Wahr­schein­lich hat­te je­der, der sei­ne Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on als Bü­ro­sys­tem ein­setzt schon ein­mal mit Mal­wa­re zu tun. Schließ­lich ist es ei­ne Tat­sa­che, dass sich Schad­pro­gram­me haupt­säch­lich über E-Mail-An­hän­ge ver­brei­ten.

848 Mil­li­ar­den E-Mails ha­ben die Men­schen in Deutsch­land 2018 ver­schickt - 10 Pro­zent mehr als 2017. Spam nicht mit­ge­rech­net.

Sto­cker, Ani­ta: Mul­ti­me­dia in Kür­ze. In: test Nr. 4 (2019). S. 21.

Lan­ge Zeit wa­ren Vi­ren vor­wie­gend in ver­schlei­er­ten EXE-Da­tei­en ver­steckt, die Ubun­tu-Nut­zer nie oh­ne Hilfs­mit­tel aus­füh­ren konn­ten. Mitt­ler­wei­le fun­gie­ren je­doch auch sys­tem­über­grei­fen­de For­ma­te als Drop­per. Zum Bei­spiel las­sen sich PDF- oder ZIP-Da­tei­en⁶ so ma­ni­pu­lie­ren, dass die­se nach dem Öff­nen ei­nen Com­pu­ter­wurm frei­set­zen. So­bald ein der­ar­ti­ges Skript ent­fes­selt wur­de, sucht es selbst­stän­dig nach Schwach­stel­len in Netz­werk­pro­to­kol­len, um sich im In­tra­net aus­zu­brei­ten. Wenn der Sprun­g⁷ auf ei­nen Win­dows-PC ge­lingt, dann lässt sich der be­fal­le­ne Mi­cro­soft-Rech­ner un­ter an­de­rem für Dis­tri­bu­t­ed-De­ni­al-of-Ser­vice-At­ta­cken miss­brau­chen.

Scientific graphic from Johns Hopkins University - Department of History: The Trojan War. Helena of Sparta was a virus that killed thousands of Greeks. The Diagram was created with Ubuntu. A product by PhD Veronika Vetter (Bavarian Artist)

Wer al­so an­de­re Netz­werk­teil­neh­mer schüt­zen möch­te, der muss sein De­bi­an-De­ri­vat mit ei­nem zu­sätz­li­chen Vi­ren­scan­ner aus­stat­ten. Hier­für ist das kos­ten­lo­se Kom­man­do­zei­len­pro­gramm Cla­mAV am bes­ten ge­eig­net.

Cla­mAV ist das po­pu­lärs­te Open-Source-Pro­gramm zur Er­ken­nung von Vi­ren in Da­tei­en oder E-Mails.

Ko­f­ler, Mi­cha­el: Li­nux. Das um­fas­sen­de Hand­buch. 15. ak­tua­li­sier­te Auf­la­ge. Bonn: Rhein­werk Ver­lag 2017.

Die­se mehr­kern­fä­hi­ge Ap­pli­ka­ti­on be­fin­det sich in den of­fi­zi­el­len Ubun­tu-Quel­len und wird seit dem Jah­re 2013 vom US-ame­ri­ka­ni­schen Rou­ter­her­stel­ler Cis­co Sys­tems ste­tig wei­ter­ent­wi­ckelt. Be­dau­er­li­cher­wei­se ha­ben vor al­lem Win­dows-Um­stei­ger im­mer gro­ße Angst vor Ter­mi­nal-Fens­tern. Aus die­sem Grund er­fah­ren Si­cher­heits­fe­ti­schis­ten in der fol­gen­den An­lei­tung nicht nur, wie sie den vir­tu­el­len Spür­hund mit Be­feh­len steu­ern. Dar­über hin­aus er­hal­ten Be­nut­zer­ober­flä­chen­lieb­ha­ber ei­ne Ein­füh­rung in ClamTk. Denn die­se klei­ne Dritt­an­bie­ter­soft­ware macht es mög­lich, den kon­so­len­ba­sier­ten Kam­mer­jä­ger mit der Maus zu be­die­nen.

