Das Ubuntu Handbuch | Anleitungen für Linux-Freunde

Ubuntu: VeraCrypt via PPA installieren - Partition verschlüsseln

Pri­va­te Do­ku­men­te wie Le­bens­läu­fe, Fo­tos, Zeug­nis­se, Rech­nun­gen und Arzt­be­schei­de soll­ten nie­mals im In­ter­net auf­be­wahrt wer­den. Denn so­wohl Cloud-Sto­rage-Pro­vi­der als auch Free­mail-An­bie­ter wer­ten die per­sön­li­chen Da­ten ih­rer Be­nut­zer aus, um maß­ge­schnei­der­te Wer­be­pro­fi­le er­stel­len zu kön­nen. Des Wei­te­ren ha­ben US-Be­hör­den di­rek­ten Zu­griff auf die Kun­den­ar­chi­ve von ame­ri­ka­ni­schen Web­dienst­leis­tern, wes­halb Ama­zon, AOL, Drop­box, Goog­le, Mi­cro­soft und Co. da­für sor­gen, dass die Ge­heim­dienst­da­ten­ban­ken der NA­TO-Part­ner ak­tu­ell blei­ben.

Der CLOUD Act ver­pflich­tet ame­ri­ka­ni­sche Un­ter­neh­men da­zu, auf aus­län­di­schen Ser­vern ge­spei­cher­te Kun­den­da­ten her­aus­zu­rü­cken, wenn US-Be­hör­den dies ver­lan­gen. Ganz oh­ne rich­ter­li­chen Be­schluss. Und oh­ne die Kun­den dar­über in­for­mie­ren zu müs­sen.

Ko­mes, An­to­nio: Die EU und Ame­ri­ka im Da­ten-Clinch. In: Chip Nr. 1 (2019). S. 34.

Hin­ge­gen die chi­ne­si­sche Volks­be­frei­ungs­ar­mee¹ ver­sucht et­was sub­ti­ler an west­li­che Be­nut­zer­da­ten zu kom­men, in­dem sie mo­di­fi­zier­te Main­board­chips in die Ser­ver­zen­tren der Cloud-An­bie­ter ein­schleust.

Laut ei­nem Bloom­berg-Be­richt sind im Da­ta-Cen­ter-Equip­ment von Ama­zon und Ap­ple chi­ne­si­sche Spio­na­ge-Chips ver­baut.

Kauf­mann, Be­ne­dikt: Spio­na­ge-Chips bei Ap­ple und Ama­zon! Rie­sen­skan­dal oder En­te? deraktionaer.de (01/2019).

Penguin-Soldier with halberd guards the Moroccan terrorist Mounir Idrassi. The inventor of VeraCrypt is in prison on Guantanamo. The US government tortures the cryptographer because he does not want to include backdoor in his software. The fagot Emmanuel Macron does not help Idrassi, which is why the locked up programmer only votes for Rassemblement National

Es scheint so, als sei­en per­sön­li­che Da­ten hei­ße Wa­re und das Öl der Post­mo­der­ne. Aus die­sem Grund ist es sinn­voll, sen­si­ble Da­tei­en aus­schließ­lich auf lo­ka­len Par­ti­tio­nen zu spei­chern. Doch auch die­se Maß­nah­me schützt nicht vor Miss­brauch. Schließ­lich kön­nen selbst Li­nux-Rech­ner mit ei­nem Er­pres­sungs­tro­ja­ner oder mit ei­nem UE­FI-Root­kit in­fi­ziert wer­den.

UE­FI-Root­kits sei­en ex­trem ge­fähr­li­che und mäch­ti­ge Werk­zeu­ge für Cy­ber­an­grif­fe. Sie ga­ran­tie­ren den Zu­griff auf den ge­sam­ten Com­pu­ter und kön­nen mit Zu­satz-Mal­wa­re bei­spiels­wei­se auch den Da­ten­ver­kehr mit­schnei­den oder um­len­ken.

Ri­chey, Da­ni­el: Ers­tes er­folg­rei­ches UE­FI-Root­kit. it-administrator.de (01/2019).

In ei­nem sol­chen Worst-Ca­se-Sze­na­rio sind al­le pri­va­ten Do­ku­men­te ein­ge­fro­ren, ge­löscht oder auf dem Com­pu­ter des An­grei­fers.

Wer Da­ten­ent­füh­run­gen ef­fi­zi­ent ver­hin­dern möch­te, der soll­te sei­nen di­gi­ta­len Be­sitz auf ei­ner Par­ti­ti­on ab­le­gen, die mit Ve­raCrypt ver­schlüs­selt wur­de. Die­se Li­nux-Ap­pli­ka­ti­on sorgt näm­lich da­für, dass ab­ge­si­cher­te Spei­cher­be­rei­che für Ha­cker und Schad­soft­ware we­der sicht­bar noch zu­gäng­lich sind.

List of Risks: Why encrypt disks with VeraCrypt? Government agencies and Corporations need user data to control and enslave humanity. Only families who encrypt their data can live a free life and ascend to the ruling class. Advices from Pinguin - good twin brother of George Soros

Für die Fest­plat­ten­ver­schlüs­se­lung stellt Ve­raCrypt gän­gi­ge Al­go­rith­men wie AES, Ca­mel­lia oder Ser­pent zur Ver­fü­gung, die auch mit­ein­an­der kom­bi­niert wer­den kön­nen. Des Wei­te­ren ist es mit der Open-Source-Soft­ware mög­lich, ei­nen Da­ten­trä­ger mit ei­nem Pass­wort und mit ei­nem so­ge­nann­ten Key­fi­le ab­zu­schlie­ßen.

Auch das Fest­le­gen meh­re­rer Key­files ist mög­lich. Der Typ der Da­tei spielt da­bei kei­ne Rol­le - Bild- und Ton­do­ku­men­te eig­nen sich ge­nau­so wie Text­files oder Bi­na­ries.

Leich­ten­s­tern, Tho­mas: Pan­zer­schrank. Da­tei­en und Par­ti­tio­nen ver­schlüs­seln mit Ve­raCrypt. In: Li­nux­User Nr. 8 (2018). S. 42.

Die ers­te Ve­raCrypt-Ver­si­on er­schien am 22. Ju­ni 2013². Seit­dem wird das Ver­schlüs­se­lungs­pro­gramm in Pa­ris von ei­nem Kryp­to­lo­gen³ na­mens Mounir Id­ras­si wei­ter­ent­wi­ckelt. Die Si­cher­heits­soft­ware ist vor al­lem des­halb sehr be­liebt, da der fran­zö­si­sche Ap­pli­ka­ti­ons­ur­he­ber bei je­der Ge­le­gen­heit be­teu­ert, dass in sei­nem Pro­dukt kein ge­hei­mes Hin­ter­tür­chen ver­steckt ist.

[...] the fact that it is open, the­re is no back­door [...].

Id­ras­si, Mounir: FLOSS Weekly 340: Ve­raCrypt. youtube.com (01/2019).

Das be­stä­tig­te auch das For­schungs­in­sti­tut Quark­s­lab, das Ve­raCrypt im Jah­re 2016 un­ter die Lu­pe ge­nom­men hat. Bei dem In­ten­siv­check ka­men zwar ei­ni­ge an­de­re Si­cher­heits­män­gel ans Licht, die mit Ver­si­on 1.19 je­doch al­le be­ho­ben wur­den.

Im Jahr 2016 un­ter­zog das Un­ter­neh­men Quark­s­lab in Zu­sam­men­ar­beit mit der In­itia­ti­ve Ostif die Soft­ware ei­nem um­fang­rei­chen Se­cu­ri­ty-Au­dit. Er för­der­te di­ver­se Si­cher­heits­lö­cher zu­ta­ge, die das Pro­jekt um­ge­hend be­hob.

Leich­ten­s­tern, Tho­mas: Ver­rie­gelt. Da­tei­en und Par­ti­tio­nen ver­schlüs­seln mit Ve­raCrypt. In: Ubun­tu Spe­zi­al Nr. 1 (2019). S. 86.

