Das Ubuntu Handbuch | Anleitungen für Linux-Freunde

Einfach drucken unter Ubuntu: HP-Drucker und IPP Everywhere im Alltagstest

👨🏼‍💻 Ein Gast­ar­ti­kel von Jörg Schnei­der, aus­ge­bil­de­ter Netz­werk- und Sys­tem­ad­mi­nis­tra­tor so­wie tech­ni­scher Lei­ter ei­nes PC-Vor-Ort-Diens­tes mit Li­nux-Ex­per­ti­se.

Es herrscht die all­ge­mei­ne Mei­nung, dass Mi­cro­soft mit dem 14. Ok­to­ber 2025 ei­ne Viel­zahl von Pri­vat­nut­zern in die Li­nux-Welt ge­trie­ben ha­be. Der All­tag beim Kun­den spie­gelt die­se The­se je­doch kaum wi­der. Wer ei­nen Win­dows-10-PC be­sitzt, nutzt die­sen meist wei­ter, so­lan­ge Ap­pli­ka­tio­nen und Spie­le funk­tio­nie­ren. Ar­gu­men­tie­re ich mit er­höh­ten Mal­wa­re- und Phis­hing-Ri­si­ken, lässt sich ein Teil der Kun­den zu ei­nem In­place-Up­grade über­re­den. Der an­de­re Teil sagt sinn­ge­mäß: „So­lan­ge der ro­te Re­gen­schirm von Avi­ra ne­ben der Uhr ge­spannt ist, kann mir nichts pas­sie­ren.“ Wer wech­selt al­so im Jahr 2026 tat­säch­lich zu Li­nux? Aus mei­ner Er­fah­rung sind es vor al­lem Nut­zer, bei de­nen noch Win­dows 7 oder Win­dows 8.1 läuft – und das sind weit­aus mehr, als man denkt. Die­se Men­schen ru­fen auch nicht an und sa­gen: „Kön­nen Sie mir Ubun­tu in­stal­lie­ren?“, son­dern: „Mein Pro­gramm XYZ geht nicht mehr, ich brau­che Win­dows 11.“ Vor Ort fin­de ich dann Lap­tops oder Desk­top-PCs vor, die 2012 bei Sa­turn ge­kauft wur­den.

Das Foto zeigt einen eingeschalteten HP OfficeJet 200 Mobile Printer, der zentral in einer weißen Fotobox platziert ist. Die gleichmäßig ausgeleuchtete Umgebung sorgt für einen neutralen, schattenfreien Hintergrund und lenkt den Blick vollständig auf das Gerät. Durch die weiße Umrahmung entsteht eine klare, reduzierte Bildkomposition, die den mobilen Drucker als zentrales Objekt in den Fokus rückt. Der Drucker selbst ist in klassischem Schwarz gehalten und hebt sich deutlich vom hellen Hintergrund ab. Das aufgestellte Bedienfeld ist aktiviert, das integrierte Display leuchtet und zeigt den Startbildschirm mit dem Menüpunkt „Einrichtung“. Dadurch wird unmittelbar vermittelt, dass sich das Gerät im betriebsbereiten Zustand befindet und ohne weitere Vorbereitung genutzt werden kann. Die vordere Papierzufuhrklappe ist geöffnet, und im Inneren liegt bereits weißes Druckerpapier eingelegt bereit. Diese geöffnete Konfiguration unterstreicht den praktischen Einsatzcharakter des Geräts und signalisiert, dass der Drucker unmittelbar einsatzfähig ist. Gleichzeitig wird die einfache Handhabung des mobilen Modells visuell nachvollziehbar dargestellt. Als akkubetriebener Drucker ist der HP OfficeJet 200 besonders für den mobilen Einsatz konzipiert. Diese Eigenschaft wird durch die aufgeräumte, minimalistische Inszenierung in der Fotobox bewusst hervorgehoben. Das Gerät wirkt dadurch unabhängig, kompakt und flexibel einsetzbar – sowohl im professionellen Umfeld als auch im privaten Alltag. Über die gesamte Aufnahme liegt ein dezenter Vintage-Filter, der dem Bild einen leicht gelblichen, warmen Farbton verleiht. Trotz des klar technischen Motivs entsteht dadurch eine angenehme, einladende Bildwirkung. Die Kombination aus moderner Hardware und warmer Farbgebung vermittelt bewusst eine Brücke zwischen Technik und Alltagstauglichkeit. Der Drucker erscheint nicht als nüchternes Arbeitsgerät, sondern als zugängliches, benutzerfreundliches Werkzeug. Die Bildästhetik hebt sich damit bewusst von klassischen, steril wirkenden Produktfotos ab und unterstreicht den praxisorientierten Charakter des Artikels. Das Foto transportiert nicht nur technische Information, sondern auch eine emotionale Komponente: Zuverlässigkeit, Einfachheit und Vertrauen in die Technik. Als Urheber wird angegeben: Foto: Sascha Vetter, Ubuntu-Blogger seit 2013. Zuerst veröffentlicht auf GWS2.de (02/2026)

Stolz wer­den mir die Kauf­be­le­ge prä­sen­tiert: „Der hat mal 1.200 Eu­ro ge­kos­tet und bis­her im­mer ta­del­los funk­tio­niert.“ Na­tür­lich könn­te ich Win­dows 11 auf so ei­ne Kis­te prü­geln und der rö­deln­den HDD bei der In­stal­la­ti­on den Rest ge­ben. Doch mei­ne Ser­vice­zeit kos­tet Geld – und das ist es den Kun­den meist nicht wert.

  • „Ein neu­er ge­brauch­ter PC? War­um denn? Der funk­tio­niert ja noch!“

ℹ️ Für Men­schen oh­ne IT-Af­fi­ni­tät ha­ben Com­pu­ter ei­nen emo­tio­na­len Wert. An­ders als bei ei­nem Au­to in­ves­tie­ren vie­le je­doch nur un­gern in ih­ren elek­tro­ni­schen Freund – ob­wohl die­ser oft tau­sen­de Stun­den wert­vol­le Diens­te ge­leis­tet hat.

Die Lö­sung sol­cher Fäl­le liegt häu­fig in Ubun­tu oder Li­nux Mint. Doch wie heißt es so schön: „Die Lö­sung ei­nes Pro­blems ist oft ein neu­es Pro­blem.“ Er­staun­li­cher­wei­se ha­ben Win­dows-Um­stei­ger kaum Be­rüh­rungs­ängs­te mit Libre­Of­fice, Thun­der­bird oder Fire­fox. Der al­te Dru­cker hin­ge­gen soll auf je­den Fall wei­ter funk­tio­nie­ren.

Das Foto zeigt erneut den HP OfficeJet 200 Mobile Printer, diesmal mit einem klaren Fokus auf die kompakte Bauform und die Alltagstauglichkeit des mobilen Tintenstrahldruckers. Das Gerät ist vollständig geschlossen und ausgeschaltet. Sämtliche Klappen und Abdeckungen sind eingefahren, wodurch das schlanke, transportfähige Gesamtprofil sichtbar wird. Der Drucker ist leicht schräg zum Betrachter positioniert und präsentiert dadurch seine vollständige Seitenansicht. Diese Perspektive hebt das durchgängige schwarze Gehäuse sowie die abgerundeten Kanten und Ecken hervor, die dem Gerät ein modernes, zugleich robustes Erscheinungsbild verleihen. Das Design wirkt bewusst unaufdringlich und funktional, was den mobilen Einsatzzweck unterstreicht. Durch die geschlossene Darstellung wird die Handlichkeit des Modells in den Mittelpunkt gerückt. In dieser Konfiguration erinnert der Drucker eher an ein kompaktes Notebook-Zubehör als an ein klassisches Bürogerät. Die geringe Bauhöhe, das moderate Gewicht und die klaren Linien verdeutlichen, dass der HP OfficeJet 200 problemlos in einen Rucksack oder eine Laptoptasche passt und für den mobilen Einsatz konzipiert wurde. Technisch handelt es sich um einen A4-Tintenstrahldrucker mit integrierter WLAN-Funktion im 2,4-GHz-Band. Dadurch kann das Gerät flexibel über einen mobilen Hotspot, ein Smartphone-Tethering oder ein lokales Netzwerk betrieben werden. Alternativ ist auch der direkte Anschluss per USB möglich, was insbesondere unterwegs ohne verfügbare Funkverbindung von Vorteil ist. In Verbindung mit IPP Everywhere ist der Drucker sofort einsatzbereit, ohne dass auf dem Endgerät Treiber installiert werden müssen. Diese Eigenschaft macht ihn besonders attraktiv für wechselnde Arbeitsumgebungen, temporäre Arbeitsplätze und den mobilen Einsatz im Kundenumfeld. Wie beim vorherigen Motiv liegt auch über dieser Aufnahme ein dezenter Vintage-Filter, der dem Bild einen leicht warmen, gelblichen Farbton verleiht. Dadurch entsteht trotz des technischen Motivs eine harmonische, einladende Bildwirkung. Die Kombination aus klarer Produktdarstellung und warmer Farbgebung vermittelt Verlässlichkeit, Alltagstauglichkeit und Benutzerfreundlichkeit. Auch dieses Foto unterstreicht damit nicht nur die technischen Eigenschaften des Geräts, sondern transportiert bewusst den praktischen Nutzen im realen Einsatz: mobil, unkompliziert, robust und jederzeit einsatzbereit. Als Urheber wird angegeben: Foto: Sascha Vetter, Ubuntu-Blogger seit 2013. GWS2.de (02/2026)

Da­bei han­delt es sich meist um ei­nen Ca­non-Tin­ten­strah­ler von 2014, der einst von ei­ner Markt­kauf-Pa­let­te ge­nom­men wur­de und heu­te ei­nen Zeit­wert von null Eu­ro be­sitzt. Manch­mal taucht auch ein Schwarz-Weiß-La­ser­dru­cker von Sam­sung auf, auf dem be­reits 1997 das Tes­ta­ment der Oma aus­ge­druckt wur­de.

  • Dass sol­che Ge­rä­te mit mo­der­nen Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen nicht funk­tio­nie­ren, ver­su­che ich dann zu er­klä­ren.

  • „Was wür­den Sie emp­feh­len? Ich ha­be eh schon mit ei­nem HP-Dru­cker ge­lieb­äu­gelt. Die gibt es güns­tig im Me­dia­Markt, und das ist ja ei­ne gu­te Mar­ke“, hö­re ich häu­fig.

HP-Dru­cker funk­tio­nie­ren un­ter Ubun­tu & Co. in der Re­gel zu­ver­läs­sig – dank HPLIP auch äl­te­re Mo­del­le. Al­ler­dings soll­te man bei der An­schaf­fung ge­nau auf die Mo­dell­be­zeich­nung ach­ten: Ein klei­nes „e“ am En­de steht meist für cloud­ba­sier­te Abo-Funk­tio­nen. Kurz­um: ge­rin­ge An­schaf­fungs­kos­ten – ho­he Fol­ge­kos­ten.

  • „Al­so soll ich für mein neu­es Li­nux-Sys­tem ei­nen HP-Dru­cker kau­fen?“, wer­de ich in sol­chen Ge­sprä­chen häu­fig ge­fragt.
  • „Sie kön­nen kau­fen, was Sie möch­ten – so­lan­ge das Ge­rät IPP Ever­y­whe­re un­ter­stützt. Das ist bei mo­der­nen Mo­del­len von Brot­her und HP der Fall.“

Als pro­fes­sio­nel­ler IT-Dienst­leis­ter ha­be ich bei Kun­den­ter­mi­nen grund­sätz­lich ei­nen Ubun­tu-Lap­top so­wie mei­nen HP Of­fice­Jet 200 Mo­bi­le Prin­ter da­bei.