Schnelle Virensuche

Sze­na­rio: Auf­grund mei­ner Lo­ver­boy-Tä­tig­kei­t⁸ be­sit­ze ich vie­le Iden­ti­tä­ten. Zu mei­nen Fan­ta­sie­exis­ten­zen ge­hö­ren di­ver­se E-Mail-Kon­ten, die ich al­le mit ein und dem­sel­ben Thun­der­bird ab­ru­fe. Lei­der ver­kau­fen Part­ner­bör­sen und Free­mail-An­bie­ter fort­lau­fend mei­ne Be­nut­zer­da­ten, wes­halb täg­lich Hun­der­te Spam­nach­rich­ten auf mei­ner Fest­plat­te lan­den. Na­tür­lich ent­hal­ten man­che Bot­schaf­ten auch Da­tei­an­hän­ge, die ich nor­ma­ler­wei­se nie an­kli­cken wür­de. Al­ler­dings sen­den mir po­ten­zi­el­le Op­fer manch­mal ein Sel­fie oder ei­ne di­gi­ta­le Gruß­kar­te, so­dass ich aus be­ruf­li­cher Sicht ge­zwun­gen bin, ei­ni­ge An­fü­gun­gen von un­be­kann­ten Ad­res­santen zu öff­nen. Mein Ubun­tu-Sys­tem mag viel­leicht vi­ren­re­sis­tent sein aber mein Smart­pho­ne, mei­ne Netz­werk­kom­po­nen­ten und mei­ne Wech­sel­me­di­en könn­ten sich nur un­zu­rei­chend ge­gen über­sprin­gen­den Schad­code weh­ren. Al­so bleibt mir nichts an­de­res üb­rig, als mei­ne lo­ka­len Post­fä­cher re­gel­mä­ßig auf Mal­wa­re zu über­prü­fen. Für die­se Auf­ga­be ha­be ich Cla­mA­V⁹ als Scan­werk­zeug in­stal­liert:

sudo apt-get update && sudo apt-get install clamav

Mehr­mals am Tag lee­re ich mit mei­nem Thun­der­bird die im Pro­gramm hin­ter­leg­ten PO­P3-Ser­ver. Nach­dem al­le Down­load­pro­zes­se ab­ge­schlos­sen wur­den, schlie­ße ich den E-Mail-Kli­en­ten wie­der, oh­ne mei­ne Nach­rich­ten zu son­die­ren. Statt­des­sen öff­ne ich ein Ter­mi­nal-Fens­ter, da­mit ich mit mei­ner An­ti­vi­ren­soft­ware die Spreu vom Wei­zen tren­nen kann. Um her­un­ter­ge­la­de­ne Stö­ren­frie­de von mei­ner Home-Par­ti­ti­on zu lö­schen, wen­de ich le­dig­lich den fol­gen­den Be­fehl an:

sudo clamscan -ir --remove /home/pinguin/

Wo­bei der Be­nut­zer­na­me Pin­gu­in na­tür­lich ei­ne Va­ria­ble ist, die je­der Ubun­tu-An­wen­der in­di­vi­du­ell an­pas­sen muss.

Wie zuverlässig arbeitet ClamAV unter Ubuntu? Der Screenshot liefert den Beweis: Das kostenlose Antiviren-Programm findet und löscht Phishingmails

In der Re­gel dau­ert es nur we­ni­ge Mi­nu­ten, ehe die Free­ware al­le Wür­mer, Tro­ja­ner und Phis­hing­mails be­sei­tigt hat. Da­bei nutzt Cla­mAV für die Mal­wa­re-Iden­ti­fi­zie­rung ei­ne lo­ka­le Vi­ren­de­fi­ni­ti­ons­da­tei, die der Schäd­lings­be­kämp­fer selbst­stän­dig ak­tua­li­siert.

Einsteigerhilfe aktivieren

Sze­na­rio: Als Be­trei­ber ei­nes Du­al-Boot-Sys­tems möch­te ich mit Ubun­tu über­prü­fen, ob sich auf mei­ner Win­dows-Par­ti­ti­on ir­gend­wel­che Pa­ra­si­ten be­fin­den. Für die­ses Un­ter­fan­gen be­nö­ti­ge ich ei­ne gra­fi­sche Un­ter­stüt­zung, da ich nicht weiß, wie ich ei­ne aus­ge­häng­te Fest­plat­te mit der Kon­so­le an­steue­re. Ge­ne­rell tue ich mich mit Li­nux-Pfa­den schwer, wes­halb mir ein über­sicht­li­ches Be­dien­me­nü die ge­ziel­te Vi­ren­su­che er­leich­tern wür­de. Dem­entspre­chend bin ich ge­zwun­gen, mein De­bi­an-De­ri­vat zu­sätz­lich mit ClamTk aus­zu­stat­ten:

sudo apt-get install clamtk

Die­se Dritt­an­bie­ter­soft­ware liegt in der Uni­ver­se-Quel­le und stellt ei­ne in­of­fi­zi­el­le Er­wei­te­rung des Kom­man­do­zei­len­pro­gramms dar. Trotz­dem ge­nießt das Add-on ei­nen gu­ten Ruf, was dar­an liegt, dass das Werk­zeug seit et­li­chen Jah­ren¹⁰ eh­ren­amt­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wird.