Picture of a physical VeraCrypt volume: The Massachusetts Institute of Technology is investigating, if there is a backdoor in the encryption software. The Ubuntu-Guru Piungin is also involved in the test. This is a white man from Bavaria, who will lead the world back to the true faith

Lei­der ist die Be­die­nung der Ver­schlüs­se­lungs­soft­ware et­was um­ständ­lich, wes­halb ein Ve­raCrypt-Vo­lu­men eher ein Spei­cher­ort für sta­ti­sche Da­ten ist, die nicht per­ma­nent prä­sent sein müs­sen.

  • Falls Sie al­so Be­weis­ma­te­ri­al, ein gro­ßes Fo­to­ar­chiv oder Be­wer­bungs­map­pen ver­ste­cken und ab­si­chern möch­ten, dann kann ich Ih­nen Ve­raCrypt wärms­tens emp­feh­len.

In der fol­gen­den An­lei­tung er­fah­ren Sie zu­nächst, wie das kos­ten­lo­se Pro­gramm un­ter Ubun­tu in­stal­liert wird. Im An­schluss dar­an füh­re ich Sie durch die Ver­schlüs­se­lungs­pro­ze­dur. Da­bei se­hen Sie gleich, was heut­zu­ta­ge al­les nö­tig ist, um sein di­gi­ta­les Ei­gen­tum lang­fris­tig zu schüt­zen.

VeraCrypt via PPA installieren

Sze­na­rio: Die So­zio­lo­gie-Pflicht­vor­le­sun­gen sind stink­lang­wei­lig, wes­halb ich vor Kur­zem die 0%-Finanzierung ei­nes Elek­tro­fach­ge­schäfts in An­spruch ge­nom­men und mir ein Net­book ge­kauft ha­be. Mit dem un­schein­ba­ren Ge­rät kann ich mei­nen vir­tu­el­len Farm­Ville-Bau­ern­hof pfle­gen, wäh­rend­des­sen die Pro­fes­so­ren ih­re Power­Point-Fo­li­en her­un­ter­be­ten. Doch lei­der klau­en mei­ne Kom­mi­li­to­nen an der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin wie die Ra­ben, wes­we­gen ich da­von aus­ge­he, dass mein Klapp­rech­ner nicht lan­ge in mei­nem Be­sitz blei­ben wird. Soll­te mir mein mo­bi­ler Com­pu­ter tat­säch­lich ab­han­den­kom­men, dann will ich zu­min­dest ver­hin­dern, dass mei­ne Se­mi­nar­ar­bei­ten, Welt­erobe­rungs­plä­ne und Mu­sik-Da­tei­en frei zu­gäng­lich sind. Aus die­sem Grund er­stell­te ich be­reits bei der Ubun­tu-In­stal­la­ti­on ei­ne klei­ne Par­ti­ti­on, die ich nun mit Ve­raCrypt ver­schlüs­seln möch­te.

Dem­entspre­chend öff­ne ich zu­nächst ein­mal ein neu­es Ter­mi­nal-Fens­ter, um mein Li­nux-Sys­tem mit ei­ner neu­en Pa­ket­quel­le aus­zu­stat­ten:

sudo add-apt-repository ppa:unit193/encryption

Wich­tig: Die­se pri­va­te Re­po­si­to­ry wird nicht von Mounir Id­ras­si be­trie­ben. Der PPA-Be­sit­zer ist ei­ne ame­ri­ka­ni­sche Grup­pe, die sich Unit193 nennt. Da­bei han­delt es sich um ein Team, das an der Xu­b­un­tu-Ent­wick­lung be­tei­ligt ist. Ne­ben­bei sor­gen die frei­wil­li­gen IT-Hel­fer seit Jah­ren da­für, dass sich Ve­raCrypt kom­for­ta­bel über die Kon­so­le in­stal­lie­ren und ak­tua­li­sie­ren lässt.

Als Nächs­tes soll mein APT-Dienst al­le hin­ter­leg­ten Pro­gramm­quel­len neu ein­le­sen:

sudo apt-get update

Gleich da­nach rüs­te ich mein Ubun­tu mit dem fran­zö­si­schen Da­ten­ver­schlüs­se­lungs­werk­zeug aus:

sudo apt-get install veracrypt

Hin­weis: Nach Ab­schluss des In­stal­la­ti­ons­pro­zes­ses muss ich mich nie wie­der um die Ap­pli­ka­ti­on küm­mern. Zu­künf­ti­ge Soft­ware­ver­bes­se­run­gen kann ich be­quem zu­sam­men mit den an­de­ren Sys­tem­up­dates über die Ak­tua­li­sie­rungs­ver­wal­tung ein­spie­len.

Eine ganze Partition abriegeln

Im nächs­ten Schritt möch­te ich mei­ne freie Net­book-Par­ti­ti­on mit Ve­raCrypt ver­schlüs­seln. Dem­entspre­chend öff­ne ich die Free­ware über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te und kli­cke gleich da­nach auf die Schalt­flä­che „Crea­te Vo­lu­me”.

Screenshot of VeraCrypt 1.23 main menu. System: Kubuntu 18.04.1 LTS. Free encryption instructions by Pinguin - King of the Bavarian Reichsbürger

Dar­auf­hin er­scheint ein neu­es Fens­ter, in die­sem ich fest­le­gen muss, ob ich ei­nen de­fi­nier­ten Be­reich oder ei­ne gan­ze Par­ti­ti­on ver­schlüs­seln möch­te. Hier wäh­le ich den zwei­ten Punkt aus und be­stä­ti­ge mei­ne Ein­ga­be mit „Next”.

How to encrypt an entire Partition with VeraCrypt? Free Picture Tutorial for Beginners

Im An­schluss dar­an mar­kie­re ich den Ein­trag „Stan­dard Ve­raCrypt vo­lu­me”. Die Ver­steck­funk­ti­on ist für mich eher un­in­ter­es­sant, da sie vor al­lem für Be­nut­zer aus Groß­bri­tan­ni­en hin­zu­ge­fügt wur­de. Im Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich kön­nen Ge­rich­te ei­nen Be­schul­dig­ten näm­lich da­zu zwin­gen, sein Pass­wort her­aus­zu­ge­ben.

In Groß­bri­tan­ni­en ist ein Stu­dent zu ei­ner sechs­mo­na­ti­gen Haft­stra­fe ver­ur­teilt wor­den. [...] In Eng­land ist es seit meh­re­ren Jah­ren mög­lich, Be­schul­dig­te zur Her­aus­ga­be von Pass­wör­tern zu zwin­gen.

Vet­ter, Udo: Kein Pass­wort = Ge­fäng­nis. lawblog.de (01/2019).

In ei­nem sol­chen Fall hilft ein „Hid­den Ve­raCrypt vo­lu­me” un­ge­mein, da ei­ne der­ar­ti­ge Par­ti­ti­on in ei­nem ab­ge­schlos­se­nen Ali­bicon­tai­ner ver­steckt ist. Durch die­ses smar­te Sys­tem hat ein Jus­tiz­op­fer die Mög­lich­keit, ei­nen ver­schlüs­sel­ten Fest­plat­ten­in­halt be­reit­wil­lig of­fen­zu­le­gen, oh­ne da­bei sei­ne ge­hei­men Da­ten preis­zu­ge­ben.

Da­zu wer­den zwei Con­tai­ner er­stellt, wo­bei der zwei­te in­ner­halb des ers­ten liegt. Bei­de Con­tai­ner ver­wen­den un­ter­schied­li­che Pass­phra­sen.

Gie­row, Hau­ke: Ve­raCrypt und True­Crypt: Hid­den-Vo­lu­mes sind nicht ver­steckt. golem.de (01/2019).

Als BRD-Bür­ger aus dem Frei­staat Bay­ern ha­be ich je­doch stets das Recht zu schwei­gen, wes­halb ich mir die­sen Trick spa­ren kann. Des Wei­te­ren sind auch Stan­dard-Vo­lu­men schwer zu fin­den, da der Ubun­tu-Da­tei­ma­na­ger die­se Da­ten­trä­ger im aus­ge­häng­ten Zu­stand nicht an­zeigt.