Der Screenshot zeigt die Druckerverwaltung von Ubuntu 24.04.3 LTS in der Standardkonfiguration mit CUPS 2.4.7, wie sie unmittelbar nach der Installation ausgeliefert wird. Abgebildet ist ein per USB angeschlossener HP OfficeJet 200 Mobile Printer, der vom System automatisch erkannt und ohne manuelle Treiberinstallation eingerichtet wurde. Die Oberfläche stammt aus dem GNOME-Kontrollzentrum und dient als grafisches Frontend für den CUPS-Druckdienst. Im oberen Bereich ist das Detailfenster des Druckers mit der Bezeichnung. HP_OfficeJet_200_Mobile_Series_C7C0DB_USB“ zu sehen. Dieser automatisch generierte Name setzt sich aus der Modellbezeichnung, einer gerätespezifischen Kennung sowie der Anschlussart zusammen und dient CUPS als interne Warteschlangenbezeichnung. Als Standort ist „LOCAL“ eingetragen, was eine rein organisatorische Funktion hat und keinen Einfluss auf die technische Konfiguration besitzt. Besonders aufschlussreich ist die angezeigte Geräteadresse „HP OfficeJet 200 Mobile Series [C7C0DB] (USB)._ipp._tcp.local“. Sie verdeutlicht, dass der Drucker trotz USB-Verbindung als IPP-Netzwerkdienst angesprochen wird. Über IPP-over-USB stellt das Gerät seine Druckfunktionen per Internet Printing Protocol zur Verfügung und wird über mDNS beziehungsweise Avahi automatisch im System bekannt gemacht. Der Drucker emuliert damit aus Sicht des Betriebssystems einen Netzwerkdrucker, was die Grundlage für das treiberlose Drucken nach dem IPP-Everywhere-Standard bildet. Als verwendeter Treiber wird lediglich „HP OfficeJet 200 Mobile Series“ angezeigt. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen herstellerspezifischen Treiber mit PPD-Datei, sondern um eine von CUPS dynamisch erzeugte virtuelle Warteschlange. Die notwendigen Druckparameter wie unterstützte Formate, Auflösung, Duplex-Fähigkeit und Farbräume werden direkt vom Gerät über IPP-Attribute bereitgestellt und von CUPS zur Laufzeit ausgewertet. Die darunter angebotenen Optionen zur manuellen Treiberwahl oder PPD-Installation sind vorhanden, werden in diesem Fall jedoch nicht benötigt, da das Gerät vollständig driverless betrieben wird. Im unteren Bereich des Screenshots ist die Übersicht der eingerichteten Drucker zu sehen. Dort erscheint derselbe Drucker mit verkürztem Namen, ergänzt durch die automatisch erkannte Modellbezeichnung „HP OfficeJet 200 Mobile Series“. Der Status wird mit „Bereit“ angezeigt, was signalisiert, dass der CUPS-Dienst aktiv ist, der Drucker erreichbar ist, der IPP-Endpunkt korrekt antwortet und keine Störungen in der Warteschlange vorliegen. Zusätzlich wird angezeigt, dass aktuell keine Druckaufträge anstehen. Insgesamt dokumentiert der Screenshot exemplarisch die moderne Druckerintegration unter Ubuntu 24.04.3 LTS: Ein mobiler USB-Drucker wird automatisch erkannt, über IPP eingebunden und ohne proprietäre Treiber sofort betriebsbereit gemacht. Die gesamte Konfiguration basiert auf offenen Standards und dynamischer Geräteerkennung, wodurch klassische Treiberpakete und manuelle Einrichtungsschritte vollständig entfallen. Damit veranschaulicht die Aufnahme praxisnah, wie „Driverless Printing“ mit CUPS und IPP Everywhere im Alltag zuverlässig funktioniert. Computerheld Linz - Jörg Schneider - Februar 2026

Mit die­sem ak­ku­be­trie­be­nen Dru­cker kann ich mei­nen Kun­den di­rekt vor Ort de­mons­trie­ren, wie mo­der­ne Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen dank IPP Ever­y­whe­re voll­stän­dig trei­ber­los dru­cken.

ℹ️ IPP Ever­y­whe­re ist ein seit 2016 stan­dar­di­sier­tes Dri­ver­less-Prin­ting-Pro­fil auf Ba­sis von IPP. Der Dru­cker stellt sei­ne Fä­hig­kei­ten über Get-Printer-Attributes selbst für CUPS be­reit. Un­ter­stützt wer­den un­ter an­de­rem PDF/PWG-Ras­ter, Auf­lö­sung, Du­plex­be­trieb und Farb­räu­me, voll­stän­dig oh­ne PPD-Da­tei­en oder her­stel­ler­spe­zi­fi­sche Trei­ber.

Mo­der­ne Dru­cker be­nö­ti­gen un­ter Ubun­tu heu­te in der Re­gel kei­ne auf­wen­di­ge Trei­ber­instal­la­ti­on mehr. So­bald ein Ge­rät per USB oder über das Netz­werk ver­bun­den wird, mel­det es sich sinn­ge­mäß:

  • „Hal­lo, ich bin ein Dru­cker.“

Der Li­nux-Druck­ser­ver CUPS ant­wor­tet dar­auf über IPP:

  • „Hal­lo Dru­cker, wie heißt du und was kannst du?“

An­schlie­ßend über­mit­telt das Ge­rät sei­ne tech­ni­schen Ei­gen­schaf­ten. Auf die­ser Ba­sis er­stellt CUPS au­to­ma­tisch ei­nen Trei­ber, der in der Re­gel nur tem­po­rär im Ar­beits­spei­cher exis­tiert. Möch­te der Be­nut­zer bei­spiels­wei­se ei­ne PDF-Da­tei aus­dru­cken, durch­läuft der Druck­auf­trag fol­gen­de Ver­ar­bei­tungs­ket­te:

Ap­pli­ka­ti­on → PDF → CUPS → IPP Ever­y­whe­re → Dru­cker

Be­trach­tet man die Kon­fi­gu­ra­ti­on di­rekt im CUPS-Web­in­ter­face, lässt sich gut nach­voll­zie­hen, wie Ubun­tu den an­ge­schlos­se­nen Dru­cker ein­ge­bun­den hat.

HP Of­fice­Jet 200 Mo­bi­le Se­ries [C7C0DB] (USB)._ipp._tcp.local

Der vor­de­re Teil stellt den au­to­ma­tisch ge­ne­rier­ten CUPS-Dru­cker­na­men dar. Der hin­te­re Ab­schnitt ver­deut­licht, dass das per USB an­ge­schlos­se­ne Ge­rät als IPP-Netz­werk­dru­cker emu­liert wird, um das In­ter­net Prin­ting Pro­to­col nut­zen zu kön­nen.

Der Screenshot zeigt die webbasierte Verwaltungsoberfläche von CUPS, aufgerufen über die lokale Adresse http://localhost:631, wie sie unter Ubuntu 24.04.3 LTS mit der standardmäßig installierten Version CUPS 2.4.7 bereitgestellt wird. Dargestellt ist die Druckerübersicht innerhalb des Administrationsbereichs, welche eine tabellarische Auflistung aller eingerichteten Druckwarteschlangen enthält. In der Tabelle sind mehrere Spalten sichtbar, darunter „Beschreibung“, „Ort“ sowie „Hersteller und Modell“. In der Spalte „Beschreibung“ erscheint der automatisch vergebene Name „HP_OfficeJet_200_Mobile_Series…“, der aus der Modellbezeichnung und einer gerätespezifischen Kennung abgeleitet wurde und intern als Queue-Identifier dient. Diese Bezeichnung entspricht der zuvor in der grafischen Druckerverwaltung angelegten Warteschlange und stellt die zentrale Referenz für alle Druckaufträge dar. In der Spalte „Ort“ ist der Eintrag „LOCAL“ vermerkt. Diese Angabe dient ausschließlich der organisatorischen Zuordnung und hat keinen Einfluss auf die technische Kommunikation mit dem Drucker. Sie signalisiert lediglich, dass es sich um ein lokal angebundenes beziehungsweise lokal verwaltetes Gerät handelt und nicht um eine externe Netzwerkfreigabe. Besonders aufschlussreich ist die Spalte „Hersteller und Modell“, in der der Eintrag „HP Printer, driverless, 2.0.0“ angezeigt wird. Diese Bezeichnung verdeutlicht, dass der Drucker nicht über einen klassischen herstellerspezifischen Treiber oder eine statische PPD-Datei angesprochen wird, sondern über das standardisierte Driverless-Printing-Profil auf Basis von IPP Everywhere. Der Zusatz „2.0.0“ verweist auf die verwendete Protokoll- beziehungsweise Profilversion, mit der CUPS die vom Drucker bereitgestellten Fähigkeiten interpretiert. Die Anzeige „driverless“ bestätigt, dass CUPS sämtliche Druckparameter dynamisch über IPP vom Gerät abruft und daraus zur Laufzeit eine virtuelle Warteschlange erzeugt. Eigenschaften wie unterstützte Druckformate, Auflösungen, Duplex-Funktion, Farbmodi und Medienformate werden nicht lokal hinterlegt, sondern bei Bedarf direkt vom Drucker abgefragt. Dadurch entfällt die Installation und Pflege herstellerspezifischer Treiberpakete vollständig. Der Screenshot dokumentiert damit die interne Sicht von CUPS auf den eingerichteten HP OfficeJet 200: Aus Sicht des Druckservers handelt es sich um einen normkonformen IPP-Drucker, der vollständig über offene Standards integriert ist. Die Konfiguration basiert auf automatischer Erkennung, Protokollabfrage und dynamischer Profilgenerierung. Dies stellt den technischen Gegenpart zur zuvor gezeigten grafischen Einrichtung dar und belegt, dass die Driverless-Integration nicht nur oberflächlich funktioniert, sondern auch auf der CUPS-Ebene korrekt umgesetzt wurde. Insgesamt verdeutlicht die Aufnahme, dass Ubuntu den Drucker nicht als Sonderfall mit proprietärer Sonderbehandlung verwaltet, sondern als vollständig standardkonformes IPP-Gerät. Dadurch wird eine langfristig wartbare, updatefeste und distributionsunabhängige Druckkonfiguration gewährleistet, die ohne zusätzliche Softwarepakete auskommt. Das Ubuntu Handbuch 2026

Die Kenn­zeich­nung „dri­ver­less“ ver­weist auf das stan­dar­di­sier­te Dri­ver­less-Prin­ting-Pro­fil auf Ba­sis von IPP Ever­y­whe­re, bei dem sämt­li­che Druck­pa­ra­me­ter dy­na­misch vom Ge­rät be­reit­ge­stellt wer­den.

Keine Treiber nötig

Die Zei­ten, in de­nen Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen nur mit gro­ßem Auf­wand zum Dru­cken be­wegt wer­den konn­ten, sind längst vor­bei. Zu­min­dest bei Mo­del­len von HP und Brot­her gilt heu­te: An­ste­cken – fer­tig.

  • „Aber es muss doch Ein­schrän­kun­gen ge­ben, sonst wür­den die Her­stel­ler kei­ne Win­dows-Trei­ber an­bie­ten“, könn­te man nun ein­wen­den.

Die­ser Ge­dan­ke ist nicht ganz un­be­grün­det.

Das Foto zeigt den eingeschalteten HP OfficeJet 200 Mobile Printer in einer weißen Fotobox mit bewusst reduziertem Hintergrund. Im Vergleich zu den vorherigen Aufnahmen steht hier nicht die äußere Form, sondern die innere Technik des Geräts im Mittelpunkt. Durch die gleichmäßige, helle Ausleuchtung wird der Blick gezielt auf den geöffneten Patronenbereich gelenkt. Die obere Abdeckung des Druckers ist geöffnet, wodurch der automatische Wartungsmechanismus aktiviert wurde. In diesem Zustand fährt das Gerät die Druckköpfe in die Wechselposition, sodass die eingesetzten Tintenpatronen vollständig sichtbar sind. Im Inneren sind zwei HP Originalpatronen der Serie 62 eingesetzt: eine Farbpatrone mit magentafarbener Kennzeichnung sowie eine schwarze Patrone für den Monochromdruck. Beide Patronen sind sauber eingesetzt und deutlich erkennbar beschriftet, was die Wartungsfreundlichkeit des Geräts unterstreicht. Der Innenraum des Druckers wirkt ausgesprochen gepflegt und neuwertig. Es sind keine Staubrückstände, Tintenreste oder Abnutzungsspuren sichtbar, obwohl das Gerät regelmäßig im praktischen Einsatz verwendet wird. Diese optische Qualität vermittelt den Eindruck eines robusten, langlebigen Arbeitsgeräts, das nicht nur für gelegentliche Nutzung, sondern für den dauerhaften Alltagseinsatz konzipiert ist. Die Aufnahme verdeutlicht damit auch den qualitativen Anspruch des Modells. Mit einem Anschaffungspreis von über 200 Euro handelt es sich nicht um ein einfaches Einsteigergerät, sondern um ein hochwertiges mobiles Arbeitswerkzeug. Der Preis erklärt sich nicht allein durch den integrierten Akku, sondern durch die insgesamt solide Verarbeitung, die Zuverlässigkeit der Mechanik und die für den professionellen Einsatz ausgelegte Konstruktion. Der Drucker erscheint hier bewusst nicht als günstiges Verbrauchsprodukt, sondern als langfristig nutzbares Arbeitsmittel. Besonders gut sichtbar ist die hochgeklappte Abdeckung mit der integrierten Bedienanleitung auf der Innenseite. Dort sind in Form von Piktogrammen die einzelnen Schritte zum Patronenwechsel dargestellt. Der Vorgang ist auf drei klar verständliche Schritte reduziert und kann ohne technisches Vorwissen durchgeführt werden. Diese visuelle Anleitung macht deutlich, dass Wartungsarbeiten bewusst niedrigschwellig gestaltet wurden und auch von technisch wenig versierten Anwendern problemlos bewältigt werden können. Wie bei den übrigen Aufnahmen liegt auch über diesem Foto ein dezenter Vintage-Filter, der dem Bild einen leicht warmen, gelblichen Farbton verleiht. Dadurch entsteht trotz des technischen Innenlebens eine angenehme, einladende Atmosphäre. Die Kombination aus sichtbarer Mechanik, sauberer Verarbeitung und warmer Farbgebung verbindet Technik und Alltag auf harmonische Weise. Insgesamt transportiert die Aufnahme die zentrale Aussage des gesamten Artikels: Der HP OfficeJet 200 ist kein fragiles Konsumgerät, sondern ein zuverlässiges, wartungsfreundliches und hochwertiges Arbeitsinstrument. Er ist für den täglichen Einsatz konzipiert, robust genug für den mobilen Betrieb und gleichzeitig einfach genug in der Handhabung, um auch ohne technische Vorkenntnisse sicher genutzt zu werden. Als Urheber wird angegeben: Foto: Sascha Vetter, Ubuntu-Blogger seit 2013. GWS2.de (02/2026)

Bei mei­nem HP Of­fice­Jet 200 Mo­bi­le Prin­ter muss ich bei­spiels­wei­se auf die An­zei­ge des Tin­ten­füll­stands ver­zich­ten, da das CUPS-Web­in­ter­face die­se In­for­ma­ti­on nicht be­reit­stellt. Ver­mut­lich wä­re hier­für der Ein­satz von HPLIP not­wen­dig. Auch Firm­ware-Up­dates las­sen sich nicht di­rekt vom PC aus durch­füh­ren, son­dern müs­sen am Ge­rät selbst an­ge­sto­ßen wer­den. Im All­tag spielt das je­doch kaum ei­ne Rol­le, da ich die Druck­ein­stel­lun­gen be­quem über die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + D vor­neh­me.