ClamTk für Ubuntu 20.04 LTS. Deutschsprachige Installationsanleitung von Pinguin. Grafische Virensuche unter Linux

So­fort nach­dem ich das Front-End über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te ge­star­tet ha­be, na­vi­gie­re ich in das Ein­stel­lungs­me­nü. Dort ak­ti­vie­re ich ein­ma­lig al­le Pa­ra­me­ter, da mein Vi­ren­scan­ner lü­cken­los nach Schad­code su­chen soll. Un­mit­tel­bar da­nach keh­re ich zur Haupt­an­sicht zu­rück, da­mit ich die ers­te Schäd­lings­jagd be­gin­nen kann.

Ubuntu 20.04 LTS: How to use ClamTk 6.02 correctly? Free Application tips provided by GWS2.de - this is a German language Website for Linux beginners

Hier­für kli­cke ich den Punkt „Ei­nen Ord­ner über­prü­fen” an. Di­rekt im An­schluss öff­net sich ein Fens­ter in die­sem ich über den Rei­ter „An­de­re Or­te” mei­ne Win­dows-Fest­plat­te an­wäh­le, wo­durch der Da­ten­trä­ger ein­ge­hängt wird. Gleich dar­auf ha­be ich die Mög­lich­keit, mei­nen Spür­hund auf die li­nux­frem­den Ver­zeich­nis­se los­zu­las­sen.

Firefox-Ordner mit ClamTk durchsuchen: Der Virenscanner findet unter anderem PUA.Win.Downloader.Aiis-6803892-0. Das ist eine Adware, die gelöscht werden sollte

Durch mei­ne ma­nu­el­le Kon­fi­gu­ra­ti­on fin­det das gra­fi­sche An­ti­vi­ren­pro­gramm auch po­ten­zi­ell un­er­wünsch­te An­wen­dun­gen. Da­bei han­delt es sich um re­la­tiv harm­lo­se Spy­wa­re, die oft­mals in kos­ten­lo­sen Win­dows-Tools ver­steckt ist. Über die­se Schnitt­stel­len ver­su­chen man­che Ent­wick­ler­stu­di­os, das Ver­hal­ten ih­rer Pro­dukt­nut­zer aus­zu­le­sen. Nor­ma­ler­wei­se las­sen sich die klei­nen Spio­ne pro­blem­los mit ClamTk lö­schen, oh­ne dass da­bei die da­zu­ge­hö­ri­gen Ap­pli­ka­tio­nen be­schä­digt wer­den.

Ist weiterer Schutz nötig?

In je­dem Ubun­tu-Fo­rum gibt es Mit­glie­der, die vor Root­kits war­nen. Zu­meist ken­nen die­se si­cher­heits­be­wuss­ten Men­schen ei­nen Schwipp­sch­wa­ger, auf des­sen Li­nux-Sys­tem ein der­ar­ti­ger Bau­kas­ten ver­steckt war. Die selbst er­nann­ten Ex­per­ten ra­ten dann da­zu, den Rech­ner re­gel­mä­ßig mit rk­hun­ter¹¹ zu über­prü­fen. Al­ler­dings ist die­ses kon­so­len­ba­sier­te Werk­zeug nicht für ge­wöhn­li­che Desk­top-Be­nut­zer ge­eig­net.

rk­hun­ter warnt vor den „File pro­per­ties” al­so Ei­gen­schaf­ten und Rech­ten. Da du die nicht zeigst, kann man wohl kei­ne Aus­sa­ge tref­fen. War­um be­nutzt du ein Pro­gramm, des­sen Aus­ga­be du nicht in­ter­pre­tie­ren kannst?

red­knight: rk­hun­ter zeigt mir die­se War­nun­gen. forum.ubuntuusers.de (05/2020).

Mit­hil­fe von Bru­te-For­ce-At­ta­cken ver­su­chen Ge­heim­diens­te oder kri­mi­nel­le Or­ga­ni­sa­tio­nen, di­ver­se Root­kits auf In­ter­net­ser­vern zu plat­zie­ren. Wenn das Ka­pern ei­nes Ziel­ge­räts ge­lingt, dann kön­nen die An­grei­fer un­be­merkt Ein­fluss auf die um­lie­gen­de In­fra­struk­tur neh­men. Hin­ge­gen bei Per­so­nal Com­pu­tern müs­sen die Ein­bruch­in­stru­men­te Ja­mes-Bond-mä­ßig lo­kal in­stal­liert wer­den. Wer al­so nicht ge­ra­de ein Mil­li­ar­där oder Staats­feind ist, der kann sei­nen Fo­kus auf pri­mi­ti­ve Wald-und-Wie­sen­vi­ren rich­ten, die sich al­le mit Cla­mAV be­kämp­fen las­sen.