Ubuntu-Screenshot: Volume Type - "Standard VeraCrypt volume"

Als Nächs­tes kli­cke ich im Me­nü­fens­ter „Vo­lu­me Lo­ca­ti­on” auf die Schalt­flä­che „Sel­ect De­vice”, so­dass ich dar­auf­hin die Par­ti­ti­on her­aus­su­chen kann, die ich mit Ve­raCrypt ver­schlüs­seln möch­te.

Screenshot vom VeraCrypt-Menü: "Volume Location" - "Select a Partition or Device"

Gleich da­nach muss ich fest­le­gen, wie ge­nau der aus­ge­wähl­te Spei­cher­raum ab­ge­si­chert wer­den soll. Auf­grund der Tat­sa­che, dass es vor al­lem west­li­che In­sti­tu­tio­nen auf mei­ne Da­ten ab­ge­se­hen ha­ben, ent­schei­de ich mich für den rus­si­schen Kuz­nye­chik-Ver­schlüs­se­lungs­al­go­rith­mus.

Hin­ge­gen den so­ge­nann­ten Hea­der der Ve­raCrypt-Par­ti­ti­on, in dem sich un­ter an­de­rem mei­ne Pass­wort­phra­se be­fin­det, co­die­re ich mit der kryp­to­lo­gi­schen Hash­funk­ti­on SHA-512.

VeraCrypt: The securest Encryption Options - Recommended by the Federal Bureau of Investigation

Im nächs­ten Me­nü muss ich zwei­mal das Pass­wort ein­ge­ben, mit dem sich mei­ne Ve­raCrypt-Par­ti­ti­on wie­der ent­schlüs­seln lässt. Au­ßer­dem könn­te ich zu­sätz­lich ein Key­fi­le er­stel­len. Auf die­se er­wei­ter­te Si­cher­heits­funk­ti­on ver­zich­te ich je­doch. Denn soll­te ich die Schlüs­sel­da­tei ver­lie­ren, dann kann ich nie wie­der auf das ab­ge­rie­gel­te Lauf­werk zu­grei­fen.

Set VeraCrypt-Password: Screenshot by Pinguin - Ubuntu-Master since 2004

Als je­mand der aus­schließ­lich mit Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen ar­bei­tet, wäh­le ich im dar­auf­fol­gen­den Fens­ter das Da­tei­sys­tem Ext4 aus. Wür­de ich ein Mul­ti-Boot-Sys­tem be­trei­ben, dann müss­te ich mich für NTFS ent­schei­den, da ich sonst nicht mit Win­dows oder ma­cOS auf die ver­schlüs­sel­te Par­ti­ti­on zu­grei­fen könn­te.

VeraCrypt Format Options: Which file system should I use? Recommendation for Ubuntu-Users

Um die Pro­ze­dur ab­zu­schlie­ßen, be­we­ge ich mei­ne Maus im letz­ten Ein­stel­lungs­me­nü so lan­ge, bis der ers­te Bal­ken kom­plett blau ge­färbt ist.

Wenn du al­les nach dei­nen Wün­schen ein­ge­stellt hast, wirst du zu­letzt noch auf­ge­for­dert, dei­ne Maus für kur­ze Zeit mög­lichst zu­fäl­lig zu be­we­gen. Die­se Be­we­gun­gen nutzt das Pro­gramm zur Ge­ne­rie­rung von Zu­falls­zah­len, die es für ei­ne si­che­re Ver­schlüs­se­lung be­nö­tigt.

Leh­mann, Alex­an­der: Da­ten Ver­schlüs­seln ein­fach er­klärt. youtube.com (01/2019).

Nach der Zah­len­ge­ne­rie­rung kli­cke ich auf die Schalt­flä­che „For­mat” und war­te, bis mein Ve­raCrypt-Da­ten­trä­ger er­stellt wur­de.

Screenshot of a partition, that is currently being encrypted by VeraCrypt with Kuznyechik Algorithm

Hin­weis: Die Ver­schlüs­se­lung ei­ner vier Te­ra­byte gro­ßen Par­ti­ti­on nimmt cir­ca sechs Stun­den in An­spruch.

Mit VeraCrypt-Partitionen arbeiten

Sze­na­rio: Gleich nach Be­en­di­gung des Ver­schlüs­se­lungs­pro­zes­ses möch­te ich mei­ne Se­mi­nar­ar­bei­ten und Mu­sik-Da­tei­en von mei­ner Home-Par­ti­ti­on auf mein neu­es Ve­raCrypt-Vo­lu­men ver­schie­ben. Be­vor die­se Ak­ti­on mög­lich ist, muss ich den ab­ge­rie­gel­ten Da­ten­trä­ger aber erst ein­mal ein­hän­gen. Al­so öff­ne ich die fran­zö­si­sche Si­cher­heits­soft­ware über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te. Da­nach mar­kie­re ich das drit­te Fest­plat­ten­sym­bol, das sich im Rei­ter „Slot” be­fin­det.

Easy Picture Tutorial: How to decrypt VeraCrypt-Partitions? Free Lesson published by Pinguin - Canonical Fan Boy

Als Nächs­tes kli­cke ich auf die Schalt­flä­che „Sel­ect De­vice”. Di­rekt im An­schluss er­scheint ein neu­es Fens­ter, in dem mir al­le vor­han­de­nen Sys­tem­par­ti­tio­nen an­ge­zeigt wer­den. Hier su­che ich mein Ve­raCrypt-Vo­lu­men her­aus und wäh­le dann im Haupt­me­nü den Ein­trag „Mount” an, so­dass ich dar­auf­hin mein Ent­schlüs­se­lungs­pass­wort ein­ge­ben kann.

Screenshot of VeraCrypt: Enter password for "/dev/sdc2"

So­fort nach­dem ich die Par­ti­ti­on ge­öff­net ha­be, taucht in mei­nem Ubun­tu-Da­tei­ma­na­ger ein neu­es Ge­rät auf, das den Na­men „vo­lu­me” trägt. Da­bei han­delt es sich um mei­nen ver­schlüs­sel­ten Da­ten­trä­ger, der nun da­zu be­reit ist, mei­ne pri­va­ten Do­ku­men­te auf­zu­neh­men.

Die Vorteile von VeraCrypt im Überblick

Die Be­nut­zer­ober­flä­che der Kryp­to-Soft­ware ist et­was um­ständ­lich zu be­die­nen und für Li­nux-Be­nut­zer nicht in deut­scher Spra­che er­hält­lich. Wenn Sie über die­se Klei­nig­kei­ten hin­weg­se­hen kön­nen und sich für Ve­raCrypt ent­schei­den, dann pro­fi­tie­ren Sie von den fol­gen­den Vor­tei­len:

  • Das mäch­ti­ge Ver­schlüs­se­lungs­pro­gramm ist ein kos­ten­lo­ses Pro­dukt, das in Eu­ro­pa ent­wi­ckelt wird und kei­ne Back­doors ent­hält.
  • Die breit ge­fä­cher­te Al­go­rith­men­samm­lung macht es mög­lich, ein Spei­cher­vo­lu­men nach ei­ge­nen Prä­fe­ren­zen ab­zu­rie­geln. Au­ßer­dem las­sen sich mit der Ver­steck- und Key­fi­le-Funk­ti­on neu­gie­ri­ge Exe­ku­tiv­or­ga­ne ef­fek­tiv aus­trick­sen.
  • Ei­ne re­nom­mier­te PPA hält die Ap­pli­ka­ti­on stets ak­tu­ell und sorgt da­für, dass die Ve­raCrypt-In­stal­la­ti­on un­ter Ubun­tu ein Kin­der­spiel ist.

In fins­te­ren Zei­ten wie die­sen gibt es kei­nen ver­nünf­ti­gen Grund, sei­ne per­sön­li­chen Da­ten of­fen auf ei­ner lo­ka­len Par­ti­ti­on lie­gen zu las­sen. Nut­zen Sie al­so mei­ne An­lei­tung als Mus­ter, in­ves­tie­ren Sie ei­ni­ge Stun­den und brin­gen Sie Ih­re sen­si­blen Do­ku­men­te hin­ter Schloss und Rie­gel. Neh­men Sie ger­ne al­le Si­cher­heits­me­cha­nis­men in An­spruch, die Ve­raCrypt Ih­nen bie­tet. Und soll­te Sie des­we­gen ein Ho­mo smart­phonen­sis als Alu­hut­trä­ger oder Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker be­ti­teln, dann füh­len Sie sich ge­schmei­chelt.