Der Screenshot zeigt den systemweiten Druckdialog von Ubuntu, wie er beim Drucken einer PDF-Datei aus Firefox Version 147 über die Tastenkombination Strg + D aufgerufen wird. Die Darstellung stammt aus der GTK-basierten Druckschnittstelle, die als einheitliches Frontend für Anwendungen und den CUPS-Druckdienst fungiert. Sie stellt die zentrale Benutzeroberfläche für das sogenannte Application Printing unter Linux dar. Im oberen Bereich des Fensters ist der Titel „Drucken“ sichtbar, ergänzt durch die Angabe „1 Blatt Papier“, welche signalisiert, dass das aktuell geöffnete Dokument aus einer einzelnen Seite besteht. Direkt darunter befindet sich das Auswahlfeld „Ziel“, in dem der konfigurierte Drucker „HP_OfficeJet_200_…“ ausgewählt ist. Dabei handelt es sich um die zuvor eingerichtete, driverless betriebene CUPS-Warteschlange des mobilen HP OfficeJet 200. Die Einbindung erfolgt über IPP Everywhere, ohne dass herstellerspezifische Treiber installiert wurden. Unterhalb der Druckerauswahl befindet sich der Bereich „Kopien“, in dem die Anzahl der Ausdrucke eingestellt werden kann. Im dargestellten Zustand ist eine einzelne Kopie konfiguriert. Darauf folgt der Abschnitt „Seiten“, der aktuell auf „Alle“ gesetzt ist und damit den vollständigen Ausdruck des Dokuments vorsieht. Alternativ könnten hier einzelne Seitenbereiche oder benutzerdefinierte Seitenfolgen definiert werden. Der nächste Eintrag betrifft den „Farbmodus“. Dieser ist auf „Farbe“ eingestellt, was bedeutet, dass der Druckauftrag in voller Farbdarstellung an den Drucker übertragen wird. Diese Option wird dynamisch vom Gerät über IPP bereitgestellt und von CUPS automatisch in den Dialog integriert. Sie belegt, dass der Drucker seine Farb- und Medienfähigkeiten korrekt an das System meldet. Im unteren Bereich ist der Abschnitt „Weniger Einstellungen“ sichtbar, der standardmäßig eingeklappt ist. Darunter wird exemplarisch die Option „Papiergröße“ angezeigt, welche aktuell auf „A4“ gesetzt ist. Diese Voreinstellung entspricht dem in Mitteleuropa üblichen Standardformat und wird entweder vom System oder vom Druckerprofil übernommen. Weitere Detailoptionen wie Ränder, Skalierung, Duplexbetrieb oder Auflösung sind in diesem Bereich bei Bedarf ebenfalls verfügbar. Auffällig ist, dass der gesamte Dialog ohne sichtbare herstellerspezifische Erweiterungen auskommt. Es werden ausschließlich generische, standardisierte Druckoptionen angezeigt, die von CUPS und dem IPP-Everywhere-Profil bereitgestellt werden. Dies verdeutlicht, dass Firefox den Druckauftrag vollständig über die systemweite Druckinfrastruktur abwickelt und keine eigene Rendering- oder Treiberlogik implementiert. Der Screenshot dokumentiert damit exemplarisch den praktischen Nutzen von driverlosem Drucken unter Linux: Eine PDF-Datei kann direkt aus einer Anwendung heraus über eine einheitliche Oberfläche gedruckt werden, ohne dass zusätzliche Treiber, Konfigurationswerkzeuge oder proprietäre Erweiterungen erforderlich sind. Die Kommunikation zwischen Anwendung, CUPS und Drucker erfolgt vollständig standardkonform über IPP, wobei alle relevanten Parameter automatisch ausgehandelt werden. Insgesamt zeigt die Aufnahme, wie nahtlos sich moderne Drucker in den Linux-Desktop integrieren lassen. Der Benutzer interagiert ausschließlich mit einer klar strukturierten, stabilen Oberfläche, während die komplexe Protokoll- und Gerätekommunikation vollständig im Hintergrund abläuft. Der Druckvorgang wird dadurch auf ein Minimum an Bedienaufwand reduziert und entspricht in seiner Einfachheit heutigen Plug-and-Play-Erwartungen. GWS2.de

Für HP DeskJet oder Of­fice­Jet Mo­del­le - al­so die, bei de­nen das Pa­pier kei­nen ei­ge­nen Schacht hat - wür­de ich dru­cken und scan­nen stets un­kom­pli­ziert via IPP Ever­y­whe­re durch­füh­ren. Bei grö­ße­ren Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­ten macht die In­stal­la­ti­on von HPLIP ver­mut­lich Sinn, um gra­nu­la­re­re Ein­stel­lun­gen zu tref­fen und die Qua­li­ty-of-Life-Fea­tures zu nut­zen.

Der Screenshot zeigt ein grafisch aufbereitetes Systemprofil mit der Überschrift „Systemprofil-Testumgebung“ und dem Stand „02/2026“. Die Darstellung dient der dokumentierten Einordnung der im Artikel verwendeten Hard- und Softwareumgebung und fasst die relevanten technischen Rahmenbedingungen des Testsystems übersichtlich zusammen. Das Layout ist klar strukturiert und in drei logisch getrennte Bereiche untergliedert: System, Software sowie Support & Einordnung. Im oberen Bereich mit der Überschrift „System“ werden die grundlegenden Eigenschaften des eingesetzten Betriebssystems und der Hardwareumgebung aufgeführt. Als Betriebssystem ist „Ubuntu 24.04.3 LTS x86_64“ angegeben, womit sowohl die Langzeitunterstützung als auch die 64-Bit-Architektur dokumentiert werden. Darunter wird der verwendete Kernel „6.14.0-37-generic“ genannt, der die Basis für die Hardwareunterstützung und die Gerätekommunikation bildet. Als Desktop-Umgebung ist „GNOME 46.0“ ausgewiesen, was die grafische Oberfläche und die verwendeten Systemdialoge eindeutig einordnet. Ergänzend wird mit „Modell: HP OfficeJet 200“ das im Test eingesetzte Druckermodell spezifiziert, wodurch der Bezug zur praktischen Druckkonfiguration hergestellt wird. Der mittlere Abschnitt trägt die Überschrift „Software“ und beschreibt die für den Druckbetrieb relevanten Komponenten. Hier wird als Profil „IPP Everywhere“ genannt, womit explizit auf den driverlosen Druckstandard verwiesen wird, der im Artikel thematisiert wird. Zusätzlich ist „CUPS: 2.4.7 (Standard)“ aufgeführt, was verdeutlicht, dass der Druckserver in der unveränderten Version aus der Ubuntu-Standardinstallation stammt und keine nachträglichen Anpassungen oder Fremdpakete verwendet wurden. Damit wird dokumentiert, dass die gezeigte Konfiguration auf einer sauberen, unverfälschten Systembasis beruht. Der untere Bereich ist mit „Support & Einordnung“ überschrieben und ordnet die Testumgebung in einen praxisbezogenen Kontext ein. Unter „Niveau“ ist eine grafische Bewertung in Form eines Balkens dargestellt, die auf ein mittleres bis fortgeschrittenes technisches Niveau hindeutet. Dies signalisiert, dass die getestete Konfiguration sowohl für ambitionierte Privatanwender als auch für professionelle Anwender geeignet ist. Unter „Einsatz“ wird „Desktop/Laptop“ angegeben, womit klar wird, dass sich die beschriebene Umgebung nicht auf Spezialhardware oder Serverinfrastrukturen bezieht, sondern auf typische Arbeitsplatzrechner. Auf der rechten Seite des Profils befindet sich ein grafisches Logo mit einem Pinguin-Motiv und der Domain „pinguin.gws2.de“. Dieses fungiert als visuelles Markenelement und verweist auf die Herkunft des Testberichts. Das Emblem vermittelt einen technischen und gleichzeitig benutzerfreundlichen Charakter und unterstreicht den Linux-Bezug des gesamten Kontexts. Insgesamt dokumentiert der Screenshot kompakt und nachvollziehbar die vollständige Testumgebung, unter der die beschriebenen Druckfunktionen evaluiert wurden. Er schafft Transparenz hinsichtlich Betriebssystem, Kernel, Desktop-Umgebung, Druckprotokoll und CUPS-Version und ermöglicht es Lesern, die Ergebnisse technisch einzuordnen und bei Bedarf auf einer vergleichbaren Plattform nachzustellen. Damit erfüllt die Darstellung die Funktion einer reproduzierbaren Systemreferenz und erhöht die fachliche Glaubwürdigkeit der beschriebenen Messergebnisse und Praxiserfahrungen erheblich. Das Ubuntu Handbuch

Mein Fa­zit: Je­der kann sein Sys­tem heu­te pro­blem­los auf ei­ne Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on um­stel­len. Ein ak­tu­el­les Ubun­tu auf ei­nem Rech­ner aus dem Jahr 2012 ist al­le­mal sinn­vol­ler, als mit ei­nem ver­al­te­ten Win­dows sei­ne di­gi­ta­le Iden­ti­tät leicht­fer­tig zu ris­kie­ren. Das ge­spar­te Geld in­ves­tiert man bes­ser in ei­nen zeit­ge­mä­ßen Dru­cker – und ist da­mit oh­ne tech­ni­sches Vor­wis­sen und oh­ne stän­di­ge Bas­te­lei wie­der voll ar­beits­fä­hig.

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🛠️ Über den Au­tor:
Jörg Schnei­der ist bei Com­pu­ter­held Linz tä­tig. Zu sei­nen Kun­den zäh­len Lan­des­po­li­ti­ker, Ar­chi­tek­tin­nen, Im­mo­bi­li­en­ver­wal­ter, Ro­man­au­to­ren – eben­so wie Pen­sio­nis­ten, die von der Min­dest­si­che­rung le­ben müs­sen. Er löst Pro­ble­me. Des­halb nen­nen ihn Kol­le­gen „Win­s­ton Wolf“. Bei sei­nen Kun­den ist er schlicht als „der Schnei­der“ be­kannt.

Wetter unter Ubuntu ohne Klickorgien: Typhoon im Praxistest

Das Ra­dio­pro­gramm zahl­rei­cher Pri­vat­sen­der be­steht im Kern aus Ed Sheeran, Tay­lor Swift und dem Wet­ter­be­richt. „Das war für euch, lie­be Swif­ties – jetzt schau­en wir aufs Wet­ter am heu­ti­gen Durch­start-Diens­tag!“, fa­bu­liert die Mo­de­ra­to­rin von 0815.fm. „Be­vor wir in den Feel-Good-Fri­day star­ten: Wie schaut’s ei­gent­lich mit dem Wo­chen­end­wet­ter aus, Le­na?“, fragt der im­mer gut ge­laun­te Mor­ning-Man-Mi­ke sei­ne Co-Mo­de­ra­to­rin. Schneit’s an Hei­lig­abend? Regnet’s zur Grill­fei­er? „Oh nein, mil­des Bir­ken­pol­len­wet­ter – ich brau­che wie­der Cro­mog­li­cin­säu­re“, denkt sich der All­er­gi­ker. „Ein Sau­wet­ter ist das heu­te, nicht?“, fragt der Ab­tei­lungs­lei­ter sei­ne mit Bur­ka ver­hüll­te Mit­ar­bei­te­rin, weil ihm sonst kein Ge­sprächs­the­ma ein­fällt. Au­ßer­ir­di­sche könn­ten glatt glau­ben, das Wet­ter sei ei­ne Art Gott­heit für deutsch­spra­chi­ge Men­schen. Oder wie lie­ße sich sonst er­klä­ren, dass das Por­tal wetteronline.de im Jahr 2023 auf über 700 Mil­lio­nen¹ Sei­ten­auf­ru­fe pro Mo­nat kam?

ℹ️ Durch­schnitt­lich 2,57 Mi­nu­ten Ver­weil­dau­er pro Be­such auf wetteronline.de. Ge­ne­rell zäh­len Wet­ter­diens­te im In­ter­net zu den be­lieb­tes­ten – und für Be­trei­ber lu­kra­tivs­ten – An­ge­bo­ten im Netz.

Grund­sätz­lich er­gibt es Sinn, über das Wet­ter Be­scheid zu wis­sen. Schließ­lich be­ein­flusst die Wit­te­rung na­he­zu je­den Le­bens­be­reich des Men­schen. Die In­for­ma­ti­ons­ge­win­nung ist je­doch mit er­heb­li­chen Pro­ble­men be­haf­tet.