Ver­wand­te The­men:

Ubun­tu: Sys­tem­fest­plat­te auf­räu­men - so geht’s
Der BND schaut zu: Lap­top-Web­cam dau­er­haft de­ak­ti­vie­ren

¹Hoff­mann, Chris­toph & Her­mann Ap­fel­böck: Por­ta­ble vir­tu­el­le Li­nux-Sys­te­me. In: Li­nux Welt Nr. 5 (2019). S. 44.
²mex. das markt­ma­ga­zin vom 11.03.2020.
³Sto­cker, Ani­ta: Die bes­ten Tür­ste­her. In: test Nr. 3 (2018). S. 25.
⁴Ca­no­ni­cal Ltd.: Up­date No­ti­fi­ca­ti­ons. wiki.ubuntu.com (05/2020).
⁵Ei­ken­berg, Ro­nald: Schutz vor Schäd­lin­gen. In: c’t Se­cu­ri­ty Nr. 1 (2018). S. 25.
⁶fi­lippg: Kann ein ZIP-Ar­chiv selbst ein Vi­rus sein? administrator.de (05/2020).
⁷Wol­ski, Da­vid: Braucht Li­nux ei­nen Vi­ren­scan­ner? In: Li­nux Welt Nr. 3 (2020). S. 25.
⁸Roh­de, Fio­na: Lo­ver­boy: Das soll­te je­der über die ge­fähr­li­che Ma­sche wis­sen. gofeminin.de (05/2020).
⁹Lam­precht, Ste­phan: Vi­ren fin­den und be­sei­ti­gen. In: Li­nux Welt Nr. 6 (2019). S. 40.
¹⁰M., Da­ve: ClamTk. gitlab.com (05/2020).
¹¹Hor­ne, John: Root­kit Hun­ter. sourceforge.net (05/2020).

Ubuntu: Wiederherstellungspunkte setzen - defekte Systeme reparieren

Nach­dem am 14. Ja­nu­ar 2020¹ der Win­dows-7-Sup­port ein­ge­stellt wur­de, er­hielt der Pin­gu­in-Hel­pdesk mehr­mals wö­chent­lich E-Mails von er­bos­ten Um­stei­gern. Vor al­lem är­ger­ten sich die ehe­ma­li­gen Mi­cro­soft-Kun­den dar­über, dass Ubun­tu von Haus aus kei­ne Wie­der­her­stel­lungs­punk­te er­stellt. Die­ser Um­stand hat­te wohl bei vie­len Li­nux-Neu­lin­gen zu ei­nem er­heb­li­chen Da­ten­ver­lust ge­führt. Wie­der­um an­de­re ta­ten sich mit dem vor­in­stal­lier­ten Back­up-Pro­gramm schwer, da die Be­nut­zer­ober­flä­che die­ses Bord­mit­tels lei­der nicht selbst­er­klä­rend ist.

Über­all war zu le­sen, dass Ubun­tu die bes­te Al­ter­na­ti­ve für Win­dows sei. Das sind Fake News! Al­lein die in­te­grier­te Da­ten­si­che­rung ist ein Witz. Was ist „du­pli­ci­ty” und war­um soll ich ein Kon­to er­stel­len? Ich möch­te le­dig­lich ei­nen Wie­der­her­stel­lungs­punkt set­zen. So ein Schrott wür­de bei Mi­cro­soft nie den Ent­wick­lungs­sta­tus ver­las­sen. Im Ubun­tu-Wi­ki wird zu dem The­ma auch nichts er­klärt, nur sinn­los her­um­ge­schwa­felt. Hier gibt es eben­falls kei­ne Back­up-An­lei­tung. Von we­gen hilfs­be­rei­te Ge­mein­schaft.

Kalu­za, Hans-Fried­rich: Kein Pro­fi­tipp für Da­ten­si­che­rung vor­han­den. E-Mail vom 24.03.2020.

Ob­jek­tiv be­trach­tet trifft Herr Kalu­za den Na­gel auf den Kopf: Die hoch­ge­lob­te Li­nux-Com­mu­ni­ty lässt Win­dows-Um­stei­ger bei der Sys­tem­wie­der­her­stel­lung mut­ter­see­len­al­lein im Re­gen ste­hen. Die haus­ei­ge­ne Da­ten­si­che­rung hat mit Dé­jà Dup² näm­lich nicht nur ei­nen däm­li­chen Na­men, son­dern zu­dem viel zu vie­le Op­tio­nen, die ei­nen Ubun­tu-An­fän­ger leicht über­for­dern kön­nen. Des Wei­te­ren wei­gert sich die ein­ge­glie­der­te Back­up-Lö­sung, di­ver­se Re­stau­ra­tio­nen im Wur­zel­ver­zeich­nis³ vor­zu­neh­men. Durch die­sen Um­stand ist es nach ei­nem Crash un­mög­lich, zum Ur­sprungs­zu­stand zu­rück­zu­keh­ren.