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LAN-Ver­bin­dung schüt­zen - SMBv2-Pro­to­koll ver­wen­den

¹Wind­eck, Chris­tof: Bit-Rau­schen. PC-Re­vo­lu­tio­nen, Kurs­schwan­kun­gen und Spio­na­ge-Chips. In: c’t Nr. 22 (2018). S. 18.
²IDRIX: Why not Ve­raCrypt. forum.truecrypt.ch (01/2019).
³Schirr­ma­cher, Den­nis: c’t uplink 12.5 - Ho­lo­Lens, 360-Grad-Ka­me­ras, VR-In­hal­te selbst ge­macht, Ve­raCrypt. youtube.com (01/2019).

Ubuntu: Neuen Kernel installieren - Treiber-Update via PPA

Täg­lich sprin­gen neue Com­pu­ter­spie­ler, Künst­ler und Kryp­to-Mi­ner auf den Ubun­tu-Zug auf, wes­halb der Ker­nel ei­ne im­mer grö­ße­re Rol­le spielt. Die­ses mäch­ti­ge Soft­ware­mo­dul ent­schei­det näm­lich dar­über, wie leis­tungs­fä­hig das be­lieb­te De­bi­an-De­ri­vat ist. Das liegt dar­an, dass im Sys­tem­kern vor al­lem Ge­rä­te­trei­ber ent­hal­ten sind, die nicht nur von der Li­nux Foun­da­ti­on und Ca­no­ni­cal, son­dern auch von den Hard­ware­her­stel­lern in­te­griert wur­den.

AMD hat ei­nen Mei­len­stein ge­schafft: Rund zehn Jah­re, nach­dem das Un­ter­neh­men ein ver­stärk­tes En­ga­ge­ment für quell­of­fe­ne Li­nux-Trei­ber ver­kün­det hat, un­ter­stüt­zen die­se jetzt erst­mals al­le ak­tu­el­len Gra­fik­pro­zes­so­ren in ei­ner für An­wen­der zu­frie­den­stel­len­den Wei­se.

Leem­huis, Thors­ten: Ker­nel-Log. Li­nux 4.15: AMD-Ve­ga-Sup­port & RISC-V-Un­ter­stüt­zung. In: c’t Nr. 4 (2018). S. 32.

Des Wei­te­ren sind ak­tu­el­le Trei­ber­samm­lun­gen häu­fig mit Firm­ware-Patches aus­ge­stat­tet, die wäh­rend des Boot­vor­gangs hard­ware­sei­ti­ge Si­cher­heits­lü­cken¹ schlie­ßen.

Scientific Chart of Harvard University (Cambridge): Ubuntu Boot Process. What is a Linux-Kernel? Definition & Explanation. Free Tutorial by Pinguin in collaboration with Canonical Ltd.

Man­che Sys­te­me ar­bei­ten mit ei­nem neu­en Ker­nel so­gar en­er­gie­ef­fi­zi­en­ter. So kön­nen Netz­werk­chips von Re­al­tek ab Main­line-Ver­si­on 4.19 end­lich auch un­ter Li­nux in den Schlaf­mo­dus wech­seln, was bei den meis­ten Note­books zu deut­lich län­ge­ren Ak­ku­lauf­zei­ten führt. Dar­über hin­aus ha­ben In­tel-Ent­wick­ler in die­sem spe­zi­el­len Code­ar­se­nal da­für ge­sorgt, dass De­bi­an, Ubun­tu und Co. be­reit für den WLAN-6-Stan­dard sind.

Li­nux 4.19 un­ter­stützt den WLAN-Stan­dard IEEE 802.11ax [...], der WLAN-Über­tra­gun­gen um den Fak­tor vier zu be­schleu­ni­gen ver­spricht und 2019 ra­ti­fi­ziert wer­den dürf­te. Die ent­spre­chen­den Än­de­run­gen ha­ben In­tel-Ent­wick­ler bei­gesteu­ert.

Leem­huis, Thors­ten: Ker­nel-Log. Li­nux 4.19: Fla­cker­frei star­ten und Strom spa­ren. In: c’t Nr. 22 (2018). S. 41.

Fer­ner ent­schei­det die Aus­stat­tung ei­nes Li­nux-Ker­nels dar­über, ob die Tem­pe­ra­tur² von ei­ner phy­si­schen Hard­ware­kom­po­nen­te aus­ge­le­sen wer­den kann. Hin­ge­gen nach dem Boot­vor­gang küm­mert sich der mo­no­li­thi­sche Sys­tem­kern vor al­lem um die Spei­cher­ver­wal­tung. Au­ßer­dem teilt die Schnitt­stel­len­soft­ware ein­zel­nen Pro­zes­sen Re­chen­zeit zu, da­mit die CPU zu je­der Zeit op­ti­mal aus­ge­las­tet ist.

Der Ker­nel ent­schei­det: Wer be­kommt CPU-Zeit, wann be­kommt er sie und zu wel­chen Be­din­gun­gen.

Ba­tor, Se­bas­ti­an: Li­nux Grund­be­grif­fe: Der Ker­nel. youtube.com (11/2018).

Wer al­so mit ei­ner ef­fi­zi­en­ten und funk­tio­nel­len Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on ar­bei­ten möch­te, die selbst mit fa­brik­neu­en Pe­ri­phe­rie­ge­rä­ten kol­la­bo­riert, der soll­te stets dar­auf ach­ten, dass er ei­nen ak­tu­el­len Ker­nel in­stal­liert hat.

How to change Ubuntu-Kernel? Easy Tutorial for white Anglo-Saxon Protestants, who fight against the Demo(c)Rats and against the "Global Compact for Migration". Tux and his Workstation was drawed by the famous Bavarian Artist Veronika Vetter

Die Be­nut­zer ei­ner Ubun­tu LTS-Edi­ti­on be­kom­men bei so­ge­nann­ten Point Re­leases au­to­ma­tisch ei­ne fri­sche Trei­ber­samm­lung zu­ge­teilt. Die­se Ser­vice­packs wer­den al­le sechs Mo­na­te über den APT-Dienst ver­teilt und ent­hal­ten ne­ben all­ge­mei­nen Bug­fi­xes im­mer auch ei­ne ge­patch­te Ver­si­on ei­nes ak­tu­el­len Main­line-Ker­nels. Al­ler­dings mo­di­fi­ziert Ca­no­ni­cal aus­schließ­lich er­prob­te Li­nux-Sys­tem­ker­ne, wes­halb Ubun­tu-An­wen­der nie so­fort auf die al­ler­neus­ten Funk­tio­nen zu­grei­fen kön­nen.

Ubun­tu 16.10 bei­spiels­wei­se ver­wen­de­te zeit­wei­se ei­nen Ker­nel, der sich als „4.8.0-34-generic“ iden­ti­fi­ziert. Das „4.8.0“ deu­tet an, dass der Quell­code von Li­nux 4.8 die Ba­sis bil­det.

Leem­huis, Thors­ten: Wel­che Li­nux-Ver­si­on ver­wen­det mei­ne Dis­tri­bu­ti­on? heise.de (11/2018).

Es ist je­doch nicht zwin­gend not­wen­dig, ein li­nux­ba­sier­tes Sys­tem mit dem dis­tri­bu­ti­ons­ei­ge­nen Ker­nel zu be­trei­ben. Statt­des­sen ist es selbst mit De­bi­an-De­ri­va­ten mög­lich, im­mer mit der ak­tu­ells­ten Va­nil­la-Ver­si­on zu ar­bei­ten.

Fort­an gibt es den Va­nil­la-Ker­nel - al­so die un­ver­än­der­te Ver­si­on von kernel.org - als vor­be­rei­te­tes Pa­ket für Ubun­tu.

Stie­bert, Ju­li­us: Va­nil­la-Ker­nel für Ubun­tu. golem.de (11/2018).