Der Screenshot zeigt den Desktop eines Systems mit Ubuntu 24.04 LTS (inklusive aktuellem Point-Release / Service Pack) auf Basis der GNOME-Desktopumgebung in Version 46. Aktiviert ist das standardmäßige Dark Theme von Ubuntu. Als Hintergrund dient das originale, dunkle Ubuntu-Standardwallpaper der 24.04-Serie, das aus abstrakten, weich verlaufenden Formen in dunklen Violett- und Grautönen besteht.Am oberen Bildschirmrand befindet sich die GNOME-Top-Bar in dunkler Ausführung. Sie enthält links den Aktivitäten-Bereich, mittig die Uhrzeit und rechts die Systemindikatoren (Netzwerk, Audio, Energie). Die Oberfläche wirkt insgesamt minimalistisch, aufgeräumt und frei von zusätzlichen Panels oder Dock-Elementen auf dem Desktop. Rechts im oberen Bereich des Bildschirms – direkt unterhalb der Top-Bar und rechts neben der Uhr – ist das Wetter-Widget Typhoon in Version 1.3 eingeblendet. Das Widget ist dauerhaft sichtbar („Always-on-Desktop“) und nicht an ein Menü, ein Tray-Icon oder einen Klick auf die Uhr gebunden. Es ist somit ständig präsent, sobald sich der Benutzer auf dem Desktop befindet. Typhoon ist optisch vollständig an das GNOME-Dark-Design angepasst. Die Farbgebung ist zurückhaltend in Grau- und Anthrazittönen gehalten, mit heller Schrift für gute Lesbarkeit. Es sind keine grellen Akzentfarben oder Fremdstilelemente sichtbar, wodurch sich das Widget nahtlos in das native Erscheinungsbild des Systems einfügt. Innerhalb des Widgets ist als Standort Linz, Österreich, ausgewählt. Die aktuelle Temperatur beträgt 3 °C, was klar und prominent dargestellt wird. Weitere Bedienelemente oder Informationen sind dezent angeordnet und lenken nicht vom Desktop ab. Das Widget wirkt kompakt, funktional und unaufdringlich. Ein wesentliches Merkmal, das im Screenshot deutlich wird, ist die ständige Sichtbarkeit von Typhoon: Im Gegensatz zu vielen anderen Wetterlösungen unter GNOME, die erst über Menüs, Erweiterungen oder Klicks auf die Systemuhr erreichbar sind, bleibt Typhoon jederzeit im Blickfeld des Nutzers. Dadurch ist die Wetterinformation ohne Interaktion sofort verfügbar. Insgesamt vermittelt der Screenshot den Eindruck eines stabil integrierten Desktop-Widgets, das sich funktional wie visuell in die Ubuntu-Standardumgebung einfügt und den Desktop ergänzt, ohne dessen Struktur oder Bedienlogik zu verändern. Screenshot von GWS2.de (Dezember 2025)

Wet­ter-App Ty­pho­on auf Ubun­tu-Desk­top

Zum ei­nen ha­pert es an der Me­teo­ro­lo­gie selbst. Ob­wohl der Deut­sche Wet­ter­dienst be­reits seit 1966² com­pu­ter­ge­stütz­te Re­chen­mo­del­le für die Wet­ter­vor­her­sa­ge ein­setzt, wa­ren Pro­gno­sen bis zur deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung eher als kon­trol­lier­te Eso­te­rik zu be­zeich­nen.

In den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten hat die Vor­her­sa­ge er­heb­li­che Fort­schrit­te ge­macht. […] Ei­ne Fünf-Ta­ges-Pro­gno­se fal­le heu­te so ge­nau aus wie ei­ne Ein-Ta­ges-Pro­gno­se im Jahr 1980.

Kai­ser, Mir­ko: Wet­ter­vor­her­sa­ge hat sich gra­vie­rend ver­bes­sert. In: ÖKO-TEST Nr. 3 (2019), S. 117.

Die Illustration zeigt eine humorvolle, detailreiche Cartoon-Szenerie in einem Fernsehstudio, das unmissverständlich als Bühne einer klassischen Wettershow erkennbar ist. Bereits im oberen Bildbereich rahmen zwei große Studioscheinwerfer die Szene links und rechts ein. Ihr kaltes Licht fällt auf das Geschehen herab und verleiht dem Bild jene künstliche, leicht überzeichnete Atmosphäre, die man von Fernsehproduktionen kennt. Über allem schwebt als klare Überschrift der Titel „Ubuntu Typhoon“, der das Thema der Darstellung unmissverständlich einordnet. Im Mittelpunkt der Szene steht – vom Betrachter aus gesehen auf der rechten Seite – ein Pinguin, eindeutig männlich in Statur und Auftreten, jedoch bewusst und humorvoll als Wettermoderatorin inszeniert. Er trägt eine lange, blonde Perücke, deren Haarsträhnen lebendig in Bewegung geraten sind, ein enges Kleid sowie hochhackige Pumps. Diese bewusste Überzeichnung spielt augenzwinkernd auf das Klischee der perfekt gestylten, oft auffällig gekleideten Wettermoderatorinnen im Fernsehen an und setzt es mit typischer Cartoon-Ironie um. In seiner rechten Flosse hält der Pinguin einen klassischen Zeigestab, mit dem er auf eine großformatige Wetterkarte deutet. Auf dieser Karte sind deutlich die Umrisse der Bundesrepublik Deutschland zu erkennen. Die dargestellte Wetterlage ist winterlich und ungemütlich: Die Temperaturen bewegen sich zwischen 0 und 2 Grad, dichte Wolken liegen über dem Land, und Regen prägt das Bild. Zusätzlich sind Windpfeile eingezeichnet, die klar in östliche Richtung weisen – direkt auf den Pinguin zu. Der eigentliche visuelle Gag der Illustration entfaltet sich jedoch jenseits der Karte: Der Wind bleibt nicht auf das zweidimensionale Wetterdiagramm beschränkt, sondern setzt sich scheinbar real im Studio fort. Die blonde Perücke des Pinguins wird sichtbar nach Osten geweht, exakt in jene Richtung, aus der die Windpfeile auf der Karte kommen. Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Darstellung und Wirklichkeit. Vor der Wetterkarte steht ein Schreibtisch, der diese Illusion konsequent fortführt. Auf ihm liegen mehrere DIN-A4-Blätter, die vom selben Wind erfasst werden und sich bereits in Bewegung gesetzt haben. Selbst eine Kaffeetasse steht bedrohlich nahe am Rand des Tisches, leicht gekippt, als würde sie im nächsten Moment dem unsichtbaren Luftstrom folgen. Der Wind aus der Wetterkarte hat das Studio erobert – sichtbar, greifbar und absurd zugleich. Die Illustration lebt von dieser bewusst überzeichneten Logik: Wetter ist hier nicht nur Information, sondern eine Kraft, die selbst den vermeintlich geschützten Raum eines TV-Studios durcheinanderbringt. Humor, Technik-Bezug und visuelle Erzählung greifen nahtlos ineinander. Abgerundet wird das Werk durch seine Urheberschaft und Einordnung: Die Grafik wurde von Veronika Helga Vetter (Computerheld Linz), Photoshop-Künstlerin seit 2011, gestaltet. Die Erstveröffentlichung erfolgte im Dezember 2025 in Linz, Oberösterreich, im Rahmen von gws2.de, einem deutschsprachigen Ubuntu-Handbuch. Die Illustration fungiert dort als bewusst humorvolle, zugleich thematisch präzise visuelle Klammer für einen technisch fundierten Artikel rund um das Wetter-Tool Typhoon unter Ubuntu

Zum an­de­ren schei­tert es an der Wie­der­ga­be. Wet­ter-Wid­gets un­ter Ubun­tu be­sit­zen mit­un­ter ei­ne Halb­werts­zeit, die je­ner von Su­per­mark­tei­ern Kon­kur­renz macht. Im Früh­jahr 2019 wur­den auf die­ser Web­sei­te zwei Lö­sun­gen vor­ge­stellt – bei­de sind heu­te mit ho­her Wahr­schein­lich­keit be­reits ob­so­let.

Di­gi­ta­le Tem­pe­ra­tur­an­zei­gen funk­tio­nie­ren nur dann zu­ver­läs­sig, wenn sie auf ei­ne ge­pfleg­te Wet­ter­da­ten­bank zu­grei­fen kön­nen. Die Be­trei­ber sol­cher In­for­ma­ti­ons­quel­len sind zu­meist ge­winn­ori­en­tier­te Un­ter­neh­men, die zeit­lich be­fris­te­te Zu­gän­ge zu ih­ren On­line-Diens­ten ver­kau­fen.

Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Ubun­tu: Wet­ter­an­zei­ge für den Desk­top – zwei sta­bi­le Op­tio­nen. pinguin.gws2.de (12/2025).

Das Bild zeigt ein grafisch aufbereitetes Systemdatenblatt mit der Überschrift „SYSTEMPROFIL – TESTUMGEBUNG“. Die Darstellung ist im Stil eines technischen Prüf- oder Zertifizierungsdokuments gehalten, mit klaren Boxen, Icons und einer konsistenten blau-weißen Farbgebung. Rechts oben ist der Stand der Testumgebung mit „12/2025“ angegeben, was auf eine zeitlich definierte und reproduzierbare Konfiguration hinweist. Bereich „SYSTEM“ Im oberen linken Abschnitt befindet sich der Block „SYSTEM“, der grundlegende Informationen zur verwendeten Testplattform enthält. Aufgeführt sind: Betriebssystem: Ubuntu 24.04.3 LTS (x86_64) Kernel: Linux 6.14.0-37-generic Desktop: GNOME 46.0 Diese Angaben machen deutlich, dass es sich um ein Long-Term-Support-System mit klassischer x86-64-Architektur handelt, das auf dem KDE-Plasma-Desktop basiert. Die exakte Kernel- und Desktop-Versionsnummer unterstreicht den dokumentarischen Anspruch des Datenblatts. Bereich „SOFTWARE“ Darunter folgt der Abschnitt „SOFTWARE“, der die konkret getestete Anwendung einordnet. Hier sind folgende Informationen angegeben: Anwendung: Timeshift Kategorie: Systemwiederherstellung Quelle: PPA / Distribution Repository Erstveröffentlichung: 2012 Dieser Block beschreibt Timeshift eindeutig als etabliertes Werkzeug zur Systemwiederherstellung, das nicht aus einer inoffiziellen Quelle stammt, sondern aus regulären Paketquellen (Distribution Repository bzw. PPA). Die Angabe der Erstveröffentlichung unterstreicht die lange Reifezeit der Software. Bereich „SUPPORT & EINORDNUNG“ Rechts daneben befindet sich der Block „SUPPORT & EINORDNUNG“, der die Praxistauglichkeit und den Einsatzbereich bewertet: Langzeitpflege: Ja Produktionsreif: Ja Einsatz: Desktop / Notebook Dieser Abschnitt dient der schnellen Einschätzung, ob die getestete Software für den produktiven Alltag geeignet ist. Die durch Häkchen bestätigten Punkte signalisieren Stabilität, Wartbarkeit und Alltagstauglichkeit sowohl auf stationären als auch mobilen Systemen. Hinweisfeld Im unteren Bereich des Datenblatts befindet sich ein grau hinterlegtes Hinweisfeld mit dem Text: „Getestet auf obigem System. Abweichende Distributionen, Kernel oder Desktop-Umgebungen können zu anderem Verhalten führen.“ Dieses Feld macht explizit darauf aufmerksam, dass sich die Testergebnisse auf die dokumentierte Konfiguration beziehen und bei anderen Linux-Distributionen oder Desktop-Umgebungen Abweichungen möglich sind. Damit wird der technische Kontext sauber eingegrenzt. Branding / Herkunft Rechts unten ist ein Badge mit Pinguin-Motiv zu sehen, versehen mit dem Hinweis „getestet von pinguin.gws2.de“. Dieses Siegel fungiert als Herkunfts- und Qualitätskennzeichen und ordnet das Datenblatt klar dem deutschsprachigen Ubuntu-Handbuch pinguin.gws2.de zu. Gesamteindruck Insgesamt vermittelt das Datenblatt einen professionellen, prüfbaren und transparenten Eindruck. Die klare Trennung zwischen System, Software und Einordnung ermöglicht es Lesern, die Testbedingungen schnell zu erfassen und korrekt einzuordnen. Die Gestaltung orientiert sich an technischen Dokumentationen und Zertifikatsblättern, ohne überladen zu wirken. GWS2.de

Auch die Wet­ter-App Ty­pho­on wur­de kurz nach ih­rer Ver­öf­fent­li­chung im Jahr 2014 fak­tisch zur Ab­an­don­wa­re, da das In­ter­es­se des ur­sprüng­li­chen Au­tors Ar­chis­man Pa­nig­rahi er­losch. Seit Mai 2025 er­hält die Free­ware je­doch wie­der re­gel­mä­ßig Up­dates und funk­tio­niert un­ter Ubun­tu 24.04 LTS und neu­er bis­lang oh­ne er­kenn­ba­re Pro­ble­me.

ℹ️ In­sta­bi­le Wet­ter-Apps sind kein Ubun­tu-spe­zi­fi­sches Pro­blem. Auch un­ter Win­dows kommt es nach In­place-Up­grades von Win­dows 10 auf Win­dows 11 re­gel­mä­ßig zu Aus­fäl­len von Wet­ter-An­wen­dun­gen. Ur­sa­che sind in der Re­gel ge­än­der­te App-Schnitt­stel­len, neue Frame­work-Ver­sio­nen oder ent­fern­te Hin­ter­grund­diens­te.

Ubuntu Wetter

Es gibt meh­re­re Mög­lich­kei­ten, Ty­pho­on zu in­stal­lie­ren. Da es sich um ein klei­nes Desk­top-Wid­get han­delt, ist es nicht not­wen­dig, die An­wen­dung in ei­ne schwe­re Flat­pak- oder Snap-Sand­box zu pa­cken. Sinn­vol­ler ist die Nut­zung des Pri­vat­ar­chivs (PPA) des Ent­wick­lers. Ar­chis­man Pa­nig­rahi ist ein ver­trau­ens­wür­di­ges Mit­glied der Ubun­tu-Ge­mein­schaft und un­ter an­de­rem für den weit ver­brei­te­ten Bright­ness Con­trol­ler³ ver­ant­wort­lich. Die Soft­ware­bi­blio­thek kann mit fol­gen­dem Be­fehl ein­ge­bun­den wer­den:

sudo add-apt-repository ppa:apandada1/typhoon

Nach­dem die neue Pa­ket­quel­le hin­zu­ge­fügt wur­de, lässt sich die Wet­ter-An­zei­ge über den Pa­ket­ma­na­ger in­stal­lie­ren:

sudo apt-get install typhoon -y

Di­rekt im An­schluss kann die Ap­pli­ka­ti­on wie ge­wohnt über die Ubun­tu-Be­nut­zer­ober­flä­che ge­star­tet wer­den.