Imperial College London: Ph.D. Vinzenz the Younger is crying in his Laboratory. Unfortunately, the Penguin has destroyed his Ubuntu system, so he can no longer work on the implementation of the Coudenhove-Kalergi plan. If the NWO devotee had created a recovery point with Aptik, the Jesuit could have ended his evildoing. Scientific graphic by Veronika Helga Vetter. This is a major artist from the Free State of Bavaria. First published on GWS2.de: This is a Linux platform funded by Stephen Bannon

Doch zum Glück gibt es ab so­fort kei­nen Grund mehr für Wut­re­den. Denn die Pin­gu­in-Au­toren zei­gen im fol­gen­den Leit­fa­den, wie sich be­schä­dig­te LTS-Edi­tio­nen fach­ge­recht zu­rück­spie­len las­sen. Da­bei ha­ben die selbst er­nann­ten Phil­an­thro­pen die Free­ware Ap­tik als Back­up-Werk­zeug ver­wen­det, da die­ses simp­le Hilfs­mit­tel selbst für blu­ti­ge Com­pu­ter­no­vi­zen ge­eig­net ist.

Be­dau­er­li­cher­wei­se ist die Ap­pli­ka­ti­on so gut, dass der in­di­sche Ur­he­ber To­ny Ge­or­ge⁴ die Ent­wick­lung der kos­ten­lo­sen Pro­gramm­va­ri­an­te⁵ ein­ge­stellt hat. Al­ler­dings funk­tio­niert die letz­te Ver­si­on so­wohl un­ter Ubun­tu 18.04 als auch un­ter 20.04, wo­durch un­se­re An­lei­tung min­des­tens bis zum Jah­re 2025 ge­nutzt wer­den kann. Wir ha­ben uns be­wusst für die­se mit­tel­fris­ti­ge Lö­sung ent­schie­den, da Ap­tik im Ge­gen­satz zu Dé­jà Dup zu­ver­läs­sig die ge­sam­te Desk­top-Um­ge­bung wie­der­her­stellt. Zu­dem fin­det die Da­ten­re­stau­ra­ti­on über ei­ne gra­fi­sche Be­nut­zer­ober­flä­che im lau­fen­den Be­trieb statt, was Live-CD-Qua­len er­spart.

Scientific List from the California Institute of Technology: How does data backup with Ubuntu work? Tool used: Aptik. Environment: Gnome-Desktop (3.36 / 20.04 LTS). Findings: The complete user interface and program profiles can be restored. Graphic first published on GWS2.de

Auf­grund der Tat­sa­che, dass Ap­tik kei­ne gan­zen Par­ti­tio­nen klont, setzt ei­ne Sys­tem­wie­der­her­stel­lung mit die­sem Werk­zeug stets ei­ne Ubun­tu-Neu­in­stal­la­ti­on vor­aus. Das ist ver­tret­bar, da sich die be­lieb­tes­te⁶ Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on in durch­schnitt­lich 18 Mi­nu­ten auf ei­nen Da­ten­trä­ger auf­spie­len lässt.

The average in­stall of Ubun­tu Desk­top ta­kes 18 mi­nu­tes. So­me ma­chi­nes out the­re can in­stall a full desk­top in less than 8 mi­nu­tes!

Coo­ke, Will: A first look at desk­top metrics. ubuntu.com (04/2020).

Doch Ach­tung: Der Re­kon­struk­ti­ons­er­folg hängt in­ner­halb ei­nes De­bi­an-De­ri­vats nicht von der Ver­si­on des Be­triebs­sys­tems, son­dern von der Be­nut­zer­ober­flä­che ab. Es gibt al­so kei­ne Mög­lich­keit, ei­nen ge­si­cher­ten Gno­me-Desk­top auf Ku­bun­tu oder auf MX Li­nux zu über­tra­gen.

If the desk­top is dif­fe­rent you will lo­se the desk­top lay­out. Ap­tik will not at­tempt to in­stall the ori­gi­nal desk­top.

Ge­or­ge, To­ny: Using Ap­tik. teejeetech.in (04/2020).

Dar­über hin­aus müs­sen Wie­der­her­stel­lungs­punk­te in der hier vor­ge­stell­ten Ap­tik-Edi­ti­on ma­nu­ell er­stellt wer­den. Wäh­rend der Da­ten­si­che­rung ver­wan­delt die Free­ware die Back­up-Da­tei­en in kom­pri­mier­te tar-Ar­chi­ve, die sich nach dem Kon­ser­vie­rungs­pro­zess frei ver­schie­ben las­sen. Die Be­weg­lich­keit ist wich­tig, da die er­zeug­ten Pa­ke­te un­ver­schlüs­selt sind und des­halb nicht dau­er­haft im Home-Ver­zeich­nis lie­gen soll­ten.