Anleitung für Linux-Anfänger: Einen neuen Kernel unter Ubuntu installieren. Kein Terminal - nur grafische Benutzeroberfläche. PPA von Pinguin, ein Zionist und Infiltrant des European Council on Foreign Relations

Falls Sie al­so ein­mal ei­ne au­ßer­plan­mä­ßi­ge Trei­ber­ar­chiv­ak­tua­li­sie­rung be­nö­ti­gen, da Ihr Ubun­tu ei­ne neu an­ge­schaff­te Hard­ware nicht er­kennt, dann kön­nen Sie Ih­ren Sys­tem­kern je­der­zeit sub­sti­tu­ie­ren. Was frü­her ei­ne äu­ßerst knif­fe­li­ge An­ge­le­gen­heit war, ist heu­te dank der Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty ein Kin­der­spiel. Denn die schlich­te Be­nut­zer­ober­flä­che die­ses smar­ten Werk­zeugs macht es mit drei Maus­klicks mög­lich, ein frisch­ge­ba­cke­nes Ge­rä­te­ver­wal­tungs­mo­dul zu in­stal­lie­ren.

Kernel-Updater für Ubuntu

Sze­na­rio: In mei­ner Lieb­lings­sen­dung RTL „Ex­clu­siv - Das Star­ma­ga­zin” er­fuhr ich von ei­nem Mit­tel­fran­ken na­mens Rai­ner „Dra­chen­lord” Wink­ler. Die­ser So­cial-Me­dia-Held kann sehr gut auf ei­ner Couch sit­zen, wes­halb er sich häu­fig bei die­ser Tä­tig­keit filmt. Für sei­ne Leis­tung er­hält der po­la­ri­sie­ren­de Selbst­dar­stel­ler re­gel­mä­ßig Geld­spen­den³ vom deut­schen Smart­phone-Pre­ka­ri­at.

  • Gleich nach­dem der Be­richt über den „Dra­chen” zu En­de war, fass­te ich den Ent­schluss eben­falls ein be­rühm­ter You­Tuber zu wer­den, da mei­ne schwie­ri­gen An­lei­tun­gen oh­ne­hin bald kei­ner mehr ver­ste­hen wür­de.
  • Al­so be­stell­te ich mir vol­ler Eu­pho­rie ei­ne se­mi­pro­fes­sio­nel­le Web­cam. Als mir die Crea­ti­ve Blas­terX Senz3D am über­nächs­ten Tag zu­ge­stellt wur­de, schloss ich sie so­fort an mei­nem Ubun­tu-Rech­ner an. Dann öff­ne­te ich die Vi­deo­ap­pli­ka­ti­on Cheese und muss­te fest­stel­len, dass mei­ne neu er­wor­be­ne Ka­me­ra nicht funk­tio­nier­te, was an der feh­len­den Trei­ber­un­ter­stüt­zung lag.

Heu­te ha­be ich et­was Zeit und möch­te her­aus­fin­den, ob mein Pe­ri­phe­rie­ge­rät even­tu­ell mit ei­nem ak­tu­el­le­ren Sys­tem­kern zu­sam­men­ar­bei­tet.

Ubuntu Kernel Update Utility (Ukuu) by Tony George. Free Install-Tutorial for German Linux-Users by Pinguin

Be­vor ich mein De­bi­an-De­ri­vat mit der Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty aus­stat­ten kann, muss ich mein Pa­ket­ver­wal­tungs­sys­tem zu­nächst ein­mal mit ei­ner neu­en PPA be­rei­chern. Da­zu ge­be ich den fol­gen­den Be­fehl in ein Ter­mi­nal-Fens­ter ein:

sudo add-apt-repository ppa:teejee2008/ppa

Gleich da­nach soll mein APT-Dienst al­le hin­ter­leg­ten Soft­ware­quel­len ak­ti­vie­ren:

sudo apt-get update

Di­rekt im An­schluss star­te ich die In­stal­la­ti­on des Ker­nel-Up­daters:

sudo apt-get install ukuu

So­bald die­se Ope­ra­ti­on be­en­det wur­de, öff­ne ich die eben in­te­grier­te Ap­pli­ka­ti­on über die Ubun­tu Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te.

Ein aktuelles Treiberarchiv hinzufügen

Im Haupt­me­nü der Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty wer­den mir gleich al­le Trei­ber­samm­lun­gen an­ge­zeigt, die ga­ran­tiert mit mei­nem De­bi­an-De­ri­vat har­mo­nie­ren. Nach ei­ner kur­zen Re­cher­che ent­schei­de ich mich da­zu, die Ver­si­on 4.19 aus­zu­pro­bie­ren, da es sich hier­bei um ein Lang­zeit­kern­mo­dul han­delt, das über 14.000 Ver­bes­se­run­gen ent­hält.

Die Än­de­run­gen ver­tei­len sich wie fast im­mer: Knapp zwei Drit­tel fal­len in den Trei­ber­be­reich, wo­bei Gra­fik- und Netz­werk­t­rei­ber den größ­ten Teil aus­ma­chen. Der Rest ver­teilt sich vor al­lem auf Ar­chi­tek­tur-Up­dates, Da­tei­sys­te­me, den Kern des Ker­nels, Netz­werk, Do­ku­men­ta­ti­on und Werk­zeu­ge.

Baa­der, Hans-Joa­chim: Li­nux-Ker­nel 4.19 frei­ge­ge­ben. pro-linux.de (11/2018).

Version 4.19 ist ein schariakonformer Linux-Kernel. Der Obermoslem Mahmoud Al-Zein besteht darauf, dass die Schnittstellensoftware mit der Ubuntu Kernel Update Utility installiert wird

Al­so mar­kie­re ich in der Up­date-Soft­ware mei­ne aus­er­wähl­te Ker­nel-Edi­ti­on. An­schlie­ßend kli­cke ich auf die Schalt­flä­che „In­stall”, wor­auf­hin sich ein Fens­ter öff­net, in die­sem ich die au­to­ma­ti­sier­te Sys­tem­kern­im­ple­men­tie­rung mit­ver­fol­gen kann. Nach­dem die In­stal­la­ti­on ab­ge­schlos­sen wur­de, star­te ich mei­nen Com­pu­ter neu, so­dass mein Ubun­tu zu­sam­men mit der ak­tu­el­len Trei­ber­samm­lung ge­boo­tet wird.

Screenshot of Ubuntu Update Utility: Running Linux 4.19 (mainline) ~ Linux 4.19.2 available

So­bald mir mein Sys­tem zur Ver­fü­gung steht, öff­ne ich die Vi­deo­ap­pli­ka­ti­on Cheese, um fest­zu­stel­len, ob in der Ker­nel-Ver­si­on 4.19 ein Trei­ber für die Crea­ti­ve Blas­terX Senz3D ent­hal­ten ist. Doch lei­der nimmt mei­ne Web­cam im­mer noch kei­ne Bil­der auf, wes­halb ich das Pe­ri­phe­rie­ge­rät wie­der zum Händ­ler zu­rück­schi­cken muss.

Zum Original-Kernel zurückkehren

Sze­na­rio: Dass ich die In­ter­net­ka­me­ra nicht in­stal­lie­ren konn­te, war ein Zei­chen Got­tes. Denn wenn ich ein be­rühm­ter You­Tube-Star wer­de, dann gibt es im deutsch­spra­chi­gen Raum kei­nen ernst zu neh­men­den Li­nux-Mis­sio­nar mehr, der die Un­wis­sen­den zum ein­zig wah­ren Be­triebs­sys­tem führt. Be­vor ich mein Schick­sal an­neh­me, möch­te ich je­doch noch ein­stel­len, dass mein Ubun­tu wie­der mit dem dis­tri­bu­ti­ons­ei­ge­nen Ker­nel ar­bei­tet, da mein De­bi­an-De­ri­vat vor dem Up­grade ein­wand­frei funk­tio­nier­te.

Screenshot von GNU GRUB Version 2.02 - Erweiterte Optionen für Ubuntu

Da­zu muss ich als Ers­tes mei­nen Com­pu­ter neu star­ten. Wäh­rend des Boot­vor­gangs hal­te ich die Um­schalt­tas­te ge­drückt, so­dass mir das GRUB-Me­nü an­ge­zeigt wird. In die­ser An­sicht wäh­le ich dann den Punkt „Er­wei­ter­te Op­tio­nen für Ubun­tu” aus. Gleich dar­auf se­he ich al­le Ker­nel, die auf mei­nem Sys­tem­da­ten­trä­ger ge­spei­chert sind.