Der Screenshot zeigt die Aktivitätenübersicht (Activities Overview) der GNOME-Desktopumgebung unter Ubuntu 24.04 LTS. Diese Ansicht wird über einen Klick auf das Ubuntu-/Aktivitäten-Symbol in der oberen linken Ecke der GNOME-Top-Bar oder alternativ über die Super-Taste (Windows-Taste) aufgerufen. Die Aktivitätenübersicht dient als zentrale Schaltstelle für Anwendungsstart, Fenstermanagement und globale Suche. Die Oberfläche ist im Dark Theme dargestellt und fügt sich optisch in das dunkle Standarddesign von Ubuntu 24.04 ein. Der Desktop-Hintergrund ist in dieser Ansicht leicht abgedunkelt, um den Fokus auf die Such- und Anwendungsoberfläche zu lenken. Im oberen Bereich der Aktivitätenübersicht befindet sich die GNOME-Suchleiste, die eine systemweite Suche über installierte Anwendungen, Einstellungen und weitere Inhalte ermöglicht. In diese Suchleiste wurde bereits der Begriff „Typhoon“ eingegeben. Dadurch wird die Ergebnisliste dynamisch gefiltert. Als Suchergebnis wird ausschließlich die Anwendung Typhoon angezeigt. Das zugehörige Anwendungs-Icon ist klar sichtbar: ein blaues, quadratisches Symbol, das stilisiert eine Wolke, eine Sonne sowie ein Blitzsymbol kombiniert. Das Icon ist zentriert in der Ergebnisdarstellung platziert und entspricht dem typischen GNOME-Icon-Stil mit klaren Formen und reduzierter Farbpalette. Weitere Anwendungen oder Treffer sind nicht sichtbar, da der Suchbegriff eindeutig ist. Der Screenshot zeigt damit den letzten Schritt vor dem Start der Anwendung: Ein einfacher Klick auf das Typhoon-Icon genügt, um das Wetter-Widget zu starten. Zusätzliche Menüs, Kontextoptionen oder Bestätigungsdialoge sind nicht erforderlich. Der Screenshot verdeutlicht damit die nahtlose Integration von Typhoon in den GNOME-Anwendungslauncher sowie die einfache Auffindbarkeit über die systemweite GNOME-Suche. Die Bedienung folgt vollständig den GNOME-Standards und erfordert keine besonderen Vorkenntnisse oder Zusatzkonfigurationen. GWS2.de - Veronika Helga Vetter

Nach dem ers­ten Start des Desk­top-Wid­gets ist es ein­ma­lig er­for­der­lich, den ei­ge­nen Stand­ort ein­zu­ge­ben und die­sen über das Häk­chen­sym­bol zu be­stä­ti­gen. Un­mit­tel­bar da­nach zeigt Ty­pho­on das ak­tu­el­le Wet­ter so­wie ei­ne Vier-Ta­ges-Vor­schau an.

Der Screenshot zeigt eine Split-Screen-Darstellung der Anwendung Typhoon unmittelbar nach dem ersten Start. Beide Bildhälften dokumentieren aufeinanderfolgende Zustände derselben Initialkonfiguration. Linke Bildhälfte (Erstzustand nach Programmstart) Auf der linken Seite ist das Startfenster von Typhoon im Auslieferungszustand zu sehen. Die Anwendung öffnet sich zunächst als reduziertes Konfigurationsfenster, das ausschließlich der Standortfestlegung dient. Zentrale UI-Komponente ist eine Suchleiste, in die der Benutzer seinen gewünschten Ort manuell eingeben kann. Unterhalb bzw. innerhalb des Suchbereichs befindet sich alternativ die Option „Guest Location“. Diese Funktion ermittelt den Standort automatisch anhand der öffentlichen IP-Adresse des Systems. Technisch basiert diese Methode auf einer IP-Geolokalisierung, die jedoch häufig ungenau ist, da: Internetanschlüsse über zentrale Netzknoten geroutet werden, VPNs, Mobilfunknetze oder Provider-Gateways den tatsächlichen Aufenthaltsort verschleiern, der ermittelte Standort oft mehrere Kilometer vom realen Aufenthaltsort abweicht. Der Screenshot verdeutlicht damit den Zustand, in dem noch kein valider Standort ausgewählt wurde und Typhoon folgerichtig noch keine Wetterdaten anzeigt. Rechte Bildhälfte (manuelle Standortauswahl) Die rechte Seite des Split-Screens zeigt den Folgezustand nach manueller Eingabe eines Standorts. In der Suchleiste wurde der Ort „linz,at“ eingegeben. Nach der erfolgreichen Erkennung des Standorts erscheint rechts neben dem Eingabefeld ein Bestätigungssymbol in Form eines Häkchens. Dieses Häkchen signalisiert, dass: der eingegebene Standort eindeutig erkannt wurde, die zugehörigen Geokoordinaten aufgelöst werden konnten, der Standort nun zur Übernahme bereitsteht. Durch das Anklicken des Häkchens wird der Standort verbindlich gespeichert und an die Anwendung übergeben. Erst nach dieser Bestätigung wechselt Typhoon vom Konfigurationsmodus in den normalen Betriebszustand und beginnt, aktuelle Wetterdaten sowie Prognosen für den gewählten Ort abzurufen. Gesamteindruck Der Split-Screen verdeutlicht den klar strukturierten Initialisierungsprozess von Typhoon: Von der minimalistischen Standortabfrage ohne voreilige Automatik (linke Seite) bis zur präzisen, nutzerkontrollierten Standortfestlegung (rechte Seite). Die Darstellung macht nachvollziehbar, warum die manuelle Eingabe eines konkreten Orts gegenüber der IP-basierten Standortermittlung technisch vorzuziehen ist. GWS2.de - Dezember 2025

Un­kon­fi­gu­riert kann Ty­pho­on auf dem Desk­top zu­nächst wie ein Fremd­kör­per wir­ken. Es emp­fiehlt sich da­her, kurz das Zahn­rad­sym­bol zu öff­nen und Far­be so­wie Trans­pa­renz der Wet­ter­aus­ga­be an das ak­ti­ve GNO­ME-The­me an­zu­pas­sen.

Der Screenshot zeigt eine Split-Screen-Darstellung der Anwendung Typhoon unter Ubuntu 24.04 LTS mit GNOME 46 im Dark Theme. Beide Bildhälften dokumentieren den Übergang vom aktiven Betriebszustand des Widgets zur gezielten Anpassung über das Einstellungsmenü. Linke Bildhälfte (Enddarstellung nach Standortauswahl) Auf der linken Seite ist die finale Darstellung von Typhoon nach erfolgreicher Standortkonfiguration zu sehen. Als Standort ist Linz, Österreich, hinterlegt. Zum Zeitpunkt der Aufnahme herrscht klares Wetter bei einer Temperatur von 3 °C, ohne Bewölkung. Aufgrund dieser Wetterlage verwendet Typhoon standardmäßig eine kräftige blaue Farbgebung, die den klaren Himmel symbolisiert. In Kombination mit dem aktivierten Dark Theme von GNOME wirkt das Widget optisch sehr dominant und sticht deutlich vom dunklen Desktop-Hintergrund ab. Genau dieser starke Kontrast ist im Screenshot gut erkennbar und verdeutlicht den Anpassungsbedarf. Inhaltlich zeigt das Widget neben der aktuellen Temperatur zusätzlich: die Windgeschwindigkeit, die Niederschlagswahrscheinlichkeit, sowie eine Drei-Tages-Wettervorschau. Die Informationen sind kompakt, klar strukturiert und jederzeit sichtbar, da Typhoon als dauerhaft eingeblendetes Desktop-Widget arbeitet. Rechte Bildhälfte (Einstellungsmenü) Die rechte Seite des Split-Screens zeigt das Einstellungsmenü von Typhoon, das über das Zahnradsymbol innerhalb des Widgets geöffnet wird. Das Konfigurationsfenster ist funktional aufgebaut und folgt einem klaren, technisch nüchternen Layout. Im oberen Bereich befinden sich die Einheiten-Einstellungen, darunter: Auswahl der Temperatureinheit (Celsius, Fahrenheit, Kelvin), Auswahl der Einheit für die Windgeschwindigkeit (Kilometer pro Stunde oder Meilen pro Stunde). Der zentrale und wichtigste Bereich des Menüs betrifft jedoch die optische Anpassung. Hier stehen mehrere vordefinierte Farbprofile zur Verfügung, mit denen sich das Erscheinungsbild des Widgets gezielt an den Desktop-Hintergrund und das verwendete Theme anpassen lässt. Diese Presets ermöglichen eine harmonische Integration in dunkle GNOME-Desktops, ohne manuelle Farbdefinitionen. Darunter befinden sich zwei Checkboxen: Launcher Count (im Screenshot durch einen blauen Rahmen hervorgehoben), das deaktiviert ist, da die Anzeige eines numerischen Zählers am Dock-Icon keinen praktischen Nutzen bietet, Notifications, das aktiviert ist, um bei relevanten Wetteränderungen systemweite Hinweise über die GNOME-Top-Leiste zu erhalten. Zusätzlich ist ein Schieberegler zur Transparenzsteuerung vorhanden. Mit diesem lässt sich die Deckkraft des Widgets feinjustieren, sodass es sich visuell zurücknimmt und besser in den dunklen Desktop-Hintergrund einfügt. Gesamtaussage des Screenshots Der Split-Screen macht deutlich, dass Typhoon zwar funktional sofort einsatzbereit ist, die Standardfarbgebung jedoch nicht immer optimal zum verwendeten Desktop-Theme passt. Gleichzeitig zeigt der Screenshot, dass die Anwendung ausreichend und sinnvoll gestaltete Einstellungsoptionen bietet, um das Widget sowohl funktional als auch optisch präzise an die eigenen Anforderungen anzupassen. Veronika Helga Vetter (Computerheld Linz) Dezember 2025

Zu­sätz­lich ste­hen im Ein­stel­lungs­me­nü zwei Check­bo­xen zur Ver­fü­gung, von de­nen in der Pra­xis nur ei­ne sinn­voll ak­ti­viert ist.

Laun­cher Count blen­det ei­ne nu­me­ri­sche An­zei­ge am Dock-Icon ein und be­sitzt für ein dau­er­haft sicht­ba­res Wet­ter-Wid­get kei­nen prak­ti­schen Nut­zen.
No­ti­fi­ca­ti­ons ak­ti­viert de­zen­te Sys­tem­be­nach­rich­ti­gun­gen bei re­le­van­ten Wet­ter­än­de­run­gen (z. B. schnel­len Tem­pe­ra­tur­stür­zen).
Emp­feh­lung: Laun­cher Count de­ak­ti­vie­ren, No­ti­fi­ca­ti­ons ak­ti­viert las­sen.

Wetter-App automatisch starten

Nach­dem Ty­pho­on nach den Wün­schen des Be­nut­zers kon­fi­gu­riert wur­de, stellt sich die Fra­ge, ob das Desk­top-Wid­get be­reits beim Sys­tem­start au­to­ma­tisch ge­la­den wer­den soll. Hier­für kann das Ubun­tu-Bord­mit­tel „Start­pro­gram­me“ über die gra­fi­sche Be­nut­zer­ober­flä­che ge­öff­net wer­den.

Der Screenshot zeigt die grafische Benutzeroberfläche von Ubuntu 24.04 LTS mit aktiviertem Dark Theme. Im Mittelpunkt steht das Ubuntu-Bordmittel „Startprogramme“ (Startprogrammeinstellungen), das zur Verwaltung von automatisch gestarteten Anwendungen beim Systemstart dient. Im Hintergrund ist das Hauptfenster „Startprogrammeinstellungen“ zu sehen, das eine Liste bereits definierter Autostart-Einträge enthält. Dieses Fenster ist leicht abgedunkelt, da es sich nicht im Fokus befindet. Zuvor wurde in diesem Hauptfenster die Schaltfläche „Hinzufügen“ betätigt. Im Vordergrund befindet sich nun das kleinere Dialogfenster „Autostartprogramm hinzufügen“, das aktiv fokussiert ist. Dieses Dialogfenster dient zur Erstellung eines neuen Autostart-Eintrags und überlagert das Hauptfenster sichtbar, sodass beide Fenster gleichzeitig im Screenshot erkennbar sind. Innerhalb des Vordergrunddialogs wurden die Eingabefelder bereits ausgefüllt: Im Feld „Name“ ist der Eintrag „typhoon-wetter“ hinterlegt. Im Feld „Befehl“ steht der vollständige Programmpfad /usr/bin/typhoon, der das Typhoon-Wetter-Widget direkt aufruft. Im Feld „Kommentar“ wurde „wetter-app-autostart“ eingetragen, um den Zweck des Eintrags eindeutig zu kennzeichnen. Zur Hervorhebung ist hinter dem Befehl /usr/bin/typhoon ein blauer Pfeil eingeblendet, der visuell auf den Kommandoeintrag zeigt. Dieser grafische Hinweis dient dazu, den Benutzer gezielt darauf aufmerksam zu machen, dass hier der korrekte Programmpfad manuell einzutragen ist. Zusätzlich ist die Schaltfläche „Hinzufügen“ im unteren Bereich des Dialogfensters blau umrandet. Diese Markierung hebt den finalen Bestätigungsschritt hervor, mit dem der Autostart-Eintrag dauerhaft gespeichert und in die Startprogramme übernommen wird. Der Screenshot verdeutlicht damit den letzten Schritt der Autostart-Konfiguration: Vom bereits geöffneten Einstellungsdialog bis zur vollständig ausgefüllten Maske, die nur noch durch einen Klick auf „Hinzufügen“ bestätigt werden muss, um Typhoon automatisch beim Hochfahren von Ubuntu zu starten. GWS2.de - Ubuntu Handbuch Dezember 2025

Nach ei­nem Klick auf die Schalt­flä­che „Hin­zu­fü­gen“ emp­fiehlt es sich, die drei Fel­der wie folgt aus­zu­fül­len:

  • Na­me: Ty­pho­on Wet­ter
  • Be­fehl: /usr/bin/typhoon
  • Kom­men­tar: Wet­ter-App Au­to­start

Nach dem Be­stä­ti­gen der Ein­ga­ben wird Ty­pho­on au­to­ma­tisch zu­sam­men mit Ubun­tu ge­star­tet und er­scheint di­rekt an der zu­vor kon­fi­gu­rier­ten Po­si­ti­on auf dem Desk­top.