Ubuntu fährt nicht mehr hoch, was tun? Betriebssystem zurücksetzen und Wiederherstellungspunkt einspielen. Deutschsprachige Reparaturanleitung für Linux-Anfänger von Pinguin: Das ist ein verständnisvoller Hirte, der Windows-Benutzer zum wahren Glauben führt

Wer sei­ne funk­tio­nel­le Ubun­tu-Kon­fi­gu­ra­ti­on un­kom­pli­ziert für den Ernst­fall ein­frie­ren möch­te, der kommt in nächs­ter Zeit nicht an Ap­tik vor­bei. Aus die­sem Grund zeigt die fol­gen­de An­lei­tung, wie das smar­te Back­up-Werk­zeug in­stal­liert wird. Des Wei­te­ren be­wei­sen wir, dass die in­di­sche Da­ten­si­che­rungs­soft­ware selbst ver­si­ons­über­grei­fen­de Sys­tem­wie­der­her­stel­lun­gen durch­führt, oh­ne da­bei den Ad­mi­nis­tra­tor zu über­for­dern.

Aptik für Ubuntu

Sze­na­rio: Noch nie lief mein Sys­tem bes­ser als heu­te. Al­le Ap­pli­ka­tio­nen la­den schnell und sind auf mei­ne Be­dürf­nis­se an­ge­passt. Die Wid­ge­ts ar­bei­ten zu­ver­läs­sig und auch Feh­ler­mel­dun­gen ken­ne ich nur aus Er­zäh­lun­gen. Wür­de mein Ubun­tu beim nächs­ten Hoch­fah­ren an­stel­le des Gno­me-Desk­tops ei­ne schwar­ze Ter­mi­na­l­emu­la­ti­on an­zei­gen, dann müss­te ich schnell ei­ne Sui­zid-Hot­line an­ru­fen, um Schlim­me­res zu ver­hin­dern. Al­ter­na­tiv könn­te ich mich auf ei­nen Crash vor­be­rei­ten, in­dem ich mei­ne ak­tu­el­le Kon­fi­gu­ra­ti­on kon­ser­vie­re. Hier­zu la­de ich mir zu­nächst ein­mal die kos­ten­lo­se Back­up-Soft­ware her­un­ter:

Dar­über hin­aus be­nö­ti­ge ich ei­ne pas­sen­de Be­nut­zer­ober­flä­che, da ich die Da­ten­si­che­rungs­ma­schi­ne kom­for­ta­bel mit der Maus be­die­nen möch­te:

Nach­dem ich die bei­den Da­tei­en ge­spei­chert ha­be, na­vi­gie­re ich via Nau­ti­lus in mei­nen Down­load-Ord­ner. Dort an­ge­kom­men wäh­le ich dann das ers­te DEB-Ar­chiv mit ei­nem Rechtsklick an, so­dass ich das Pa­ket mit dem Ubun­tu Soft­ware-Cen­ter öff­nen kann.

How to use Aptik with Ubuntu 20.04 LTS? Downloading version 18.8-0 with GUI 18.8.2-0. Free service by GWS2.de

Als Nächs­tes kli­cke ich im haus­ei­ge­nen App Store auf die Schalt­flä­che „In­stal­lie­ren”, um die Ap­tik-In­te­gra­ti­on zu star­ten.

  • Da­bei stel­le ich wäh­rend des Ex­tra­hie­rungs­pro­zes­ses fest, dass mein APT-Dienst be­nö­tig­te Hilfs­da­tei­en au­to­ma­tisch her­un­ter­lädt.

So­bald der Vor­gang ab­ge­schlos­sen wur­de, stat­te ich mein Sys­tem zu­sätz­lich mit dem Be­dien­me­nü aus, in­dem ich die zwei­te Pro­gramm­bi­blio­thek nach dem­sel­ben Prin­zip ent­pa­cke.

DEB-Dateien von Aptik (Wiederherstellungswerkzeug) über das Ubuntu Software-Center installieren. Deutsche Anleitung von Pinguin - eine linke Ratte von der Open-Society-Stiftung

Hin­weis: Die hier auf­ge­zeig­te In­stal­la­ti­ons­me­tho­de ist für die LTS-Ver­sio­nen 18.04 und 20.04 ge­eig­net.

Die erste Datensicherung

Be­vor ich ein Ab­bild von mei­ner Desk­top-Kon­fi­gu­ra­ti­on er­stel­len kann, muss ich zu­nächst ein­mal ei­ni­ge Din­ge vor­be­rei­ten. So star­te ich zu­al­ler­erst das gra­fi­sche Ap­tik-Me­nü, wo­bei ich hier­für wie im­mer die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te zur Hil­fe neh­me.