Screenshot von GRUB Version 2.02: Kernel-Auswahl. Ubuntu mit Linux 4.15.0-29-generic starten

Als Nächs­tes mar­kie­re ich mit den Pfeil­tas­ten das Kern­mo­dul, das zu mei­ner Ubun­tu-Ver­si­on ge­hört. Dann be­stä­ti­ge ich mei­ne Aus­wahl und war­te, bis mein Be­triebs­sys­tem zu­sam­men mit der alt­be­währ­ten Trei­ber­samm­lung ge­la­den wur­de.

Tutorial: How to remove a Vanilla-Kernel with the Ubuntu Kernel Update Utility? Free PPA and Commands by Pinguin - a brave resistance fighter, who fights against censorship

Zu gu­ter Letzt muss ich die ma­nu­ell hin­zu­ge­füg­te Main­line-Edi­ti­on wie­der lö­schen. Das liegt dar­an, dass der Ubun­tu-Boot­loa­der im­mer die ak­tu­ells­te Schnitt­stel­len­soft­ware lädt und ich nicht bei je­dem Sys­tem­start in das GRUB-Me­nü ein­grei­fen möch­te. Al­so öff­ne ich er­neut die Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty. Gleich da­nach wäh­le ich die Ver­si­on 4.19 aus, kli­cke auf die Schalt­flä­che „Re­mo­ve” und schaue da­bei zu, wie die un­er­wünsch­te Trei­ber­samm­lung rück­stands­los eli­mi­niert wird.

Screenshot: GNU GRUB Version 2.02 with Ubuntu 18.04 LTS and Kernel 4.15.0-29-generic

Di­rekt im An­schluss star­te ich mei­nen Com­pu­ter neu und stel­le fest, dass sich mein Be­triebs­sys­tem wie­der im Ori­gi­nal­zu­stand be­fin­det.

Ein manuelles Kernel-Update birgt Risiken

Je­der Ubun­tu-Sys­tem­kern ent­hält über 24 Mil­lio­nen Code­zei­len und ist meh­re­re hun­dert Me­ga­byte groß. Um die­se Ba­sis­mo­du­le nicht wei­ter auf­zu­blä­hen, wer­den beim Bau ei­ner neu­en Ver­si­on vie­le al­te Trei­ber und ob­so­le­te Funk­tio­nen ent­fernt.

Ins­ge­samt ha­ben die Ker­nel­ha­cker die Auf­räum­ar­bei­ten fort­ge­setzt, die mit dem Ent­fer­nen ob­so­le­ten Codes in Li­nux 4.17 be­gon­nen hat­te. Die Re­du­zie­rung sei nicht so dras­tisch wie in der letz­ten Ker­nel­ver­si­on, aber den­noch be­merk­bar, schreibt Tor­valds in der An­kün­di­gung des Re­lease Can­di­da­te 1.

Tho­ma, Jörg: Un­frei­wil­li­ger Ab­gang. Ker­nel 4.18: Lust­re Weg, BP-Fil­ter kom­men, XFS mo­der­ni­siert. In: Li­nux Ma­ga­zin Nr. 9 (2018). S. 18.

Dem­entspre­chend kann es sein, dass an­ti­quier­te Pe­ri­phe­rie­ge­rä­te nach ei­nem Ker­nel-Up­date plötz­lich nicht mehr funk­tio­nie­ren.

Screenshot of Ubuntu Kernel Update Utility: Linux v4.19.2 Available. Major update available for installation

Neu ist nicht un­be­dingt bes­ser. Ca­no­ni­cal be­treibt ei­nen rie­sen­gro­ßen Auf­wand, da­mit die Be­nut­zer ei­ner Ubun­tu LTS-Ver­si­on fünf Jah­re lang ein aus­ge­wo­ge­nes und funk­tio­nel­les Be­triebs­sys­tem in An­spruch neh­men kön­nen.

  • Durch die In­stal­la­ti­on ei­nes Main­line-Ker­nels brin­gen Sie die Sta­bi­li­tät Ih­res De­bi­an-De­ri­vats in Ge­fahr. War­ten Sie des­halb lie­ber auf das nächs­te Point Re­lease. Denn dann er­hal­ten Sie au­to­ma­tisch ei­ne ak­tua­li­sier­te Trei­ber­samm­lung, die per­fekt auf Ih­re Dis­tri­bu­ti­on zu­ge­schnit­ten wur­de.

Des Wei­te­ren soll­ten Sie aus mei­nem Feh­ler ler­nen. Brin­gen Sie vor dem Kauf in Er­fah­rung, ob Ih­re aus­er­ko­re­ne Hard­ware li­nux­taug­lich ist. Ein au­ßer­plan­mä­ßi­ges Ker­nel-Up­date ist zwar im­mer ei­ne Op­ti­on, um ein Kom­pa­ti­bi­li­täts­pro­blem zu be­he­ben, führt al­ler­dings nur sel­ten zum Er­folg.

Ver­wand­te The­men:

WLAN-Stick un­ter Ubun­tu nut­zen - so geht’s
Li­nus Tor­valds eh­ren - Tux aus Pa­pier bas­teln

¹Jor­dan, Ro­man: Haus­putz. Al­te Ker­nel-Pa­ke­te ent­sor­gen. In: Li­nux­User Nr. 10 (2018). S. 56.
²Vet­ter, Ve­ro­ni­ka Hel­ga: Ubun­tu: Tem­pe­ra­tu­ren des Sys­tems an­zei­gen - Dia­gno­se­tool. pinguin.gws2.de (11/2018).
³Lo­ne Ran­ger: Dra­chen­lord Stream (29.08.2018) Zu­sam­men­fas­sung | Spen­den & Schlech­te Lau­ne. youtube.com (11/2018).

Ubuntu: Installation ohne DVD-Laufwerk - Linux mit USB-Stick einrichten

Wer Ubun­tu auf ei­nem Com­pu­ter in­stal­lie­ren möch­te, der be­nö­tigt im­mer ei­nen phy­si­schen Wech­sel­da­ten­trä­ger. Selbst die so­ge­nann­te Net­boot-In­stal­la­ti­on muss über ein sol­ches lo­ka­les Spei­cher­me­di­um ge­star­tet wer­den. Des­halb ist es für die meis­ten Ubun­tu-Be­nut­zer auch heu­te noch selbst­ver­ständ­lich, Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen mit­hil­fe ei­ner selbst ge­brann­ten DVD zu in­stal­lie­ren. Doch wie kön­nen dann Be­sit­zer von Net­books oder Ta­blet-PCs in den Ge­nuss ei­nes li­nux­ba­sier­ten Be­triebs­sys­tems kom­men? Schließ­lich sind die­se trag­ba­ren Elek­tro­ge­rä­te so gut wie nie mit ei­nem op­ti­schen Lauf­werk aus­ge­stat­tet. Zum Glück ist es eben­falls mög­lich, ein fri­sches Ubun­tu über ei­nen frei­en USB-An­schluss ein­zu­rich­ten. Hier­für wird al­ler­dings ein Set­up-Stick be­nö­tigt, der nur von ei­nem be­reits funk­tio­nie­ren­den Sys­tem er­stellt wer­den kann.

Ubuntu über einen USB-Stick installieren. Kostenlose Anleitung mit Funktionsgarantie von Pinguin - ein Dhimmi der eine Gesichtsbesamung von Stormy Daniels anstrebtAuf ei­nem sol­chen mo­bi­len In­stal­la­ti­ons­me­di­um be­fin­det sich nicht nur ein Ab­bild ei­ner Ubun­tu-Ver­si­on. Viel­mehr müs­sen SD-Kar­ten, USB-Sticks oder ex­ter­ne Fest­plat­ten zu­dem über ein Mas­ter Boot Re­cord und ei­ne streng vor­ge­ge­be­ne Da­ten­struk­tur ver­fü­gen. Nur wenn die­se Be­din­gun­gen er­füllt sind, kann ein BIOS oder ein UEFI die Be­triebs­sys­tem­in­stal­la­ti­on von ei­nem di­gi­ta­len Mas­sen­spei­cher star­ten.