Ver­wand­te The­men:

Ubun­tu-Back­up: Desk­top & Da­ten zu­ver­läs­sig si­chern
Li­nux auf dem Lap­top: Ak­ku­lauf­zeit ge­zielt ver­bes­sern

¹Duck­stein, Bar­ba­ra: Das Wet­ter. In: Deutsch per­fekt Nr. 5 (2023). S. 13.
²Kir­sche, Uwe: In­for­ma­tio­nen zu Wet­ter und Kli­ma aus ei­ner Hand. interschutz.de (PDF) (12/2025).
³Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Ubun­tu: Bild­schirm dunk­ler ma­chen - Blau­licht­fil­ter ak­ti­vie­ren. pinguin.gws2.de (12/2025).

Ubuntu wie Windows Systemwiederherstellung: Wiederherstellungspunkt mit Timeshift erstellen & zurückspielen

„Kein Back­up, kein Mit­leid!“ - ein Klas­si­ker auf den T-Shirts von Sys­tem­ad­mi­nis­tra­to­ren. Und ja, das hat ei­nen Grund: Spä­tes­tens seit Win­dows 7 las­sen sich in der Sys­tem­steue­rung un­ter „Si­chern & Wie­der­her­stel­len“ Da­ten­si­che­run­gen kin­der­leicht ein­rich­ten. Fast noch wich­ti­ger sind die Wie­der­her­stel­lungs­punk­te - falls Mi­cro­soft mal wie­der ein Up­date ins Klo wirft. Wer un­ter Win­dows sei­ne Da­ten ver­liert, hat ehr­lich ge­sagt wirk­lich kei­ne Sym­pa­thie ver­dient. Bei Li­nux sieht die Sa­che ganz an­ders aus. In ei­nem Ubun­tu-An­lei­tungs­buch von 2010 zeigt die Au­torin¹ noch um­ständ­lich, wie man das Home-Ver­zeich­nis mit Dé­jà Dup auf ei­ne DVD-RW brennt. Vier Jah­re spä­ter sin­niert Mar­cus Fi­scher² über Cloud-Back­ups, Kom­pri­mie­rung und in­kre­men­tel­les Si­chern - doch wie ein Ubun­tu-Sys­tem im Ernst­fall tat­säch­lich wie­der­her­ge­stellt wird, bleibt ne­bu­lös. Höchs­te Zeit für ei­nen An­satz, der prak­tisch funk­tio­niert.

ℹ️ Le­bens­läu­fe, Zeug­nis­se, Des­sous-Fo­tos der Ehe­frau, Ur­laubs­vi­de­os und Kin­der­bil­der ge­hö­ren we­der ins Home-Ver­zeich­nis noch in ei­ne Back­up-Rou­ti­ne. Sen­si­ble Da­tei­en soll­ten im­mer auf ei­nem se­pa­ra­ten, zu­vor ver­schlüs­sel­ten Da­ten­trä­ger lie­gen.

Was in ei­ne Da­ten­si­che­rung ge­hört, sind grob ge­sagt Kon­fi­gu­ra­tio­nen und per­sön­li­che Ein­stel­lun­gen. Ein Bei­spiel: Nach der ma­nu­el­len In­stal­la­ti­on ei­nes pro­prie­tä­ren NVI­DIA-Trei­bers star­tet Ubun­tu nicht mehr - kei­ne Chan­ce! Al­les weg: E-Mails samt Thun­der­bird-Ein­stel­lun­gen, Con­ky, Flat­pak-Pro­gram­me, Hin­ter­grund­bil­der, Desk­top-Whats­App, Steam-Spiel­pfa­de, Le­se­zei­chen zu Netz­werk­spei­chern, ein­ge­rich­te­te Be­nut­zer­kon­ten und ge­spei­cher­te Log­ins im Web­brow­ser.

Auf dem Screenshot entfaltet sich eine ästhetisch durchkomponierte Desktop-Ansicht eines Kubuntu 24.04.3 LTS-Systems – elegant, technisch und zugleich wohnlich. Der Hintergrund ist ein tiefes Violett-Rot-Blau-Geflecht aus geometrischen Formen, Linien und Partikeln, das an digitale Sternenströme erinnert – eine perfekte Bühne für jemanden, der Funktionalität und Stil miteinander vereint. In der oberen rechten Ecke schwebt ein halbtransparentes Widget der Typhoon-Wetter-App, das mit klarer Typografie das aktuelle Wetter in Linz, Österreich zeigt: milde 17 °C, leichter Wind, und eine übersichtliche Drei-Tages-Prognose. Direkt darunter sitzt das Conky-Widget, das in nüchternem Schwarz-Weiß-Design die technischen Lebenszeichen des Systems preisgibt – CPU-Auslastung, Taktfrequenz, Temperatur, GPU-Status, RAM-Verbrauch und Netzwerkauslastung. Es wirkt wie das Cockpit eines präzise getunten Rechners: sachlich, verlässlich und zugleich beruhigend ordentlich. Am unteren Bildschirmrand zieht sich das Dock wie eine kleine Startbahn der Produktivität – hier finden sich Messenger-Programme wie Telegram, Signal und WhatsApp, flankiert von Firefox, Thunderbird für die E-Mail-Korrespondenz und FileZilla für den FTP-Transfer. Der Desktop vermittelt den Eindruck eines Systems, das tagtäglich im Einsatz ist – zwischen Kommunikation, Entwicklung und digitaler Kreativität. Doch gerade in dieser Symmetrie liegt eine gewisse Zerbrechlichkeit. Sollte das System eines Tages unerwartet abstürzen oder ein Update gründlich schieflaufen, wäre diese perfekt abgestimmte Arbeitsumgebung verloren – Widgets, Dock-Anordnung, Konfigurationen, all das feinjustierte Zusammenspiel aus Effizienz und Ästhetik. Deshalb ist es mehr als nur eine Empfehlung, regelmäßig mit Timeshift automatische Schnappschüsse zu erstellen. Diese Backups sind gleichsam digitale Lebensversicherungen: Sie frieren den jetzigen Zustand ein – das System, wie es hier in seiner ganzen Schönheit erstrahlt – und erlauben, ihn mit wenigen Klicks wiederherzustellen, sollte das Unvermeidliche eintreten. Kurzum: dieser Kubuntu-Desktop ist kein bloßer Arbeitsplatz, sondern ein sorgfältig gepflegtes Biotop aus Ordnung, Funktion und visuellem Wohlgefühl – und Timeshift sorgt dafür, dass er es auch bleibt. Desktop von GWS2.de - Oktober 2025

Ein auf­wen­dig ge­stal­te­ter Ku­b­un­tu-Desk­top ver­dient re­gel­mä­ßi­ge Back­ups.

ℹ️ Bei ei­nem Ubun­tu-Sys­tem-Back­up geht es nicht dar­um, pri­va­te Mul­ti­me­dia­da­tei­en vor dem Lö­schen zu schüt­zen. Es geht dar­um, Le­bens­zeit zu spa­ren - die Zeit, die man bräuch­te, um den per­so­na­li­sier­ten, funk­tio­nel­len Aus­gangs­zu­stand des Sys­tems wie­der­her­zu­stel­len.

Dieses Bild ist Pop-Art als Systemsicherheit – ein liebevolles, augenzwinkerndes Manifest für Backups. In vier Quadranten blickt dieselbe Cartoon-Figur – von dir, Veronika Helga Vetter, Photoshop- und Webkünstlerin seit 2011 – dem Betrachter entgegen. Über allem schwebt ein kleines Banner mit der schlichten, beruhigenden Überschrift „Ubuntu Backup“. Die Figur ist identisch gezeichnet, doch jeder Abschnitt trägt eine andere, satt leuchtende Tonalität: links oben ein warmes Magenta/Rosa, rechts oben kühles Grün, links unten sonniges Gold/Orange, rechts unten tiefes Blau. Der diagonale Hintergrund mit weichen Streifen wiederholt sich in allen Feldern – rhythmisch, geordnet, zuverlässig – genau wie es ein gutes Sicherungskonzept sein soll. Der Stil zitiert offen Andy Warhol: ein Motiv, variiert in Farbe und Stimmung, um Wiederholung nicht als Monotonie, sondern als Serie erfahrbar zu machen. Genau diesen Gedanken übersetzt die Grafik ins Technische: Jedes Feld steht sinnbildlich für eine Timeshift-Ebene – etwa stündlich, täglich, wöchentlich, Systemstart. Die Linienführung bleibt überall gleich (der unveränderte Systemzustand), nur die Farbe wechselt (die Momentaufnahme zu einem bestimmten Zeitpunkt). So wird aus Kunst eine Backup-Didaktik: Konstanz im Motiv, Variation in der Zeit. Die Figur selbst – klare Konturen, große, wache Augen, markante, schwungvolle Frisur – wirkt wie die Personifikation eines „guten Hüters“ der Daten. Die wechselnden Augenfarben (rot, grün, gelb, blau) lesen sich wie Status-LEDs: erfolgreich, bereit, vorsichtig, kühl und professionell. Die weichen Verläufe der Flächen erinnern an Copy-on-Write: Farbanteile verschieben sich, aber die Form bleibt unversehrt. Genau so behandelt Timeshift seine rsync-Snapshots: Das erste Bild ist vollständig; die folgenden variieren nur, was sich geändert hat, während Unverändertes über Hardlinks identisch bleibt – reproduzierbar, platzsparend, sauber versioniert. Auch die Komposition spricht Timeshift: vier gleich große Felder, gleiche Priorität, klare Zuordnung. Wer möchte, kann darin eine Retention-Strategie lesen – etwa zwei wöchentliche, eine tägliche, mehrere Start-Snapshots – alle nebeneinander, sofort ansprechbar. Die kühle, ruhige Typografie des Titels setzt einen Gegenpol zur farbigen Viererreihe: Ordnung über Vielfalt, Management über Kreativität – genau das Zusammenspiel, das robuste Backups braucht. Unten rechts steht dezent die Signatur © pinguin.gws2.de 2025 – eine sachliche Fußnote, die dennoch viel sagt: Dieses Bild ist nicht bloße Dekoration, sondern künstlerische Autorenschaft plus technische Aussage. Es feiert die Idee, dass Redundanz kein Ballast ist, sondern Stilmittel: Viermal dasselbe, um einmal sicher zu sein, wenn etwas schiefgeht. So liest sich die Pop-Art-Anordnung als visuelle Eselsbrücke für Timeshift: Wiederholung = mehrere Snapshot-Generationen. Farbwechsel = verschiedene Zeitpunkte/Ereignisse. Gleiche Linien = konsistente, reproduzierbare Systembasis. Ruhiges Raster = planbare, automatisierte Erstellung. Kurz: Diese Warhol-Verneigung macht begreifbar, warum Backups schön sein dürfen – nicht nur im Ergebnis, sondern schon in der Idee. Vier Paneele, eine Botschaft: Sicherung ist Kulturtechnik. Und Timeshift ist der Pinsel, der sie täglich, wöchentlich, startweise neu anlegt. GWS2.de - Oktober 2025

Ubuntu Backup-Hardware

Für die rou­ti­ne­mä­ßi­ge Sys­tem­si­che­rung wird ein se­pa­ra­tes Spei­cher­me­di­um be­nö­tigt, das je­der­zeit be­reit­steht, um Mo­ment­auf­nah­men der Da­ten zu ar­chi­vie­ren. Be­son­ders be­liebt sind hier­für USB-Sticks. Um zu ver­hin­dern, dass die Si­che­rungs­vor­gän­ge im Hin­ter­grund die Sys­tem­leis­tung be­ein­träch­ti­gen, soll­te das por­ta­ble Spei­cher­me­di­um min­des­tens der USB-3.0-Spezifikation ent­spre­chen und dau­er­haft an ei­nem blau­en An­schluss an­ge­schlos­sen sein. Zu­dem emp­fiehlt es sich, ein Me­di­um mit ei­nem Fas­sungs­ver­mö­gen von über 100 Gi­ga­byte zu wäh­len, um meh­re­re Si­che­rungs­ko­pien auf­neh­men zu kön­nen.