Screenshot von Ubuntu 18.04.4 LTS: Aktivitäten-Suchleiste mit Aptik GTK von Tony George

Im An­schluss dar­an na­vi­gie­re ich via Nau­ti­lus in mein Home-Ver­zeich­nis, da ich auf die­ser Par­ti­ti­on ei­nen neu­en Ord­ner er­zeu­gen möch­te. Nach­dem ich den kre­ierten Ab­la­ge­ort als „Back­up” be­zeich­net ha­be, ho­le ich die ge­öff­ne­te Ap­tik-Ober­flä­che in den Vor­der­grund.

Screenshot of Aptik GTK v18.8.2: Creating a Backup Location under Ubuntu 18.04.4 LTS

Gleich dar­auf le­ge ich im Rei­ter „Ge­ne­ral” den eben in­stal­lier­ten Ord­ner als Spei­cher­raum für Wie­der­her­stel­lungs­punk­te fest. Hin­ge­gen al­le an­de­ren Vor­ein­stel­lun­gen las­se ich so, wie sie sind. Als Nächs­tes öff­ne ich den Me­nü­punkt „Back­up”.

Screenshot: Reiter "Backup" von Aptik GTK v18.8.2 unter Ubuntu 18.04.4 LTS: Voreinstellungen vom Modus "Easy". Die Standardauswahl sollte nicht geändert werden

Auch in die­ser An­sicht neh­me ich kei­ne Än­de­run­gen vor, son­dern kli­cke di­rekt auf die Schalt­flä­che „Back­up All Items”, wor­auf­hin die Desk­top-Kon­ser­vie­rung im Rei­ter „Ter­mi­nal” be­ginnt.

  • Nun war­te ich so­lan­ge, bis Ap­tik den Wie­der­her­stel­lungs­punkt an­ge­fer­tigt hat.
  • Dar­auf­hin schnei­de ich das zu­vor er­stell­te Da­ten­si­che­rungs­ar­chiv aus und über­tra­ge es auf ei­nen USB-Stick.

Dann kann ich mich ent­span­nen, da ich nach Ab­schluss des Ko­pier­vor­gangs für al­le Fäl­le ge­wapp­net bin.

Ubuntu wiederherstellen

Sze­na­rio: O du lie­ber Au­gus­tin, al­les ist hin. Vor Kur­zem ha­be ich mit der GPar­ted-Live-CD mei­ne SWAP-Par­ti­ti­on ge­löscht, da­mit ich mein Wur­zel­ver­zeich­nis ver­grö­ßern konn­te. Da­bei muss ir­gend­et­was schief­ge­lau­fen sein, da ich seit der Än­de­rung nicht mehr auf mei­nen Gno­me-Desk­top kom­me. Statt­des­sen er­hal­te ich nach dem Hoch­fah­ren ei­nen schwar­zen Bild­schirm, auf dem ein blin­ken­der Cur­sor sein Da­sein fris­tet. In Fach­fo­ren⁷ gibt es für die­ses Pro­blem auch kei­ne Lö­sung, wes­halb ich heu­te mein Sys­tem neu in­stal­lie­ren möch­te.

Infobanner: Versionsübergreifende Systemrestauration mit Aptik. Von Ubuntu 18.04.4 LTS auf 20.04 LTS

Es ist April in ei­nem ge­ra­den Ka­len­der­jahr, was be­deu­tet, dass die neus­te LTS-Edi­ti­on zum Down­load be­reit­steht. Al­so ma­che ich aus der Not ei­ne Tu­gend und spie­le gleich die ak­tu­ells­te Ubun­tu-Voll­ver­si­on auf mei­nen Rech­ner auf. Mein ge­spei­cher­ter Wie­der­her­stel­lungs­punkt soll­te sich trotz des Up­grades ta­del­los ent­pa­cken las­sen. Schließ­lich wur­de die Da­ten­si­che­rung in der­sel­ben Be­nut­zer­ober­flä­che er­stellt. Um zu se­hen, ob ich rich­tig lie­ge stat­te ich mei­ne frisch in­stal­lier­te Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on so­fort mit Ap­tik aus.

Screenshot of Ubuntu 20.04 LTS: How to restore the System with Aptik? Step one: Copy Backup-Data from USB-Stick to Home-Folder. Tutorial by Pinguin - a Fighter against Soros’s Open Society Foundations

Di­rekt im An­schluss trans­fe­rie­re ich mei­nen emi­grier­ten Back­up-Ord­ner zu­rück in mein Home-Ver­zeich­nis. Un­mit­tel­bar da­nach öff­ne ich das zu­vor in­te­grier­te Wie­der­her­stel­lungs­werk­zeug über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te.