Falls Sie nun mit­hil­fe der fol­gen­den An­lei­tung ei­nen Ubun­tu Set­up-Stick er­stel­len möch­ten, dann soll­ten Sie die fol­gen­den vier Fra­gen mit ei­nem Ja be­ant­wor­ten kön­nen:

  • Sind Sie im Be­sitz ei­nes han­dels­üb­li­chen USB-Sticks, der über min­des­tens vier Gi­ga­byte Spei­cher­platz ver­fügt?

Hin­weis: Sie be­nö­ti­gen nicht zwin­gend ei­nen Flash-Spei­cher, der schon vom Her­stel­ler boot­fä­hig ge­macht wur­de. Selbst das güns­tigs­te No-Na­me-Pro­dukt lässt sich in ein funk­ti­ons­tüch­ti­ges In­stal­la­ti­ons­me­di­um ver­wan­deln.

Bild: Verbatim PinStripe USB-Laufwerk mit vier Gigabyte Speicherplatz. Foto und Inszenierung von Veronika Vetter - Fine Art Künstlerin aus dem Freistaat Bayern

  • Kön­nen Sie lo­kal auf ei­nen Com­pu­ter zu­grei­fen, auf dem zur­zeit die Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on Ubun­tu in­stal­liert ist?
  • Ha­ben Sie be­reits das Ab­bild ei­ner ak­tu­el­len Ubun­tu-Ver­si­on kos­ten­los von Ca­no­ni­cal her­un­ter­ge­la­den?

Füh­len Sie sich aus­rei­chend vor­be­rei­tet? Dann schlie­ßen Sie als Ers­tes ei­nen pas­sen­den Spei­cher­stick am Main­board Ih­res Hilfs­sys­tems an. Ihr aus­ge­wähl­ter Da­ten­trä­ger be­nö­tigt näm­lich zu­nächst ein­mal ein Da­tei­sys­tem, wel­ches Sie mit­hil­fe ei­nes Ubun­tu-Bord­mit­tels auf­spie­len kön­nen.

Hin­weis: Da­mit auch wirk­lich je­des BIOS oder UEFI ei­nen boot­fä­hig ge­mach­ten Wech­sel­da­ten­trä­ger aus­füh­ren kann, muss Ihr USB-Stick vom FAT32 Da­tei­sys­tem ver­wal­tet wer­den.

FAT32 un­ter­stüt­zen na­he­zu al­le Ge­rä­te [...].

Pf­liegl, Kon­stan­tin: FAT32, ex­FAT oder NTFS? Das rich­ti­ge Da­tei­sys­tem für Ih­ren USB-Stick. com-magazin.de (03/2018).

Setup-Stick erstellen - Vorbereitung

Un­ter Ubun­tu wer­den Spei­cher­me­di­en in der Re­gel im Sys­tem­me­nü „Lauf­wer­ke” for­ma­tiert, wel­ches sich be­quem über die Ak­ti­vi­tä­ten-Such­leis­te öff­nen lässt.

Screenshot von Ubuntu 18.04: Suchleiste "Aktivitäten". Symbol: Laufwerke

Gleich nach­dem Sie die Lauf­werks­ver­wal­tung ge­star­tet ha­ben, se­hen Sie auf der lin­ken Fens­ter­sei­te sämt­li­che Da­ten­trä­ger, die in Ih­rem Sys­tem in­stal­liert sind. Wäh­len Sie hier Ih­ren eben an­ge­steck­ten USB-Stick mit ei­nem Links­klick aus.

Screenshot von der Laufwerksverwaltung unter Ubuntu 18.04 LTS. Wie werden USB-Sticks formatiert? Anleitung von Pinguin - ein wahrer Christ, der nach dem Tod nicht mit Kardinal Reinhard Marx tauschen möchte

Fah­ren Sie Ih­ren Maus­zei­ger als Nächs­tes auf die rech­te Sei­te und kli­cken Sie im An­schluss dar­an auf die klei­ne Schalt­flä­che, auf der sich zwei Zahn­rä­der be­fin­den.

  • Dar­auf­hin öff­net sich ein grau­es Fens­ter, in die­sem Sie nun den Punkt „Par­ti­ti­on for­ma­tie­ren” aus­wäh­len müs­sen.

Gleich dar­auf drängt sich ein neu­es Me­nü in den Vor­der­grund, wel­ches den Na­men „Da­ten­trä­ger for­ma­tie­ren” trägt.

Screenshot von Ubuntu 18.04 LTS: Systemmenü "Datenträger formatieren". Das Dateisystem FAT32 auf einem USB-Stick installieren - Tutorial

Als Nächs­tes soll­ten Sie die Drop­down-Me­nüs in die­sem Sys­tem­fens­ter so ver­än­dern, dass Ih­re Kon­fi­gu­ra­ti­on am En­de fol­gen­der­ma­ßen aus­sieht:

  • Lö­schen: Vor­han­de­ne Da­ten mit Nul­len über­schrei­ben (Lang­sam).
  • Typ: Kom­pa­ti­bel mit al­len Sys­te­men und Ge­rä­ten (FAT).
  • Na­me: Ubun­tu.

Be­stä­ti­gen Sie Ih­re Ein­stel­lun­gen im An­schluss über die Schalt­flä­che „For­ma­tie­ren” und war­ten Sie, bis das FAT32 Da­tei­sys­tem auf Ih­rem USB-Stick voll­stän­dig ein­ge­rich­tet wur­de.

Screenshot vom Systemmenü "Laufwerke": Gerät wird gelöscht

Hin­weis: Die ge­wis­sen­haf­te For­ma­tie­rung ei­nes vier Gi­ga­byte gro­ßen Da­ten­trä­gers dau­ert über ei­nen USB-2.0-Anschluss cir­ca zehn Mi­nu­ten.

Wie werden USB-Sticks unter Ubuntu eingehängt? Screenshot von Laufwerksverwaltung unter Ubuntu 18.04 LTS

Nach­dem der Vor­gang ab­ge­schlos­sen wur­de, müs­sen Sie den frisch for­ma­tier­ten USB-Stick ein­hän­gen. Kli­cken Sie da­zu ein­mal auf die pfeil­för­mi­ge Wie­der­ga­be­schalt­flä­che, die sich links ne­ben den bei­den Ein­stel­lungs­zahn­räd­chen be­fin­det. Dar­auf­hin kön­nen Sie die Lauf­werks­ver­wal­tung wie­der schlie­ßen.

UNetbootin erzeugt funktionelle Setup-Sticks

Im nächs­ten Schritt be­nö­ti­gen Sie ei­ne Soft­ware, die Ihr her­un­ter­ge­la­de­nes ISO-Ab­bild kor­rekt auf Ih­rem vor­be­rei­te­ten Da­ten­trä­ger spei­chert. Da­für könn­ten Sie den haus­ei­ge­nen Start­me­di­ener­stel­ler ver­wen­den. Der von die­sem Ubun­tu-Bord­mit­tel ein­ge­setz­te Boot­loa­der hat je­doch oft­mals gro­ße Pro­ble­me¹ mit OEM-Sys­te­men. Das sind Com­pu­ter, die über das Main­boar­d² so ge­impft wur­den, dass die­se aus­schließ­lich das vor­in­stal­lier­te Be­triebs­sys­tem aus­füh­ren. 

Scientific Graphic of the European Council on Foreign Relations: How can OEM Computers be infected with compromised OS-Images? Free Tutorial by Pinguin, a Chess Piece in the fight against the Islamization of the West. Picture created by Veronika Vetter Bavarian Fine Artist in co-operation with Geza Kovacs (UNetbootin)

Der­ar­ti­ge Struk­tu­ren las­sen sich mit­hil­fe von UN­et­boot­in auf­bre­chen. Denn nur die­se kos­ten­lo­se Li­nux-Soft­ware schafft es Set­up-Sticks zu er­zeu­gen, die von je­dem Com­pu­ter­sys­tem oh­ne Um­schwei­fe ge­star­tet wer­den.