Auf dem Foto – aufgenommen von Veronika Helga Vetter – liegen drei Generationen moderner Datenspeicher wie in einem kleinen Stillleben übereinandergestapelt: Unten zwei wuchtige 3,5-Zoll-Festplatten mit sichtbaren SATA-Ports, darauf eine flache 2,5-Zoll-SSD (Apacer) mit dezentem, geometrischem Muster, ganz oben ein kompaktes USB-Flash-Laufwerk. Der helle Hintergrund und die weiche Ausleuchtung lassen die Materialien für sich sprechen: kaltgraues Metall, schwarzer Kunststoff, dazwischen feine Staubspuren an der HDD-Kante – Spuren gelebter Praxis. Das Ensemble wirkt wie ein kleines Altarbild der Datensicherung: robust, schnell, mobil – drei Antworten auf dieselbe Frage, wo Timeshift-Backups am besten leben. 3,5-Zoll-HDD (SATA, unten): Die klassische Magnetscheibe bleibt das Arbeitstier für große Backup-Historien. Vorteile: hohe Kapazität zu niedrigen Kosten pro Terabyte, ordentliche Dauertransferraten, SMART-Werte zur Zustandsüberwachung, saubere Linux-Dateisysteme wie ext4. Perfekt für wöchentliche/monatliche Rotationen und viele Generationen. Nachteile: mechanisch empfindlicher (Stöße, Vibrationen), langsamere Zugriffszeiten als SSDs, höherer Strombedarf; externe Gehäuse brauchen oft eigene Stromversorgung. Für stationäre Timeshift-Archive jedoch eine preiswerte, belastbare Basis. 2,5-Zoll-SSD (SATA, Mitte): Die SSD in Notizbuchgröße steht für Geschwindigkeit und Langlebigkeit im Alltag: kurze Backup-Fenster, flinke Inkremente, keine beweglichen Teile. Vorteile: sehr gute Random-IO, leise, energiesparend, unempfindlicher gegen Erschütterungen – ideal für häufige tägliche oder Systemstart-Snapshots. Nachteile: höherer Preis pro GB, bei Billigmodellen Risiko von DRAM-losen Designs und schnell einbrechender Schreibleistung; auch SSDs altern (TBW/Schreibzyklen), wenn auch planbar. Für produktive Maschinen eine hervorragende Mischung aus Tempo, Zuverlässigkeit und Komfort. USB-Flash-Drive (oben): Das kleinste Medium verkörpert Spontaneität und Portabilität – schnell eingesteckt, schnell abgezogen. Vorteile: extrem kompakt, günstig in kleinen Größen, für ad-hoc-Snapshots oder Transfer einzelner Sicherungen brauchbar. Nachteile: begrenzte Schreibzyklen, stark schwankende Controller-Qualität, oft schlechte Random-IO, erhöhte Gefahr plötzlicher Ausfälle oder Dateisystemfehler bei unsauberem Abziehen. Für dauerhafte Timeshift-Archive nur bedingt empfehlenswert; eher als Zusatzkopie oder Notfall-Transportmedium geeignet. Fazit – passender Einsatz pro Medium: Langfristige, umfangreiche Historie (viele Generationen, viel Platz): 3,5-Zoll-HDD im externen SATA-Gehäuse oder Dock. Schnelle, häufige Sicherungen mit kurzer Downtime und solidem Alltagsnutzen: 2,5-Zoll-SSD (SATA) als primäres Backup-Ziel. Transport/Einmalkopie/Off-Site-Mitnahme: USB-Stick als zusätzliche Kopie – besser nicht als einziges Archiv. So erzählt das Foto in einer minimalistischen Komposition eine klare Geschichte: Timeshift-Backups gelingen am entspanntesten, wenn Speichermedium und Zweck zusammenpassen – HDD für Tiefe, SSD für Tempo, USB-Stick für den Sprung über den Zaun. Foto-Credit: Veronika Helga Vetter - Computerheld Linz 2025

Ein täg­lich ge­nutz­tes Sys­tem kann pro­blem­los bis zu 900.000 Da­tei­en für ein Back­up an­sam­meln. USB-Spei­cher­sticks sind für der­art mas­sen­haf­te Le­se- und Schreib­vor­gän­ge je­doch denk­bar un­ge­eig­net, da ih­re Con­trol­ler-Ar­chi­tek­tur auf se­quen­zi­el­le Da­ten­über­tra­gung op­ti­miert ist - nicht auf hoch­fre­quen­te, zu­fäl­li­ge Zu­grif­fe.

Hier er­weist sich ei­ne aus­ge­mus­ter­te SA­TA-Fest­plat­te mit 7.200 U/min als deut­lich über­le­ge­ne Al­ter­na­ti­ve: Ih­re me­cha­ni­sche Le­se-Schreib-Ein­heit und das SA­TA-III-In­ter­face (mit bis zu 6 Gbit/s Band­brei­te) be­wäl­ti­gen selbst frag­men­tier­te Da­tei­struk­tu­ren ef­fi­zi­en­ter.

  • Wer al­so ei­ne aus­ran­gier­te HDD im Schrank lie­gen hat, ver­fügt be­reits über ein idea­les Back­up-Lauf­werk - be­son­ders, wenn es sich um ein Mo­dell mit 64 MB Cache oder mehr han­delt.

Un­ab­hän­gig vom ge­wähl­ten Spei­cher­me­di­um ist je­doch ent­schei­dend, dass die Ziel­par­ti­ti­on ein ext4-Da­tei­sys­tem be­sitzt.

sudo mkfs.ext4 /dev/sdX

Das Bild zeigt eine charmant gestaltete Infotafel im Stil einer technischen Karteikarte – eine Mischung aus liebevollem Retro-Design und klarer Linux-Präzision. Im oberen Bereich prangt der Titel „Testumgebung“, der sofort erkennen lässt, dass es sich hier um eine dokumentierte Systemübersicht handelt. Rechts daneben steht ein freundlich gezeichneter Comic-Charakter in Arbeitsmontur – mit Kappe, Latzhose und einem kleinen Schraubenzieher in der Hand. Er wirkt wie das Maskottchen eines ehrlichen, bodenständigen Technikers, der zuverlässig über das System wacht. Darunter folgt eine geordnete Auflistung der technischen Basis: Das Betriebssystem ist Kubuntu 24.04.3 LTS x86_64, begleitet vom Kernel 6.8.0-85-generic und der Desktop-Umgebung Plasma 5.27.12 – eine moderne, stabile und zugleich visuell ansprechende Kombination. Im unteren Abschnitt befindet sich ein strukturierter Infoblock, der die getestete Software vorstellt: Timeshift – ein Systemwiederherstellungsprogramm, das über ein PPA (Personal Package Archive) bezogen wurde. Es wurde erstmals 2012 veröffentlicht und gilt als bewährte Lösung zur Sicherung und Wiederherstellung kompletter Linux-Systeme. Neben einem kleinen Batteriesymbol steht der Eintrag „Niveau“, was augenzwinkernd die Zuverlässigkeit und Reife der Software andeutet. Der Punkt „Langzeitlösung: Ja“ unterstreicht, dass Timeshift auch langfristig ein sicherer Begleiter bleibt. Rechts unten rundet ein weiteres Symbol das Design ab – ein Zahnrad mit einem gelben Bauhelm, das perfekt zum Thema „Systempflege und Sicherheit“ passt. Der graue Hintergrund mit feiner Textur und die handschriftlich anmutende Typografie verleihen dem Ganzen einen fast analogen Charme – wie eine Notiz aus einem Techniker-Tagebuch, digital zum Leben erweckt. Insgesamt wirkt das Bild wie eine liebevoll illustrierte Visitenkarte für Systemstabilität: technisch klar, grafisch warm und mit einem Schuss Nostalgie – eine Hommage an Linux-Handwerk und digitale Sorgfalt. GWS2.de - Oktober 2025

Die Backup-Software

Time­s­hift ist un­ter Li­nux das Pen­dant zur Win­dows-Sys­tem­wie­der­her­stel­lung und wird be­son­ders in Ubun­tu-ba­sier­ten Dis­tri­bu­tio­nen ge­schätzt. Wäh­rend es in Li­nux Mint be­reits vor­in­stal­liert ist, muss es bei an­de­ren De­bi­an-De­ri­va­ten wie Ubun­tu ma­nu­ell nach­ge­rüs­tet wer­den. Die emp­foh­le­ne In­stal­la­ti­ons­me­tho­de nutzt das of­fi­zi­el­le PPA (Per­so­nal Packa­ge Ar­chi­ve) des Haupt­ent­wick­lers To­ny Ge­or­ge, da das Pro­jekt mitt­ler­wei­le von über 80 Frei­wil­li­gen auf Git­Hub ak­tiv ge­pflegt wird und so re­gel­mä­ßi­ge Up­dates er­hält.

Die In­stal­la­ti­on er­folgt mit nur zwei Be­feh­len:

sudo add-apt-repository ppa:teejee2008/timeshift -y
sudo apt update && sudo apt install timeshift

Der größ­te Plus­punkt von Time­s­hift liegt in sei­ner au­to­ma­ti­sier­ten Ar­beits­wei­se: Nach der ein­ma­li­gen Kon­fi­gu­ra­ti­on läuft das Pro­gramm voll­stän­dig im Hin­ter­grund - oh­ne ma­nu­el­len Ein­griff. Selbst nach ei­nem kom­plet­ten Sys­tem­ab­sturz er­mög­licht es ei­ne 1:1-Wie­der­her­stel­lung des letz­ten funk­ti­ons­fä­hi­gen Zu­stands.

Der Splitscreen zeigt drei aufeinanderfolgende Stationen des Timeshift-Einrichtungsassistenten – wie ein kleiner Rundgang vom Start bis zur Zielfestlegung. Alles ist klar, sachlich und dennoch freundlich gestaltet, genau das richtige Werkzeug für jemanden, der seinen Linux-Desktop nicht dem Zufall überlassen will. Im ersten Bild begrüßt uns der Dialog „Schnappschusstyp auswählen“. Zwei Optionen stehen zur Wahl: rsync (aktiv auswählbar) und BTRFS (ausgegraut). Das verrät bereits etwas über das System: Die Root-Partition läuft offenbar nicht auf Btrfs, daher ist der Btrfs-Modus gesperrt. Kurz erklärt: Timeshift (rsync-Modus) arbeitet dateibasiert. Beim ersten Lauf kopiert es die ausgewählten Systemverzeichnisse vollständig; spätere Snapshots speichern dann nur noch geänderte Dateien und verknüpfen Unverändertes per Hardlinks. Ergebnis: mehrere Wiederherstellungspunkte ohne Platzverschwendung – schnell, robust und unabhängig vom Dateisystem, solange es „Linux-typisch“ ist. Timeshift (BTRFS-Modus) nutzt dagegen Btrfs-Subvolumes und Copy-on-Write – rasend schnelle Snapshots, aber eben nur möglich, wenn die Systempartition tatsächlich Btrfs verwendet. Unten warten die Knöpfe Zurück, Weiter und Beenden – der klassische Dreiklang der Gelassenheit. Das zweite Bild zeigt die Zwischenstation „Systemgröße wird geschätzt …“. Ein Fortschrittsbalken arbeitet sich voran, während Timeshift die relevanten Systemverzeichnisse analysiert (standardmäßig ohne das persönliche /home, außer man aktiviert dessen versteckte Konfigurationsdateien). Diese Schätzung ist wichtig, um zu prüfen, ob das Zielmedium genügend Luft hat – Snapshots sind zwar inkrementell, aber das erste Abbild kann einige Gigabyte groß werden, und Updates lassen die Summe mit der Zeit anwachsen. Dieser Schritt ist also die nüchterne Platz-Realitätsprüfung, bevor man Speicher mit gutem Gefühl reserviert. Im dritten Bild folgt der praktische Teil: „Schnappschussort auswählen“. Eine Tabelle listet verfügbare Datenträger, Typ, Größe und freien Platz auf. Markiert ist sdb2, ein ext4-Volume mit 438 GB und satten 416 GB frei – ein ideales Ziel. Darunter erinnert eine Hinweisbox an die Regeln: Nur Linux-Dateisysteme werden unterstützt; NTFS, FAT & Co. sind tabu, ebenso Fern- und Netzwerkspeicherorte (sie wären zu fehleranfällig und teils nicht transaktionssicher). Timeshift legt seine Sicherungen im Wurzelverzeichnis des gewählten Datenträgers in einem eigenen Ordner ab – sauber getrennt vom System. Warum eine HDD/SSD statt eines USB-Sticks als Backup-Medium? Zuverlässigkeit & Lebensdauer: Sticks haben begrenzte Schreibzyklen und leiden unter billigen Controllern; eine interne/extern angedockte HDD/SSD (SATA oder USB-Gehäuse) steckt kontinuierliche Inkrement-Backups deutlich besser weg. Leistung: Snapshot-Läufe bestehen aus vielen kleinen Lese-/Schreiboperationen. HDD/SSD sind bei Random-IO und großen Datenblöcken spürbar flotter und stabiler als die meisten Sticks. Kapazität: Mit mehreren Wiederherstellungspunkten wächst der Bedarf. 500 GB–1 TB als Reserve sind schnell erreicht – Sticks sind hier entweder knapp oder unverhältnismäßig teuer. Integrität: Externe Laufwerke bieten SMART-Werte (bei HDD/SSD), verlässliche Dateisysteme (ext4, xfs, btrfs) und geringeres Risiko plötzlicher „Abwürfe“ bei wackeligen Ports. Best-Practice zum Mitnehmen: Zielpartition als ext4 bereitstellen (wie hier sdb2), genügend freien Platz einplanen, anschließend einen Zeitplan definieren (z. B. 5 tägliche, 3 wöchentliche, 2 monatliche Snapshots), und ab und zu eine Probe-Wiederherstellung testen. So wird aus drei nüchternen Dialogen ein belastbares Sicherheitsnetz – und der liebevoll konfigurierte Kubuntu-Desktop bleibt im Ernstfall mit wenigen Klicks bewahrt. Deutschsprachiges Ubuntu Handbuch - Pinguin GWS2.de

Nach dem ers­ten Start des Pro­gramms lei­tet ein Ein­rich­tungs­as­sis­tent durch die ein­ma­li­ge Grund­kon­fi­gu­ra­ti­on. Time­s­hift legt die Wie­der­her­stel­lungs­punk­te da­bei stan­dard­mä­ßig nach der rsync-Me­tho­de an - ver­ein­facht ge­sagt: Zu­nächst wird ei­ne Voll­ko­pie der Da­ten er­stellt, an­schlie­ßend nur noch die Mo­di­fi­ka­tio­nen nach­ge­zo­gen. Die Op­ti­on BTRFS bleibt für die meis­ten Ubun­tu-Nut­zer de­ak­ti­viert, da die Dis­tri­bu­ti­on stan­dard­mä­ßig auf das ex­t4-Da­tei­sys­tem setzt. Wich­tig zu wis­sen: Time­s­hift spei­chert Schnapp­schüs­se aus­schließ­lich auf Par­ti­tio­nen mit ei­nem Li­nux-kom­pa­ti­blen Da­tei­sys­tem.