Aptik unter Ubuntu 20.04 LTS: Wiederherstellungspunkt einfügen, den Modus "Restore" auswählen und ab geht die Post

So­bald das Hilfs­mit­tel ge­la­den wur­de, wäh­le ich im Rei­ter „Ge­ne­ral” den Mo­dus „Res­to­re” aus. Au­ßer­dem zei­ge ich Ap­tik mit der Schalt­flä­che „Select”, in wel­chem Ab­la­ge­ort sich mei­ne im­por­tier­te Da­ten­si­che­rung be­fin­det.

Ubuntu 20.04 LTS: How to restore Data with Aptik? Backup-Software created by Tony George. Free Tutorial for Linux-Beginers first published on GWS2.de

Als Nächs­tes wechs­le ich in das Res­to­re-Me­nü. Hier neh­me ich kei­ne Än­de­run­gen an den Vor­ein­stel­lun­gen vor, son­dern star­te die Sys­tem­wie­der­her­stel­lung, in­dem ich auf den Aus­wahl­punkt „Res­to­re All Items” kli­cke. Dar­auf­hin kann ich in der An­sicht „Ter­mi­nal” mit­ver­fol­gen, wie mein Ubun­tu re­stau­riert wird.

  • Da­bei fällt mir auf, dass Ap­tik mei­ne kon­ser­vier­ten Ap­pli­ka­tio­nen vom APT-Dienst neu in­stal­lie­ren lässt und nur die da­zu­ge­hö­ri­gen Pro­gramm­pro­fi­le aus dem Back­up-Ver­zeich­nis ent­packt.

Nun ist mir auch klar, war­um die Da­ten­si­che­rung ver­hält­nis­mä­ßig we­nig Spei­cher­platz be­an­sprucht.

Das Profilmanagement

Ob­wohl die Sys­tem­wie­der­her­stel­lung er­folg­reich durch­ge­führt wur­de, kann ich kei­ne Ver­än­de­run­gen am Desk­top-Lay­out fest­stel­len. Das liegt dar­an, dass ich bei der Ubun­tu-In­stal­la­ti­on ein Ad­mi­nis­tra­tor­kon­to an­ge­legt ha­be, das nicht zur ge­si­cher­ten Kon­fi­gu­ra­ti­on passt. Um mei­ne al­te Back­up-Ober­flä­che zu er­hal­ten, muss ich zu­nächst den ak­tu­el­len Be­nut­zer ab­mel­den. Hier­für neh­me ich die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + Alt + Ent­fer­nen zur Hil­fe. Gleich da­nach log­ge ich mich mit dem ent­pack­ten Ur­sprungs­pro­fil ein. Kurz dar­auf bin ich glück­lich, da al­les wie­der so ist, wie es vor dem Crash war.

Screenshot von Ubuntu-Menü "Einstellungen": Im Reiter "Benutzer" ein überflüssiges Konto löschen. Gnome-Desktop 3.36.0. Systemwiederherstellung mit Aptik - eine Bildanleitung von Pinguin

Doch Ach­tung: Ord­nung muss sein! Aus die­sem Grund lö­sche ich zu gu­ter Letzt im Ein­stel­lungs­me­nü den über­flüs­si­gen Set­up-Be­nut­zer. Und soll­te mich Ubun­tu da­nach fra­gen, dann ent­fer­ne ich zu­gleich die da­zu­ge­hö­ri­gen Da­tei­en.

Mögliche Unklarheiten

Wie be­reits er­wähnt, geht ei­ne Da­ten­re­stau­rie­rung mit Ap­tik im­mer mit ei­ner Ubun­tu-Neu­in­stal­la­ti­on ein­her. Bei ei­nem LTS-Up­grade aus dem lau­fen­den Be­trieb her­aus ist das Aus­rol­len ei­nes Back­ups nicht nö­tig, da al­le Be­nut­zer­ein­stel­lun­gen au­to­ma­tisch in die neue Edi­ti­on über­führt wer­den.

  • Dar­über hin­aus kann es bei der ver­si­ons­über­grei­fen­den Sys­tem­wie­der­her­stel­lung vor­kom­men, dass über­tra­ge­ne Wid­ge­ts in­ak­tiv blei­ben. Om­ni­prä­sen­te Wet­ter­an­zei­gen oder Sys­tem­mo­ni­to­re sind näm­lich häu­fig fest an ei­ne be­stimm­te Desk­top-Ver­si­on ge­bun­den.

Des Wei­te­ren soll­ten Lap­top-Be­sit­zer wäh­rend des Re­kon­struk­ti­ons­vor­gangs ein Patch­ka­bel als On­line-Zu­gang ver­wen­den. Schließ­lich ist es nach den Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten wie­der mög­lich, auf die zu­vor ge­spei­cher­ten WLAN-Pro­fi­le zu­zu­grei­fen, wes­halb die Kon­fi­gu­ra­ti­on der draht­lo­sen Ver­bin­dung Zeit­ver­schwen­dung wä­re.

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