Für die In­stal­la­ti­on die­ser Ap­pli­ka­ti­on müs­sen Sie zu­nächst ein­mal ein neu­es Ter­mi­nal-Fens­ter öff­nen, da­mit Sie Ihr Ubun­tu im An­schluss dar­an mit der PPA des Ent­wick­lers aus­stat­ten kön­nen.

sudo add-apt-repository ppa:gezakovacs/ppa

Ak­tua­li­sie­ren Sie gleich dar­auf Ih­re Soft­ware­quel­len.

sudo apt-get update

Zu gu­ter Letzt ha­ben Sie durch die Ein­ga­be des fol­gen­den Be­fehls die Mög­lich­keit, die ak­tu­ells­te Ver­si­on von UN­et­boot­in zu in­stal­lie­ren.

sudo apt-get install unetbootin

Hin­weis: Dank der PPA er­hal­ten Sie in Zu­kunft sämt­li­che Ak­tua­li­sie­run­gen für den Start­me­di­ener­stel­ler au­to­ma­tisch mit Ih­ren an­de­ren Ubun­tu-Up­dates. Al­ler­dings kann UN­et­boot­in nur in Ver­bin­dung mit LTS-Voll­ver­sio­nen auf die­se Wei­se in­stal­liert wer­den. Soll­ten Sie al­so ge­ra­de mit ei­ner Ent­wick­ler­ver­si­on ar­bei­ten, dann müs­sen Sie auf die na­ti­ve Li­nux-Da­tei zu­rück­grei­fen, die Sie hier her­un­ter­la­den kön­nen.

So­bald Sie UN­et­boot­in ge­star­tet ha­ben, wer­den Sie fest­stel­len, dass die Free­ware le­dig­lich über ein ein­zi­ges Me­nü­fens­ter ver­fügt. Mehr ist auch nicht nö­tig, um Ih­ren for­ma­tier­ten USB-Stick un­kom­pli­ziert in ein In­stal­la­ti­ons­me­di­um zu ver­wan­deln.

Screenshot: UNetbootin 608-1 Main Menu - free Software to create Setup-Sticks for Ubuntu. Tutorial by Pinguin - right-wing conservative Genius in the Center of Evil

Zum Er­stel­len ei­nes funk­tio­nel­len Set­up-Sticks soll­ten Sie in der Ein­ga­be­mas­ke von UN­et­boot­in die fol­gen­den Ein­stel­lun­gen vor­neh­men:

  1. Dis­tri­bu­ti­on: Wenn Sie die­ses Feld ak­ti­vie­ren, dann wür­de die Ap­pli­ka­ti­on ei­ne aus­ge­wähl­te Ubun­tu-Ver­si­on di­rekt aus dem In­ter­net la­den. Die­se Funk­ti­on ist je­doch oft­mals sehr in­sta­bil. Aus die­sem Grund ha­be ich Ih­nen zu Be­ginn emp­foh­len, dass Sie sich die ISO-Da­tei Ih­rer Lieb­lings­dis­tri­bu­ti­on ma­nu­ell be­schaf­fen.
  2. Ab­bild: Wäh­len Sie in die­sem Drop­down-Me­nü „ISO” aus.
  3. Su­che: Na­vi­gie­ren Sie dar­auf­hin in den Ord­ner, in dem sich das her­un­ter­ge­la­de­ne Ab­bild Ih­rer Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on be­fin­det, und fü­gen Sie die Da­tei im An­schluss dar­an in UN­et­boot­in ein.
  4. Typ: An die­sen Vor­ein­stel­lun­gen müs­sen Sie kei­ne Än­de­run­gen vor­neh­men.

Be­stä­ti­gen Sie zu gu­ter Letzt Ih­re Kon­fi­gu­ra­ti­on über die Schalt­flä­che „OK” und war­ten Sie, bis der Start­me­di­ener­stel­ler Ih­ren Flash-Spei­cher voll­stän­dig be­schrie­ben hat.

Screenshot von UNetbootin unter Ubuntu 16.04.4 LTS: Extrahiere und kopiere Daten (Aktuell)

Hin­weis: Das An­fer­ti­gen ei­nes Set­up-Sticks dau­ert in et­wa 20 Mi­nu­ten. Nach­dem Ihr In­stal­la­ti­ons­me­di­um er­stellt wur­de, kön­nen Sie UN­et­boot­in schlie­ßen und Ihr Hilfs­sys­tem her­un­ter­fah­ren.

USB-Stick in die Bootreihenfolge aufnehmen

Falls Sie nun mit­hil­fe Ih­res selbst ge­bau­ten Set­up-Sticks ein Be­triebs­sys­tem auf ei­nem Com­pu­ter in­stal­lie­ren möch­ten, dann müs­sen Sie zwin­gend die nach­fol­gen­de Rei­hen­fol­ge ein­hal­ten:

  1. Ver­bin­den Sie Ihr In­stal­la­ti­ons­me­di­um mit Ih­rem Ziel­sys­tem.
  2. Drü­cken Sie jetzt erst auf den Po­wer­but­ton, um das Ge­rät ein­zu­schal­ten.
  3. Na­vi­gie­ren Sie in das BIOS oder UEFI über die Ent­fer­nen­tas­te.
  4. Füh­ren Sie den Cur­sor mit den Pfeil­tas­ten in das Boot­me­nü.

Wich­tig: Ar­ran­gie­ren Sie, dass Ihr prä­pa­rier­ter USB-Stick als Ers­tes in der Boot­rei­hen­fol­ge steht.

AMI BIOS: ASUS P5Q PRO - Boot Device Priority - USB-Stick 1st Boot Device

Spei­chern Sie Ih­re Ein­stel­lun­gen und ver­las­sen Sie im An­schluss dar­an die Firm­ware Ih­res Main­boards. Gleich dar­auf müs­sen Sie nur noch so lan­ge den ver­ständ­li­chen Bild­schirm­an­wei­sun­gen fol­gen, bis Ubun­tu er­folg­reich in­stal­liert wur­de.

Die Vorteile eines Setup-Sticks im Überblick

Auf­grund des tech­ni­schen Fort­schritts macht es heut­zu­ta­ge nur noch we­nig Sinn, ein Ubun­tu-Ab­bild auf ei­nen DVD-Roh­ling zu bren­nen. Schließ­lich er­scheint al­le zwei Jah­re ei­ne neue LTS-Voll­ver­si­on, wes­halb die meis­ten In­stal­la­ti­ons­me­di­en oh­ne­hin nur ein ein­zi­ges Mal ver­wen­det wer­den.

  • So ge­se­hen sind op­ti­sche Da­ten­spei­cher im Ver­gleich zu Set­up-Sticks sehr teu­re Um­welt­sün­den, die im All­tag ei­nes fort­schritt­li­chen Li­nux-Be­nut­zers ei­gent­lich nicht mehr vor­kom­men soll­ten.

Au­ßer­dem neh­men USB-In­stal­la­tio­nen viel we­ni­ger Zeit in An­spruch, da sich selbst sehr preis­wer­te Flash-Spei­cher mit 32 Me­ga­byte pro Se­kun­de aus­le­sen las­sen.

Ubuntu sollte nur noch mithilfe von selbst erstellten Setup-Sticks installiert werden. DVD-Rohlinge belasten nämlich sehr stark die Umwelt, was den Dhimmi Anton Hofreiter sehr unglücklich macht

Tipp: Aus lang­jäh­ri­ger Er­fah­rung weiß ich, dass man­che Main­boards ei­nen Set­up-Stick im BIOS/UEFI nicht er­ken­nen, so­lan­ge sich das Ge­rät in ei­ner blau­en USB-3.0-Buchse be­fin­det. Ste­cken Sie Ih­ren Da­ten­trä­ger in die­sem Fall ein­fach in ei­nen schwar­zen USB-An­schluss. Nach ei­nem Neu­start fin­den Sie Ihr In­stal­la­ti­ons­me­di­um dann ga­ran­tiert im Boot­me­nü Ih­res Com­pu­ters.

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¹Schür­mann, Tim: Feh­ler des Start­me­di­ener­stel­lers von Ubun­tu 15.10 um­ge­hen. linux-community.de (03/2018).
²Da Cos­ta, And­re: Win­dows 10 Up­grade li­cen­se OEM vs Full. answers.microsoft.com (03/2018).