Der Screenshot zeigt die Konfigurationsseite „Schnappschussebenen auswählen“ im Timeshift-Einrichtungsassistenten. Oben links sind die verfügbaren Intervallarten als Liste aufgeführt: Monatlich, Wöchentlich, Täglich, Stündlich und Systemstart. Rechts daneben steht jeweils „Behalten“ mit einem kleinen Zählerfeld samt Minus- und Plus-Schaltflächen, über das die Aufbewahrungsanzahl festgelegt wird – also wie viele Snapshots der betreffenden Ebene rotierend vorgehalten werden, bevor der älteste automatisch gelöscht wird. Im gezeigten Zustand ist „Wöchentlich“ aktiv und mit einem Häkchen markiert; der Retentionszähler steht auf 2. Die übrigen Ebenen sind sichtbar, aber nicht aktiviert. Ihre voreingestellten Werte lauten Monatlich: 2, Täglich: 1, Stündlich: 6 und Systemstart: 5. Diese Zahlen definieren eine klassische Pyramide aus wenigen Langzeit- und mehreren Kurzzeit-Sicherungen, die Speicherverbrauch und Wiederherstellungstiefe in ein praktikables Gleichgewicht bringen. Unter der Liste befindet sich eine zusätzliche, derzeit deaktivierte Option: „Cron-E-Mails für geplante Aufgaben anhalten“ – eine Komforteinstellung, die bei aktivierter Systemmail-Benachrichtigung stille Backups ermöglicht, ohne Statusmails zu versenden. Im unteren Drittel des Fensters blendet Timeshift eine grün hinterlegte Statusbox ein: „Geplante Schnappschüsse sind aktiviert“. Der erklärende Satz darunter hält fest, dass die Snapshots in den gewählten Abständen erstellt werden, sofern genügend Speicherplatz vorhanden ist (> 1 GB). Diese Meldung fungiert als Gesundheitsanzeige der Planung: Zeitpläne sind wirksam, der Dienst ist aktiv, die Mindestbedingungen sind erfüllt. Die Navigationsleiste am Fuß des Dialogs bietet die drei bekannten Schaltflächen „Zurück“, „Weiter“ und „Beenden“. „Weiter“ ist hervorgehoben und signalisiert die Bereitschaft, mit den gewählten Parametern fortzufahren. Die Titelleiste trägt schlicht „Einrichtungsassistent“, dazu die Fensterkontrollen rechts. Inhaltlich bündelt dieser Dialog die Retention-Strategie des Systemsicherungsplans: Jede Ebene steht für einen Auslösemechanismus (Zeitintervall oder Ereignis „Systemstart“), der Zähler bestimmt die Tiefe der Historie. Aktiviert bleibt hier lediglich die wöchentliche Sicherung mit zwei Generationen – eine besonders speicherschonende Grundeinstellung, die sich gut für stabile Arbeitsplätze eignet. Werden weitere Ebenen zugeschaltet (etwa „Täglich“ oder „Systemstart“), wächst die Wiederherstellungsauswahl für jüngere Zeitpunkte, gleichzeitig steigt der Platzbedarf. Genau dieses Spannungsverhältnis macht die Seite zu einem zentralen Stellbrett: Wie viel Wiederherstellungsfreiheit wird gewünscht und wie viel Speicher darf es kosten? GWS2.de - Oktober 2025

Wie häufig sollte gesichert werden?

Wäh­rend pri­va­te An­wen­der mit ei­ner wö­chent­li­chen Si­che­rung gut be­dient sind, emp­fiehlt sich für Un­ter­neh­men ei­ne täg­li­che Back­up-Rou­ti­ne. Der Grund: Ge­schäfts­kor­re­spon­denz - et­wa ar­chi­vier­te E-Mails oder Chat-Ver­läu­fe in Mes­sen­gern soll­te lü­cken­los er­hal­ten blei­ben.

Der Screenshot zeigt die Timeshift-Seite „Persönliche Ordner der Benutzer“ innerhalb des Einrichtungsassistenten. Dieser Schritt steuert, ob private Benutzerverzeichnisse in die System-Schnappschüsse einbezogen werden. Direkt unter der Überschrift erklärt ein Hinweis die Grundregel: Benutzerordner sind standardmäßig ausgeschlossen, es sei denn, sie werden hier ausdrücklich aktiviert. Die Tabelle ist in drei Spalten gegliedert: Persönlicher Ordner (links) listet die erkannten Home-Verzeichnisse: /root, /home/pinguin sowie zweimal /nonexistent (typisch für System- oder Dienstkonten ohne reales Home-Verzeichnis). Alle Dateien ausschließen (Mitte) ist die Voreinstellung für Timeshift – geeignet, wenn Schnappschüsse primär das System abbilden sollen. Alle Dateien einschließen (rechts) aktiviert die vollständige Sicherung des jeweiligen Home-Ordners. Im gezeigten Zustand sind /root und /home/pinguin auf „Alle Dateien einschließen“ gestellt (blau markierte Radiobuttons). Damit landen sowohl die Administrator-Konfigurationen unter /root als auch sämtliche Daten und Einstellungen des regulären Nutzers pinguin im Snapshot. Die beiden Einträge /nonexistent sind auf „Alle Dateien ausschließen“ gesetzt – sinnvoll, weil diesen „Konten“ kein echtes Verzeichnis entspricht und somit nichts zu sichern ist. Bedeutung der Auswahl: Einschließen eines Home-Ordners konserviert nicht nur Desktop-Einstellungen und Dotfiles, sondern alle persönlichen Dateien (Dokumente, Fotos, Downloads). Das erhöht Sicherheit und Komfort bei einer Komplettwiederherstellung, vergrößert jedoch Backup-Volumen und Laufzeit deutlich. Ausschließen hält die Timeshift-Snapshots schlank und fokussiert auf das System (Root-Dateisystem, Programme, globale Configs). Persönliche Daten sollten dann separat über ein dediziertes Daten-Backup (z. B. rsync/rsnapshot, Borg, Restic, Déjà Dup) gesichert werden – robust, versionsfähig und unabhängig vom Timeshift-Lebenszyklus. Die Navigationsleiste unten bietet Zurück, Weiter (hervorgehoben) und Beenden. Damit wird die getroffene Strategie fixiert: ein systemzentrierter oder ein vollumfänglicher Schnappschussansatz. In dieser Konfiguration steht die komplette Wiederherstellung inklusive Nutzerdateien im Vordergrund – komfortabel im Ernstfall, mit dem Preis eines größeren, häufigeren Speicherbedarfs. GWS2.de Oktober 2025

Zu gu­ter Letzt geht es im Ein­rich­tungs­as­sis­ten­ten dar­um, den Um­fang der Da­ten­si­che­rung fest­zu­le­gen. Für ein voll­stän­di­ges Sys­tem­ab­bild soll­ten al­le Da­tei­en von /root und /home im Back­up ein­be­zo­gen wer­den.

ℹ️ Hin­weis: Ei­ne Sys­tem­ver­schlüs­se­lung mit LUKS be­ein­flusst Time­s­hift nicht, da die Soft­ware erst nach der Ent­schlüs­se­lung des Da­tei­sys­tems ak­tiv wird. Kon­se­quenz: Die Back­up-Da­tei­en lie­gen un­ko­diert vor. Um die Si­cher­heit zu er­hö­hen, kann ein Ve­raCrypt-Con­tai­ner oder ein se­pa­ra­tes LUKS-Vo­lu­me als Spei­cher­ziel die­nen - die­ses muss wäh­rend des Back­ups je­doch ge­moun­tet sein, was au­to­ma­ti­sier­te Si­che­run­gen er­schwert.

Die An­ga­be hin­ter „Be­hal­ten” be­stimmt, wie vie­le Wie­der­her­stel­lungs­punk­te vor­ge­hal­ten wer­den. Ein Wert zwi­schen 2 und 4 hat sich be­währt - äl­te­re Ver­sio­nen wer­den au­to­ma­tisch über­schrie­ben.

Die Systemwiederherstellung

Ubun­tu tot? Kein Dra­ma. Ef­fi­zi­enz­mo­dus: kei­ne Re­pa­ra­tur­ver­su­che, kei­ne Goog­le-Such­or­gi­en, son­dern Neu­in­stal­la­ti­on. An­schlie­ßend Time­s­hift mit den oben ge­nann­ten Be­feh­len ein­rich­ten und über „Durch­su­chen“ die vor­han­de­nen Si­che­run­gen vom Back­up-Me­di­um ein­bin­den.

Der Screenshot zeigt die Hauptansicht von Timeshift-gtk nach einer erfolgreichen Ersteinrichtung. Oben liegt die Symbolleiste mit den zentralen Aktionen – Erstellen, Wiederherstellen, Löschen, Durchsuchen, Einstellungen sowie Menü – jeweils mit klaren, monochromen Icons. Darunter listet eine Tabelle die vorhandenen Sicherungspunkte. In der Spalte „Schnappschuss“ stehen drei Zeitstempel: 2025-10-02 18:28:09, 2025-10-02 22:39:02 und 2025-10-05 07:38:37. Die Spalte „System“ weist alle drei Snapshots der gleichen Installation zu (Ubuntu 24.04 (noble)), während die Spalte „Kommentare“ präzisiert, was jeweils gesichert wurde: beim ersten Eintrag „Nur /home.“, beim zweiten „Nur /root.“, beim dritten „Komplettes System.“. Diese Kommentare spiegeln die zuvor getroffenen Einschluss-/Ausschlussentscheidungen im Einrichtungsassistenten wider: Zunächst entstanden offenbar zwei gezielte Testsicherungen – einmal ausschließlich das Benutzerverzeichnis, einmal ausschließlich das Root-Home –, anschließend folgte am 05.10. ein vollständiger System-Snapshot, der Betriebssystem, Konfigurationen und (je nach Auswahl) auch Benutzerdateien umfasst. Links neben jedem Eintrag sitzt ein runder Statusindikator mit Häkchen, der bestätigt, dass die jeweiligen Schnappschussverzeichnisse vorhanden und konsistent registriert sind. Im unteren Bereich prangt ein gelb hinterlegter Hinweis mit Schild-Symbol: „Geplante Schnappschüsse sind deaktiviert“, ergänzt um die Empfehlung, die Planung zum Schutz des Systems zu aktivieren. Das erklärt den aktuellen Zustand: Die vorhandenen Sicherungen wurden manuell angestoßen; ein automatischer Rhythmus (stündlich/täglich/wöchentlich/Systemstart) ist noch nicht aktiv. In der Praxis bedeutet das: Solange die Planung deaktiviert bleibt, entstehen keine neuen Wiederherstellungspunkte, und der Schutzgrad hängt allein von manuellen Läufen ab. Abhilfe schafft ein Besuch in Einstellungen → Zeitplan, wo sich die gewünschten Ebenen samt Aufbewahrungsanzahl definieren lassen. Damit wächst die Historie der Einträge in genau dieser Liste, und die Schaltflächen „Wiederherstellen“ und „Durchsuchen“ können jederzeit auf jüngere Systemzustände zugreifen – entweder zur kompletten Rücksetzung oder zum gezielten Herausholen einzelner Dateien aus einem Snapshot. Backups im deutschsprachigen Ubuntu-Handbuch 2025

Da­nach den ge­wünsch­ten Schnapp­schuss aus­wäh­len und „Wie­der­her­stel­len“ star­ten. Wäh­rend der Sys­tem­re­stau­ra­ti­on er­folgt die Ab­mel­dung aus Ubun­tu; ein schwar­zes Fens­ter zeigt den Fort­schritt. Nach dem Neu­start ist die ur­sprüng­li­che Ar­beits­um­ge­bung voll­stän­dig wie­der­her­ge­stellt.

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¹Hertzog, Ute: From Zero2Hero: Ubun­tu. Mün­chen: Markt+Technik Ver­lag 2010.
²Fi­scher, Mar­cus: Ubun­tu 14.04 LTS. Das um­fas­sen­de Hand­buch. 8., ak­tua­li­sier­te und er­wei­ter­te Auf­la­ge. Bonn: Ga­li­leo Press 2014.